[OT] Wasserstoff (Handelsblatt)

May 23, 2024 Last reply: 2 years ago 297 Replies

Am 31.05.2024 um 16:50 schrieb Holger Schieferdecker:

Ich denke da z.B. an Methankrater.

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Methan und Meere betrifft - es scheint gelegentlich durch Methan hervorgerufene Unterwasser-Hangrutsche zu geben, die auf einen Schlag große Mengen Methan frei setzen. Dazu gibt es auch die Vermutung, dass solche Geschehnisse mit dem Verschwinden ganzer Schiffe zu tun haben könnten. Schaum ist halt nicht so tragfähig wie Wasser.

Was den Abbau von Methaneis betrifft - meines Wissens arbeiten daran nur die Japaner.

Die umweltschützende Gemeinde sieht halt "altes Methan". Also ist es böse und damit zu unterbinden, weil fossiler Natur. Jetzt, da sich die Politik endlich zum Erdgasverbot durch gerungen hat, noch auf fossiles Methan aus Permafrost und Methaneis zu setzen, muss verboten werden. Wenn der Schuss mal nicht nach hinten los geht... Aber wir sitzen halt alle im gleichen Boot namens Erde.

Am 01.06.2024 um 09:23 schrieb Thomas Prufer:

Es geht aber hier um Wasserstoff vs. Erdgas. Mit Wasserstoff dürfte die Leckrate ganz anders aussehen.

Glaub mir, Du willst kein Primärkreiswasser tauschen. Auch wenn man es annähernd ionenfrei hält.

Das Xenon 136 sammelt sich im Akkumulator.

Wirklich dicht ist die Zirkonummantelung bei Sinterelementen nicht, weil ja sonst die Gase nicht rauskämen.

Falk D.

Das lässt sich nicht generalisieren. Ein dementsprechender Reaktor hält prompte Kritikalität aus. Daher meine Frage. (Ist einfach eine extrapolierte Laienmeinung, dass das insbesondere bei nicht genügend vorgeheizten Siedewasserreaktoren beim Anfahren vorkommen könnte, da die in diesem Zustand tendenziell übermoderiert sind.)

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Da gehört das zum Betrieb dieser Reaktoren. Die Absorberstäbe werden dabei mit Pressluft mit Höchstgeschwindigkeit ausgefahren.

Hochmut kommt vor dem Fallout.

Das ist Sattdampf, also so ungefähr, das was man auf keinen Fall in geschlossenen Behältern haben will. Er ist so dicht wie Wasser und auch flüssig, aber hat mehr Energie in sich, als man in Wasser speichern kann.

Wenn man ihn zu Leichtdampf expandiert und dann lagert, hat man die Implosionsgefahr

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Ich würde die Energie elektrisch austragen, selbst wenn das Netz ein paar millihertz nach oben jault.

Falk D.

Volker Bartheld schrieb:

Der Gipfel der Perversion war wohl Projekt Pluto:

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HEU hat neben der Handhabung eigentlich nur Nachteile, aber die kleinen Reaktoren an denen geforscht wird, sind fast alles Molten-Salt-Reaktoren, SSTAR oder AHWR. Also eher das Gegenteil von HEU.

Das "nur" ist etwas verharmlosend- Mann kann die effektive Größe (in "Scheunen" oder "barn" gemessen) der Moderatoren, Inhibitoren und des Brennstoffs beeinflussen. Bei Konvoi-Typen konnte man mit Cadmium-Blenden unter dem thermischen Schild und entlang der Brennstoffgestelle die Anzahl der zurückgeworfenen Neutronen einstellen und so die Kritikalität über die Länge einstellen. Auch wenn man nur mittelbare Werte über die Leistungverteilung ablesen konnte.

In der Regel siedet des Wasser dann dort und die Moderation reicht nicht mehr für eine fortgesetzte Kritikalität. Es sei denn, der Brennstoff enthält Graphit.

Ab einer gewissen Temperatur im Kondensator schmilzt die Sicherung der "Bor-Pille" und die ist ein echter Spielverderber.

Falk D.

Zu kleinen Teilen ebenfalls spezifische Statistik.

Ich schrieb ja, daß in der Medizin Minuten Zeit für das Resultat vorhanden ist. Hingegen beim Auto eher weniger als 1/10 Sekunde. Hier liegen unterschiedliche Welten vor.

Die Kameras sollten 4K sein, denn man muß das Weiße in den Augen von wartenden Personen z.B. am Zebrastreifen sehen!

Die Kameras müssen gecheckt werden, ob bei Bewegung sich die Realität an jedem Pixel vorbeischiebt! Es darf nichts abgedeckt sein, z.B. durch eine Verschmutzung oder Regentropfen oder Defekt.

Das System muß erkennen, ob eine Oma im Rollstuhl vor dem Auto ist oder sein wird, oder ein Hund. Keine Fehlertoleranz z.B. hier! Genau solche Falsch- oder Nichterkennungen haben ja weltweit für Aufregung und Todesfälle gesorgt.

