Kann ein 10MHz-USB-Oszilloskop ein 10MHz-Signal darstellen?

Jul 28, 2019 Last reply: 7 years ago 651 Replies

Nicht nur bei Bastlern. Bei all den Motes, die ich so entwickelt habe, liefen die diversen Ports und seriellen Schnittstellen weit unter 10MHz. Der HF-Teil natuerlich bei mehreren GHz, aber das kann man mit handelsueblichen Scopes selbst teurer Art eh vergessen. Selbst das fette GHz-Scope von HP kommt dabei an seine Grenzen und ist alles andere als portabel, zumindest fuer Leute mit Bandscheibenproblemen.

Oft noch wichtiger ist ein Logic Analyzer. Da hat mir letztens der 24MHz

8-Kanal USB Logic Analyzer geholfen. Er hat irgendwas zwischen $10 und $20 gekostet, konnte Protokolle aufdroeseln und ich fand das Problem damit. Es war uebrigens mein erster Fall, wo die Software nur mit Linux ohne viel Aufwand gescheit funktionierte.

Das wäre interessant. Metallgehäuse ohne Anschluss an Schutzerde?

Gerrit

Den musst du aber richtig verwenden... Die Lasche mit dem Loch da unten ist mit dem Anschluss für Erde verbunden. Die Idee ist die Verwendung an zweipoligen Steckdosen bei denen aber Erde schon vorhanden ist. Die Schraube, die die Andeckung der Steckdose hält ist dann geerdet. Du schraubst die Schraube raus, steckst diesen Stecker rein und fixierst ihn mit der Schraube wieder.

Kommt die Lasche mit der Schraube nur hin und wieder in Kontakt hast du mal Erde und mal nicht...

Gerrit

Das ist so! Die Metallmasse ist Schaltungsmasse. SL ist nur an der ersten Schirmwicklung.

Dann muss da irgendwo das Zeichen für Schutzisolierung drauf sein und hoffentlich ist die Abschirmung der BNC-Anschlüsse nicht leitend mit dem Gehäuse verbunden.

Gerrit

Aber selbstverständlich sind die BNC-außen leitend mit dem Gehäuse verbunden; die BNC sind leitend in's Gehäuse/Chassis geschraubt.

Ein Schutzisolations-Symbol gibt es nicht. Aber im Handbuch wird darauf aufmerksam gemacht. Link wurde im Thread gepostet.

Dann waeren sie nicht zweipolig :-)

Bei den wenigen US-Steckdosen, die ich ohne Schutzerde sah, lag gar kein Schutzleiter und damit war auch keiner am Metallrahmen angeschlossen. Aus der Knob&Tube Zeit. Schutzleiter gibt es hier aber bereits seit anno dunnemal.

Es gibt nur eine Schraube in der Mitte, aber so gut wie jede Steckdose ist eine Doppeldose. Der Trick ist, das Dingen in die untere zu stecken, dann ist keine Erdverbindung moeglich. Klassische Redneck-Loesung, entspricht natuerlich nicht den Vorschriften.

Als ich das zum ersten Mal sag und den Benutzer fragte, kam "Sonst fliegt der Automat staendig raus". Oh Mann.

Es gab solche... Ansonsten funktioniert Nullung auch in USA. ;)

Gerrit

Gerrit Heitsch schrieb:

Es wäre wohl auch ziemlich verboten, ein Gerät in diesem Zustand zu betreiben

MfG Rupert

Helmut Schellong schrieb:

Ich nehme zu deinen Gunsten mal an, dass du auch davon keine Ahnung hast und nur das übliche leere Geschwätz von dir gibst... Ein solches Gerät darf nicht in Verkehr gebracht und nicht betrieben werden

So so. Da wäre dann gegen eine ganze Reihe von UVV verstoßen. Und du möchtest ernsthaft behaupten, es gäbe einen Hersteller/Händler, der ein Gerät in diesem Zustand in der EU herstellt, es importiert oder vertreibt? Aber du verstehst auch davon ja wohl garnichts...

MfG Rupert

Am 30.07.19 um 19:20 schrieb Rupert Haselbeck:

Hallo,

in Werkstätten und Labors mit ausgebildeten Fachleuten gelten möglicherweise andere Regeln als bei HiFi zu Hause - oder?

Bernd Mayer

Am 30.07.19 um 14:13 schrieb Bernd Mayer:

Nachtrag:

ich habe jetzt mein Hameg HM-412 doch noch hervorgekramt, das war etwas schwer zugänglich. Das hat tatsächlich sogar nur ein 2-poliges spezielles Netzkabel und auch nur eine 2-polige Anschlußbuchse!

