Reichelt greift an...

Nov 13, 2011 482 Replies

Moin!

Ich schon.

Das ist der Raubkopierer auch nicht.

Siehst Du, die möchten auch lieber 2x verkaufen.

Uff, das ist abhängig von den Gesamteinnahmen des Jahres, von der Art des Werks, vom Umfang, von der Verbreitung... Papers in Konferenzbeiträgen lagen letztes Jahr glaub ich so bei 5-10 Euro pro Seite. Bei meiner Diss hatte ich die Kosten für Verlag und 40 Exemplare nicht ganz wieder drin. Pauschal, einmalig.

Obs bei Euch auch sowas gibt ist mir nicht bekannt.

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Und einen zweiten beim Anblick des Preises. :-)

Bitte was!? Weil mich der Anblick eines Fotos in einem Katalog auf eine Idee gebracht hat?

Dazu hängts zu hoch.

In Deutschland hat man sogar begehbare Garderobenschränke. Wir nennen sie "Windfang".

Gruß, Michael.

Und weil diese Verbreitungsmöglichkeit durchs Internet perfektioniert wurde, würdest du am Liebesten das Internet verbieten? So wie es der Musikindustrie idealerweise für vorschwebt. ;-9

mfg hdw

Welchen Unterschied macht es in Deinen Augen, ob

- Du eine DVD für $1 kaufst, sie ansiehst und danach wieder spendest oder

- jemand einen Film illegal herunterlädt, ihn nur einmal ansieht und er danach auf der Festplatte verrottet, bis er beim nächsten "Platz schaffen" gelöscht wird?

Hat der Film gefallen, behältst Du ihn. Gefällt dem "Herunterlader" der Film, so besteht die Wahrscheinlichkeit, dass er sich ihn auch noch einmal legal beschafft. Umfragen zufolge ist das gar nicht so unwahrscheinlich.

Ich persönlich habe schon etliche CDs, die ich zuerst nur als von meinem Bruder gerippte MP3s besaß, dann doch noch mal als Original gekauft. Zugegebermaßen erst, als sie nur noch 7-8EUR kosteten, aber ohne das "Probehören" hätte ich sie mir gar nicht gekauft.

Gruß Henning

henning paul home: http://home.arcor.de/henning.paul PM: henningpaul@gmx.de , ICQ: 111044613

Dann meinen wir einen unterschiedlichen Sachverhalt.

Er ist eher nicht waehlerisch was er klaut, so wie der Einbrecher der in einem Haus oft erstmal alles mitnimmt was glitzert. Ich meinte dass wir auch schonmal einen Film _kaufen_ wo wir nicht sicher sind ob er uns gefallen koennte. Der Film ist jemand anders das Behalten nicht wert gewesen, aber jeder hat einen anderen Geschmack.

Nein, die Lizenz ist auf einen Arbeitsplatz ausgestellt, nicht auf eine Person. Man kann sie sogar auf einen neuen Arbeitsplatz uebertragen aber muss sie auf dem alten dann loeschen.

$5-10 ist es bei meinen wohl auch, doch da habe ich nie einen Heller von gesehen. Bekommt alles IEEE, Elsevier und so. Aber leben kann man davon wohl nicht.

Nimm mal an Du schreibst unter viel Zeiteinsatz ein gutes Fachbuch das normalerweise 10000 Leute kaufen wuerden. Es kostet im Landen 100 Euro. Wenn der Verlag Dir davon 20% abgibt ist das ein gutes Einkommen. Nun ist es aber bei Euch offenbar legal eine Disk fuer 50c plus 20c GEMA-Steuer zu kaufen und das Buch vom Server in Abzockistan da draufzuspulen. Schwupps, haben die Leute fuer 70c ein E-Book was im Laden mehr als das hundertfache gekostet haette. Und das findet Ihr jetzt toll?

GEMA-Steuern auf Speichermedien? So einen Unsinn gibt es hier nicht. Ergo wird er bei Euch "legal" abgezoppt weil er Auslaender ist. Na super.

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So wie die rostige Badewanne, nur weil jemand sagte das sei "Kunst" :-)

Nein, wenn es fuer Dich persoenlich ist oder nicht 1:1 nachgekupfert ist natuerlich nicht.

Es reicht ein einziger Mantel der da dranhaengt, oder ein Stuhl, oder die Raeuberleiter eines anderes Kids.

