Lautsprecher aus alten Radiogeraeten

Apr 25, 2009 314 Replies

Am Tue, 5 May 2009 10:24:21 +0200 schrieb MaWin:

Da würde mich eben interessieren ob das nur dort der Fall war. Die Bilanzsumme der HRE ist in den letzten Jahren ja ganz rasant gestiegen. Wer lieh ihr das Geld in dieser exorbitanten Größenordnung um die jetzt ziemlich wertlosen Papiere zu kaufen? Und von wem kaufte sie die Papiere?

Lutz

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Am Mon, 4 May 2009 22:15:00 +0200 schrieb Axel Berger:

Das sehe ich auch so. Allerdings kamen von deren Arbeitgebern in den letzten Jahren die höchsten Parteispenden, da werden wir wohl lange auf Reaktionen des Gesetzgebers warten können.

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Lutz

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Am Tue, 05 May 2009 10:48:45 +0200 schrieb Heinz Schmitz:

Du unterschätzt die Wirkung der Gier.

Ausserdem funktioniert manches 'erfolgreiche' Geschäftsmodell legal gar nicht.

Interessante Ansichten von innen:

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Lutz

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MaWin schrieb:

Na ja, Manfred, das was du ausgeschnitten hast, kennzeichnet schon den eigentlichen Punkt. Wir haben hier inzwischen Transferhilfeempänger der dritten Generation. Dei leben von staatlicher "Hilfe" recht gut. Man kann denen unterstellen, das sie garnichts anderes "gelernt" haben. Sie halten auch keine Lehre, sollten sie überhaupt einen Lehrplatz bekommen, durch. Einer der Hauptgründe ist, wir haben in unserem Lande eine Bedürftigkeitsmafia. Jeder Politiker, der diesen Bereich einmal aufdribbeln wollte, würde es mit der gesamten Front dieser Bedürftigkeits-Organisation zu tun haben. Warum, ist so geheim auch nicht, es hängen eine Menge gut dotierter Posten davon ab. Und dieses Posten wollen auch zukünftig gut dotiert bleiben. Aus Menschenliebe passiert nix, besonders in diesen Vereinigungen nicht ;-)

mfg hdw

Jaja, der CRA (Community Reinvestment Act), aber wenn man sich ansieht, wer alle diese Subprime-Loans und anderes. inzwischen als 'giftig' erkanntes gemacht hat, dann waren das eben nicht die Banken (die dem CRA unterliegen) sondern unabhaengige Firmen die jede Hypothek gleich weiterverkauft haben. Dieses Argument zieht also nicht. Das war ganz einfach Gier auf Provision. Ob der Kunde den Kredit zurueckzahlen kann oder nicht interessiert hier nicht, schliesslich wird alles gleich weiterverkauft. Das ist das Ergebnis wenn die Folgen des eigenen Handelns nicht in der eigenen Brieftasche spuerbar werden.

Nette Idee... Nur eben funktioniert sowas nur wenn die Zahl der Arbeitslosen die arbeiten koennten relativ klein ist. Uebersteigt sie die Zahl der freien Stellen aber um Millionen, dann ergibt sich zwangslaeufig, dass ein 'Wer einen Job will findet auch einen' nicht gelten kann. Du hast also zumindest hundertausende von Leuten die motiviert, umzugswillig und (aus)gebildet sind und trotzdem keinen Job finden. Was willst du denen sagen?

Gerrit

Und wie das zieht:

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Fannie Mae und Freddie Mac setzen in diesem Land die Masstaebe, wer wieviel an Hypothek bekommen kann.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Mir ist nicht klar, wie Du Deine Behauptung mit dem Zitat aus meinem Posting begründen willst. Ich halte eher solche Menschen für hochmütig, die behaupten, alles schon zu wissen, und anderen die Schuld geben, wenn sie vor die Wand laufen.

Merkwürdig, daß beim Fußball soviel über Trainer geredet wird, und daß dort Prämien erst nach dem gewonnenen Spiel verteilt werden. In unserem Sozialsystem gibt es keine Trainer, und die Prämien werden sogar schon verteilt, bevor überhaupt an Training gedacht wird.

Grüße, H.

Wenn Du von z.B. der Regierung unter Druck gesetzt wirst, Dein Geld gegen ein Papier abzugeben, und Nachteile hast, wenn Du Dich weigerst,

->

wirst Du dann nicht mit den Schultern zucken und es tun - gleich aber einen Dümmeren suchen, der Dir das Papier wieder für Geld abnimmt?

Es gibt doch tausend und x Beispiele für sowas. Sieh Dir doch nur das Modell LPG aus dem real vegetierenden Sozialismus an. Meinste nich, da wäre vielen "die Ernährung der Bevölkerung" völlig egal gewesen? Und meinste, in der DDR hätte auch nur ein Schwanz auf Produktqualität geachtet, wenn noch 20 Prozent an der Sollerfüllung fehlten?

Der Befund "Gier der Banker" als Begründung für die Finanzkrise ist mir einfach *zuuuu einfach*. Das mag auf einen Prozentsatz zutreffen, aber niemals auf eine ganze Berufsgruppe.

