[OT] Wasserstoff (Handelsblatt)

May 23, 2024 Last reply: 2 years ago 297 Replies

Für guten Wirkungsgrad möchte man einen ansehnlichen Höhenunterunterschied zwischen Obersee und Untersee haben. Mit wenigen Zentimetern oder Metern geht es /im Prinzip/ auch, aber die Praxis läßt man sinnvollerweise besser bleiben.

Ja, steht im Subjekt.

Hattest Du schon mal geschrieben.

Das Handelsblatt wird wohl schwerpunktmäßig Brennstoffzellen meinen. Direkte PKW-Wasserstoffmotoren gab es ja in den 1980ern - die wurden aufgegeben.

Ich habe das mal angeschaut. Es scheinen überwiegend Schiffe als reales Serien-Einbauziel vorgesehen zu sein. Ammoniak hat allerdings eine Sammlung von schlimmsten Gefahrstoff-Kennzeichen: Explosionsgefahr, Ätzend, Umweltschädlich und Totenkopf.

Es werden doppelwandige Rohre beschrieben. Folglich anspruchsvolle, teure Technologie. Übrigens Zweitakt-Motoren. Ich habe Ammoniak seit Jahrzehnten im Keller.

Bei U-Booten werden jedenfalls H-Brennstoffzellen verwendet, weil die fast lautlos arbeiten.

Es wird ja auch von Blauem Wasserstoff geschrieben. Ich finde Wasserstoff und Ammoniak für problematisch, ähnlich wie E-Fuels. Aufwendig, anspruchsvoll, irre teuer, sehr ineffizient - also alles, was man will.

Die riesigen LKW für 300..700 Tonnen Ladung werden allerdings elektrisch angetrieben. Aus gutem Grund - mit einem Diesel-Generator an Bord. Man will den Verbrenner einfach nicht loslassen - Unter gar keinen Umständen. Es sollen weiterhin gigantische Mengen an Chemikalien zum Verbrennen produziert werden. Ich finde, das sollte eine kleine Nische sein, wo es keine Alternative gibt.

Stromspeicher aus Batterie-Arrays und Vulkangestein mit 700°C finde ich viel besser. Da kommen auch Silizium-Carbid-Halbleiter sinnvoll zur Geltung.

Hallo Marcel,

Du schriebst am Sat, 25 May 2024 09:32:21 +0200:

["Ökostrom Regenerativ"]

Ja, und das gibt es eben so nicht.

Und - wie schaut da die Realität aus? Passt die zu der Regelung, oder geht die diametral dran vorbei? _IMHO_ ist letzteres der Fall, und deswegen jammern zum einen die "Ökostrom"-Erzeuger, daß sie ihr "Produkt" nicht recht loswerden, weswegen sie eine Abnahmegarantie gekriegt haben, und zun deren muß trotzdem jede Menge Regelleistung zum Ausgleich vorgehalten werden, weil es ja keine Speicher gibt. (Auch wenn es solche geben _könnte_, aber ich will nicht schon wieder meine Idee der inversen Pumpspeicher propagieren...) ...

Es ist die totale Schieflage. Die ganze Marktwirtschaft liegt aber so oft schief, daß das dabei garnicht mehr auffällt. Hier liegt sie einfach darin schief, daß etwas zu konstanten Bedingungen gehandelt wird, das tatsächlich alles andere als konstant ist (gibt's ja in anderen Bereichen auch, z.B. Getriede u.ä.), weil _NICHTS_ dazu getan wird, die Voraussetzungen anzupassen - es ist "dank" der Abnahmegarantie ja nicht nötig.

"Der" kunde kriegt irgendwas, von dem ihm erzählt wird, es wäre das, was er bestellt hat. Oft langt das hinten und vorne nicht, und er wird beschummelt. Die anderen Kunden kriegen halt den Rest, und manchmal kriegen die auch einen guten Teil von dem ab, das die anderen eigentlich bestellt haben, aber grade nicht brauchen können und trotzdem bezahlen müssen.

...

Und zuweilen muß dafür noch gezahlt werden, damit er nicht produziert wird. Statt ihn für zeitunkritische anderweitige Prozesse zu nutzen, für die es halt (noch???) keine Anlagen gibt.