Da wo der Besuch an den nassen Maenteln der Leute vorbei muss die schon da sind? :-)

Hatten wir in Deutschland auch, und das erste was da rein kam war ein Schrank.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Nein. Man verbietet ja auch keine Selbstbedienungslaeden nur weil da jeder einfach zugreifen und weglaufen kann, oder? Es werden von Buergern gewisse moralische Werte erwartet und bei offensichtlichem Verstoss gegen selbige gibt es Aerger. In manchen Laendern offenbar nicht mehr ...

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Das glaubst Du doch wohl selbst nicht. Ich habe persoenlich die Sammlungen stolzer "Besitzer" gesehen. Ein ganzer CD-Staender als Turm, proppevoll. Saemtliche CDs "selbstgebrannt". _Das_ ist der Unterscheid den ich meine.

Da bist Du eine Ausnahme.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Wenn man dir Waren aufdrängt, vielleicht sogar in die Tasche steckt, uU gegen deinen mehr oder weniger ausgeprägten Widerstand, und dann von dir Geld sehen will, ist das dann wohl OK?

Um bei deinem Beispiel von materiellen Waren zu bleiben. Zur Erinnerung, es geht um Musik also nicht mal um Rechnerprgs.

Voll OK.

mfg hdw

Am 20.11.2011 16:48, schrieb Joerg:

Setze meine Regalwand als inverses Element dagegen. Saemtliche CDs selbstverdient und selbstbezahlt mit richtigen DM.

Butzo

Moin!

...und wandert vom einen zum anderen. Aber ist egal, ich gebs auf.

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"17 U.S.C. § 1008, as legislated by the Audio Home Recording Act of

1992, says that non-commercial copying by consumers of digital and analog musical recordings is not copyright infringement. [...] 17 U.S.C. § 1008 bars copyright infringement action and 17 U.S.C. § 1003 provides for a royalty of 2% of the initial transfer price for devices and 3% for media.[12] The royalty rate in 17 U.S.C. § 1004 was established by the Fairness in Music Licensing Act of 1998."

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"Zur Wahrnehmung der ausländischen Autorenrechte haben sich die Verwertungsgesellschaften zu europäischen und internationalen Vereinigungen zusammengeschlossen. Der Dachverband aller VGs ist die bereits genannte CISAC."

Und damit für mich EOD.

Eben.

Hast Du Lampen an der Decke?

Nasse Mäntel in Schränke zu hängen ist bestimmt eine ganz tolle Idee.

Gruß, Michael.

Das tut hier m.W. niemand und hat auch in Deutschland bei mir niemand getan. Inzwischen tut man es bei Euch aber offenbar. Man nimmt bei jedem Kaeufer von Datentraegern an dass er sich was "absaugt". D.h. es wird Euch was in die Tasche geschoben egal ob ihr es ablehnt, nicht annehmt, was immer. Und das ist rechtlich verwerflich, denn es ist die unterbewusste Annahme einer generellen latenten Diebstahlneigung. Wozu sonst haette man so ein Gesetz machen sollen?

Musik ist also weniger wert? Wer legt den schoepferischen Wert fest?

Also mal Butter bei die Fische:

MS-Works benutze ich zur Buchhaltung, jeder Rechner hat eine eigene Lizenz. Die haben um $20 gekostet, macht also etwa 15 Euro. Das ist auch in etwa der Preis eines guten Musik-Albums, jedenfalls sah ich das in Deutschland.

Nun hat offenbar der Staat festgesetzt dass die 15 Euro Software nach wie vor 15 Euro wert sein soll. Das Album hat er jedoch von 15 Euro auf wenige Cent Wert runtergeknueppelt. Was ist die konkrete Begruendung gewesen?

Ok dass es in machen Laendern nicht mehr so ist? Ich hoffe dass es das nicht war was Du meintest.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Nein, das ist definitiv Müll, kann ich auch nicht gebrauchen.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Zitat "they [royalties] do not apply to blank computer CDs". Damit ->

zahnloses Gesetz.

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Bleiben unsere Meinungen dann wohl diametral verschieden.

Einige ja, an die Decke geschraubt, die meisten aber in die Decke eingelassen.

Hint: Vertikale Belueftung. Wirkt Wunder :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Die Bevölkerung wird unter Generalverdacht gestellt. Folge ist, das auf Vielem was mit PCs und Internet zu tun hat, inzwischen Abgaben entrichtet werden muß. Wenn dann jemand sich für den privaten Gebrauch Musik runterläd, kann ich darin nichts unrechtes erkennen. Er nimmt lediglich bereits erworbene Rechte wahr. Das Betreffende dann doch von Gerichten für diese Tun verurteilt werden und obendrein zu Phantasiesummen verurteilt werden, kann ich nur als Rechtsbeugung ansehen.

