Blitzschutz für USB und RJ11 zum Laserdrucker

Nov 01, 2025 Last reply: 8 months ago 139 Replies

Bitte um Rat für diese Aufgabe.



Heuer im Frühjahr hat mir ein Blitzschlag meinen Lexmark CX431 Drucker zerstört.



Der Blitzschutz hat sich für den neuen Drucker schwieriger herausgestellt als ich dachte:



Der Drucker hat 3 Anschlüsse: 230V~ USB-B und RJ11 für das Fax. Eben das hat ihn gekillt und ich möchte dem neuen Drucker das gleiche Schicksal ersparen.



Da gibt es für die Fax-Leutung einen Püberpannungsschutz Eaton Mehrfachsteckdose/Blitzschutz - Protection Box 1 Tel@ DIN (1 Schuko Buchse, Telefon Schutz) - PB1TF beim Amazon aber die Anglegenheit ist weniger einfach als ich angenommen habe, denn ich habe 3 Netze im Haus mit 3 Schutzleitern a) Stromversorger ge/gn b) USV-Gerät mit etwas dubiosem Schutzleiter für die PC's c) 12V-100Ah Akku mit Sinuswandler 660 Watt für den längeren Stromausfall für die Funkgeräte. Das nur als Hintergrund.



Aber das EATON - Schutzgerät gibt es nur für RJ-Stecker, nicht jdoch für die USB-A Stecker des PCs, der auch mit dem Drucker verbunden ist UND für die Bildschrime und die Funkgeräte und sonstige Geräte auf USB-A.



Also NICHT zum LADEN - was die Sochmaschine gern vorschlägt sondern für schnelle Verbindung zum Drucken und Scannen des Lexmark Druckers.



Ich bitte um das FuP2 - Umleiteun wenn nötig,


MfG Glaser


Am 01.11.25 um 16:07 schrieb Franz Glaser:

Ist in der Kombination nicht einfach.

Für 230V und die Telefonleitung gibt es Schutzgeräte, sowohl Feinschutz für die Steckdose als auch Grobschutz für die Elektroverteilung. Einigermaßen zuverlässig ist nur die Kombination aus beidem.

USB ist ein riesiges Problem. Aufgrund der sehr kleinen Betriebsspannung ist es hier praktisch unmöglich, die Energie selbst eines indirekten Blitzeinschlags abzufangen, ohne das dabei der zulässigen Grenzwert (5V

+10%) immer noch massiv überschritten wird. USB-Geräte sollten stets nur via USB selbst, aus einem Akku oder aus der selben Steckdose wie der PC versorgt werden, um Potenzialunterschiede auszuschließen!

Es gibt galvanische Trennung für den USB-Anschluss, allerdings in bezahlbaren Preisregionen auf USB1.1 beschränkt. Das macht bei modernen Druckern (die praktisch immer im Grafikmodus angesteuert werden) keinen Spaß, reicht aber evtl. für deine Funkgeräte.

Ethernet oder WLAN anstelle von USB ist keine Option? Ersteres hätte von Haus aus eine galvanische Trennung per Übertrager und es gäbe auch wieder wirksame Schutzgeräte. Letzteres ist sowieso immun.

Schutzleiter (oder eine andere zuverlässige Erdung) ist bei solchen Überspannungschutzgeräten zwingend. Irgendwo hin muss die abgefangene Energie schließlich abgeleitet werden.

Tipp: Eaton verkauft auch hübsche kleine USVs, bei denen ein Blitzschutz für die 230V und die Telefonleitung gleich mit eingebaut ist.

So ein Gerät läuft hier seit 2018 und hat meinen Server mehrfach vor einem Mini-Stromausfall geschützt (Licht war ca. 1 Sekunde weg). Nach ein paar Jahren muss man den Akku tauschen, das geht aber ganz einfach. ACHTUNG: Diese Akkus müssen frisch sein (max. 3 Monate alt), sonst besteht Gefahr, dass sie Schaden nehmen.