Sischte - da kommt ein guter Teil der Schieflage her. Es wurde und wird einfach nicht drauf geachtet, daß die Teilbereiche zusammenpassen, jeder wurschtelt vor sich hin, keiner schaut, was der andere macht, und auch dort, wo die Geamtinformation eigentlich vorläge (staatliche Stellen), wird bloß an den kleinen Löchern geflickt. Die großen "weißen Flecken" schauen halt zusehr danach aus, als müßten sie sein, sie "waren ja schon immer da".

...

"Dein Wort in Gottes Ohr." Und die Fürbitte, daß er es nicht nur hören möge. Passt ja zeitmäßig auch, grad war Pfingsten, und bald ist Fronleichnam...

...

Können sie schon, aber _gerade weil_ sie dem unseligen "IT"-Trend zur allumfassenden Vernetzung nachlaufen, anstatt mal erst stabil funktionierende Kisten zusammenzunageln, hängen sie hintendran. Sind die chinesischen (E-) Autos etwa telemetrisch sicherer als die deutschen? Ich würde mich wundern. Aber sie _funktionieren_, und das zuverlässig, wo z.B. VW laufend von Softwareproblemen "geplagt" ist. ...

Ach geh, die Fusionen laufen doch eh schon. Die "Großen" im Markt spielen ihr Monopoly, nur halt nicht mit Spielgeld und -feld, sondern mit richtigen Firmen und Geld.

Das ist völlig unabhängig von der Art des Markts. Und das ist ziemlich international so, überall, wo der Markt "frei" genug dafür ist.

Hallo Marcel,

Du schriebst am Sat, 25 May 2024 18:42:58 +0200:

[E-Auto]

Im Gegenteil: Der Preis "diktiert", daß diese Fahrzeuge "viele Luxus- Aspekte" _bieten_ müssen, die die interessierten Kunden eigentlich garnicht brauchen, die weniger interessierte Kunden aber doch zu einem Kauf bringen könnten.

Sehe ich nicht so.

Die ist in vielen Fällen eher auch ein Luxus-Aspekt, weil sie nie, oder allenfalls extrem selten, ausgenutzt wird. Da ist das Lade-Problem eher relevant, aber das wird weniger berücksichtigt. Laden außerhalb des eigenen Bereichs ist (in Deutschland) eine Katastrophe.

Hallo Marcel,

Du schriebst am Sat, 25 May 2024 09:32:15 +0200:

Ahso. Du stellst darauf ab, daß da _ausschließlich_ spezielle Fahrzeuge in geschlossenen Kolonnen unterwegs sein dürfen. D.h. daß dafür spezielle Fahrstrecken gebaut oder reserviert werden. Naja, und das "Einparken bei

120km/h" bleibt dem auch nicht vorenthalten - wie soll sich denn ein neues Mitglied einer solchen Kolonne anschließen? Gut, ist nicht ganz "Einparken", nur "Anhängen", was es leichter macht. Aber "Ausscheren" muß auch gehen, und das ist auch nicht ganz trivial. Und die "alten" Autos fahren halt nebendran auf der dann leeren Landstrasse. [vollautonome Fahrzeuge]

Erst dann, wenn es - im Gegensatz zu der Betrachtung der E-Auto-Reichweite

- _überall_ fahren kann, zumindest auf "befestigten Straßen". Und auch dann gibt es noch eine Menge Auto-Nutzer, denen das nicht ausreicht.

Und dafür ist die aktuelle Technik schon fast gut genug - da wird nur auf bekannten, vordefinierten Strecken gefahren, Ausgansort und Ziel sind vorgegeben, und die meisten Strecken sind sowieso Autobahn oder ähnlich.

Und es werden für längere Zeit auch die ersten und einzigen sein.

Vergiß das. Zumindest muß da für _jedes_ Fahrzeug ein Aufpasser vorhanden sein, sonst häufen sich die Fälle, wo ein Fahrzeug nicht bedient werden kann, weil egrade ein anderes übernommen werden mußte. Zwei Fahrzeuge gleichzeitig geht wohl eher nicht.

[Bahn]

Wird aber trotzdem gemacht.

Welchen "Rest vom Personal"? Fahrkartenkontrolleure? Der Fahrdienstleiter sitzt irgendwo in einer Leitwarte.

