Die Erklärung ist recht einfach: Bei diesem Kraftwerkstyp befinden sich die elektrischen Schalträume im Keller und waren nach dem Tsunami vollständig überflutet. Jeder Versuch, dort etwas einzuspeisen, hätte nur in einem satten Kurzschluss geendet.
Man hätte erst mal den Keller leer pumpen, eine Schadensanalyse machen und die benötigten Anlagenteile provisorisch neu verkabeln müssen. Dafür reichte die Zeit hinten und vorne nicht, zumal die Bedienmannschaft in der Leitwarte durch den Ausfall der Messgeräte auch praktisch blind war und keine Ahnung hatte, was überhaupt noch hätte funktionieren können.
Erschwerend kam noch hinzu: Das gesamte Kraftwerksgelände war nach dem Tsunami eine Trümmerlandschaft, die Verkehrsinfrastruktur der Region in weiten Teilen nicht benutzbar.
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V
Volker Bartheld
Interessant, wie wenig sich Axel (vorher) mit den Dingen beschäftigt, über die er schreibt. Das mag zu gewissen Unerklärlichkeiten beigetragen haben. Aber glücklicherweise gibt es ja uns, wir können ihm die Wikipedia vorlesen.
Volker
H
Hermann Riemann
Am 30.05.24 um 13:42 schrieb Axel Berger:
Ist obiges Beschreibung von Zitat: "ihre Fehler gingen an allen Stellen tendenziell eher in die Richtung zu viel als zu wenig Sicherheit."
H
Helmut Schellong
Ja, so habe ich das auch in Erinnerung.
Es kommt noch hinzu, daß geschrieben wurde, die Notstromanlage hätte besser auf einem Hügel abseits errichtet werden sollen.
H
Hergen Lehmann
Am 30.05.24 um 17:27 schrieb Helmut Schellong:
Was nutzt die tollste Notstromanlage, wenn die gesamte Schaltanlage, durch die der Strom letztlich läuft, im Salzwasser abgesoffen ist?
Das gesamte Kraftwerk hätte auf den Hügel statt vor den Hügel gehört!
Aber das hätte die Baukosten erhöht, weil man das Material nicht so bequem mit dem Schiff heran schaffen kann und stärkere Kühlwasserpumpen benötigt. An der Stelle hat Axel recht: Fukushima war kein technisches, sondern politisches Versagen.
H
Helmut Schellong
Es wurde von Experten, die die Lage vor Ort kannten, geschrieben.
Ich weiß nicht, inwieweit eine Schaltanlage sich auch auf dem Hügel befinden kann. In DE haben Kraftwerke solch einen Hügel, damit gewisse Anlagen aus dem Gefahrenbereich sind.
Ja, deshalb wurde ein Hügel auch unterlassen!
Ich meine, das wurde gegen alle Regeln vom Erbauer unterlassen - aus Kostengründen. Auch die Tsunami-Schutzmauer wurde aus Kostengründen einige Meter zu niedrig gebaut.
H
Hermann Riemann
Am 30.05.24 um 17:58 schrieb Hergen Lehmann:
Das wäre wegen Kühlwasser teurer geworden.
Deswegen hat Finnland sein Atomkraftwerk sehr nahe und niedrig an der Ostsee gebaut. Damit es bei Sturm oder Meeresspiegelerhöhung absäuft.
A
Axel Berger
Das sei Dir unbenommen, ich sehe es nicht so. Die spezifisch kerntechnischen Teile der Anlage haben alles deutlich besser überstabnden als erwartet. Eine elektrische Schaltanlage ist sehr konventionell. Es hätte an dem Ort auch eine Chmemieanlage stehen können. Auch die spart Geld, wenn sie dicht an den Schiffen steht und nicht erhöht auf einem tsunamisicheren Hügel. Die Folgen wären vermutlich weit größer gewesen.
Natürlich war es ein Unfall und natürlich war es Versagen einer verantwortlichen Planung. Aber das alles betrifft eben genau die nicht spezifisch kenrtechnischen Teile und das war mein Punkt.
