Es gehört *immer* zur Vertragsbedingung "gilt nur mit amtlichem Lichtbildausweis". Bei Kontrollen ziehe ich den also vorher und halte ihn sichtbar daneben. Mehraufwand null. Die Omi, die zehn Minuten braucht, bis das Smartphone in der Handtasche gfunden ist, wird auch mit App nicht schneller.
Es gibt immer Leute, die den Betrieb aufhalten, teilweise mit Absicht. Die Zwangsapp hilft dagegen bestenfalls nur sehr wenig.
Didn't find your answer? Ask the community — no account required.
H
Hergen Lehmann
Am 08.11.25 um 11:49 schrieb Axel Berger:
Es besteht ein erheblicher Unterschied zwischen dem, was der Kontrolleur verlangen *darf* (das geht bei Zweifeln an der Gültigkeit des Ticket bis hin zu "sie steigen jetzt hier aus und wir warten gemeinsam auf die Polizei") und dem, was er verlangen *muss*, um das Ticket effektiv kontrollieren zu können.
Bei Bahntickets mit Bahncard-Rabatt steht auch im Vertrag, das diese nur mit BC gelten. Dennoch verlangt der Zugbegleiter nur stichprobenweise danach, bzw. beim Komfort-Checkin gar nicht.
Das werde ich (ohne explizite Aufforderung) ganz sicher nicht tun, denn die Umstehenden geht meine Identität nichts an.
Die tattrige Omi wird eher nicht die neumodische Smartphone-App benutzen, sondern das Plastikkärtchen, das man ihr zugeschickt oder am Schalter ausgehändigt hat.
Und der trendige Jugendliche, dessen gesamtes Leben durch Apps gesteuert wird, hat das Smartphone sowieso ständig in der Hand oder zumindest der Hosentasche.
A
Alexander Schreiber
Schön, wenn das klappt. Wobei ich von der dazu notwendigen Überwachung und Smartphone-Zwang nicht begeistert bin.
Alternativ werden gebuchte Regionalabos nicht mit berücksichtig und man bezahlt deutlich mehr, als eigentlich korrekt wäre, siehe SBB. Eine allfällige Korrektur will man dann mal so 2026 in Angriff nehmen.
Man liest sich, Alex.
J
Joerg Walther
Yep, Ich bin ab und zu mit meinem Hessenticket, das ich von meinem Arbeitgeber habe, im Zug/Bus unterwegs. Gültig ist das nur zusammen mit einem Ausweis, den ich aber noch nie habe vorzeigen müssen, ich halte ihn auch nicht mehr bereit.
-jw-
A
Axel Berger
Was für Röntgenaugen sollen die denn Deiner Meinung nach alle haben, um aus größerer Entfernung und unpassendem Winkel auch nur erkennen zu können, daß es wirklich ein Ausweis ist geschweige denn irgendwas lesen. Könntest Du das?
Irrelevent und nicht der Punkt. Deine Behauptung war, beides würde alles so viel schneller machen.
Auch nicht der Punkt. Deine Behauptung war, ich und Leute wie ich würde alles aufhalten und andere mit App oder Plastikkarte nicht.
A
Axel Berger
Ich bin seit wenigstens drei Jahren gar nicht mehr kontrolliert worden. (N.B: billiger als 60 Euro alle drei Jahre kann man nicht fahren.) Wenn, dann muß ich in die Tasche greifen und habe Ticket und Ausweis zusammen im selben Portemonnaie. Keinerlei Mehraufwand. Und obwohl das Smartphone dann in der Regel gerade in Benutzung ist und über Bluetooth mit den Ohrstöpseln verbunden, erreiche ich es auch nicht schneller.
V
Volker Bartheld
Warum wollen mir dann Versicherungen, Ärzte, Banken, Behörden, usw. keine Unterlagen per E-Mail zuschicken, sondern zwingen mich in irgendwelche Apps, wollen ein digitales Zertifikat im Browser zu Authentisierung oder betreiben ein proprietäres "Portal" im Web? Haben die etwa eine andere Abwägung von ausreichendem Sicherheitsniveau der Kommunikation als Du?
