Kann ein 10MHz-USB-Oszilloskop ein 10MHz-Signal darstellen?

Jul 28, 2019 Last reply: 7 years ago 651 Replies

Marte Schwarz schrieb:

Allzu ausgeprägter Individualismus. Erhebliche Schwierigkeiten, sich in ein Team zu integrieren oder Anweisungen zu akzeptieren.

MfG Rupert

Sie haben schon überhand genommen, schau mal nach Berlin...

Am 31.08.2019 um 11:40 schrieb Rupert Haselbeck:

Es muss auch nicht jeder in einem Großunternehmen oder einer Behörde arbeiten. Für intelligente Menschen mit ausgeprägtem Individualismus gibt es in der Regel durchaus lohnende Aufgaben.

----------^^^^^^^^^^^^ wohl eher nicht. Zumindest in der Vorstellung, die ich von "regelmäßig" habe.

Die Zuckerbergs, Snowdens, Gatese, Jobs, Perelmans, Mochizukis, Einsteins, Heisenbergs, Hilberts, Boschs, Flemings, Turings, Diffies, Hellmans, Mößbauers, Nobels, usw. sind doch eher spärlich gesät. Und selbst die sind nicht als Lichtgestalten aus dem Ei gekrochen sondern brauchten reichlich Fußvolk, auf dessen Schultern sie stehen konnten.

Ich würde - aus meiner Erfahrung im F&E Bereich, u. A. in der ATLAS-Gruppe am CERN und der Industrie - sogar soweit gehen, zu behaupten, daß in unserer gegenwärtigen Wissensgesellschaft Individualisten ein ziemlich kräftiger Wind entgegenbläst, weil die meisten Aktivitäten wegen ihrer Komplexität nur noch in Teamarbeit bei z. T. riesigen Kollaborationen funktioniert.

Aber natürlich gibt es auch Platz für gesellschaftsunfähige Randerscheinungen - ob man denen aber "in der Regel durchaus lohnenswerte Aufgaben" hinterherwirft, darf bezweifelt werden. Die werden meist durchgefüttert.

Volker

Aus meiner Erfahrung möchte ich hinzufügen, dass kaum eine Deiner "z. T. riesigen Kollaborationen" funktioniert, wenn nicht mindestens ein in die Richtung von

Gehender dabei ist. Andernfalls sind die Ergebnisse im besten Falle mittelmässig. Was heutzutage als "Team" bezeichnet wird, ist oft nur ein vom Management mit mangelnder Personalkenntnis zusammen geworfener Haufen, der als Ausrede dafür dient, dass man nicht weiss, wie man die Aufgaben verteilen, Verantwortung zuordnen, und Leistung Einzelner angemessen entgelten soll. Ein wirklich gut funktionierendes Team dürfte fast so selten sein, wie eine bei der diamantenen Hochzeit noch glückliche Ehe.

Grüße, H.

GRINZ, gute Beschreibung, ich liebe Teufels Wörterbuch :)

Frag mich nach letzterem mal in 11 Jahren :) Zur Goldenen Hochzeit bin ich n. Jahr dran :o

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Naja, ich seh dran nichts verkehrtes. Irgendwie muß die Entlohnung ja geregelt sein, und die Vorstellung der HR ist vermutlich auch nicht blöder wie wenn man das Team drüber abstimmen läßt oder den Chef es diktatorisch bestimmen.

Ich seh das anders: Gruppen von Menschen, die an einem gmeeinsamen Ziel arbeiten schaffen sich selbst Strategieen dieses Ziel zu erreichen: Offiziell, inoffiziell, einfach aus der Gruppe heraus. Wenn man 5 oder 10 halbwegs gescheite Leute einfach an einem Projekt arbeiten läßt, ohne daß von außen zuviel reinregiert wird, dann kommt fast immer was besseres raus, wie wenn man jeden für sich in eine Kammer sperren würde, oder der Chef jedem bis ins Detail sagt was er zu machen hat. Nein, wenn von den

5 Leuten 3 solche sind, die nur andere arbeiten lassen, oder unfähig sind, dann geht es nicht. Aber die will man so oder so nicht in der Firma haben.

