Nur "Eliten" können, Proletariat ist ungefährlich. Es gibt durchaus Historiker die trotz der spärlichen Datenlage die Ausffassung vertreten, daß es in Frankreich zumindest dem Bürgertum beim Ausbruch der Revolution wirtschaftlich nicht schlecht ging, es hat die Schwäche des Staates teilweise gut nutzen können. Bauern ( =Landwirtschaftsproletariat) und Staat gings halt schlecht. Die Revolution wurde vom Bürgertum bis 1870 getragen. Dann kam mit dem Aufstand der Kommune in Paris die erfolglose Revolution in der Revolution, (Industrie-)Proletariat gegen Bürgertum. Damit wurde das Bürgertum neben dem Adel die natürliche Stütze der Monarchie.
Bismarck als Landadel & Monarchist wollte die Revolution von unten ( durch die Sozialisten ) verhindern, aber er war weitsichtig genug zu sehen daß man die Monarchie nur durch Revolution von oben retten konnte. Nichtnur "Lösung der sozialen Frage" sondern auch die deutsche Einheit waren nötig. Durch die Eisenbahn hatte sich der Handel ausgeweitet, es mußte ein Fallen der Zollschranken, Vereinheitlichung des Rechtswesens usw. letztlich also die deutsche Einheit den Bedürfnissen der Großagrarier und des Bürgertums Rechnung tragen. Kleinbauern und Handwerker haben davon erstmal weniger profitiert. Der "Saupreiss" heißt in Bayern eben deshalb so weil man billige gemästete Schweine plötzlich importieren konnte, sehr zum Leidwesen der hiesigen Landwirte. "Globalisierung" eben.
Bezüglich Neuwahlen wurden ihm honorige Motive unterstellt. Ich würde nüchtern anmerken, daß wenn er noch 1 Jahr verzögert hätte die SPD als Gesamtpartei ( also inklusive Mandatsträger in Kommunen, Länder ) immer mehr zur Dame ohne Unterleib geworden wäre. Es kann für viele Abgeordnete erträglicher sein die "harten Oppositionsbänke" zu drücken als schlicht nicht gewählt und damit arbeitslos zu sein. Dieses Verhaltensmuster ist aus der Endphase der Weimarer Republik, also der Zeit der Präsidialkabinette, bestens bekannt. Damals wollte keine Partei Regierung bilden, weil jede Regierungspartei bei den Wahlen dezimiert wurde.
Er will und muß die Aktienkurse hochbekommen. Deutsche Bank ist auf internationaler Ebene wie manch anderes deutsche Industrieunternehmen keine so große Nummer und Übernahme- kandidat wenn der Preis stimmt, d.h. der Aktienkurs mau ist. Seit Mannesman haben einige das Fracksausen weil ausländische feindliche Übernahmen deutscher Unternehmen ohne politische Einmischungen offensichtlich möglich sind.
MfG JRD