M
Marc Haber
Es war ein Versagen der Gesellschaft. Das meinte ich mit "wir beherrschein diese Technologie nicht". Und wirtschaftlich ist sie obendrein nicht.
Grüße Marc
R
Rolf Bombach
Marcel Mueller schrieb:
Was ist ein 'normaler' Haushalt? So median dürfte das eine Wohnung in einem Block sein, wo nicht mal ein Balkonkraftwerk erlaubt ist. Nordseite ist auch ungünstig. Und Zugang zum Dach hat man meist nicht.
Nur 20% der Energie werden zur Zeit als Strom konsumiert, was auch für Haus- halte hinkommt. Etwa 25% des Stroms landet in den Haushalten. Daran hat sich in den letzten 15 Jahren entsetzlich wenig geändert.
R
Rolf Bombach
Marcel Mueller schrieb:
Zur Zeit 2%. Und die muss ja nicht unbedingt das eigene Kraftwerk vorhalten. Heruntergeregelte PV und Windkraft ist weggeworfene Energie. Die Irrmeinung ist, dass dies gratis wäre.
Je mehr 'Ökostrom'-Kraftwerke rumstehen, desto höher die Überproduktion. Je höher die (nicht verwertbare) Überproduktion, desto teurer der Ökostrom.
R
Rolf Bombach
Volker Bartheld schrieb:
Da steht nur, dass man 480 Sekunden lang irgend was mit 2.7 MW geheizt hat. Weniger präzise wird erwähnt, wieviel MW dabei in die Sendeanlagen und Strahlen- kanonen reingegangen sind. Oder wieviel die Heliumkühler gefressen haben.
Nicht wirklich klargelegt wurde, ob da überhaupt eine Fusion stattgefunden hat. Oder ob der Reaktor überhaupt schon je mal Triezium [tm] gesehen hat. Ah, nein, will man eh nicht, dann also Deuterium. Der 7-X ist eigentlich gar nicht für Fusionsreaktionen gedacht.
Gut gemeint, aber ich höre jetzt nicht eine Stunde Radio, insbesondere nicht Gegacker über ungelegte Eier.
R
Ralph Aichinger
Das gilt aber auch für andere schwer oder nicht regelbare Kraftwerke wie AKWs oder Braunkohlekraftwerke genauso. Würde Frankreich z.B. nicht ca. 2/3 sondern 100% des Stroms aus Atomkraftwerken erzeugen, dann wären diese weniger gut ausgelastet und damit pro kWh auch teurer. Einfach weil man AKWs für den nur selten auftretenden Spitzenbedarf vorhalten müßte.
/ralph
>
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Christoph,
Du schriebst am Wed, 29 May 2024 21:07:43 +0200:
Mag sein, die kollabiert dann allenfalls, weil die obere Hälfte in der Luft steht. Und zur _Druckspeicherung_ ist das dann total unbrauchbar. D.h., Du _hast_ Dich verrechnet, und zwar schon an den Annahmen.
Bau' damit lieber einen Ringdeich und pump' den Innenraum zum Speichern aus. Der wird allerdings bisserl klein sein, aber kann wenigstens im Prinzip funktionieren. Eine Betonkugel wie von Dir berechnet wäre nur brauchbar, wenn sie in einer Tiefe läge, die groß gegen ihren Durchmesser wäre, also sowas um die 1000m. Das braucht dann aber, neben einer wohl größeren Wandstärke, auch schon wieder recht aufwendige Nebenanlagen.
...
Z.B. zum Laden seines E-Autos.
...
Zumendest, wenn keine Speicher gebaut werden...
D.h. alles muß mit stromproduzierenden Heizkesseln laufen? Wo bleibt da Deine so vielfältig beschworene Vielfalt? ...
Oh, Du gehst mit dem Stand der Technik. Die nicht existierenden, noch nichtmal konzipierten "WRM"s gibt's schon mit "KI"?
Warum denn?