Bei uns in der Arbeit gibt es sehr viel Teamarbeit, und ich empfinde es als einen der schönsten Aspekte meiner Arbeit mit anderen (gescheiten und kreativen) Leuten zusammenzuarbeiten.

/ralph

Das ist eine fantastische Erkenntnis. Preisfrage: Wie würdest Du die Verteilung von Vertretern der Gruppe {Zuckerberg, Snowden, Gates, Jobs, Perelman, Mochizuki, Einstein, Heisenberg, Hilbert, Bosch, Fleming, Turing, Diffie, Hellman, Mößbauer, Nobel} zu denen der Gruppe "Fußvolk" schätzen? 1:1? 1:10? 1:100? 1:1000? Dein "mindestens ein" als Argument pro "Für intelligente Menschen mit ausgeprägtem Individualismus gibt es IN DER REGEL durchaus lohnende Aufgaben." überzeugt nicht.

Hier nochmal das Zitat v> Für intelligente Menschen mit ausgeprägtem Individualismus gibt es in der

Daß Du mit einem Team aus Idioten "in der Regel" *sic* nur Idiotisches hervorbringst, sollte unstrittig sein. Nur um weiteren Diskussionen vorzubeugen: Idiotie ist vielgestaltig und hat nur peripher etwas mit dem typischerweise dafür ins Feld geführten Intelligenzquotienten zu tun.

Was ein Beweis genau wofür ist? Daß es auch in der Managementetage Idioten gibt? Das war mir ja komplett neu.

Verstehe. "Wirklich gut funktionierend" ist auch wieder so eine semantische Raffinesse Deinerseits, mit der Du nahelegen willst, Teams würden in der Regel nicht gut funktionieren, weswegen es sinnlos sei, sie überhaupt zu bilden.

Darf ich fragen, was Du beruflich so treibst? Bei der Kombination aus "Teams funktionieren nicht" und penetrant sinnentstellender Wortklauberei habe ich da schon so meine Vermutungen.

Ciao, Volker

Heinz Schmitz schrieb:

Das müssen aber seltsame Erfahrungen sein. Zumindest sind es keine aus der heutigen Realität

Blödsinn! Ein "Team" kann nur dann funktionieren, wenn genau das unterlassen wird, was du forderst. Wesentliche Eigenart dessen, was man "Team" nennt, ist gerade die Selbstorganisation, die Verteilung der Aufgaben innerhalb des Teams durch die Teammitglieder selbst. Dadurch wird (nicht immer...) eine deutlich bessere Verteilung im Hinblick auf die Fähigkeiten des Einzelnen erreicht, was die Effizienz steigen lässt. Freilich dürfen in dieser Gruppe keine Eigenbrötler der Art "ich bin der allein Bedeutende, der Überflieger, alle anderen sind mir (bestenfalls) egal oder sie stören" dabei sein. Jeder der Beteiligten muss fähig sein, mit anderen zusammen an einem Ziel zu arbeiten. Das funktioniert nicht, wenn einer glaubt, die anderen hätten allein nach seiner Pfeife zu tanzen. Der Teamleiter ist dabei nur noch derjenige, der "nach oben" berichtet, sich um die benötigten Ressourcen kümmert und die Anforderungen und Rückmeldungen "von oben" ins Team einbringt. Im Übrigen ist er hauptsächlich so etwas wie der Moderator der Gruppe. Der oben umrissene Personenkreis kann natürlich nicht im Team arbeiten, er sieht sich zumeist als Chef aller anderen, zumindest aber als besser, als klüger oder sonst über den anderen stehend und verhindert damit die Teambildung

Auch das ist blanker Unsinn

MfG Rupert

Am 01.09.2019 um 13:10 schrieb Rupert Haselbeck:

Wenn ich dieses Definition auf SourceForge... Projekte anwende, dann sehe ich nur den großen Nachteil, daß manche Probleme einfach liegen bleiben, weil keiner sie lösen kann oder möchte. Und daß Leute, die eine Lösung beitragen könnten, vom Team nicht verstanden oder aus sonstigen Gründen abgelehnt werden. Wie sieht es denn bei kommerziellen Teams aus, wenn mal ein größeres Problem auftritt?

