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Apr 10, 2023 Last reply: 2 years ago 788 Replies

Du bist ein Witzbold: Einspeisende PV speist ein, was nicht selbst verbraucht wird. Wer den eigenen Stromverbrauch mit einem "Balkonkraftwerk" kompensieren will, hat kaum eigenen Stromverbrauch :-). Und die Amortisation möchte ich mal sehen. Da wird der Nicht-Reiche zum Armen.

Grüße, H.

Naja seit 1972 bis jetzt haben wir die Kosten voll mitgetragen. Und die 40 Cent kommen doch wegen der Politiker mit ihrer merit order wo der Preis an der Börse vom teuersten Produzenten für alle billigeren Produzenten übernommen werden muß. Schmarotzen tun hier die Finanzgruppen und der Staat mit den Steuern. Übrigens di PV Anlage kostet auch ganz schön.

Am 17.06.2023 um 22:23 schrieb Sieghard Schicktanz:

Sowas gibt's. Stichwort PVT anstatt nur PV.

Ansichtssache. Die PV-Zellen werden GEKÜHLT, wenn deren Wärme genutzt wird. Das steigert auch die Stromausbeute.

Beim Großkonzern entscheiden WENIGE Menschen über Wohl und Wehe. Entscheiden diese Wenigen richtig, geht's dem Konzern gut. Baut einer mal Mist, kann das dem Konzern die Existenz kosten.

Dezentral müssen schon wirklich SEHR viele Leute ähnlichen Mist bauen, um ähnlich katastrophale Effekte zu erzielen. Das ist aber eher unwahrscheinlich.

Ja. Und genau diesen Firmen wird ständig ihre Untätigkeit in Sachen Umweltschutz vorgehalten. Es gib regelmäßig Proteste gegen sie.

PanAm ging Pleite und andere Großkonzerne auch. Enron, Comroad, Kmart, Philipp Holzmann, Lehman, Banco Medici, Niederländische Ostindien-Kompanie, Ohio Life Insurance Company, Overend, Gerney and Co., ...

Großkonzerne sind träge Kolosse. I.d.R. sind sie auch nicht innovativ, weil Innovation immer mit Risiko zu tun hat. Anstatt Innovationen selbst voran zu treiben, beobachten sie die Märkte. Taucht ein innovatives Unternehmen auf, das gut zum Portfolio des eigenen Konzerns passt, dann wird es üblicherweise gekauft. So bleiben sie trotz fehlender eigener Innovationen immer an der innovativen Spitze, sofern die Konzernlenker ein gutes Gespür für die Dinge haben.

Dass es auch anders passieren kann, ist dir vielleicht auch noch im Gedächtnis. Bayer hat Monsanto gekauft und hat seitdem echte Probleme. Denn Monsanto hat keinen guten Ruf. Eher einen menschenverachtenden, der speziell in Indien viele Bauern in den Selbstmord getrieben hat.

Wenn solche Insolvenz anmelden sollten, kann das weltweite Wirtschaftsgeschehen erschüttert werden. Die Lehman-Pleite hatte ziemlich weitreichende Konsequenzen.

Man kann projektbezogene Dachorganisationen gründen. Diese sind dann ganz ähnlich anzusprechen wie die Konzernführungen.

Für Putin ist sowas eher Kleinkram. Wie wir inzwischen wissen, hält er Krieg für wesentlich wichtige.

Was soll uns das sagen?

Am 18.06.23 um 08:28 schrieb Heinz Schmitz:

Miß doch mal die "Grundlast" deines Verbrauchs. Läppert sich.

Entsprechende Rechnungen findest du auch in Publikationen deines Niveaus, z.B. der Springerpresse.

Hanno

Das sind theoretische Betrachtungen. In der Realität hat z.B. BP die Katastrophe im mexikanischen Golf überstanden. BP hat die Milliardenstrafe bezahlt und extra Rücklagen von annähernd 40 Mrd. gebildet.

Zu der Katastrophe kam es aus meiner Sicht überhaupt nur wegen ungeheurer Arroganz und Ignoranz. So ähnlich wie bei Tschernobil. Folglich massivste menschliche Fehler - kein Versagen der Technik.