...

Wieso? Die Dinger sind alle vollelektrisch ausgeführt und vollautomatisch gesteuert. _Dann_ können die Verbindungsstraßen zwischen den Großsstädten abgebaut werden. Die werden dann nicht mehr gebraucht (sieht man auch im Video...). Achso, die kleinen Dörfer? Wen interessieren die schon...

So ein Loch im Wasser lüde man auf, indem man Luft hineinpumpt und das Wasser verdrängt. Entladen tut man es indem man die Luft (durch eine Turbine) wieder hinauslässt. Der Wirkungsgrad steigt mit der Tiefe.

Grüße Marc

Am 25.05.24 um 20:42 schrieb Volker Bartheld: [Kfz]

Ganz so einfach ist die Sache nicht. Ich liege bei den Haltungskosten eher bei 200/Monat. Und als ich noch mit dem Auto an die Arbeit gefahren bin, hätte ÖPNV ca. 50 Minuten one way bedeutet, vs. 10 Min Auto. Sorry, aber das läuft nicht. Jetzt habe ich das Glück dass es 20 Min zu Fuß vs.

10 Min Auto geworden sind. Da lasse ich das Auto stehen.

Natürlich nutzt die Pendlerpauschale der Umwelt nicht. Aber die Frage dahinter ist eigentlich, ob man Werbungskosten geltend machen kann, also Aufwendungen, die unmittelbar mit der Erwerbstätigkeit in Verbindung stehen. Wenn man da ansetzen will, muss man die Sache also wesentlich größer denken. Dafür spricht natürlich, dass sich Steuerfreistellungen jeglicher Art aus sozialer Sicht schlecht mit progressiver Beteuerung vertragen. Solche Ausgleichszahlungen müssten also eher einkommensunabhängig sein, ähnlich wie bei Handwerkerrechnungen. Aber

20% ist natürlich in simplifizierter Denke viel weniger als 100% Abzug vom zu versteuernden Einkommen. ;-)

Das Pflichtpfand hat aber auch zu einem ganz erheblichen Müll-Tourismus geführt. Da fahren ganze LKWs mit leeren Flaschen beladen zu Zählzentren, die die Flaschen wieder zu Geld machen. Die dürfen natürlich vorher nicht gepresst werden, weil das sonst Pfandbetrug Tür und Tor öffnen würde. Alleine, da wo ich gearbeitet habe, waren jeden Tag Flaschen im Wert von 40k€ auf dem LKW unterwegs.

Der einzige Nutzen liegt an ganz anderer Stelle. Aufgrund der Datenbank mit allen Flaschentypen können die Vernichtungsautomaten die Rohstoffe nahezu ohne Fehlerquote sortieren, so dass vor allem das wertvolle PET in hoher Reinheit recycelt werden kann.

Dann sind sie endgültig leer, abgesehen von den ganz großen. Das kann durchaus sinnvoll sein, setzt es doch dem Mietwucher zumindest in Kleinstädten Grenzen, aber dann sprechen wir noch über ganz andere Baustellen. Nämlich wer kümmert sich um die ganzen Ruinen.

Das tut sich von alleine. Dafür genügt der Fachkräftemangel. Aber auch bitte ich die Folgen abzuwägen. Und damit meine ich noch nicht einmal primär die unmittelbaren in der Sozialgemeinschaft, sonder eher die dadurch aufkommende Konkurrenzsituation zu weltweit remote arbeitenden Kandidaten.

Welche andere Lobby soll die denn zerschlagen? Es wird immer Interessenverbände geben. Menschen organisieren sich nun einmal. Und die können alle sowohl Nutzen als auch Schaden stiften, siehe GdL.

Das ist tatsächlich ein dunkles Kapitel. Dunkel ist daran eigentlich nur die Einkommensgrenze, wodurch fast ausschließlich Gutverdiener in die private kommen. Der eigentliche Fehler liegt aber an ganz anderer Stelle. Warum ist die Krankenkasse dafür zuständig, einen Sozialausgleich bezüglich der Einkommenssituation durchzuführen. Das ist der Job der Steuer. Erst durch diese Vermischung kommt es zu all den Blüten einschließlich des PKV-Problems bis hin zu direkten Geldzahlungen der GKV an Versicherte um einzelne, lukrative Personen von anderen abzuwerben. Wenn man das durchdekliniert, wird man allerdings feststellen, dass es in bestimmten Fällen zu negativen Steuersätzen käme, womit sich auch eine Integration des Bürgergeldes in die Steuer anböte.