DoDi

Hans-Peter Diettrich schrieb:

Da ist das wohl ein klein wenig schwieriger, weil jeder freiwillig mitarbeitet und keiner dafür bezahlt wird

Die Zusammenstellung harmonierender Gruppen ist in der Tat ein wichtiger Faktor. Deshalb braucht es ja gerade Leute, die nicht schon von klein auf, durch Eltern, durch Kindergarten und durch Schule, eingetrichtert bekamen, dass gerade sie der Nabel der Welt seien

Da bedarf es eines guten Teamleiters, der die gemeinsame Aufgabe analysiert, alle Teilaufgaben erstmal darstellt und möglichst nach den Fähigkeiten (und auch Wünschen!) der einzelnen Leute zu verteilen versucht, bzw. der die Diskussion "wer macht was?" entsprechend zu lenken versteht, um das Problem zu lösen, auch eher ungeliebte Jobs einer Lösung zuzuführen. Ein "Team" mit einem guten Teamleiter und fähigen Leuten im Team, auch im Hinblick auf Sozialkomptenz, sollte Probleme in der Sacharbeit ebenso eigenständig bewältigen können wie zwischenmenschliche, soziale Probleme. Ja, das gelingt nicht immer. Ggfls. wird man einen Mitarbeiter auch mal austauschen müssen

MfG Rupert

Ich fühle mich gerade an die Predigt erinnert, die ich vor nicht allzulanger Zeit meinem Abteilungsleiter zum Thema "Scrum" bzw. "agile Prozesse" gehalten habe. Freilich stand ich damit nicht alleine, der/unser Scrum-Master hat es ebenfals versucht, seine Nachfolgerin, unsere Chefentwickler und wir haben allerlei Metriken aufgefahren, um die Effizienz zu demonstrieren. Lines of Code, Sprint Velocity, abgearbeitete Stories, Durchlaufzeit von Jira-Tickets, Earned Value, ... Vergebens. Scheffe (der bis dato nur irgendwelche "Artists" bei der Fließband-Erzeugung von CGI betreute) meint, Scrum sei ein Euphemismus für Chaos und nur mit mikrogranularer Zeit- und Inhaltsplanung im Wasserfallmodell seien die Gewerke für Kunden termin- und umfangsgerecht in den Griff zu kriegen.

Denn irgendwann _MUSS_ es ja klappen, nun, da es in den anderen Abteilungen so oft schiefgegangen ist. Wir brauchen hier im Team einfach einen, der die Knute schwingt, jedem präzise anschafft, wie wo und wann er was zu machen hat und wenn man das in Zielerreichungsvereinbarungen im Sinne von Boni festzurrt, schafft man die nötigen Leistungsanreize, daß sich jeder mindestens zwei Arme und Beine ausreißt. Am besten klappt das, wenn die Wege kurz sind, d. h. in Großraumbüros, wo man Entwickler wie die Legehennen zusammenpfercht. 8m^2 pro Nase sind ja nun wohl mehr als genug, die Buben sollen sich nicht so haben. Akustikwürfel und -decken sind verweichlichter Muschikram. Dito Klimaanlagen und mehr als eine Toilette für ein ganzes Stockwerk.

Dabei ist natürlich immens wichtig, daß die Funktionen im "Team" strikt getrennt werden, denn Peer Programming und der andere neumodische Kram frißt nur unnötig Zeit. Wenn der Betreffende schließlich gekündigt hat, ist immer noch mehr als genug Zeit für ein umfassendes Handover.

Ach was. Wir brauchen einfach mehr Solisten. Die Zeiten von großen Orchestern sind endgültig vorbei.

Ach, was verstehst Du schon von der Sache? Etwa aus Erfahrung klug geworden? Nein, einfach mehr vom Gleichen. Das klappt schon. Muß.

SCNR, Vol"Projekmanagement ist, wenn jemand glaubt, 9 Frauen könnten in einem Monat ein Kind zur Welt bringen"ker

Wie schon erwähnt kenne ich von der Waldorfpraxis nur den Kindergarten. Aber soweit beobachtbar halten sich dort Erwachsene zurück und lassen die Kinder selbständig spielen, noch dazu mit abstrakten Dingen, die Phantasie erfordern. Das erzieht imho recht deutlich zur gegenseitigen Rücksichtnahme, sonst klappt's nicht.