-jw-

Ja, aber wozu? Einen Analogtelephonanschluß für Fax braucht keiner mehr, auch Franz Glaser nicht. Und statt LAN kann man, wenn der Spannungsschutz wichtig ist, auf WLAN gehen. Dann reicht ein ganz normaler Überspannungsschutz aus

Sicher? Oder einfach nur voll. Bei Bleiakkus mit Abschaltschwelle gibt es eine böse Falle. Wenn eine Zelle mit Abstand zuerst voll wird, wird sie überladen und heiß. Dabei sinkt die Ladespannung. Die Abschaltschwelle wird dann nie erreicht und der ganze Akku eingekocht.

Wie soll der Akku voll bleiben, wenn er nicht in einem laufenden USV steckt? Selbstendladung bei Bleiakkus ist ca. 3-5%/Monat. Man könnte ihn natürlich alle 3 Monate nachladen, das ginge wohl, aber wer macht das denn? Solche Akkus legt man sich nicht auf Vorrat hin. Wenn sie sich zu weit selbst entladen, bilden sich wohl Bleisulfat-Kristalle, und wenn sie gar nicht benutzt werden, korrodiert da auch was. Nicht umsonst garantierte der Lieferant, bei dem ich einen Ersatzakku bestellte, dass die Dinger frisch sind und ein Produktionsdatum stand auch drauf, das passte.

-jw-

Der Ladestrom ist ziemlich hoch. Ja, vermutlich reicht es, dafür zu sorgen, das der Akku bereits im konditionierten Zustand (am externen Ladegerät geladen) eingebaut wird.

Googele mal nach "Ladegerät". Alternativ reicht ein halbwegs gutes Labornetzgerät. Wichtig ist halt lange genug zu warten, bis die Zellen ausgeglichen sind.

Nun, wo Du so ausdrücklich darauf hinweist, scheinst Du länger gelagerte Akkus erlebt zu haben. Wenn die USV die kaputtkocht, müssen sie halt erst extern konditioniert werden.

"Axel Berger" schrieb am 01.11.2025 um 18:15:42:

Mein Epson WF-4725 ist per RJ-11-Leitung mit Fon2 meiner Fritzbox verbunden, um darüber zu faxen. Ich nutze das zwar selten, aber gelegentlich ist es schon mal ganz nützlich, einfach ein Dokument in den Einzug stecken zu können und es dann direkt per Fax zu versenden. Als Alternative könnte ich es auch einscannen und dann per Fritz!Fax verschicken, das ist aber umständlicher.

Mein Telefonanschluss ist natürlich nicht analog, aber die Fritzbox setzt das entsprechend um.

Einen Überspannungsschutz im Verteiler gibt es auch.

Gruß

Michael

Am 01.11.25 um 23:51 schrieb Michael Landenberger:

;-) Was _der_ wieder über mich weiß.

DANKE für diesen Hinweis, den werde ich weiter verfolgen. Ich habe ja auch so eine Fritzbox.

Ungewollte Werbung will ich eh nicht faxen.

GL

Am 01.11.25 um 17:25 schrieb Hergen Lehmann:

Danke für die ausführliche antwort.

Ich habe ja Schneider-USVs aber der Drucker ist für die 700 VA- USV's zu schwer. Deswegen die vielfachen „Stromkreise”.

Diesen Lexmark habe ich ausgesucht, weil er auch Fax kann. Wir haben in AT immer noch Behördenkram mit Fax und Fax ist nicht gehackt.

GL

Am 01.11.25 um 23:51 schrieb Michael Landenberger:

Und nicht gerichtsfest, falls dein Epson einen Sendebericht kann.

Aber zugegeben, die letzten Jahre, habe ich das auch nicht mehr gebraucht.

Das und der Provider muss mitspielen (T.38), sonst bekommst du kein Fax über VoIP gescheit durch, weil die Audiokompression ständig für Fehler sorgt. Es gibt da wohl immer mal wieder welche, die das nicht können.