Das geht von alleine. Aber den Nachteil gegenüber den Kohlenwasserstoffen als Energieträger, dass man nicht mehr einfach über zwei drittel des Gewichts gar nicht mitnehmen muss, wird man nie komplett ausgleichen können. Beim verbrennen einer CH2-Gruppe werden halt noch 3 O mit gebunden, Gewichtsverhältnis 14:48.

Der rettet die Welt auch nicht. Aber mglw. brauchen wir das Zeug trotzdem. Das Atommüllproblem gefällt mir an den Dingern aber ganz und gar nicht. Ist zwar kein HLW, aber dafür viel.

Vereinfachungen verhindern aber Konsens. Nur wenn es so komplex ist, dass keiner mehr durchblickt, kann jeder der Interessengruppen ein Kompromissergebnis seiner eigenen Mannschaft noch als Teilerfolg verkaufen. Transparenz ist in einer Sozialgemeinschaft nicht immer förderlich. Wir sind nun einmal keine Vulkanier.

Bei der Transaktionssteuer bin ich dabei. Ein wenig Reibung im System verhinder das Ausrutschen erheblich.

Nicht machbar. Ist doch eh alles Nachhaltig -> Greenwashing. Und es wäre wieder eine Verquickung von Dingen, die nicht zusammen gehören, mit entsprechenden Blüten.

In Finnland ist das im wesentlichen so. Da sind ein großer Teil aller Arbeitnehmer Staatsbedienstete. Das funktioniert auch nicht wirklich gut. Manches geht damit zwar besser, anderes aber auch nicht. (Wir haben Bekannte in Finnland.)

Veränderung ist selten konsensfähig. Und Transparenz auch nicht, s.o.

Logisch. Aber das regelt sich von alleine. Keine Sorge, wir bekommen die Natur nicht kaputt. Aber wir können sie so verändern, dass sie für uns nicht mehr habitabel ist. "Und erst, wenn uns das Wasser bis zum Hals steht, entwickeln wir uns weiter."

Es bringt mir gar nichts, wenn ich nur 90% aller Anwendungsfälle problemlos abdecken kann, und für die anderen 10% noch etwas anderes brauche. Dafür dann den 4-fachen Preis zu zahlen, ist wirklich nicht vermittelbar.

Langstrecke oder in den Urlaub fahren kann man mit den Stromern vergessen. Da muss man seinen Tagesablauf um die Ladesäulen herum planen. Das muss man schon wirklich wollen. Solange es kein Konzept gibt, wie ich die Kiste in spätestens 10 Minuten wieder voll habe, sehe ich da schwarz. Alleine der riesige Bedarf an Ladeinfrastruktur, wenn die einzelnen Fahrzeuge im Schnitt stundenlang an der Ladesäule stehe (nicht alles davon ist Ladezeit).

Ack. (Außer SUV, der AFAIK wirklich zu nichts nutze.) Aber du hast selber gesagt, dass die Haltungskosten von Fahrzeugen erheblich sind. All in one ist daher eine durchaus legitime Forderung.

lol

Ein Glück, das wäre ja auch sowohl ökonomisch als auch ökologisch Wahnsinn.

Alles andere können sie zukünftig auch nicht mehr in konkurrenzfähig.

Ich vermute, die Nummer werden sie nicht mehr lange durchhalten.

Das D-Ticket dürfte dem ÖPNV durchaus einen Zwischenhocheinfluss geben.

Das legt sich bereits durch teilautonome Fahrzeuge. Die sind sowas von unsportlich. ;-)

Das Zeug kostet doch jetzt schon viel mehr als nötig, und es wird trotzdem gekauft.

Klar. Wird halt wirklich nur im Premiumsegment funktionieren. Ich meine dem Porschefahrer ist ziemlich egal, ob er 10€ für sein E-Fuel bezahlt.