Ich habe bisher das Gegenteil gelesen. Daß z.B. Shell sehr auf die neue Energiewelt reagiert hat. Frühzeitig - schon vor Jahrzehnten.

Ich meine diejenige Sparte, die ich oben aufführte. Nicht einfach /alle Firmen auf der Welt/.

Natürlich kenne ich diesen Vorgang. Ich hatte daraufhin den Kopf geschüttelt. Nach meiner Meinung hat der Bayer-CEO den Kauf zur Erzielung gesteigerter eigener persönlicher Geltung vorgenommen, also quasi private Gründe.

Aber Bayer ist ja nicht pleite, deswegen.

Irrelevant - solche Finanz-Sparten meine ich nicht.

Das geht prinzipiell, aber dennoch sind das theoretische Überlegungen, die nie in die Realität gebracht werden. Ich meine damit, tausende voneinander unabhängige kleine Firmen unter solch ein Dach zu ziehen.

Am BER sieht man, zu was solch ein Konstrukt führt.

Schiere Größe ist oft wichtig!

Das ist trivial. Allerdings hilft das bei einem "Balkonkraftwerk" nicht. Um zu helfen, müßte das Balkonkraftwerk in Dein Hausnetz einspeisen dürfen, und dem stehen meines Erachtens das Fehlen einer Genehmigung des Netzbetreibers und der fehlende Eintrag ins Marktstammdaten-Register entgegen.

Ja, im Web wird enorm viel geschrieben. Das Lesen dieses ganzen Mistes verbraucht enorm viel Zeit. Deine Postings auch. BTDT.

Grüße, H.

Am 19.06.23 um 14:03 schrieb Heinz Schmitz:

Dein Erachten ist allerdings genausowenig sinnstiftend wie der Glaube von T.H.

Das Dings wird an dein Hausnetz angeschlossen - wo sonst wollte es denn einspeisen?

Hanno

Es geht um MENSCHLICHES Versagen und den Folgen zu großer Machtkonzentration in zu wenigen Händen! Es geht NICHT um technisches Versagen.

Große Firmen sind träge. Sie haben sich erst nach massiven Protesten in der Bevölkerung bewegt, als sie mit größeren Umsatzeinbußen rechnen mussten.

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Großunternehmen agieren gerne wie Banken. Frag' mal Leute in den Führungsetagen, ob z.B. Siemens mehr Bank ist oder ein Technik-Unternehmen...

Was ich mitbekommen habe, hat die Politik ständig in das Geschehen rein gespuckt. "Hey, wenn ihr grade dabei seid ... da könnte man doch Dies oder Jenes auch noch mit einbauen..." Da fehlt's einfach an der Disziplin seitens der Politik. Denn mit solchen Nachforderungen ändert sich Vieles. Der Kostenrahmen wird gesprengt. Die Zeitpläne werden durcheinander gewirbelt. Weil es ja immer nur um "Kleinigkeiten" geht, muss man ja nicht gleich die Gesamtplanung bemühen... Mit hinreichend vielen Kleinigkeiten wird's dann aber halt doch nötig, was aber niemandem auffällt, weil's ja nur um "Kleinigkeiten" geht...

Mercedes hatte auch mal so ein Managementproblem in der Luxusklasse. Man hat einfach rein gebaut, was man irgendwie unterbringen konnte. Erst, als die Serienproduktion startete, viel auf, dass kaum noch Zuladung möglich ist. 4 Personen und damit war Schluss, weil dann das Fahrzeug überladen war. Da musste der Kofferraum halt leer bleiben.

Nicht zwangsläufig. Wäre es so, hätte die Natur wesentlich mehr Riesenorganismen geschaffen.

Sieghard Schicktanz schrieb:

Sollte es geben. Da war schon vor Jahrzehnten ein Hype. Die Diskussion war damals, wie man was mit was kombinieren könnte. Wird ja auch heute diskutiert. Ob zum Beispiel die Solarmodule aufs Dach kommen oder die Kollektoren selber das Dach bilden. Damals war der PV- Dachziegel in Diskussion und eben auch kombinierte PV-Solarwärmemodule. Am EIR wurden u.a. solarbeheizte Heutrockner erforscht...