Weniger Wert als was? Auch ist ein ev. schöpferischer Wert, wenn keiner ihn will, nichts wert. Das ist wie bei dir als freischaffender "Künstler". Wenn keiner deine Dienste will, bekommst du keine Geld.

Moment mal, Software ist wie ein Werkzeug. Die Produzenten können, so sie wollen, Schutzmaßnahmen anwenden. Ich habe inzwischen etliches an Geld für Software ausgeben, bei der sich beim Arbeiten dann herausgestellt hatte, das für mich wesentlich Eigenschaften dann doch nicht implementiert waren oder zumindest nicht wirklich gebrauchsfähig waren. Man war "gut" im Verschleiern. Deshalb favorisiere ich zeitlich begrenzte bzw Testversionen. Auch als wir noch Software regelrecht sammelten, wars selbstverständlich das, wenn damit Geld verdient wurde, eine offizielle Version gekauft wurde.

Das zu Software. Bei Musik liegen die Dinge nunmal naturgemäß anders.

Hat der Staat das so bestimmt? Ist mir nicht geläufig. Kann ich also nichts zu sagen.

Wenn du die derzeitige Zwangshaftung des Steuerzahlers durch Banken und das Schuldenmachen der Politik meinst, kann einem tatsächlich nur frösteln.

mfg hdw

[...]

Als Software.

Das waere ok. Nur ist es so dass bei Musik nach deutschem Gesetz der Erloes auch beim Wollen der Erloes drastisch gekuerzt wurde. Auf ein paar Cents pro CD. Das ist unfair.

D.h. ein Werkzeug ist mehr Wert als ein Kunstwerk? Wer legt denn das so finanziell fest?

Musikproduzenten koennen das praktisch nicht.

Dafuer gibt es die ja auch fast immer. Ich hatte mein CAD z.B. auch einige Tage probegefahren und dann gekauft.

Warum?

So wie es hier erlaeutert wurde ist das Absaugen von Musikalben auf Leer-Disks mit den 20c oder was immer an GEMA-Steuer abgegolten. Das liegt Groessenordnungen unter dem Preis des Albums. Ausserdem wurde damit dem Kunstler ein (mieser) staatlich festgesetzter Erloes zugebilligt und er kann nicht mehr selbst den Preis seiner Ware festlegen. Mit Marktwirtschaft hat das IMHO nichts mehr zu tun, es macht sie teilweise kaputt.

Die meinte ich nicht, aber die froestelt mich inzwischen mehr als vor einer Woche. Denn institutionelle Anleger ziehen sich teilweise signifikant aus dem Euro zurueck. Nach den Meldungen ueber nachtraegliche Hair Cuts ist nun genau das eingetreten was ich befuerchtet habe, und was Eure Finanzminister ebenfalls haetten sehen sollen. Manchmal habe ich das Gefuehl dass viele Finanzminister (auch bei uns) Ihrem Job nicht gut genug gewachsen sind. Hoffen wir dass es in den naechsten 2-3 Wochen wenigstens keine "Stampede" gibt.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Software wird für bestimmte Rechnersysteme entworfen. Ohne diese Systeme ist sie nutzlos. Sie ist entweder eine Auftragsarbeit oder der Produzent hofft, am Markt viel absetzen zu können. Ist der Aufwand größer als der Erlös, müssen sich die Leute was anderes suchen.

Was hat also Musik mit Software gemein? Wenn sie keiner haben will, gibs kein Geld. Das ist dann aber auch dir einzige Gemeinsamkeit.

Das ist mir neu. Ich kann mich noch gut an die Preise der 45 und 33 Plattenwelt erinnern. Damals "durfte" die abschätzig bezeichnete U-Musik die sog. ernste Musik quersubventionieren. Ohne U-Musik kein Gott H.v.Karajan.

In der Regel die Käufer. Früher die Landesfürsten die sich zum eigenen Plaisir eine Gruppe Musiker plus den nötigen Komponenten hielten.

Aber Softwarehersteller.

Sag an, du hörst Software? ;-)

Das ist mir neu. Allerdings ist Musik heutzutage auch nur ein Verbrauchsgut. So wird sie produziert und so auch gehandelt. Das ist nunmal so. Warum sollte man dafür mehr ausgeben als sie einem wert ist? Tatsache hier ist, das die, die sich viel Musik sozusagen schwarz aus dem Internet laden, sind auch die mit den meißten gekauften CDs. Hört sich zwar widersinnig an, habe ich aber oft genug erlebt.