Hi Rupert,

Kann es sein, dass Du gut gepflegten Vorurteile hältst? Gerade Montessoripädagogik legt viel Wert auf Gemeinsames Lernen, gegenseitige Unterstützung etc. Davon habe ich im Regelschulsystem wenig mitbekommen.

Marte

Für den Fall, dass es Dir entfallen sein sollte: Ich bezog mich auf DEINE Bemerkung, " weil die meisten Aktivitäten wegen ihrer Komplexität nur noch in Teamarbeit bei z. T. riesigen Kollaborationen funktioniert."

und unterstützte Stefans Meinung bezüglich der Individualisten, die imho leider heute oft als "keine Team-Player" abqualifiziert werden.

Es wäre zB interessant, zu prüfen, welche "Teams" die Abschaltung der Abgasreinigung vorgeschlagen haben, und ob da nicht welche dabei waren, die lieber den Mund gehalten haben, als sich als "kein Team-Player" zu outen :-). Denn das geht oft einher mit Teams: Das Herunter-Diffundieren von Verantwortung auf später nicht mehr identifizierbare Microlocations: "Das Team" hat empfohlen .... und wer sich hinter dem "Team" oder dem Gremium verstecken kann, ist fein raus.

Zwischen "üblichem Verhalten" und "Idiotie" liegt ein weites Feld :-). Ich bezog mich mehr auf das "übliche Verhalten", demzufolge ein Vorgesetzter eine Gruppe zusammenstellt und bestenfalls noch den "Teamleiter" bestimmt, dessen Aufgabe darin besteht, die Verantwortung zu tragen, ohne Befugnisse zu haben. Er ist dann oft auch der Einzige im "Team", der wirklich arbeitet, weil es an ihm ist, die "Ergebnisse" nach aussen vorzutragen und weil an seinem Gesicht die Scheisse kleben bleiben wird.

Ich habe mich auf das bezogen, was üblicherweise passiert. Es wird ja leider in unserer politisch korrekten Gesellschaft immer üblicher, zu glauben, dass Einkommen und Leistung zwei völlig voneinander unabhängige Grössen darstellen. Sie sind aber nicht unabhängig voneinander, weshalb Teams leichter zum Funktionieren zu bringen sind, wenn es "nur" um freizeitliche Interessenverwirklichung geht. Im Erwerbs-Job achtet aber wohl die Mehrheit darauf, ob eine Leistung auch etwas bringt - das ist ja auch ein Intellenzbeweis, da damit eine Kenntnis des Effizienzprinzips bewiesen wird.

Fairerweise musst Du zugeben, dass ich keineswegs schrieb, dass "Teams nicht funktionieren", sondern darauf abhob, dass heutzutage mit der Organisationsform "Team" oft Missbrauch getrieben wird, der dann dazu führt, dass damit Einzelleister oder Selberdenkende ins Abseits gestellt werden - soweit, dass sich angeblich, wie Du nahelegtest, für sie kaum noch lohnende Aufgaben finden lassen.

Grüße, H.

Am 02.09.2019 um 11:53 schrieb Heinz Schmitz:

Ich vermute, daß diese Anweisung aus der Chefetage kam, die vorher durchgedrückt hatte, daß außer am Prüfstand keine Test durchgeführt werden. Ohne diese Voraussetzung wäre es sinnlos gewesen, entsprechende Mogeleien einzubauen.

DoDi

Wieso? Außer am Prüfstanf und außer im genormeten Zyklus gab (und gibt?) es keine gesetzlichen Grenzwertvorgaben. Werte anderer Tests mögen bekannt sein, sind aber irrelevant.

Kennst Du die genaue Formulierung in der Vorschrift die zuläßt, daß außerhalb eines Prüfstands keinerlei Grenzwerte einzuhalten sind?

DoDi

Das Rechtsprinzip "verboten ist, was nicht ausdrücklich erlaubt wurde" ist mit fremd. Es gibt Grenzwerte, die sind einzuhalten. Und diese Grenzwerte und die Verfahren zu ihrer Messung sind klar definiert.

Nicht nur das :-(

Mir ist das Rechtsprinzip "Beweis durch unbelegte Behauptung" unbekannt.

DoDi

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required