Das ist ein reiner Marktpreis. Die die bereit sind, viel Geld für Autos auszugeben wollen einfach /neue/ Autos und nicht gebrauchte.

Bei statusfernen Kleinfahrzeugen hat sich das mittlerweile gedreht. Bereits vor 10 Jahren war der Preisunterschied von meinem (damals) 4 Jahre alten Gebrauchten (mit wenig km) zu einem ähnlichen Neuwagen gerade mal 4k€. Ich habe trotzdem den gebrauchten genommen - warum sollte ich 4k mehr zahlen? Der Produktionsrückgang bei margenschwachen Kleinwagen, hat dem noch weiteren Vorschub geleistet.

Ja, die Technik ist komplex geworden. Und die Besteuerungsquote ist gerade in diesem Bereich besonders hoch. Wir besteuern halt immer noch primär die menschliche Arbeit.

Der ist spätestens seit dem Ukrainekrieg nicht mehr ruiniert. Heute reißen sie dir Gebrauchtfahrzeuge, vor allem kleine aus der Hand. >10 Jahre kann man natürlich über einen Händler nicht mehr verkaufen, da dem das Gewährleistungsrisiko im Verhältnis zur Marge zu hoch ist.

Das ist kaum noch möglich. Das nötige Equipment übersteigt den Fahrzeugwert um ein erhebliches. Und die Gerätschaften sind durch Patente oder spätestens durch das Urheberrecht für die Software vor der günstigen Replikation geschützt. Technisch würde vmtl. eine Raspi 4 reichen, da er die nötigen Busse bedienen kann.

Marcel

Am 26.05.24 um 01:29 schrieb Sieghard Schicktanz:

Nein, irgendwo hierzuthread wurde gerade erklärt, dass die Zusatzgimmicks erforderlich sind, um den hohen Preis zu rechtfertigen. Anderes ist mittlerweile ohnehin vorgeschrieben (Mobilfunk Anbindung z.B.) Manches benötigt man auch, um die Technologie sinnvoll zu nutzen.

Aber wenn ein Auto ein Computer mit Internetzugang ist, hat es halt auch dieselben Anforderungen: also ständige Sicherheitsupdates sowie notwendige Anpassung an neue Standards und Protokolle. Und das gilt während der gesamten Betriebsdauer, also grob 25 Jahre. Das Problem ist in keinster Weise gelöst, und zuallerletzt bei den Autoherstellern. Wer installiert freiwillig auf einem 25 Jahre alten PC ein hinreichend neues Betriebssystem, um sich damit einigermaßen sinnvoll und sicher im Netz bewegen zu können?

Nein, die interessiert das gar nicht. Aber auch die werden über kurz oder lange das Problem bekommen, dass die Kisten Funktionsstörungen aufweisen werden oder gehackt werden.

Das wiederum würde mich wundern. ;-)

Das nicht.

Das ist richtig, schon seit ca. 30 Jahren. Aber das ist halt jetzt endgültig der Todesstoß.

Nein, das passiert üblicherweise nur im Rahmen der Konsolidierung eines Marktes. Solange noch Innovation in einem Markt herrscht, sind die Großen oft zu behäbig, ihr zu folgen. Sie können nur versuchen, diese schnell genug vom Markt wegzukaufen. Aber dann kommt halt der nächste.

Marcel

Am 25.05.24 um 21:42 schrieb Alexander Schreiber: [Autonomes fahren]

Wenn Industriebedarf da ist, wird es gelöst werden.

Nein, wieso?

Das sind nicht die Anwendungsfälle.

Die sind ja auch nicht Stufe 4. Und wer weiß wie viel Unfälle selbst die noch fehlerhafte Technik von Tesla in derselben zeit womöglich schon verhindert hat?

Die Technik macht halt nicht dieselben Fehler wie Menschen. Die wird nicht /vergessen/ beim Abbiegen nach einem Radfahrer Ausschau zu halten. Die wird irgendwelche anderen Dinge fehlinterpretieren und dann aus menschlicher Sicht einzelne, saudumme Entscheidungen treffen.

