Sehr OT: Semmelnknoedeln

Nov 13, 2019 Last reply: 6 years ago 217 Replies

Leute, vielen Dank fuer Eure vielen Tipps. Gestern abend haben wir die Essprobe gemacht und der Semmelknoedel schmeckte besser als alles, was wir je aus Fertigpackungen gekocht haben.

Der erste Knoedel zerfiel sofort und zu meinem Erstaunen war der einfach zu weich. Ich habe auf Anraten meiner Frau alles wieder in die Schuessel gegeben, ordentlich Paniermahl hinzugeschuettet, geknetet und neue trockenere Knoedel geformt. Der "Teig" hatte etwa die Konsistenz von Fugenmoertel. Alle einzeln und langsam mit dem Loeffel in den Topf gehievt, keiner zerfiel, es brach nichtmal was ab. Keine "Topfkometen" zu sehen. Nach 15-20min schwammen sie einer nach dem anderen zur Oberflaeche.

Wir haben als Brot San Francisco Sourdough benutzt, was aber nicht viel mit deutschem Sauerteigbrot gemeinsam hat. Eher wie ein edles Weissbrot. Lesson learned: Das Kleinschneiden von bereits trockenem Brot ist Mist, muehsam, Brotteile und Kruemel spritzen ueberall hin, erhebliche Sauerei in der Kueche. Also naechstes Mal vor dem Trocken in Wuerfel schneiden. Vielleicht geht das auch mir der Kuechenmaschine. Unsere hat ein schnell rotierendes Doppel-Messer, eine Art scharfen Propeller.

Ob Semmelnknoedeln auch mit einfachem, ungetoastetem und hartgewordenem Toastbrot so gut schmecken, kaeme auf ein Experiment an.

Jetzt gilt es noch, den Leberkaese zu verbessern. Mit Leber drin schmeckt er nicht so gut und wurde mir ja auch mehrfach gesagt, dass die nicht hineingehoert, egal was das Rezept sagt. Oregano war auch nicht so gut, es muss wohl wirklich Majoran sein. Mal sehen, ob die Kuechenmaschine nach Schmierung der Motorlager besser durchhaelt. Irgendwann muss ich einen Thermoschutz fuer den Motor einbauen, sieht so aus, als haette der keinen.

Joerg snipped-for-privacy@analogconsultants.com schrieb:

Glückwunsch! Kaum macht man's richtig, schon geht's!

vielleicht einen Versuch wert:

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Herzliche Grüße Heiner

Am 21.11.2019 um 16:30 schrieb Joerg:

Das scheint völlig üblich zu sein. Ich kenne Ferienarbeiter die anschließend keinen Schmelzkäse mehr gegessen bzw. keinen (deutschen) Wein mehr getrunken haben. Keine derartige Allergie wurde bei Joghurt und Elektronik gefunden. Stand allerdings <1970.

DoDi

Am 21.11.19 um 18:39 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Jo, damals wurden die Zutaten für Fruchtjoghurt auch noch nicht durch halb Europa gekarrt, um den Preis zu rechtfertigen.

Am 21.11.2019 um 20:24 schrieb Hartmut Kraus:

Ah, die große Joghurtverschwörung...

Danke, so aehnlich ist unseres. Nur mit ein wenig Leber, die wir nun weglassen werden. Etwas Bacon ist auch drin, diese Geschmacksrichtung wird wichtig, wenn man lange in Amerika lebt.

Die feine Struktur erreicht man aber nicht mit kurzen Maschinenlaufzeiten. Bei unserer rotiert das Messer mit 3600rpm und einem halben Kilowatt dahinter, trotzdem dauert es und der Motor wird heiss. Muss man also staendig Pause machen.

Bei Elektronik auch, z.B. bei Radio- und Fernsehtechnikern, die frueher Fernseher der Marke Kuba reparieren mussten. Oder auf unserer Teichseite Muntz.

Oder hier "Fernseh-Fröhlich", aber mit allen Marken. ;)

"Bei deinem Fernseher fehlt die blaue Farbe? Da brauchst du eine neue Antennenanlage mit doppelt abgeschrimtem Kabel." Das hätte er nur nicht in meiner Gegenwart sagen dürfen. Seit ich den Kunden aufgeklärt habe, ist der alte Herr nicht mehr besonders gut auf mich zu sprechen. ;)

Hab' dem einmal ein gebrauchtes Gerät aubgekauft - exakt nach Ablauf seiner 3-Monats-Garantie hat's seine Macken gezeigt. Da hatte einer darart stümperhaft drin 'rumgelötet - hoffe für den "alten Hasen", das war er nicht selber. ;)

Am 21.11.19 um 21:42 schrieb Hartmut Kraus:

Dann ihm mal einen gebrauchten Oskar abgekauft - "Hand aufs Herz, Herr Fröhlich - was ist mit dem Ding?" "Schon gut, wenn er nicht funktioniert, kriegen Sie ihren Zehner wieder."