Die kritische Überspannung bei Blitzeinschlag kommt in den seltensten Fällen direkt über das Stromnetz. Das passiert eher mal bei missglückten Schaltvorgängen. Riskanter ist da schon ein vermaschter Potentialausgleich. Das bildet zuweilen riesige "Antennen" mit entsprechenden Induktionsströmen. Vor allem, wenn sich diese Schleifen bis in andere Gebäude ziehen (z.B. TV-Kabel). Da kann es z.B. hilfreich sein, mal UTP-Kabel zum Router zu nehmen.

Marcel

9600 bps Fax über g.711 geht problemlos, wenn die Leitung nicht mit anderen Dingen ausgelastet ist. T.38 ist ein Relikt aus vergangenen Tagen oder bei Dauerfaxern. Und letzteres stirbt aus.

Grüße Marc

Fax ist genauso IP wie Telefonie auch.

Du wirst Deine Eingaben wohl wirklich hinbringen müssen.

--

---------------------------------------------------------------------------- Marc Haber | " Questions are the | Mailadresse im Header Rhein-Neckar, DE | Beginning of Wisdom " | Nordisch by Nature | Lt. Worf, TNG "Rightful Heir" | Fon: *49 6224 1600402

Am 01.11.25 um 17:25 schrieb Hergen Lehmann:

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Das habe ich gefunden, allerdings sehr teuer. € 342,76 Und ich bin nicht sicher, ob das der Drucker überhaupt verträgt, der hat schon mit dem 6m - Kabel USB A-B gemault.

Mein Lenovo-PC hat 2 verschieden schnelle USB-Buchsen. Die schnellen 2 sind vorn und die langsamen hinten für Maus und kbd. Vorn steckt bereits eine Luks-SSD mit dem ganzen Betriebssystem und allen Daten.

GL

Die Frage ist, ob es da nicht billiger ist, einen weiteren Blitzschlag zu riskieren. Sehr wahrscheinlich sind die ja nicht.

/ralph

Den ersten Drucker hat die Versicherung gezahlt, ca. 570 €. Einen zweiten wird sie nicht mehr zahlen. Die Analyse ist damals "Fax-Kabel" gewesen und das Glück war, dass die

40-jahre alte, analoge Telefonanlage keinen Schaden gehabt hat. Der PC, der am USB-A Kabel hängt auch nicht (Lenovo Think Station mit 80 CPU's).

Hier im Mühlviertel nahe der tschechischen Grenze sind indirekte Blitzschläge immer noch sehr wahrscheinlich. Meine Antennen über dem Dach (OE5FGL) sind zusätzliche Blitzfänger, auch wenn ich die Koaxstecker ausgesteckt habe ist immer noch der Antennenrotor auf dem Dachboden ein Fluch für den Blitz.

GL

Am 02.11.25 um 10:46 schrieb Franz Glaser:

6m sind auch bereits jenseits der Spezifikation.

Vergiss USB, kauf einen Drucker mit Ethernet oder WLAN. Das kostet heutzutage nur noch minimal mehr und du bist den ganzen Ärger los, sowohl was Kabellängen angeht, als auch den Überspannungsschutz.

Die Versicherungen wissen im Normalfall echte Blitzschläge von fingierten gut zu unterscheiden (u.a. weil sie mit Blitzortung wissen wo es wann Einschläge gegeben hat), Ich seh nicht, warum die nicht 2x hintereinander zahlen sollten, vor allem: Der wievielte Blitzschlag war das, seitdem du dort wohnst? Wenn das alle 50 Jahre mal auftritt, so what?

/ralph

Dauert bei "fein" halt ewig. Und die automatische Erkennung ist auch nicht immer so schlau, auf 9600 runter zu schalten. Dann bricht es mit Sendefehler ab. Ich hatte jedenfalls massiv Probleme, bevor ich T.38 im Router aktiviert hatte.

Es funktioniert, und zwar sehr zuverlässig.

Marcel

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