C
Christoph Müller
Dann werden diese Dinger auch nicht entwickelt und auch nicht gebaut.
Dann gibt's aber doch eine Motivation. Jedenfalls für DIESE Leute. Diese werden dann gerne lächerlich gemacht. Siehe hier:
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aber auch sein, dass diese Leute dann von der Wirklichkeit überholt werden. WEIL es eben Leute mit Motivation gibt, die von denen OHNE Motivation und Vorstellungsvermögen durch den Kakao gezogen werden.
Deshalb wird auch nichts ausprobiert. Alles muss auf Anhieb klappen, wenn man sich nicht lächerlich machen will. Das willst du damit vermutlich zum Ausdruck bringen?
Zumindest E-Mobilität.
Wer braucht sowas wozu? Nur, weil man etwas kann, muss man es noch lange nicht machen. Ist mir jemand nah genug, könnte ich ihm eine Orfeige verpassen. Werde ich aber trotzdem nicht machen, obwohl ich könnte.
Bis zu welcher Geschwindigkeit kann das Ding Level 4? Level 4 bedeutet, dass neben Autobahn auch Überlandverkehr und Stadtgewusel beherrscht wird, OHNE den Verkehrsfluss zu stören.
Die autonome Fahrerei ist vor allem eine gigantische Entwicklungsarbeit. Dieser Aufwand muss mit dem Verkauf der Fahrzeuge (oder Mietmodelle, wie auch immer) möglichst schnell wieder eingespielt werden. Sobald das der Fall ist und die Aktionäre ihren Teil abbekommen haben, dürfte eine Preisschlacht einsetzen, in der sich die Anbieter gegenseitig unterbieten. Da könnte der Fahrzeugpreis dann (inflationsbereinigt) kleiner ausfallen als heute mit manueller Steuerung. Grund: Die nötige Technik (insbesondere Sensorik) ist inzwischen eh' schon in jedem Mittelklassewagen serienmäßig eingebaut. Deren Signale werden in diversen Fahrerassistenzsystemen verarbeitet. Irgendwann mal sind diese so gut, dass man Level 4 oder gar 5 erreicht. Dann kann man sich das teure Cockpit sparen.
Werden wir sehen. Könnte gut sein, dass es mit KI in näherer Zukunft mit Level 4 und ggf. auch 5 schneller klappt. Lassen wir uns überraschen.
C
Christoph Müller
Das ist NICHT das Problem! Das aktuelle Problem ist die ANREICHERUNG von Klimagasen in der Atmosphäre, weil das zum viel zu schnellen Klimawandel beiträgt.
Davon gehe ich im Wesentlich aus. ALLERDINGS gibt es auch Methan, das aus den auftauenden Permafrostböden und zeitlich verzögert aus dem Methaneis in den Meeren kommt. Unabhängig davon, ob wir es nutzen oder nicht. Nutzen wir es, dann wird es höchtwahrscheinlich verbrannt, womit die Klimawirksamkeit auf 1/80 fällt. Also wäre es sinnvoll, dieses Gas aufzufangen und zu nutzen, anstatt einfach nur zuzuschauen und zu jammern, während man gleichzeitig auf die CO2-Messgeräte starrt, ohne den großen Zusammenhang zu verstehen.
Hat sicher auch seine Vorteile. Aber dafür gibt's hierzulande kaum geeignete Gerätschaften. Weiß nicht, ob die ganzen Heizöltanks im Land problemlos mit Methanol oder Ethanol befüllt werden können. Mit den Kunststofftanks befürchte ich Probleme mit Diffusion. Das Problem kennt man schon von den Schnapsflaschen. Wer eine Flasche geschenkt bekommt und zu lange mit dem Trinken wartet, wird feststellen, dass ziemlich viel Alkohol einfach durch den Verschluss verdunstet. Ob man das Zeug auch in den konventionellen Heizöl-Transportern bewegen kann? Wird man vermutlich erst umbauen müssen.