Sie werden nicht eingesetzt, weil unbequem, mangelndes Risikobewusstsein und erhebliche Anstrengungen von Interessensgruppen, denen es lieber ist, wenn Menschen nicht mit OSS E2E-verschlüsselt kommunizieren.
Wir werden da wohl zu keinem Konsens kommen, weswegen hier für mich EOD ist und ich mich wieder meinem Linux-Schlangenöl mit Evolution, LibreWolf und OpenPGP zuwende.
So siehts aus. Offenbar hat ein Großteil der Bevölkerung damit aber überhaupt kein Problem. Und wenn ich z. B. die eklatanten Schwächen der ePA kritisiere und nicht nachvollziehen kann, wieso es zum eFahrzeugschein WIEDER eine eigene App braucht, dann kommt prompt ein IT-Genie namens "Frank Kemper" unter seinem Stein hervorgekrochen und meint, die Digitalisierungsprobleme Deutschlands lägen an Dinosauriern wie mir, die alles Digitale pe se schlecht fänden.
Ich finde Dampfplauderer, Lobbyfilz, Stümperei und Scheinheiligkeit schlecht. Aber das rafft der Fanboy halt nicht.
Verstehe nicht, wie ein gleichteures PDF, das ich jeden Monat digital per Abo zugeschickt kriege irgendwie einen Schaden generiert, gegenüber einer App, die den QR-Code auf dem PDF anzeigt. Diese findigen Anbieter werden sich die Abogebühr ja nicht in die eigene Tasche gesteckt haben.
Und wenn sie das - wie im Fall dieser Geschichte mit D-Ticket.su, dem Vetter GmbH Omnibus- und Mietwagenbetrieb und dem Münchener Unternehmen MoPla Solutions GmbH - mit geleakten Signaturen eben doch taten [1][2][3], dann sollten die Strafverfolgungsbehörden evtl. mal in die Puschen kommen, Strafverfolgungsbehördendinge tun und die Aussteller des Rootzertifikats überlegen, mit wem sie Geschäfte treiben wollen und mit wem nicht.
Man kann dem Endkunden schon vorwerfen, dass es bei D-Ticket.su evtl. ein bisserl fischelt. Wer sein PDF aber bei
formatting link
kauft, weil er die Bezahlmethoden der Bahn Scheiße findet [4][5][6], der ist keineswegs schamlos, sondern möchte einfach nicht, dass irgendwelche Dienstleister mit der eigenen PIN(!) auf dem Konto rumschnüffeln, weil die Bahn zu geizig ist, eine SCHUFA-Abfrage zu machen oder den Bankeinzug nicht unter Kontrolle hat.
Die App zeigt einen QR-Code an. Das kann der PDF-Viewer von meinem Smartphone auch. Und dem Kontrolleur bzw. dessen Gerät ist es grad wurscht, von wo es den QR-Code abliest.
Und die D-Ticket-App hat - wie auch die Chipkarte - eine digitale Kopie des Ausweises gespeichert? Eher nicht, wenn ich [6] glauben darf. Zitat:
"Das Ticket ist personengebunden. Bei Fahrkartenkontrollen müssen Fahrgäste ihren Ausweis vorzeigen. Auch wenn die Chipkarte ein Foto enthält, reicht das nicht aus."
Der bei einer Kontrolle des D-Tickets zwingend vorzuzeigende Personalausweis garantiert das auch.
Jo mei. Die Mischkalkulation scheint auch so nicht aufgegangen zu sein.
Das müssen wohl die Behörden sein, die auch die ePA-App, die eFahrzeugschein-App und den ganzen anderen BS geil fanden. Ich habs drüben auf de.rec.motorrad in der Message-ID: snipped-for-privacy@bartheld.net schon aufgelistet: [8]-[24].
Alles extrem fähige IT-Auskenner da. Und gerade, wo wir doch soviele Behörden haben, die sich mit IT befassen: [25].
Volker
[1]
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
formatting link
V
Volker Bartheld
Außer in München natürlich. In Hamburg habe ich das auch noch nicht gesehen. Und, nein,
formatting link
ist nicht kilometerabhängig, sondern an dasselbe Zonen- und Ringemodell des MVV gebunden wie auch Einzelfahr-, Streifen- und Tageskarten. Wenigstens rechnen sie jetzt zum Streifenkartentarif ab - vor nicht allzu langer Zeit waren das einfach nur aneinandergereihte Einzelfahrten. Und das kann im MVV recht schnell recht teuer werden.