Ah. Herrlich! Und immer, wenn Du glaubst, man könne nicht tiefer sinken...

Volker, nicht sicher, welche der menschlichen Errungenschaften Kerntechnik, Gentechnik oder Computertechnik die größte Gefahr darstellt. Vielleicht mit KI neue gentechnisch modifizierte Organismen zum Reaktorbetrieb entwickeln...?

Am 01.06.2024 um 21:51 schrieb Christoph Müller:

Ok. Man könnte dann den Krater vielleicht abdecken und das Methan auffangen. Wie wirtschaftlich das ist, hängt von der Menge ab. Aber alles was daneben ohne Kraterbildung ausgast, geht trotzdem in die Atmosphäre. Das könnte der größere Teil sein.

Wenn man vorher wüßte, wo das passiert, wäre es vermutlich trotzdem nicht einfach, das Methan aufzufangen.

Am besten wäre es, wenn es dort, wo es jetzt ist, bleibt.

Holger

Also TRIGA Reaktoren als Beispiel anzuschleppen fällt unter Tricksen. Die sind ganz bewusst so konstruiert, dass man die sogar von Studenten betreiben lassen kann ohne das die den Reaktor kaputtkriegen.

Und, wie gezeigt, die mit extremen Leistungsspitzen zu pulsen (bis

22 GW Pulsspitze) ist Teil des Designs.

Man liest sich, Alex.

Ja, Project Pluto war schon sehr speziell: - Überfliegen von fremden Staatsgebiet hätte als "kriegerischer Akt" ausgelegt werden können, da .. - .. der Abluftstrom des Triebwerks heiss im doppelten Sinne war, sowohl heisse Luft als auch radioaktive Zerfallsprodukte, da .. - .. das Triebwerk als "direct cycle" entworfen war, d.h. der Luftstrom für den Antrieb geht durch den Reaktorkern und wird _direkt_ von den heissen Brennelementen aufgeheizt. - nach Abwurf der Bombenladung sollte Pluto über dem Zielgebiet bis zum Reaktorstillstand kreisen um so die Gegend mit Zerfallsprodukten weiter zu vergiften - mit geschätzen 150 db war Pluto auch nicht gerade leise ...

Und nette Details zum Triebwerkstest, als das mit voller Leistung lief: - Massendurchsatz: 754 kg/s (Luft) - Kerntemperatur: 1242 ⁰C - Reaktorleistung: 461 MW - Laufzeit mit obigen Parametern: 5 min, gut überstanden

Die englische Wikipedia hat mehr Details:

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Ein Projekt der 1960er halt, wo man flächendeckende Verschmutzung noch sehr locker genommen hat.

Zum Glück waren die ICBMs Project Pluto bald deutlich im Vorsprung in Bezug auf Einsatzfähigkeiten, was ein Schlüsselfaktor für den Abbruch des Projektes war.

Man liest sich, Alex.

*LOL* Eine steile These, locker ausgesprochen. Heute ist man da ja extrem vorsichtig. Mit den PFAS z. B. Oder beim Uranbergbau. Das Oder-Fischsterben. Das "Dreieck des Todes" zwischen Neapel und Caserta. Das BASF-Bumserchen 2016. Bhopal. Schweizerhalle. Toulouse. Beirut.

Stand 2024 läuft das bestimmt alles total sicher.

Volker

Hallo Falk,

Du schriebst am Sat, 1 Jun 2024 22:18:11 +0200:

Meinst Du wirklich _Sattdampf_, also Dampf auf der Kondensationslinie, wo es die noch gibt, oder meinst Du eher Wasser/Dampf oberhalb der kritischen Temperatur, wo es diese Unterscheidung nicht mehr gibt?

Ist "Leichtdampf" Deine Erfindung? Normalerweise hat man oberhalb der Siedetemperatur Heißdampf, Sattdampf gibt's nur genau am (druckabhängigen) Siedepunkt. Speichern wird man wohl eher "trockenen" Heißdampf, wenn auch der Abstand zum Siedepunkt gering zu halten versucht werden würde. Z.B. bei sowas

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Car driven by steam würde man aber eher höher gehen, um Kondensationsverluste gering zu halten. Sowas ist aber impraktikabel.

...

Da _könnte_ es sein, daß es dann umghend zusammenbricht. Elektrische Energie muß _sehr_ "zeitnah" umgewandelt werden, sonnst kann sie sich recht unerwartet verhalten...

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Hudson Terrace Transformer Explosion (Ok, das ist eher die Folge eines Defekts.)

Hallo Christoph,

Du schriebst am Sat, 1 Jun 2024 20:28:12 +0200:

Da muß ich doch mal ein religiöses Bild beibringen: "Tanz ums goldene Kalb".

Am 31.05.24 um 12:17 schrieb Christoph Müller:

Es gibt Methoden um allgemein guten Umgang zu fördern.

- Empathie ( Mitgefühl) was Gewalt hemmt. also statt smartphone zur Orientierung andere angenehm erleben.

