Und so sprach Ansgar Strickerschmidt:
Ich denke er meint die GEMA, welche auf jeden in DE verkauften Tonträger ihr Steuer u.a. zur Abdeckung der "Privatkopien" erhebt...
Roland
Und so sprach Ansgar Strickerschmidt:
Ich denke er meint die GEMA, welche auf jeden in DE verkauften Tonträger ihr Steuer u.a. zur Abdeckung der "Privatkopien" erhebt...
Roland
Wie lange es sich gut verkauft oder wieviel Wert es ist, das ist fuer die Tatsache dass geklaut wurde unerheblich. Im uebrigen werden die meisten Alben wie auch Filme abgezockt wenn sie gerade rausgekommen sind.
Das meine ich im Ernst. Wobei natuerlich das Strafmass unterschiedlich sein wird. Sonst koennte man sich ja auch auf den Standpuntk stellen dass der Laden von Tante Emma ja immer noch ueber 20 Tafeln Trueffleschokolade hat wenn man "nur" eine klaut.
Wenn jemand eine Kopie der CAD Daten aus dem Opel-Werk schmuggelt und an die Chinesen vertickt ist das Diebstahl. So wie es das unerlaubte Kopieren von Musik auch ist. Die Schadenshoehe ist natuerlich sehr unterschiedlich, und im ersten Fall wird es als Werksspionage bestraft. Diebstahl ist beides.
Im Prinzip ja. Man stiehlt eine Leistung die andere gegen Bezahlung kaufen muessen. Diese anderen bezahlen damit fuer den Schwarzfahrer mit weil der Unterhalt der Strassenbahn eine konstante Summe Geld kostet.
Was wuerdest Du zu einer Fahrgemeinschaft sagen wo sich einer der Beteiligten weigert seinen Anteil an den Benzinkosten zu tragen?
Joerg schrieb:
Hallo,
die kopierte Musik CD kann aber legal erworben werden, die darauf gespeicherten Daten werden weder geschmugelt noch entwendet, sie werden nur kopiert.
Bye
Wenn wir frueher Musik unbedingt wollten haben wir natuerlich nicht alles gekauft, aber die LP mit den besten Songs drauf. Gekauft, nicht geklaut.
Ist aber aehnlich: Ein staatlicher Rundfunk produziert ein Programm, erhebt eine Art Urheberrecht darauf und legt die Kosten auf die Bevoelkerung um. Schwarzseher "nehmen das umsonst mit", normale Buerger bezahlen ihren "rechtmaessigen" Obulus, Geschaeftsleute werden abgezockt.
Joerg schrieb:
nNein. Es handelt sich dabei nicht um Sachen. Mit der selben Begr=FCndung= =20 haben n=E4mlich deutsche Finanz=E4mter Daten-CDs aufgekauft, die Bankdate= n=20 ausl=E4ndischer Banken enthielten, welche unrechtm=E4=DFig erlangt /=20 weitergegeben worden waren. Vgl. =A7242 StGB
Guido
Eine mehr als simple Betrachtungsweise zumal wenn es sich um immatriellen Besitz handelt. Aber gut, dann gehe ich mal auf deine simple Betrachtungsweise ein. Denn dann kann vom Rechteinhaber gefordert werden, das er seinen Besitz entsprechend schützt. Ich nehme mal dein Beispiel des Autos. Ein Auto hat verschiedene Schutzmaßnahmen um das Eigentumsrecht zu sichern. Wenn der Besitzer alle ignoriert indem er zusätzlich die Fahrzeugpapiere im wWagen aufbewahrt, ist ihm nicht mehr zu helfen. Weiter Diskussion darüber erübrigen sich. Wenn also bei Musik diese zB per Mikrofon aufgenommen wird, ist das Rechtsgefühl der überwiegenden Mehrheit wohl kaum verletzt. Das weist aber daraufhin, das wiederkehrende Schallereignisse nur eine begrenzte Einnahmequelle darstellen können. Was man nicht sichern kann, gehört der Allgemeinheit. So einfach kann man die Dinge sehen. Denn es grenzt jawohl ans Groteske, die Mehrheit der Bevölkerung zu kriminalisieren zu wollen.
Im uebrigen werden die
Von Insidern, die also Zugang zu den Quellen haben. In dem Grenzfall kann man tatsächlich von Diebstahl sprechen. Wenn aber alles bereits öffentlich aufgeführt wurde, ist die Vorstellung von Eigentum so nicht mehr haltbar.