Dann hab' ich ihm mal ein Teil hingelegt: "Können Sie das gebrauchen?" Fragte der "alte Hase" mich doch echt und ernsthaft. "Was ist das?" (Ein Kombikopf für eine Vierspur-Bandmaschine) ;) Aber er: "Hier gibt's einen, der sich auskennt, und das bin ich!" Dementsprechend seine Rechnungen: Eine Skalenlampe ausgewechselt - 5€, gewusst welche: 200. ;)

Er musste auch schon in einen kleineren Laden umziehen, dabei musste seine "Fernseh-Ausstellung" (alles noch mit Bildröhre, versteht sich) ;) leider dran glauben. ;)

Erklär mal, was das Kuba Problem war.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

[Leberkäs]

Aufpassen, das Brät wird auch warm, einiges der Motorleistung heizt mechanisch auf.

Ich hab mal die 1. Computersteuerung für einen 200L Fleischkutter entwickelt. Der Kunde hatte einen 24kW GS Motor mit locker 4 Keilriemen zur Messerwelle (Dmesser=400mm(?) nmax=6000rpm) drin. 6 Messer jeweils längs und winkelmässig verteilt auf der Welle.

Die 200L waren eine rotierende ringförmige Gusswanne mit einer schweren Haube zur Messerabdeckung.

Ich hab erst gelästert, aber habe mich belehren lassen, das sie zuerst einen 19kW drin hatten, der blieb schon beim Schneiden stehen, der 21kW auch und erst der 24kW zog durch.

Das Problem sind wohl irgendwelche (Protein)ketten(?), die das Fleisch verkleben.

Der uC mass u.a. aucht die Temperatur des Brät und wenn die für die Mischung zu hoch wurde, blieb der stehen und brüllte per Hupe, dass er Eis braucht. Erstaunlich, wieviel kg Eis da reinkam, ohne dass es aus dem Brät wieder raustropfte. Gefühlt locker 30%vol. Sie haben mir erklärt, dass Wurstherstellung das Geheimnis sei, wie man Wasser schnittfest macht!

Das Ergebnis sind dann Würste, die beim Grillen/Braten eine Dampfexplosion erzeugen und auf die Hälfte schrumpeln :o

BTW die haben auch Kochwurst im Cutter hergestellt, einfach kein/wenig Eis ins Brät. Wenn von 24kW gefühlt 20kW im Brät verschwinden, kein Wunder.

Mit 17kW hab ich damals meine komplette Maisonette Wohnung geheizt. Und 20kW unter einem 200L Topf...

Der Kutter stand einige Wochen in einer angemieteten Halle (ohne Messer). Fast jeden Tag kam einer vorbei, ob er nicht mal über Nacht da dran dürfte, er würde auch alles wieder bickobello Saubermachen :) Gab immer lange Gesichter, wenn ich sagte, ich hab keine Messer.

Noch nen Aspekt: Mit diesem Cutter fuhren die mit 6.000rpm in Schuhkartongrosse Stücke tiefgefrorenes Fleisch rein. Schon das Geräsuch vom leerlaufenden Messer ist beängstigend, aber wenn die sich durch den Eisklotz frästen... So ähnlich müssen wohl die Trompeten von Jericho gewesen sein.

Der Kunde sagte, wir geben alle Zeichnungen raus, wir sagen nur nicht, wer unser Klingen wie herstellt.

Die Mitbewerber brauchten den Brechgang (langsam rückwärts mit einigen Dutzend rpm) um das Eis zu zerkleinern. Mein Kunde garantierte, dass man auch ohne Brechgang arbeiten kann. Geht einfach schneller.

BTW auch vor Knochen hatte das Trum keinen Respekt, wurden zu Mehl zerkleinert.

Warum sollen die Knochen erst zu einer Knochenmühle und dann macht irgendeine Farmabude dann Calcium Tabletten für teuer Geld draus.

Das geht mit unserem Cutter eleganter und billiger :)

Wie Du e.al. schrub, auch ich habe danach einige Zeit nur sehr wenig Wurst gegessen :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Deshalb muss man gelegentlich kleine Eiskluempchen zugeben.

Das ist Absicht! Wo kann sonst man Wasser zu 9.99 Euro/kg verkaufen, ohne dass es Gezische bei den Kaeufern gibt?

Richtig gute Wurst hat das aber nicht.

Geht mir aehnlich. Wenn irgendwo beim Liquidator eine kommerzielle Maschine auftauchen sollte, schlage ich zu. Es ist aehnlich wie beim Brauen. Erst als ich zwei 25-Liter Edelstahl-Gaerpoette hatte, machte das richtig Spass. Eine 240V 3kW Kochplatte mit 40-50cm Durchmesser waere auch noch so ein Wunsch.

Unsere Messer sausen mit 3600rpm rum, aber es ist nur ein einzelner Propeller, also zwei Messer, mit etwa 15cm Durchmesser. Darunter sitzt ein imposanter Kurzschlusslaeufer ohne Getriebe. Sowas bekommt man heutzutage kaum noch, "moderne" Maschinen haben Buerstenlaeufer und Getriebe mit Plastikzaehnen. Erst noerdlich von $300 wird es besser. Meine Frau hat das Monstrum gebraucht fuer $12 erstanden.

Oh ja, sehr verstaendlich.