- Wohlstand ( u.a. Kinderzahl und Konsumbeschränkung ) um Not zu vermeiden

- sachliche Erwägung, das Kooperation nützlicher als Konfrontation ist.

- gegenseitige ungezwungene Hilfe

- schimpfen auf Verhaltet statt auf Personen.

- Humor

Und es gibt Methoden um guten Umgang zu reduzieren:

- in die Enge treiben

- Hetze, Schuldzuweisung gegen Fremdes

- Provozieren durch Schimpfwörter

- Konsumwerbung

- Hackordnung, z.B. ich habe etwas Besseres.

Herrschaft von Roboter?

Jeder Mensch geht nicht, solange mehr als eine Person existiert.

Führungsperson: "Jammern gehört zum Geschäft." Solange denen Macht wichtiger ist als ungezwungene persönliche Umgangsformen.

Echte Demokratien führen kaum Kriege gegeneinander. Für Diktaturen ist Krieg ein Mittel zur Erweiterung ihrer Macht, und/oder um um per Solidarität Macht Zuwachs zu gewinnen. Erkennung u.a. an Personenkult, Schuldzuweisung, Gewisse Art von Drohungen

Die Forderung "Liebe Deinen Nächsten wie die selber" führte nach ein paar Modifikationen zur Verwendung von Scheiterhaufen.

Da gibt es aktuell Unterstützung von kriminellen Vereinigungen durch asoziale Netzwerke.

Nach etwas Verdummung wird das auch anders verwendet. Beispiele: Iran und Indien.

Vielleicht sollte man erwähnen, daß "guter Umgang" in sich schon eine bilaterale Angelegenheit beschreibt. Mit jemandem, der auf gute Umgangsformen und einen geordneten Diskurs komplett scheißt, fällt sowas schwer. Auf die aus der Spieltheorie stammenden Implikationen und Erkenntnisse hatte ich ja schon hingewiesen.

Kurz: Wer mit schlechten Umgangsformen durchkommt, z. B. Einzeltäter, Anonymität, fehlende gesellschaftliche Kontrollfunktionen, usw., gewinnt und macht es immer wieder.

Volker

Wenn es um die Druckbeanspruchung ginge, dann muesste die Kugel wenn sie zuviel Druck bekommt nur ein bischen kleiner werden. Das geht aber an der Realitaet voellig vorbei, wenn eine duennwandige Kugel zuviel Druck bekommt, bekommt sie irgenwo eine Delle, und dabei entsteht eine Zugbelastung an den Knickstellen. Da Beton keine Zugbelastung vertraegt wird die Kugel schon bei einer kleinen Delle zerstoert, bei Stahl kann sie das aushalten und man braucht viel mehr Druck bis sie schliesslich reisst. Wenn aber bei sehr grossen Aussendruecken die Wandung der Kugel sowieso relativ dick sein muss ist das mit dem Knicken kein Problem mehr.

Andrerseits:

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Mittelteil der Huelle dieses Uboots bestand aus Carbonfaser verstaerktem Kunststoff. Die Karbonfasern zeichnen sich durch Zugfestigkeit aus. Was mancht das fuer einen Sinn wenn man nur Druckbelastung hat ?

Es reicht wenn man berechnet was passiert wenn man eine bauen wuerde... Ausserdem ist so eine Kugel zu bauen auch keine grosse Sache, man kann sie ja in handlicher groesse bauen...

Ja der Fall in dem die Differenz Innendruck Aussendruck maximal ist.

Das wuerde ich nicht sagen, schliesslich gehts um elastische Stabilitaet. Gerade wenn das ganze fuer kleine Wassertiefen ist und man daher sehr duennwandige Kugeln hat ist das knicken das Hauptproblem, nicht die Druckfestigkeit. Da wird dann auch die Stahlkugel die billigere Loesung sein, weil man sie tatsaechlich duenner machen kann, im Gegensatz zu einer Betonkugel.

Das tun manche Menschen ja auch nicht. Chatgpt sagt einem manche Dinge nicht von selbst sondern nur wenn man es darauf anspricht.

Oder eben Carbonfasern, so wie die Wasserstoff-Drucktanks fuer Elektroautos.

Am 03.06.24 um 10:54 schrieb Volker Bartheld:

Beschreibst Du einige newsgroups oder Tiktok..?

Eh, ist eher der Wandel von "Kipp die Giftbrühe um die Ecke weg, ist egal, stört keinen" zu "Wir verkippen den Dreck mal klammheimlich und hoffen, dass es keiner merkt, sonst wird's teuer". Ist noch lange nicht so, wie es sein sollte, aber hey, es wird besser.

Gibt irgendwo einen Scan von einer Empfehlung zur Altölentsorgung aus den IIRC 1950ern: Eimergrosses Loch buddeln, ca. 80% mit Kies füllen, Altöl rein, warten bis versickert, dann Erde drüber, alles gut.

Und wie wir von der Sanierung der Russenkasernen im Osten Deutschlands gelernt haben: Die Russen haben das bis 1989 genauso gemacht, haben sich allerdings das Loch buddeln gespart ...

Man liest sich, Alex.

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