Um es nicht aus den Augen zu verlieren, es handelt sich hier um immateriellen Besitz wie Musik. Also keinen materiellen Besitz!
Diese Güter, wie auch neue Ideen, sind in der menschlichen Evolutionsgeschichte immer möglichst schnell verbreitet worden. Hier eine Unrechtsbewußtsein zu erzeugen, würde gegen diese Evolutionstradition verstoßen. Die Vorstellung die "unrechtmäßige" Verbreitung dieser Güter unter Strafe zu stellen, stammt aus dem Viktorianischen England. Ergebnis, Bücher wurden nur für den zahlungskräftigen Adel hergestellt. Im deutschen Reich gab es diese Vorstellung nicht. Folge, es gab viele billige Nachdrucke zB Reclam und die Bildung der Bevölkerung stieg schneller als im alten England. Damals wehrten sich sogar namhafte Autoren gegen die Einführung von solchen Rechten, sie befürchteten das ihre Erzeugnisse eben nicht mehr so schnelle Verbreitung finden würden. Wenn also jemand Geld für Musik sehen will, sollte er vor Publikum auftreten.
Am 18.11.2011 17:12, schrieb Guido Grohmann:
Eben, es handelt sich um Immaterielles wie zB Ideen. In der menschlichen Evolutionsgeschichte wurde sowas immer möglichst schnell verbreitet. Bei der besagten Daten CD handelte es sich quasi um Herrschaftswissen. Für die Geheimhaltung müssen dann die Betreffenden selbst sorgen bzw es ist sogar Pflicht solches "Herrschaftswissen" zu verbreiten. ;-)
Am 18.11.2011 16:43, schrieb Uwe Hercksen:
Nach Joergs Vorstellung wäre jemand der sich die Musik merkt bzw per Mikro aufnimmt ein Dieb. Solche Vorstellung grenzen doch wohl ans Groteske.
Am 18.11.2011 16:55, schrieb Joerg:
Wir sollten einen vom Staat unabhängigen Rundfunk haben. Der Empfang sollte mit einfachen und billigen Geräten ermöglicht werden. Nur unter dieser Voraussetzung wurde nicht verschlüsselt und für den Empfang eine Gebühr erhoben. Spätestens seit der Einführung des digitalen Rundfunks und der Übertragung von zB teuren Sportveranstalltungen sind die alten Voraussetzungen entfallen. Wer heute Geld für seine Aussendungen sehen will, soll sie bitteschön verschlüsseln. Nur das ist marktgerecht. Der Begriffe Schwarzseher ist schlicht Unsinn. Keiner sieht schwarz außer hin und wieder Cheffe.
"Im Rahmen der Gesetze", genau das ist es. Bei Euch sind die was seltsam, so dass ich z.B. in Deutschland keine Songs auflegen wuerde. Wenn ich denn ueberhaupt singen koennte :-)
Frei verfuegen ueber jeden Gegenstand geht auch in Deutschland nicht: Du darfst z.B. ein gekauftes iPhone benutzen. Auch zerlegen. Aber Du darfst es nicht per Reverse Engineering 1:1 abkupfern, nachbauen lassen und dann verkaufen.
Die Masche wuerde bei mir nicht funktionieren. Aus Prinzip nicht.
Das sah jedoch konkret so aus, x-mal in den 90ern gesehen: Es gab SW in US-Versionen ohne Dongle und ROW ("Rest of World") mit Dongle.
Bei Kunden in Europa ragten die PCs in den Raum rein weil hinten ein Turmbau zu Babel an Dongles aufeinandergesteckt war. Das war damals alles am LPT-Port. Es funktionierte nur wenn sie in einer bestimmten Reihenfolge waren, und manchmal selbst das nicht. Zum Drucken musste der vierte Dongle rausgeschraubt werden. Das brachte natuerlich auch Leibesertuechtigung weil man dazu mit einer Taschenlampe unter den Tisch kriechen muste.
Unter den dritten oder vierten Dongle drapierte man eine Stuetze aus einem Stueck Holz oder aufgerollter Wellpappe. Nun geschah es bei einem Kunden dass die Putzhilfen wohl dagegenkamen und ... kracks. Toll. Ganz wunderbar.