Helmut Schellong schrieb:

Das sind internationale Konsortien mit einem Briefkasten in Zug.

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Also im Wesentlichen Gazprom plus eon, Wintershall und Konsorten. Ob dieser Briefkasten nun in der Schweiz oder in Luxemburg oder auf einer Kanalinsel steht, ist da wenig relevant.

Alle diese Firmen haben Alibiübungen gestartet. BP-Solar und dergleichen.

Shell reagiert nicht auf selbst verursachte Umweltkatastrophen:

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Lidl macht ja jetzt total auf Öko. Und verteilt Shell-Tankrabatt.

Heinz Schmitz schrieb:

Da schreibt der richtige.

Am 19.06.2023 um 13:07 schrieb Hanno Foest:

Kann er doch nicht, denn wir wissen ja daß er zu geizig war sich ein Energiemeter setzen zu lassen der den Wechselrichter steuert.

Und plausible Abschätzungen, wie die Auswirkung der Deckelung auf 70% der Peakleistung (die es übrigens für Bestandsanlagen bis 7kWp nicht mehr gibt), interessieren ihn nicht, damit die Stammtischparolen lauter gebrüllt werden können.

Ach ja: Grundlast über Nacht sind etwa 200W hier im Haus, tagsüber etwas höher. Man sieht jede Birne die man an oder abschaltet, das Energiemeter pustet einen Datensatz pro Sekunde heraus.

Bernd

Hallo Rolf,

Du schriebst am Mon, 19 Jun 2023 19:56:57 +0200:

Das Problem ist da der Heizungsanschluß, der ja gewisse Temperaturwerte impliziert. Die andere Seite, die PV-Zellen, hätten es halt gerne möglichst kühl, was dann die Heizwirkung etwas beschränkt.

In-Dach-Kollektoren, ja. Die sind halt u.U. auch ein Wartungsproblem.

Die Dachziegel litten (leiden?) halt unter dem prinzipiellen Problem der vielen notwendigen externen Kontaktierungen. PV-Solarwärmemodule wären mit speziellen Hochtemperaturzellen sicher gut machbar. Vielleicht kommen die mit den "kurz vor Einführung" stehenden Perovskit-Zellen? Die sollten (AFAIK) höhere Temperaturen verkraften.

Das ist aberwas ganz anderes. Es wurden auch schon solarbeheizte Kochstellen "erforscht", und vieles mehr.

Und wenn die Hausfrau die Sicherung rausnimmt, um eine Lampe zu wechseln, ist sie überrascht, dass immer noch 230 Volt anstehen?

Grüße, H.

*seufz* Selbst der Dreisatz paßt nicht ins Schmitzsche Narrativ der Ökoverschwörung.

Da empfiehlt sich ein Blick auf den Stromzähler im Keller.

600Wp sind in Deutschland genehmigungs- und abnahmefrei, bei den größeren Modulen mit 800Wp: Was der Energieversorger nicht weiß, macht ihn nicht heiß.

Der Einstieg beginnt mit ~660€ [1], vielleicht noch eine Wieland-Einspeisesteckdose für 40€ [2] für bessere Abdichtung falls Witterungseinfluß möglich. Damit ist ein Standbyverbrauch/eine Grundlast von 400W tagsüber abgedeckt.

Ein bisserl muß man auf die Phasen aufpassen, d. h. bei Einspeisung in L1 kannst natürlich auch nur die Geräte auf L1 bedienen. Dreiphasige Wechselrichter lohnen bei dem Pipifax nicht. Geheimtip: Ggfs. zweites Modul an die andere(n) Phase(n) hängen, falls der Standbyverbrauch größer ist und sich aufteilt.