Das wollte ich schon im posting zuvor schreiben, ich war aber nicht sicher ob ich mich recht erinnere. Die genaue Version kann ich gerade von außen nicht sehen, da steht nur HM-412 drauf.

Bernd Mayer

Klassische Nullung habe ich hier noch nicht gesehen. In Deutschland oft und auch damit einen gezuscht bekommen. Der Nulleiter war in einer Abzweigdose aufgegangen und damit lag voller Saft auf dem Gehaeuse.

In den USA sehen ungeerdete Verdrahtungen in Altbauten oft so aus:

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Das Schraubgewinde ist dabei ungeerdet. Leute haben die Erdadapterzungen dort zwar angeschraubt, jedoch hatte das keinen Effekt. Bis auf den, dass der Adapter beim Ziehen nicht mit rausflutschte.

Der geerdete Stecker wurde schon im ersten Weltkrieg von Hubbell auf den Markt gebracht, lange vor dem Schukostecker. Wenn man allerdings manche Installationen sieht, wird einem uebel und man merkt, dass es hier kein gescheites Ausbildungsystem zum Gesellen und Meister gibt.

Gewittrisch sind die Lampenfassungsabzweiger, kannst Du heute noch im Baumarkt kaufen:

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Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass in der Garage noch einer vom Vorbesitzer des Hauses in Betrieb ist. Allerdings nur fuer eine Leuchtstofflampe, die vom Boden aus nicht erreichbar ist.

Frueher hiess das "Erleichterte VDE-Bestimmungen fuer den Laborbetrieb". Das war aber zu Zeiten, wo in den Labors noch Ernte 23 und HB gequarzt wurden. Die Chefs sogen natuerlich an einer Dunhill.

Hat da einer dran gebastelt? Normal scheint das nicht zu sein:

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Ja, das ist ein mögliches Problem bei Nullung. Aber wenn sie korrekt ausgeführt ist funktioniert das wie es soll.

Mag sein, aber es wurden noch lange zweipolige Steckdosen verbaut.

Wenn man allerdings manche

Wobei es nicht wirklich schwer ist eine Hütte korrekt zu verkabeln.

Die URL funktioniert leider nicht, aber ich weiss, was du meinst. Sind hier meiner Erinnerung nach schon lange verboten.

Gerrit

Am 30.07.2019 um 19:49 schrieb Joerg:

Nicht viel gesehen also.

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Anscheinend doch (viele schöne Bilder):

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Wobei bei ihm ein leichtes Kribbeln zu spüren war und er seins geerdet hat.

Trotzdem interessant, ein Gerät mit Metallgehäuse und Kaltgerätestecker, dann aber nicht geerdet. Als das auf den Markt kam war die VDE anscheinend noch etwas laxer unterwegs.

Gerrit

mein HM-412 sieht nicht verbastelt aus!

Ich wüsste auch nichtmal woher ich ein Netzkabel dafür als Ersatz bekommen könnte. Der Netzstecker hat auch keine Metallfedern außen. Die Buchse hat die Bauform wie sie bei PC-Netzteilen üblich ist, aber nur

2-polig. Ich weiß gerade nicht die genaue Bezeichnung dafür.

Dieses HM-412 Modell wurde wohl gerne für die Reparatur von Röhrenfernsehern eingesetzt.

Im Vergleich zum ebay-Foto sieht es hinten geringfügig anders aus: Die BNC-Buchsen für S und Z sind rechts auf einer Seite und die 2-polige Buchse für die Netzspannung auf der linken Seite ca. auf gleicher Höhe. Das Ebay-Model hat ja einen fest verdrahteten Netzanschluss.

Hameg gehört ja jetzt zu Rhode und Schwarz und es gibt offenbar verschiedene Unterversionen des HM-412, dort konnte ich die Doku zum HM-412-5 finden. Die passt nicht exakt zu meinem Gerät.

Irgendwo hab ich noch das Manual in Papierform. Mal schauen.

Bernd Mayer

Falsch, alles falsch.

Das ist irrelevant und wäre mir auch piep-egal. Ich weiß stets, was ich tue.

Die Geräte wurden genau so Jahrzehnte lang in DE produziert und erfolgreich verkauft.

Du hast eine derart ausgeprägte Leseschwäche, daß von Krankheit geredet werden kann. Es geht hier um Geräte, die seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr hergestellt werden.

Selbstverständlich darf ich meinen HM512-6N betreiben. Ist doch meine Sache!

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