Wenn's irgendwie vertretbar scheint, würde ich deshalb eher auf Bewährtes und Vorhandenes setzen als irgendwo eine große Umbau- und Umrüstwelle los zu treten. Würde dann also wohl auf e-Methan und e-Heizöl raus laufen.
C
Christoph Müller
Am 30.05.2024 um 09:49 schrieb Thomas Prufer:
Das dürfte für Erdgas gelten. Oder habt ihr schon auf H2 umgestellt?
C
Christoph Müller
Genau so sehe ich das auch.
Das Koordinatensystem fehlt. Für WEN ist es einfacher und billiger? Was des Einen Freud', ist schnell des Andern Leid.
Auch da fehlt das Koordinatensystem, für WEN die Wirtschaftlichkeit gelten soll.
Gemacht wird, was gut genug bezahlt wird. Das gilt selbst für das Töten von Menschen.
In einer regenerativen Energiewirtschaft wird man IMMER mit ERHEBLICHER Volatilität rechnen müssen. Sonne und Wind sind halt nicht konstant, aber sie werde die Hauptlast tragen müssen. Also wird es mal "zu viel" und mal "zu wenig" Strom geben, was man am Besten mit dem Echtzeitstrompreis verkünden kann. Weil bei "zu viel" Strom der Strompreis sehr niedrig sein wird, wird man energieintensive Prozesse starten, die bei hohen Strompreisen gleich wieder abgeschaltet werden. Währen "Überschusszeiten" kann man also durchaus e-Methan oder e-Heizöl produzieren.
C
Christoph Müller
Besonders wichtig dabei: KEINE Stromproduktion während Dunkelflauten in der Peripherie (Haushalte, Handwerk, Verwaltung, Industrie,...). Etwaige Gewinne würden dann fatalerweise von den falschen Leuten eingefahren. Das muss natürlich verhindert werden. Die Leute draußen sollen zahlen und kein Geld verlangen, wie es mit dem Betrieb von stromproduzierenden Heizkesseln passieren könnte.
Richtig.
So kann man's auch sehen.
H
Helmut Schellong
Ich meine jemanden, von dem hier heute berichtet wurde, daß er für 50000 EUR einen Hyundai mit Brennstoffzelle kaufte, der nun nach einigen Jahren (6?) defekt ging. Das Auto ist ein Prototyp mit Manufaktur-Herstellung. Die Reparatur inklusive Brennstoffzelle kostet über 100000 EUR. Der Mann will Hyundai trotz des langen Zeitraums verklagen, daß er schadlos gestellt wird...
Diesen Mann meine ich als beispielhaften 'Versuchsteilnehmer'. Ich selbst hätte pauschal niemals seinen Kauf getätigt! Auch einen Hybrid würde ich niemals kaufen. Sondern am wahrscheinlichsten ein gebrauchtes gängiges E-Auto.
Ich meine mein Einschätzungsvermögen, das ich in meinem letzten Absatz oben schilderte. Nach Sekunden weiß ich in der Regel, ob ein angedachter Kauf mir schaden würde.
Die vorstehende Aussage ist komplett irrelevant. Es handelt sich um ein BEISPIEL, das Grundlage für weitere Überlegungen ist. Die Existenz eines solchen Autos beweist, daß diese Technologie bestens beherrscht wird.
Auch diese Aussage ist komplett irrelevant. Ich habe die Aufzählung zu Level_4 NUR getätigt, weil ich mich darauf im Folgenden als Denkgrundlage beziehe:
Genau das! Das ist ein Projekt, wie es dies noch nie gab, hinsichtlich der immensen Ansprüche. Es ist das erste Mal, daß die Science-Fiction konkret berührt wird.
Level_5 wird weit überwiegend aus Software bestehen müssen. Das ist gleichzeitig gut und problematisch. Es gibt nur Wenige, die hier richtig und gut konzipieren können.
Die heutige KI sollte dort zwingend herausgehalten werden - sie ist untauglich. Die führt nur zu einer völlig unnötigen Komplexität und Langsamkeit, so daß bei auftauchenden Problemen bald niemand mehr durchblickt.
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