Kann ein 10MHz-USB-Oszilloskop ein 10MHz-Signal darstellen?

Jul 28, 2019 Last reply: 7 years ago 651 Replies

Ich hab mal eine Zeit lang Support für einige Sekretariats- Arbeitsplätze gemacht (in meiner jetztigen Firma gibt es sowas de facto gar nicht mehr) und da waren wahre Dramen angesagt, wenn die ClipArts "weg" waren.

Einmal mußte ich sogar einen engen Verwandten von Clippy, nähmlich "Kitty" nachinstallieren müssen ;)

Soll heißen: Ich seh das wie du, die subjektive Wahrnehmung von Prioritäten ist oft eine andere, der wissenschaftliche Mitarbeiter oder Entwickler installiert oft lieber geduldig tagelang neu, während die Sekretärin ohne ihre Bookmarksammlung quasi nicht arbeitsfähig ist und als Minimum Händchenhalten braucht ;)

/ralph

Am 27.08.2019 um 15:08 schrieb Ralph Aichinger:

Unternehmensrichtlinie hier: Es sind keine Geschäftsdaten auf den lokalen Laufwerken gespeichert.

Das führt allerdings auch dazu, daß ich täglich etliche GB auf dem Server sichere, denn ich will ja zumindest meine aktuellen Entwicklungsänderungen nicht verlieren.

Bernd

Vernünftig. Allerdings nicht überall durchzusetzen.

/ralph

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ausserirdische sind gesund

Es gab mal eine Zeit, da war "Installation" nichts mehr, als das vollständige Verzeichnis eines Programms von einer Maschine auf eine andere zu kopieren. Wenn Extras gebraucht wurden, Treiber zum Beispiel, dann konnte das Programm selbst beim Startversuch das nötige veranlassen oder zumindest eine aussagekräftige Fehlermeldung mit den nötigen Angaben ausgeben.

Für meine wichtigsten und meistgenutzten Programme gilt das noch heute. Die laufen dann auch vom Stick und da sie für mich wirklich wichtig und halbwegs unverzichtbar sind weiß ich das an fremden Rechnern sehr zu schätzen.

Bei real existierender Software in Unternehmen kann es durchaus sein, daß man noch irgendwelche Konfigurationsdateien anpassen muß (und niemand hat es dokumentiert), daß bestimmte Versionen von der einen Software nur mit genau einer Version der anderen Software zusammenspielen etc., daß Daten auf eine nicht-intuitive Weise übernommen werden müssen etc.

Leider nicht überall möglich, und umso schwerer je mehr Leute an etwas arbeiten.

/ralph

Ja klar. Aber wenn auf dieselbe Maschine zurückgespielt wird und alle diese Programme dabei sind, dann sollte es wieder so passen, wie es gesichert wurde. Und von einem guten Programm würde ich erwarten, daß es sich von z.B. Registryeinträgen eine lokale Kopie im eigenen Verzeichnis anlegt, die es bei Bedarf zurückspielen kann. (Natürlich soll es Registry*änderungen*, idealerweise nach Rückfrage, übernehmen und nur blind schreiben, wenn die Einträge dort kompett fehlen, also z.B. nach einem Neuaufsetzen.)

Nun, ich behaupte mal dass die Hotine nach Ungarn ausgelagert wurde, weil die Leute dort billiger sind. Denen ein paar Stunden Fehlersuche und Know-How zu sparen hätte in Deutschland einen hochbezahlten und unter hohem Zeitdruck für seine eigentliche Arbeit stehenden Fachingenieur mindestens zwei Tage damit blockiert, die nicht zum offiziellen Paket gehörende Software für seine Laborgeräte neu zu installieren und neu zu konfigurieren. Dem Mitarbeiter des Kunden standen beim Wort "Neuinstallation" buchstäblich die Tränen in den Augen.

Dass die vollständig automatisierte Neuinstallation bei einem

0815-Büro-PC für die Firma günstiger ist als nach einem Fehler zu suchen, ist unbestritten. Die Situation in diesem Fall lag aber komplett anders, hier ging es nicht darum, den FC-Mainz-05-Bildschirmschoner und die privaten Urlaubsbilder zu retten, sondern die dienstlich notwendige Software, mit der dieser Mitarbeiter locker zwei Drittel seines Arbeitstags verbringt.

Grüße Marc

Wir hätten ohne weiteres ein Telefonat von einem V-1 Manager veranlassen können. Nur genützt hätte es nchts, weil in der Supportorganisation halt die von mir oben genannte "Beherrschung des Betriebssystems" wegoptimiert wurde (oder niemals da war).

Auf "Remote Reinstall" klicken und dem Benutzer am Telefon sagen "bitte booten, f12 drücken und network boot auswählen" hat halt mit "das System beherrschen" nichts zu tun.

Grüße Marc

Das kann man doch sicher automatisieren. Unter Linux könnte man sogar /etc und ~/.* auf den Fileserver sichern und wäre dann nach einem Neuaufsetzen _WIRKLICH_ wieder auf dem aktuellen Stand; unter Windows verbringt man selbst auf einem 0815-Arbeitsplatz unmeßbar viel Zeit damit, sich daran zu erinnern, wo jetzt nun der Haken war, den man setzen musste um die Arbeit auf dem Vorgängersystem so viel einfacher zu haben. Hundertfach.

Grüße Marc

Muaha.

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... dafür halt ein kaum konfigurierbarer und gar nicht austauschbarer Windowmanager / Desktop Environment, der für nahezu jeden, der nicht von GNOME kommt, eine erhebliche Umgewöhnung darstellt.