Ich weiß nicht, wo "hier" ist. Deine vier Euro reichen in München von Trudering bis zum Hauptbahnhof. Das sind 9.3km mit dem Radl und 30 Minuten, die U-Bahn ist
15 Minuten unterwegs. Vom Hauptbahnhof nach - sagen wir - Kreuzstraße zahlst Du für 35 Kilometer 10€ und fährst eine knappe Stunde. Mit dem Auto 38 Minuten.
Aber natürlich nur zu den üblichen Zeiten, Sonntagnacht bitte Zelt und Schlafsack mitnehmen.
Volker
V
Volker Bartheld
Also MUSS er zum Ticket auch den Ausweis verlangen, tut das aber aus Faulheit oder Inkompetenz nicht. Beim Deutschlandticket, der Bahncard, Monats- /Jahreskarte oder einer im Internet gebuchten Reise mit der DB verhält es sich ganz genauso: Irgendeine App, Chipkarte oder QR-Code reichen zur Identifikation nicht.
Wenn der Kontrolleur rechtlich nicht befugt ist, einen Lichtbildausweis zur Identifikation zu fordern, dann stimmt mit dem generellen Konzept von personalisierten Beförderungstickets was nicht.
Ich gehe aber davon aus, dass in den AGB die Ausweispflicht erwähnt wird und dieser AGB hast Du mit Kauf des Tickets zugestimmt. Der so geschlossene Vertrag könnte nichtig sein (weil z. B. sittenwidrig), das scheint mir aber reichlich akademisch.
Volker
A
Arno Welzel
Axel Berger, 2025-11-07 13:26:
Um welche Stadt geht es?
Und heute kann man oft per Smartphone-App Tickets bekommen. Natürlich müsste man dafür eine Technik akzeptieren, die es erst seit ca. 18 Jahren gibt und damit vollkommen neu ist.
A
Arno Welzel
Alexander Schreiber, 2025-11-08 12:47:
[...]
Smartphones wurden vor rund 18 Jahren eingeführt. Geräte gibt es neu für unter 100 EUR. Dass diese Möglichkeit dann auch genutzt wird, ist jetzt nicht so überraschend.
Und "Überwachung" ist in diesem Fall ja nicht gegeben in dem Sinne, dass man tatsächlich von persönlich identifizierbaren Reisenden Strecken aufzeichnet. Es wird lediglich am Ende der Fahrt berechnet, welche Entfernung zurückgelegt wurde und das dann abgerechnet.
A
Arno Welzel
Axel Berger, 2025-11-08 11:49:
Ja - trotzdem wird nicht immer der Ausweis kontrolliert, weil die Kontrolleure wissen, dass die Chipkarte oder App-Daten nicht einfach kopierbar sind.
Die "Omi" braucht die selben 10 Minuten auch für ein Stück Papier. Aber bei bei alle Anderen geht es dafür *immer* schneller.
A
Arno Welzel
Hergen Lehmann, 2025-11-07 10:21:
Es gibt durchaus Fälle, wo auch Briefpost *nicht* ausreichend ist, weil Briefe nicht vor Einblick durch Dritte schützen. Dieser Einblick mag rechtlich verboten sein, aber wenn man sicherstellen muss, dass er rein physisch nicht gegeben ist, dann darf man auch keine Briefe verschicken.
Nein, weil sie technisch in der Handhabung umständlich sind und oft nicht gut funktionieren. S/MIME und PGP wurden nachträglich auf ein Medium aufgepflanzt, was E2E konzeptionell nicht vorgesehen hatte.
Ja, wenn man generell Software misstraut, dann darf man gar nichts benutzen. Denn die komplette Kette kann man nie kontrollieren - also GAR NICHT, NIEMALS.
J
Joerg Walther
Ich habe keine Ahnung, ob er dazu befugt ist, weil ich halt noch nie nach dem Ausweis gefragt wurde, was aber nichts heißt.