Die Kunst wird sein, diese dummen Fehler in irgendeiner Menge zu akzeptieren, vor allem, wenn dabei Menschen zu schaden kommen. Und das nur deshalb, weil dieselbe Technik ein Dutzend andere Fehler eben nicht macht. Nur hätte wir diese anderen Fehler leichter akzeptiert, weil eben menschlich. Irgendwelche idiotischen Metadiskussionen um ethische Entscheidungen bringen uns dabei jedenfalls nicht weiter. Als ob ein Menschlicher Fahrer in einer kritischen Situation erst eine Dissertation darüber verfassen würde, wen er jetzt umfährt. Zeitverschwendung.

Das ist die wesentlich spannendere Sache.

Ein Fahrer ohne Führerschein kann ohnehin nicht für etwas haften, was er nicht tut. Aber genauso wenig haftet eine Hersteller eine Maschine für das was ein Besitzer mit ihr macht.

Zivilrechtlich ist die Sache einfach: Die Haftpflichtversicherung des Halters, wie immer. Aber wenn will man für eine Fehlentscheidung einer Maschine bestrafen. Der Maschine kann man ja schlecht mit Gefängnis drohen. ;-)

[Lufttaxi]

Ich glaube die Lufttaxis sind eher die elitäre Abgrenzung der Schickeria im Verkehrssektor der Zukunft. Was für eine Art Führerschein braucht man dafür eigentlich?

Marcel

Wenn Du anfängst, kompressible Medien zu pumpen, kannst Du das Wort "Wirkungsgrad" gleich ganz aus Deinem Wortschatz streichen -- vor allem wenn Du die Isolation für die adiabatische Erwärmung nicht hinbekommst.

Ich hab ja nicht gesagt dass das sinnvoll wäre. Aber so würde ich mir vorstellen so etwas zu bauen wenn es denn partout verlangt wird.

Grüße Marc

Ich führe seit meinem ersten Auto Buch. Da ist alles drin einschließlich Antibeschlagtuch und ähnlichem Kleinkram. Mein aktuelles Auto kostet, bewertet mit dem Restwert null, bis jetzt insgesamt 2042 Euro pro Jahr. Über die letzten 4.5 Jahre (also v.a. ohne Anschaffungspreis aber auch mit stark gesunkener Fahrleistung) sind es 947 Euro pro Jahr. Meine Fahrleistung beträgt jetzt seit dem Umzug in die Großstadt 2486 km/a in

4.5 Jahren. Die Fixkosten machen insgesamt 75 % der Gesamtkosten aus und 61 % der Kosten in den letzten 4.5 Jahren aus.

Hier in Köln sehe ich regelmäßig aus dem Fenster der rollenden Straßenbahn zahlreiche Porsche bewegungslos im Stau stehen. Ich verstehe die sowieso nicht. Innenraum wie ein Fiat 500 aber außen Format Postlieferwagen. Der geniale Alec Issogonis ist in beiden seinen großartigen Schöpfungen dem Gegenteil nahegekommen, das grenzt schon an Hermiones Handtasche. Mein aktueller Kombi ist auch außen sehr viel größer als der von 1975 -- außen.

Das Wasserstoff muss in der Tat von Grund auf neu aufgebaut werden. Ich meine, dass das ein sinnlos großer Aufwand ist. Ein Erdgasnetz haben wir schon. Aus Wasserstoff kann man an Ort und Stelle Methan machen und so das vorhandene Erdgasnetz nutzen. In der Politik scheint dieser Gedanke nicht nachvollziehbar zu sein.

Von WEM halt nicht geplant?

Wer ist "MAN"? So lange das nicht bekannt ist, können wir reden was wir wollen und es wird sicher nichts passieren.

Ja, die Wärme geht verloren und der Wirkungsgrad in den Keller. Man könnte auch stattdessen zu allerlei anderen, nicht weniger absurden Ideen Zuflucht nehmen? Ein Felszylinder mit einem Kilometer Durchmesser und Höhe wäre ja auch ein guter Energiespeicher. So wie hier beschrieben:

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MfG Rupert

Am 26.05.2024 um 07:54 schrieb Marc Haber:

Wasser pumpen ist meistens effektiver als Luft. Also großer Behälter am Meeresgrund mit Schnorchel an die Oberfläche. Dann wird nur Wasser hin und her gepumpt. Der Luftdruck bleibt im Wesentlichen konstant.