Am 21.11.19 um 23:20 schrieb Joerg:

Wie immer: "Was lange hält, bringt uns kein Geld."

Da liegt der grosse Irrtum kurzsichtiger Schlipstraeger. Wer gescheite Qualitat baut, bekommt lebenslange Kunden. Bei einer Kuechenmaschine muessen auch Verschleissteile erneuert werden. Messer, Topfaufsaetze, gelegentlich ein Motor. Alles Umsatz. Wenn die Qualitaet stimmt und man weiss, dass der neue wieder 10 harte Jahre durchhaelt, guckt man nicht auf $10 mehr oder weniger fuer den neuen Motor. So wie wir gerade einen Tausender in eine neue Servolenkung eines 23 Jahre alten Autos guter Qualitaet gesteckt haben, weil wir vorhaben, das noch viele Jahre oder Jahrzehnte zu fahren.

Wer Murks baut, kann Kunden lebenslang verlieren. Leute halten sich fern der hausinternen schwarze Liste.

Die Qualitaet von Elektronik-Designs. Vieles war knapp dimensioniert und einige Teile wurden zu heiss. Durchgebrannte Widerstaende, Kabel direkt an Roehren entlang, Elkos unmittelbar neben Roehren oder in einer Abwaermezone, Roehrensockel, die sich fast aus der Leiterplatte rausgebrannt haben, und so weiter.

Ein Blick ins Radio Imperial 612:

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Ein Fernseher:

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Vom aeusseren Endruck her haben die oft huebsche Geraete gehabt, die Probleme lagen innen.

Am 21.11.19 um 23:59 schrieb Joerg:

Und kamen die Geräte nun aus Kuba, oder hieß die Firma nur so?

Aber egal: Du hast wohl noch kein rumänisches Gerät aus Ostblockzeiten von innen gesehen. Oder einen russischen Farbfernseher "Rubin" oder "Raduga". ;)

"Schlipsträger" - Kleiner Gag am Rande, was? Mit wem verwechselst du mich? Schau' mal, mein Rentenbescheid - gestern eingetroffen:

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"Bescheid" heißt also "bescheide dich", korrekt? ;) Ich denke aber nicht dran ;)

Wenn's manche Hersteller nur einsehen würden. *** seufz *** Aber da erzähle ich /dir/ wohl was Neues?

Eben, und dafür sind Plastikzahnräder wohl prädestiniert, oder?

Messer, Topfaufsaetze,

Stimmt -- wie ein Freund von mir sagte, "dafür gibt es soviel Rezepte wie es Großmütter gibt" -- der ist Koch...

Ich bin von den Knödelbrotmaschine der Hofpfisterei ausgegangen: drehende Platte mit Messern im Gehäuse, wie ein einfacher Asthäcksler, nur mehr Leistung, Drehstrom und drei Keilriemen zwischen Motor und Welle. Ergebnis sind Scheibchen. Ebenso das schneiden der alten Semmeln an der häuslichen Brotschneidemaschine, die mit den gezackten Messern.

Aaaaber: gestern in der Metro (Jörg: gewerblicher Großmarkt, wie Costco) Knödelbrot gabs in Säcken, wohl 10 Kilo. Eine Bauform als Würfel, ca. 10 mm Kantenlänge. Dann auch als blättrig, allerdings beide mit Sieblinie, also größere Stücke und Feinanteil bis Staub runter.

Am Rande: Altbackenes Weisbrot bekommt man "privat" besser mit der Hand und einem Messer geschnitten, wen man es kurz in der Mikrowelle erhitzt: die Restfeuchtigkeit (so vorhanden) macht das Brot (kurz) weich genug für nichtbröselnde Schnitte.

Thomas Prufer

Experimentieren, bitte. Zu fein und sie werden fest-gummiartig, zu grob und sie werde matschig-naß oder zerfallen oder ziehen zuviel Ei, usw usf.

Ja, kann man.

Semmelknödelteig kann man auch, etwas trockener, und unter Zugabe von Stangensellerie und Zwiebel grob usw. in einer Bratreine im Ofen neben dem Truthahn als "stuffing" on the side garen. On the side weil sonst hast das stuffing gut durch und den Truthahn staubtrocken...

Semmelknödel sind ein Arme-Leute-Gericht, recycling von altbackenem Brot. Gestern auf dem im Sack industriellen Semmelknödelbrotes gesehen: "aus eigens gebackenen Kaisersemmeln". Ein örtliche Bäcker hier hat (hatte?) lange Knödelbrotmaschinen in jedem Laden, eine Brötchen-blättrig-Scheindemaschine. Danben gibt's ja auch die Breznknödel, oder den Scheiterhaufen...

Und weils damals nix mit Einfrieren gab, gibt's Gerichte zum recycling von Semmelknödeln: Knödelsalat, Knödelschmarrn, abgebräunte Knödel, Gröstl von Kartoffel- und Semmelknödeln mit dem Fleisch von der Ente usw welches nicht als Brust oder Haxerl verkauft wurde.

Thomas Prufer

Am 15.11.19 um 10:50 schrieb Holger Schieferdecker:

Nein, jetzt haben wir's: Die Luft ist es!

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