Keine Sorge wegen der negativen Amazon-Rezensionen mit dem offenen WIFI nebst hart kodiertem Paßwort. Die Deppen haben höchstwahrscheinlich die BDA für den Deye SUN600/800/1000G3-US-220/EU-230 [3] nicht sinnentnehmend gelesen, denn da steht klar, daß man den Access Point auch verstecken, das Verschlüsselungsprotokoll und Paßwort ändern kann. Die schwule Solarman-App brauchts nicht, um Leistungsdaten abzurufen: Das Dingens hat auch eine Weboberfläche.

Bleibt noch die Sache mit der Montage. Reicht mit hoher Wahrscheinlichkeit die simple Schwenkhalterung [4] für 90€.

Oder doch komplett vertikal montieren, z. B. an der Hauswand, das hat im Winter Vorteile. Dann würde man eher 18° statt 35° aufständern, insbesondere, wenn man den Mehrertrag im Sommer mangels Einspeisevergütung eh wegschmeißen würde/müßte, weil er über der Grundlast liegt. Mehr unter [5] und [6].

Sind wir also bei 800€ zzgl. Eigenleistung - und hier bei de.sci.electronics basteln wir doch gerne und labern nicht nur destruktiv rum. Oder? Tun wir doch?

Kalkulieren wir also vorsichtig mit einem Strompreis von 30ct/kWh, einer Grundlast von 200W und 8 Ertragsstunden täglich. Dann landest Du bei einer Zeit bis zur Amortisierung von ca. 4.5 Jahren.

Noch Fragen? Antworten hier: [7].

Jup. Die 800€ schneiden echt tief ins Fleisch, wenn man sich das Monatsbrutto eines Mindestlöhners von rund 2k€ ansieht und davon noch etwaige Förderungsbeträge abzieht [8]. Klar wird der Nicht-Reiche Arme vermutlich eher in MeckPom wohnen (max 500€/Haushalt) als in München (240€ für 600Wp), aber dort gibts ohnehin mehr Kohle als im Millionendorf. Brandenburger und Thüringer sind halt - wie üblich - gekniffen und dürfen weiter AfD protestwählen.

Die ist z. Zt. wohl voll mit Anti-Öko-Propaganda und geifert über den harten Verbrenner-/Ölheizungs-Exit von Rot-Grün.

Volker

[1]
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*LOL* Herr, schmeiß Hirn vom Himmel. Dann hol Dir halt die Genehmigung des Netzbetreibers ein und nimm den Eintrag im Marktstammdatenregister vor [1]. Wo ist das Problem? Dauert 5 Minuten via [2] und ist kostenlos.

Ja, der Netzbetreiber möchte möglicherweise den Ferraris-Zähler durch einen Zweirichtungszähler ersetzen, falls er spießig ist. Denn sonst würdest Du Dir quasi eine Einspeisevergütung erschleichen, falls der Ertrag Deiner Mini-PV-Anlage über der (Grund)Last liegt. Das Damoklesschwert von tausenden Euro an Regreßforderungen schwebt über uns.

Der Zählertausch könnte kosten, tut er in der Regel aber nicht [3]. Am besten mal anrufen, "asking for a friend".

Das wohl. Aber bis zum Greifen der versprochenen Vereinfachung [4] dennoch Anmeldung beim Netzbetreiber, Registrierung im Marktstammdatenregister und möglicher Zählertausch. Auch ohne Inanspruchnahme der Einspeisevergütung und auch unterhalb einer etwaigen Bagatellgrenze von 600/800Wp.

So ist das halt in Deutschland.

Volker

[1]
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Am 20.06.23 um 08:53 schrieb Volker Bartheld:

Deswegen dachte ich ja, daß der Heinz die Springer-Presse am ehesten goutieren würde :) Die Computer-Bild hatte dennoch einigermaßen sachliche Informationen über Balkonkraftwerke.

Hanno

Am 20.06.23 um 06:51 schrieb Heinz Schmitz:

Wir wissen jetzt alle, daß du so viel Ahnung von Balkonkraftwerken hast wie ne Kuh vom Klavierspielen, aber dennoch den Kopp nicht zu bekommst. Würdest du jetzt bitte gehen und dich informieren? Danke.

Hanno

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