Die Loesung kam dann in Form meines Laptops. Da ich Software immer in USA gekauft habe brauchte der nie Dongles, der Ingenieur hat da seinen Monitor drangestoepselt und weitergemacht bis der Ersatz-Dongle eintraf. Der wurde aber erst verschickt nachdem der abgebrochene Dongle per Eildienst abgeliefert war. Allein das hat fast einen Hunderter extra gekostet.
[...]
Nein. Du darfst Deine CD oder DVD verschenken, spenden, sogar weiterverkaufen. Du darfst keine Kopie davon behalten. Das ist keine Raubkopie. Raubkopien haben absolut nichts mit Gebrauchthandel oder Spenden zu tun.
Bei Software kann es diesbezueglich Einschraenkungen geben aber die stehen dann auch in den Lizenzbestimmungen. So durfte ich z.B. eine skandinavische Lizenz eines Programms nicht benutzen weil "gebietsfremd". Das haetten wir per VPN-Tricks umschiffen koennen. Waere aber rechtlich fragwuerdig gewesen und daher habe ich die Software fuer den Auftrag gemietet.
Ist hier voellig legal. Diese Hospizlaeden sind kirchlich organisiert und die erkundigen sich vorher genau was geht und was nicht. Software gibt es da z.B. nicht.
Natuerlich gibt es da keine neuen Filme, sondern eher alte Humphrey Bogarts und so, aber das moegen wir ja. Die kriegst Du in einer Videothek hier nicht mehr.
Warum das denn?
So wie die Geldfaelscher. Die haben die auf den Hundert-Euro Scheinen gespeicherte Information ja auch nur kopiert :-)
Und das war eindeutig eine finanzielle Unterstuetzung von Hehlern. Das hat das Vertrauen in die moralischen Grundsaetze deutscher Behoerden im Ausland erheblich und nachhaltig erschuettert. Natuerlich machen das auch Behoerden in anderen Laendern, aber die lassen sowas gewoehnlich nicht an die Medien raus.
Also bei unszulande unterliegen Vertraege wie so ziemlich alles andere dem Gesetz. Wenn man etwa beim Download die Akzeptanz eines Vertrages per Mausklick bejaht dann wird dieser Vertrag damit per Gesetz einklagbar. Und so muss das IMHO auch sein.
Ich wuerde mal ganz arrogant behaupten dass einige deutsche Legislatoren was nicht verstanden haben :-)
Das hiesse dann der Kauf einer CD berechtigt zur Weitergabe als Kopie an Onkel Jupp, Tante Lieschen, Schwippschwager dritten Grades Franz, den Mann der verstorbenen Schwester des Mannes der Schwester der Oma, und so weiter?
Eine Schweinerei ist da allein schon deshalb weil ehrliche Leute mti abgestraft werden. Ich habe noch nie Musik kopiert. Warum sollte ich dann in Deutschland bei CD-Rohlingen GEMA-Steuer zahlen? Sehe ich nicht ein. Ok, aber ich habe die eh fast immer im Ausland gekauft, so kann man solchen Nonsense ja umschiffen.
Wobei Geld eine Zusage, für eine in der Zukunft liegend zu erbringende Leistung, ist. ;-)
mW ist jeder US-Amerikaner gesetzlich verpflichtet, sollte er von Unrecht erfahren, dieses den zuständigen Stellen anzuzeigen. Soll sogar für im Ausland lebende US-Amerikaner gelten. Wenns ichs korrekt wiedergegeben habe, hast du ein Erklärungsproblem.
Ach so. Dann ist es also ok wenn jeder unterwegs mit dem Auto anhaelt, auf dem Feld von Bauer Lehmann 20-30 Pfund Kartoffeln ausmacht, in den Kofferraum packt und davonbraust? Denn das Feld kann ja nicht gesichert werden ...
Nein, aber Raubkopierer schon.
Nee, rede mal mit Kids im Schulalter. Einer der klassischen neuen Ausdruecke ist "habe ich mir gebrannt". Damit ist nicht Schaps gemeint :-)
M.W. hat Reclam nicht illegal nachgedruckt. Dann ist dagegen nichts zu sagen. Im Reiche von Winnetou gibt es uebrigens auch Paperbacks. Und irgendwie scheint das System besser zu funktionieren. Es muss ja einen Grund haben weshalb ich durch Kauf meiner Fachbuecher in USA (im Prinzip seit Beginn des Studiums) jedesmal fett gespart habe.
Mit der Meinung kann man auch das Patentamt in Munechen schliessen. Vielleicht koennen sie es als Hofbraeuhaus-II benutzen :-)
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