-20°C

Apr 10, 2023 Last reply: 2 years ago 788 Replies

Damit sollte P2Kohlenwasserstoff zumindest schon mal gute Voraussetzungen haben. Denn um Kohlenwasserstoffe zu produzieren, braucht man elektrische Energie (die ist im genannten Fall ohnehin im Übermaß vorhanden), Kohlenstoff (kann man aus dem CO2 der Luft gewinnen und damit auch verkaufbare CO2-Zertifikate produzieren) und Wasserstoff, der naheliegenderweise per Elektrolyse aus Wasser gewonnen wird. Auch die Kohlenwasserstoffe sollten verkäuflich oder für den Eigennutz (z.B. als regeneratives Heizöl) verwendbar sein.

Oder wenn es gut organisiert wäre. Hat man "zu viel" Sonnenstrom, müssen eben andere Einspeiser abgeschaltet werden. Insbesondere die, die zur Stromproduktion Brennstoffe verheizen. Dann sind die Leitungen wieder frei und Solarstrom kann fließen.

Offensichtlich bist Du nicht über An- und Abfahr-Bedingungen größerer Anlagen informiert.

Grüße, H.

Größere will er ja nicht und die Koordination sehr vieler kleiner plus Transienten und Blindstrom sind nachgeordnete Details, die er kleineren Geistern überläßt.

Das ist ja schon ewig der grün-linke Traum: Die großen Stromerzeuger in die Tonne treten, und von Tausenden von Zwergen abhängig werden. Dieser Übergang läuft ja gerade an

formatting link
"21.09.2021 Antwort von Annalena Baerbock: ... Dabei hat die Netzsicherheit generell höchste Priorität. Wir benötigen ein kluges System, dass einerseits die Versorgungssicherheit im Blick hat und andererseits die attraktive Nutzung der E-Mobilität. Dafür benötigen wir ein Zusammenspiel aus Netzausbau, Netzverstärkung, intelligenter Steuerung und flexiblen attraktiven Tarifen zum Laden der E-Autos."

Sie sagt: "Wir benötigen". Zu "Wir haben" ist es noch ein weiter Weg.

Grüße, H.

Am 14.06.2023 um 17:24 schrieb Heinz Schmitz:

Was sie meint, sind... Französische Kernkraftwerke.

Hoffen wir, daß der Macron sie tatsächlich rechtzeitig fertig kriegt.

Lustig, dass Du das erwähnst. Gibt auch örtliche Methanproduzenten (halt Fermenter von Agrarabfall). Nur sind die beschränkt in der zugelassenen Produktionsleistung und alles, was über die vor Jahren (bei Erstzulassung der Anlage) erlaubte Methanproduktion hinausgeht muss abgefackelt werden. Nicht, dass es noch die Gaspreise versaut ... und so leuchtete und rauschte auch zu "Gas ist gerade sehr knapp und teuer" Zeiten gar fröhlich die Fackel, damit alles seine Ordnung hat.

Willst Du den armen Grossenergieversorgern die Profite kürzen, Du böser Kommunist? Die nötigen Gesetzesanpassungen kannst Du Dir als Privatperson eh nicht leisten ... [0]

Man liest sich, Alex. [0] Merke: Ein ehrlicher Politiker ist einer, der, nachdem er gekauft wurde, auch gekauft bleibt. PS: Dieses Posting enthält Sarkasmus.

Aus "benötigen" läßt sich nicht schließen, daß nichts vom Benötigten vorhanden ist. Es wird so sein, daß 85% bis 95% davon (quasi) bereits vorhanden ist.

Aus dem Text läßt sich nicht schließen, daß sie die Großen eliminiert sehen will. Es läuft da garantiert kein Übergang.

Versorgungssicherheit kann es hier _nur_ mit großen Konzernen geben!

Grüne sind erfahrungsgemäß so gepolt, dass sie schon "wir haben" sagen, wenn noch überhaupt nix vorhanden ist.

Das ist richtig. Die aus der linken Ecke kommenden Grünen sind aber seit ihrer Gründung dran, die "Großen" und die "Reichen" zu knacken. Angefangen mit dem Geschrei, man müsse die Kraftwerke durch Tausende kleiner Block-Heizkraftwerke ersetzen.

Natürlich wissen sie noch nicht, wohin. Aber um das Vorhandene zu schrotten genügt das doch :-).

Die Energie-Erzeugung soll sich, nach dem schon Begonnenen, immer mehr auf kleine Einheiten verschieben: "PV auf jedes Dach", Tausende Windräder. Große Einheiten sind nur noch als Backup für Dunkelflauten (und natürlich nachts) da. Die dürfen dann auch Gas verbrennen :-).

Grüße, H.

[...]

Die _Erzeugung_, ja, die kann und soll sich auf kleinere Erzeuger aufspalten (Erneuerbare). Jedoch das Netz mit all den Trassen muß von Großen verwaltet und erweitert werden. Es muß ja alles ins Netz. Bei mir zum Beispiel hat EON das Netz. RWE ist auch zu nennen.

Braucht zu viel Zeit. Damit kann man regenerative Energien schlecht nutzen. Sie verlangen nach flinkeren Anlagen.

wenn sie auch für die Nutzung regenerativer Energien schnell genug reagieren können und ihre "Ab"wärme zum maximal Nutzen bringen, dann spricht nichts gegen Großtechnik. Ihre Betreiber ja sicher besonders fähige Leute. Soll man sie halt mal machen lassen...