Grüße Marc, der es immer nur wenige Minuten an einem mac aushält

OK, ich komme von Gnome ;)

/ralph --mich nervt eher, daß die den Unix-Unterbau irgendwo am Stand von vor 10 Jahren festgefroren haben. ssh ohne die Nettigkeiten die mit Debian standardmäßig dabei sind, kein "netstat -tulpen" etc. Wenn sie wenigstens mit FreeBSD oder NetBSD mitziehen würden, aber das ist nur ein Mischmasch von altem Zeug. Nix womit man nicht arbeiten könnte, aber das erste muß immer mal "homebrew" sein.

Von genau so etwas erwarte ich ein lokales Backup, das zumindest auf derselben Maschine nach dem Zurückspielen keinerlei Konfiguration mehr erfordert. Teure Software, die das nicht bietet ist imho minderwertig.

... und alltäglich. Gerade teure Software, die zu irgendwelcher Spezialhardware gehört, stank schon bei ihrer Fertigstellung vor fünfzehn Jahren zum Himmel und wurde seitdem nicht mehr generalüberholt.

Grüße Marc

Noch 20 Jahre so weiter und MäcOS hat AIX den Ruf des "Unix für Männer" abgelaufen.

Grüße Marc

Immerhin war das Apples Eintrittkarte zum Multitasking. Nach so einem Schritt muss man sich schon etwas erholen.

Gruß, Gerhard

Am 27.08.2019 um 18:25 schrieb Gerhard Hoffmann:

Die Lisa konnte AFAIR Multitasking. Erst mit den Mac-Klötzen wurde das OS verkrüppelt, damit man billigere Hardware nehmen konnte. Leider waren auch die Mac II etc. davon betroffen.

Bernd

Beide benutzen einen 68000 und der Amiga zeigt, daß mit einem 68000 echtes Multitasking möglich ist. Die Hardware war es nicht.

Gerrit

Am 27.08.2019 um 21:17 schrieb Gerrit Heitsch:

Es war nicht nur der Prozessor. Aber mit den 128k des Mac war eigentlich kein vernünftiges Multitasking mehrerer Programme mehr möglich. Dazu kam das einzelne Diskettenlaufwerk, die Lisa wurde auch nur mit der teuren Festplatte Profile sexy.

Dazu kam, daß Apple seiner Zeit voraus war, kaum ein Anwender konnte sich so ein sündhaft teures Gerät leisten und man verzichtete daher auf das Multitasking.

Bernd

Bitte hier Sinclairs QL mit einzureihen (ebenfalls mit 68k bzw. der Sparversion 68008). In 512k ROM ein irres Betriebssystem mit prozeduralem und auch per Asm erweiterbarem Basic. Das gab mir ein Verständnis von Desktoprechner, bevor ich dann kurz später über die schnöseligen Macken der DOS-Krücken staunen musste.

Ok, die Hardware war miserabel. Aber softwareseitig war das ein attraktives Paket, wurde komplett eingedeutscht mit Bürosuite unter die Leute gebracht. Habe danach auch keine deutschprachige Datenbankzugriffssprache mehr gesehen. War reichlich witzig. Wenn. Endewenn.

Floppys kamen erst viel später, vernünftig Speicher kam etwas später, 512k statt 128k, leidlich flüssigerer Umgang nur mit zugekaufter Luxustastatur. Wenn die Sonne prall draufschien, mochte gern der Rechner einfrieren, und Text per Bleistift vom Bildschirm abschreibend gerettet werden.

Die zwei Microdrives waren skurril und irgendwie unterhaltsam - man lernte zwangsweise das Prinzip, dass Backups nur paarweise sinnvoll sind, im Fall, dass ein Kopiervorgang sowohl auf Original wie auch Backup zwei formatierte Drives hinterlassen konnte. Und an die halbseiden durchgezogene Strukturierung mit Unterstrich zu Nicht-Ganz-Verzeichnissen konnte ich mich nicht gewöhnen.

Der Rest war hingegen sehr erhellend, als Gegenpol dazu, wie liederlich armselig von den Möglichkeiten her das Massen-DOS daherkam. Multitasking, rudimentäres Viele-Fenster-Handling. Beim etwas eigenartigen Mininetzwerk machte sich der Sparstift auch arg bemerkbar.

Die Briten hatten eine Zeitschrift daür, wo die diversen Schrulligkeiten in Karikaturen gegossen wurden, dazu Unmengen von Code-Beispielen für den ziemlich mächtigen Basic-Dialekt ausgetauscht wurden, für alle Lebenslagen und als Hirnschmalzspielereien.

Da ist dann wohl nach und nach die Großindustrie wie eine Dampfwalze drübergefahren, so eine verspielte Art von unterhaltsamer Lebendigkeit sah ich hernach nicht mehr zu dem Thema. DOS war autoritätsheischend, das missratene Konzept als abgespecktes Unix wurde hinter einer Maske der Arroganz verkauft. Da war kein Platz für solche Art konstruktiven Humor, da wollten aufgedunsene Riesen zeigen, wie sie trampeln können.

Nun ja. Man kann nicht alles haben. Jetzt braucht eine Minimalarchitektur mit Linux schon zig MB, dafür ist nun die Hardware gutmütig und erstaunlich verllässlich, eigentlich irre, wenn man denkt, was da unter der Haube alles abgeht, ein Overkill an Redundanz.

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