Ich habe kein Ticket *gekauft*, ich bekomme das als Teil meines Lohnes von meinem Arbeitgeber, und zwar das nackte Ticket, ohne Zusatzinfos. Unterschrieben habe ich in dem Kontext noch nie etwas, AGB habe ich auch nicht gesehen.
-jw-
A
Axel Berger
Bei mir Köln.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
formatting link
\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
H
Hergen Lehmann
Am 08.11.25 um 14:30 schrieb Axel Berger:
Ich weiß nicht wo du wohnst, aber hier ist es zu den Stoßzeiten in den Öffis kuschelig bis unangenehm voll und die Augen der Nachbarn zumindest näher als die des Kontrolleurs.
Der Ausweis würde auch eh nicht kontrolliert, also wozu rauskramen und vorzeigen?
Die Oma mit Smartphone war DEIN Beispiel. Wozu hast es gebracht, wenn es jetzt plötzlich doch irrelevant ist?
Das tut es, und zwar erheblich. Die Leute halten ihre Chipkarten (diese sind in der Stadt deutlich überwiegend, denn auch die lokalen Abos haben dieses Format) hoch und der Kontroletti tippt jedes mit seinem Lesegerät nur flüchtig im Vorbeigehen an. Genauer hinsehen tut er nur, wenn der Lesevorgang nicht sofort klappt.
Ein genaues Hinsehen mit manuellem Abgleich Name1 - Name2 sowie Foto - Gesicht würde den Vorgang sehr deutlich verlangsamen. Und auch das optische Lesen ist je nach Lichtverhältnissen und Knitterzustand des Zettels mit dem Barcode sehr deutlich langsamer als NFC.
Das ist durchaus kritisch, die Haltestellenabstände sind im Innenstadtbereich sehr kurz, und das Kontrollteam muss in nur 1-2min weitgehend durch den Zug durch sein, bevor der nächste Bahnhof Fluchtmöglichkeit schafft.
Meine Aussage war, die Chipkarte oder App lässt sich schneller kontrollieren als ein Ausdruck auf Papier.
Einzelne Leute, die den Vorgang durch Schusseligkeit oder absichtlich aufhalten, gibt es vollkommen unabhängig davon. Aber es sind halt nur einzelne, bei der breiten Masse beschleunigt NFC den Vorgang erheblich.
A
Alexander Schreiber
Überraschend nicht, schon weil einem mittlerweile jede Pommesbude ihre "tolle App" andrehen will. Und auch wenn das Alter der phone-zombies sich mittlerweile zwischen 8 und 88 Jahren bewegt, ist nicht jeder damit unterwegs.
Das wäre mal einen GDPR-Request wert ..
Man liest sich, Alex.
M
Marc Haber
Vermutlich haben die Apps, die zur Kontrolle verwendet werden, eine Zufallsfunktion für Stichproben.. Ich weiß jedenfalls schon welchen Ton die Smartphones der Zugbegleiter hier von sich geben damit ich direkt anfange nach dem Ausweis zu suchen.
Grüße Marc
V
Volker Bartheld
Genau. Das heißt nichts. Außerdem ging es darum, dass irgendeine Form des personalisierten eTickets als Smartphone-App den Nutzen hätte, sich zur Identifikation das Vorzeigen eines Ausweisdokuments sparen zu können. Ich hatte das bezweifelt. Mit der gleichen Argumentation kann Dir auch der Kontrolleur _glauben_, dass Du im Besitz eines gültigen Fahrausweises bist, einfach durch treuherzigen Augenaufschlag.
Tscha. Dann hat der Arbeitgeber wohl ein paar Dinge versäumt. Oder glaubst Du, der Besitz von 100g Kokain ist OK, wenn Dir der Verkäufer den Beutel wortlos zusteckt anstatt Dir die einschlägigen §§ aus dem BtMG vorzulesen?
Volker
A
Axel Berger
Eben. Genau der habe ich widersprochen und tue es noch.
-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069 X in | D-50829 Köln-Ossendorf
formatting link
\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --
Join the Discussion
Have something to add? Share your thoughts — no account required.
Didn't find your answer?
Ask the community — no account required
Report Content
You are reporting this content to the moderators. They will look at it
ASAP.