Kleingeister hängen eher ALTEN Rezepten nach. Also Atomkraft, möglichst große Kohlekraftwerke... Die wollen Technik mit richtig Wumms. Da muss man möglichst landesweit merken, wenn so ein Ding mal kaputt geht.

gemeint wird eher die viele Abwärme sein. Wirft man sie weg, muss sie andernorts NOCHMAL erzeugt werden. Besonders intelligent ist so eine Lösung nicht. Insbesondere dann nicht, wenn damit auch Umweltprobleme wie z.B. Klimawndel angehäuft werden.

Also Bürgern. Die sind aus der Sicht der Großen nämlich die Zwerge. Die Großen wollen VON SICH abhängig machen und nicht vom lästigen Volk abhängig sein.

Sollte

bei dir mal eine lebensbedrohliche Herzoperation anstehen, wirst du vermutlich den Bäcker um die Ecke oder einen Frisör fragen, was am Besten zu tun ist. Wäre ja noch schöner, wenn man Fachleute befragen würde. Am Ende wissen die zum Thema noch mehr als man selbst.

Außenministerin. Fachfrau für Außenpolitik. Hat Politikwissenschaft an der Uni Hamburg studiert. Sie hat NICHT Elektrotechnik oder ein anderes Ingenieurfach studiert.

Die Frau ist eben Politikerin.

Dafür sind Fachleute gefragt. Soll's ja geben. Trotz Fachkräftemangel.

Am 14.06.2023 um 18:31 schrieb Helmut Schellong:

Ist das ein Naturgesetz? Wenn wirklich keine Alternative gäbe, müsste es ja eines sein.

Lustig, wie du deine Kompetenz vermitteln willst.

Es lebe die Vielfalt! Sag' ich doch sowieso die ganze Zeit. Ist vielen leider etwas zu komplex.

Wenn alte Vereinbarungen Fehler haben, dann müssen sie eben korrigiert werden. Ich sehe da kein grundlegendes Problem.

Nachdem du dich darüber aufregst, solltest du doch auch gleich einen guten Grund haben, selbst aktiv zu werden und den Missstand zu beheben.

In sonnenreichen Gegenden schon 21%.

Ich möchte ganz einfach meinen Beitrag zum guten Überleben der Menschheit beisteuern. Du nicht?

Aber ich kann posten und zum Nachdenken anregen. Fällt mein Zeug auf fruchtbaren Boden (also wohlgesonnene und aktive Leser), dann kann was draus werden. Fällt das geistige Samenkorn auf Fels, dann vertrocknet und verbrennt es.

Am 15.06.23 um 17:23 schrieb Christoph Müller:

Was passiert, wenn Backsteine irgendwohin fallen?

Hanno

Ja. Allerdings bedeutet es nicht zwingend große Kraftwerke, ein großes Netz reicht. Pannen passieren immer und überall, nur ein Verbundsystem kann lokale Ausfälle ausgleichen. Im Mittelalter waren viele Hungersnöte regional aber es fehlten die Vorratslager und Verkehrswege. Unwetter und Ernteausfall über fast ein ganzes Bundesland gibt es auch heute noch, es merkt nur kaum noch jemand.

In gewisser Weise - ja.

Das ist alternativ an Öl-Konzernen erkennbar. Bohrplattformen und die größten Schiffe der Welt (~500000 BRZ) gibt es nur dort.

Tja ... bei _neuen_ Anlagen ist das wohl mittlerweile kein Problem, aber Altanlagen seien wohl auf die Ursprungswerte "festgenagelt", so jedenfalls der Amtsschimmel.

Habe ich. Ich lebe seit etlichen Jahren nicht mehr in Deutschland ;-)

Man liest sich, Alex.

Am Anfang hat es halt gereicht, zwei Indiumpillen an einen Germaniumkristall zu löten. Händisch. Und bei Germanium waren die Reinheitsanforderungen um mehrere Grössenordnungen geringer als bei Silizium. Silizium erfordert fortgeschrittene Kristallzucht und Zonenschmelzen. Erst später kamen die mehrfachdiffundierten Planartransistoren und die Oxidmaske. Das wurde, wie du sagtest, kontinuierlich kniffliger. Kein Ende in Sicht.

Sehe ich mittlerweile auch so. Vorallem musste man schmerzlich lernen, dass es von Wissen bis Können ziemlich bergauf geht. Daher nützt Industriespionage da auch wenig.

Die ganze Halbleitertechnik wurde vorallem durch interdisziplinäre Wissen- schaftler und Ingenieure vorwärts gebracht. Und nicht durch hyperspezialisierte Fachspezialisten wie "Quantenmechaniker", wie gern von Physikern kolportiert. Diese Leute gibt es durchaus noch, aber da sie eher nicht einen Arbeitsplatz in der ersten Welt finden, machen die was anderes.

es ist von großen KONZERNEN die Rede.

Groß in welcher Hinsicht? Leitungslänge? Anzahl Abzweige? Anzahl Trafos ...?

Dafür braucht es aber doch nicht unbedingt große Konzerne. Das kriegen auch Stadtwerke hin.

Es geht um gute Vernetzung. Nicht um große Konzerne. Große Konzerne neigen eher zur Ausbeutung ganzer Landstriche. Grundwasser wird abgepumpt und die dort lebende Bevölkerung darf sehen, wie sie damit zurecht kommt. Unfall mit einer Ölpipeline und ganze Landstriche sind verseucht. Ohne Druck von außen wird die Geschädigten NICHT geholfen, weil das die Gewinne drücken würde...

Die Großen verwalten IHR Netz also aus Gutmütigkeit, sozusagen als unsere Energie-Pfleger? Vielleicht. Es kann aber auch sein, dass das ganze Konzept nicht realisierbar ist.

Grüße, H.

Dann müsste die Versorgungssicherheit mit der Größe der Schiffe korrelieren. Ist das so? Ich habe meine Zweifel.

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required