Ich zB bin zum Erwerb von originalen CDs durch YouTube animiert worden. Aber weil sich die Gema mit YouTube über die Abgaben nicht einigen kann, werden für Nutzer aus de. immer mehr Videos gesperrt.

Du kannst dir also die Tränen für die Musikbranche für was Bessere aufbewahren. ;-)

Städte, Länder und Staaten sind heillos verschuldet. Bei euch zusätzlich die Mehrzahl der Konsummenten.Die großen Anleger finden für ihr Kapital keine sinnvollen Anlagen mehr. Eigentlich ist das System krank und an seine Grenzen angelangt. Aber die Wenigsten wollen das wahrhaben.

Meiner Ansicht dürften Städte und Länder überhaupt keine Kredite aufnehmen. Denn Schulden sind die Steuererhöhungen von morgen. Deshalb gleich die Steuern erhöhen oder betreffende Vorhaben aufs nötigste reduzieren oder gleich ganz streichen.

Deutschland bezahlt jedes Jahr an Zinsen 32 x 10E9 Euros. Das entspricht etwa dem Etat der Bundeswehr. ;-)

mfg hdw

Musik wird fuer Liebhaber bestimmter Genres entworfen. Ohne diese Genres ist sie nutzlos. Sie ist entweder Auftragsarbeit oder aus einer Idee entstanden (SW genauso) und sowohl Produzent als auch Kuenstler hoffen, am Markt viele Alben absetzen zu können. Ist der Aufwand langfristig groesser als der Erloes muessen sich die Kuenstler mindestens einen Nebenerwerb suchen.

Wo war jetzt nochmal der Unterschied?

Beides ist aus geistiger Taetigkeit heraus entstanden und kein materielles Gut. Beides beruht darauf dass IP per brauchbarem Copyright und aehnlichem geschuetzt wird, da man sonst mit beidem keinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Und so weiter, und so weiter.

In den 70ern kosteten Klassik-Platten mindestens so viel wie Platten Udo Lindenberg. Ich kann mir nicht vorstellen dass er oder sein Verleger einen Teil des Gewinns an Symphonie-Orchester abgegeben haetten.

Nein, bei Euch hat es offenbar der Staat gemacht. Musik darf nach Strich und Faden fuer ein paar Groschen pro CD geschnorrt werden, Software nicht.

Klar, was sie aufgrund von, ahem, merkwuerdiger Gesetzgebung in manchen Laendern denn auch fuer Exportversionen tun.

Manchmal, etwa wenn es *BONK* aus dem Lautsprecher macht und eine Sprechblase mit "An error has occurred" auftaucht :-)

Aber im Ernst, mir ist schleierhaft warum "bei Musik die Dinge nunmal naturgemaess anders liegen" sollen. Welche Dinge? Warum?

Die Gesetzeslage wurde doch hier eindeutig dargelegt.

Ganz einfach: Wenn in einem Laden eine Packung Lakritz 2.99 kostet, an der Eingangstuer aber ein Kasten mit der Aufschrift "Wenn Sie hier 20c reintun duerfen Sie die Packung Lakritz einfach mitnehmen" steht, was denkst Du was die Leute machen werden?

Klar, weil die Musik "in" ist. Nur wird von Staats wegen der Produzent um einen Grossteil seines Umsatzes gebracht. Wozu soll sich denn der Schueler der wenig Geld hat das coole Album fuer 19.99 nachkaufen wenn er es zuhause schon "selbstgebrannt" stehen hat? Tut er natuerlich nicht

-> Umsatz futsch.

Wir hatten damals gespart um uns das Album zu leisten. Heute ist "Instant Gratification" angesagt. Krank, sowas.

Youtube ist ja nun auch wiklich nicht geeignet eine CD in Wohnzimmerqualitaet zu erschaffen. Der Server in Abzockistan schon.

Tja, Ihr muesst es selbst wissen ob Ihr kleine Genres eingehen lassen wollt oder nicht. Solche Sachen wie Bluegrass haetten es ohne den in USA ueblichen Copyright-Schutz sehr schwer. Beschnitte von Copyright gehen immer mit dem Verlust von Kulturgut einher.

[...]