Wenn es darum geht, anders gerade nicht verwendbare Energie chemisch zu speichern, ist das beste Medium dafür nach wie vor Methanol. Ja, es gibt Anwendungen, wo gasförmiges Methan Vorteile hat, aber bis wir fossile Brennstoffe vollständig durch synthetische ersetzen dauert es noch sehr lange. Solange fossiles Erdgas gefördert wird, ist für diese Spezialfälle genug da. Derzeit wird es sinnlos in Großanlagen verfeuert und die weltbesten, sauberen und sparsamen Steinkohlekraftwerke wurden vor Inbetriebnahme in Hast und Hektik unumkehrbar verschrottet, weil Bundesminister Habeck lieber alte, schlechte, abgeschriebene und dreckige Braunkohleblöcke betreiben will.

Am 25.05.24 um 21:45 schrieb Alexander Schreiber:

Bei Gravitation ( potentielle Energie ) könnte man statt Flüssigkeit in Pumpspeicherkraftwerke auch Festkörper nehmen. etwa container stapeln. Ich vermute, höheren Wirkungsgrad, aber kleinere Kapazität. In bei den wird per Dynamo Energie umgesetzt, aber es entstehen weniger Verluste durch Turbine.

Am 24.05.24 um 21:40 schrieb Axel Berger:

Da gibt es Speicher und Wärme Isolations Probleme.

Für Tagesrationen gab es früher Nachtspeicheröfen.

1978-1984 lebte ich in einer Mietwohnung deren Heizung so ein Nachtspeicherofen war.

Je nach Anwendung, würde ich mal sagen.

Z.B., wenn schon eine Erdgasleitung in der Nähe ist.

Einfach nur ersetzen, ist zu kurz gedacht. Wir brauchen auch geeignete Strukturen dazu. Da gehören E-Autos auch mit dazu. Die heute noch üblichen heißen Öfen (die mit 20% der Energie auch fahren können) sind längst nicht mehr zeitgemäß und strukturell gigantische Energieverschwender. Öfen gehören dort hin, wo man die Wärme braucht. Nicht auf die Straße. Aber auch nicht auf die Grüne Wiese. Besser dort hin, wo heute Heizkessel betrieben werden. -> Astrail-Konzept

Die Natur setzt mit den auftauenden Permafrostböden und mit zeitlicher Verzögerung schmelzendes Methaneis sehr viel Methan frei. Dieses sollte besser aufgefangen und genutzt werden. In der Luft ist unverbranntes Methan etwa 80 Mal stärker klimawirksam als CO2. Das zusammen mit e-Methan sollte m.E. Grund genug sein, das Erdgasnetz beizubehalten.

Leider. Man könnte auch Strom damit produzieren. Insbesondere dann, wenn Sonne, Wind und Wasser grade nicht genug liefern. Brennstoffe sind schließlich Energiespeicher, auf die man zurückgreifen kann, wenn's nötig wird. Man kann sie auch einfach liegen lassen, wenn man sie grade nicht braucht. Ohne nennenswerte Mehrkosten und über sehr lange Zeiträume hinweg. -> ASTROHS

Habecks Problem ist, dass er sich zum Thema Energie und Verkehr viel zu spät aufschlaute. Jetzt ist er im Amt und keine Zeit mehr, sich um "neue" Konzepte zu kümmern. Das hätte er VOR Amtsantritt tun müssen.

Ich dachte eher an Brenner im niedrig einstelligen kW-Bereich, wo eine Umstellung auf zentrale Feuerung extrem teuer würde. Die sind mit Gas mühelos sauber zu bekommen, mit Flüssigbrennstoff nur mit großem Aufwand. Zudem puffert ein dezentraler lokaler Tank Leistungsspitzen, für die sonst das gesamte Verteilnetz ausgelegt sein muß. Es duschen selten alle gleichzeitig, aber Heizspitzen sind regional synchron.

Habeck ist nicht viel mehr als der Pressesprecher. Wann habe ich den Namen zum ersten Mal gehört? Der Kopf des Ministeriums und treibende Kraft hinter den Plänen ist jemand, dessen Namen ich seit 30 Jahren kenne, Patrick Graichen. Der weiß genau, was er tut.

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