Amen! Noch ein Punkt in dem wir uns 100% einig sind :-)

Ja, Deutschland ist aehnlich schwer verschuldet wie USA, die Privatleute bei uns allerdings mehr als bei Euch. Schlimmer ist aber die Waehrungsunion die IMHO nie in dieser Art haette eingegangen werden duerfen. Alle in einer Waehrung aber eine zahnlose Zentralgesetzgebung, ergo zuegelloses Verprassen im Sueden. Die Anleger scheuen nicht den Euro. Was sie scheuen ist dass sie nicht wissen wieviel "Hair Cut" Anlagenrisiko in den Banken im Norden liegt. Man kennt das ja inzwischen, Derivate und aehnliche Gift-Cocktails.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Erstmal: IANAL ;-)

Unterschied zwischen angelsächsischer und römischer Rechtstradition. Das deutsche (und weitgehend das kontinentaleuropäische Recht) kommen aus der römischen Rechtstradition, wo das geschriebene Gesetz die Rechtslage definiert. In der angelsächsichen Tradition (u.a. UK, USA) bestehen geschriebenes Gesetz, und Gewohnheitsrecht nebeneinander, mit einem deutlichen Gewicht auf der Interpretation des geschriebenen Gesetzes durch fortlaufende Rechtsprechung, eben jenes case law.

an kann vor deutschem Gericht durchaus mit Präzedenzfällen argumentieren, diese haben jedoch deutlich weniger Gewicht.

Och, der Unterschied ist dem Bürger durchaus bewußt. Allerdings ist die GEZ aufgrund ihres Gebarens nicht gerade Sympathieträger.

Naja, zum Immobilienknall gehör(t)en zwei Seiten: Sowohl Leute, die sich Häuser kaufen die sie sich nicht bezahlen können als auch Banken, die ihnen dafür Kredite geben die sich nicht absichern könnnen. _Da_ sehe ich die Schuld ganz klar primär auf Seite der Banken: Wer Kredite großzügig vergibt, obwohl es verdammt klar ist, daß der Schuldner das gar nicht stemmen kann, ist selber schuld wenn es knallt.

Man liest sich, Alex.

"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and looks like work." -- Thomas A. Edison

Jain. Reverse-Engineering kannst Du in .de sehr wohl machen. Wenn Du dann eine 1:1 Kopie des Produktes auf dem Markt anbietest kann Dich der originale Hersteller allerdings sehr wohl gerichtlich verfolgen - aber nicht für das Reverse-Engineering, sondern für den Verkauf des kopiertes Produkts.

Man liest sich, Alex.

"Opportunity is missed by most people because it is dressed in overalls and looks like work." -- Thomas A. Edison

definiert.

Ah ja, die Sache mit den Loewen und so :-)

Ok, aber zumindest gibt es Praezedenz dort zumindest.

[...]

Ich sehe das anders. Wer auf dem Kreditantrag ueber die Hoehe seines Einkommens luegt der traegt die Hauptschuld wenn ihn das spaeter in die volle Krise reisst. Sorry, gefaelschte Daten mit der Unterschrift des Antragstellers darunter dass "alle Angaben wahrheitsgemaess und nach bestem Wissen und Gewissen ..." sind eine Straftat und ich habe dafuer kein Verstaendnis.

Was Banken angeht gibt es Lesestoff der den Hintergrund etwas weiter ausleuchtet als gewisse Gazetten, denn hier wird es besonders fuer linksorientierte unbequem:

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Zitat "The Community Reinvestment Act was signed into law in 1977 by President Carter. The Act requires banking institutions insured by the Federal Deposit Insurance Corporation, or FDIC, to be evaluated by their federal regulators for the loans made to low and moderate income borrowers and to poor communities. The act forced banks to make these loans, which the banks would have rejected otherwise as financially unsound".

FDIC ist die Einlagensicherung fuer Sparer. Eine Bank muss diese Versicherung haben, sonst findet sie so gut wie keine Kunden. Das Gesetz hatte damit Daumenschraubencharakter. Spaeter wurde auch noch der Glass-Steagall Act ausgehebelt. Das zusammen war dann wie die Sprengung eines Staudamms. Wobei beide politischen Seiten Schuld trugen, und auch Banken die das alles in Derivate eingebacken haben. Die Hauptschuld trugen aber die Antragsteller, die Hauskaeufer.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am Sun, 20 Nov 2011 15:55:11 -0800 schrieb Joerg:

Ohne das entschuldigen zu wollen, letztlich haben die aber auch nur die Situation genutzt die ihnen geboten wurde.

Es war der politische Wille das Spiel noch eine Runde weiter laufen zu lassen, also die Wirtschaft nach dem platzen der Internetblase am laufen zu halten.

Also wurden neue Kreditnehmer gebraucht, sie wurden gefunden und die faulen Kredite geschickt in alle Welt verteilt.

Lutz

Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

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