Siehe dazu bitte auch Sozialismus, Sozialsystem, etc :-)

Ich höre ständig, daß Deutschland qualifizierte Ausländer sucht und daß z.B. Ingenieure fehlen. Ich glaube auch, daß man schon garkeinen Job findet, wenn man das Vorstellungsgespräch mit Fragen nach dem Gehalt, der Zahl der Pausen und der Länge des Urlaub beginnt. Sag mir mal, wieviele der Stellensuchenden sich vorher über die Firma informiert haben und sich gefragt haben, wobei gerade sie mit ihren Fähigkeiten mithelfen könnten.

Wenn Du für Dein Dorf einen Bären erlegen müßtest, würdest Du dann einen einstellen, der schon lahmarschig angewackelt kommt und als erstes fragt, wieviel er von dem Bären abkriegt?

Grüße, H.

Das ist mir unverständlich; ich würde doch nie im Leben wo andackeln, ohne zu wissen, was bei denen los ist.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Heinz Schmitz schrieb:

Ach, das ist hier doch eine Dauerdiskussion, wo sich AFAIK alle einig sind, dass noch genug Ingenieure da sind, eben nur kein Überangebot, das ausreicht, um auch da die Gehälter herunterzudrücken. Hat mit der Globalisierung und der EU-Dienstleistungsrichtlinie für die meisten Branchen geklappt, nur bei den Ingenieuren noch nicht so richtig. Liegt einfach daran, dass es nicht so viele Leute gibt, die ein schwieriges naturwissenschaftliches Studium überhaupt schaffen und sich auch herumgesprochen hat, dass sich der Aufwand nicht wirklich lohnt - ist schwer einen Job zu kriegen und wenn ist der relativ schlecht bezahlt, überstundenintensiv und ohne eigene Entscheidungskompetenz. Von einem ingenieurwissenschaftlichen Studiengang kann man eigentlich nicht dringend genug abraten. Ein mir bekannter Nokia-Ingenieur, bei dem ich mir sehr sicher bin, dass der wirklich hochqualifiziert ist, sitzt seit der Schließung arbeitslos herum, wahrscheinlich, weil der schon über 40 ist und mit seiner Qualifikation ein vernünftiges Gehalt verlangen kann. Wenn für solche Leute kein Job da ist, kann man nicht davon reden, dass Ingenieure dringend gebraucht werden, das ist ganz klar eine Lüge.

Stimmt, das ist nämlich viel zu spät - ohne dass ein vernünftiges Gehalt mit zusätzlichen Leistungen geboten wird, sollte man seinen Arsch gar nicht erst zu so einem Vorstellungsgespräch schleppen. Werden bei so etwas inzwischen denn wenigstens wieder die Anfahrtskosten erstattet? Bei Ingenieuren hatten das die Firmen lange Zeit nicht mehr nötig...

Gruß,

Ed

[ ] Ich habe einen Job

Grüße, H.

Gerade warum Du abrätst, wäre für mich ein Grund, das zu machen. Wenn es schwierig ist, wird es kaum Wettbewerb geben, denn wenn auf irgendwas Verlaß ist, dann auf die Faulheit des Menschen :-).

Man muß wirklich jeden Einzelfall gesondert betrachten. Ich kenne auch Leute, die auf ihrem Fachgebiet sehr gut sind, aber in angrenzenden Bereichen keinen Schimmer haben - und sich dafür auch nicht interessieren. Er muß halt weitersuchen und prüfen, ob es außer "dem Alter" noch andere Defizite gibt, und wie er sie umfahren kann. Ich kenne auch Leute, die mit sechzig noch keineswegs Angst um ihren Job haben.

Siehste, das halte ich für typisch. Du willst schon kassieren, ehe Du überhaupt ein überzeugendes Angebot gemacht hast (Jungfäulich in die Ehe gehen ).

Für mich gelten da genauso die momentanen Marktbedingungen wie für jeden anderen Unternehmer - ich will ja meine Arbeitskraft vermarkten.

Derzeit würde ich (bei einer Wunsch-Firma) sogar von vorneherein anbieten, drei oder so Monate unentgeltlich mitzuarbeiten, damit sich der Arbeitgeber von meiner Eignung überzeugen kann (und ich sehen kann, ob der Laden so ok ist, wie ich gedacht habe).

Was ich absolut nicht verstehe: Vom Anbieter einer Ware will man alles hinterhergetragen bekommen, aber als Anbieter seiner Ware "Arbeitskraft" ebenso. Da paßt was nicht zusammen.

Grüße, H.

Hallo Ralph.

Nun, ohne entsprechende Sozialkontakte kommst Du nicht an diese Informationen. Die Selbstdarstellungen der Firmen im Internet sind eben Selbstdarstellungen und beinhalten zu dem Thema kaum relevante Informationen. Rufst Du an und fragst, wirst Du mit dem Vertrieb verbunden und der erzählt Dir das gleiche, was Du im Internet nachlesen kannst. :-)

Das Problem ist eben oft auch fehlende Sozialkompetenz, und viele Ingeneure und Techniker sind eben Ingeneure und Techniker geworden, weil dort fehlende Sozialkompetenz noch am wenigsten stört. Und Sozialkompetenz ist etwas, was wirklich nicht erlernbar ist. Allenfalls läst sich erlernen, in ein Paar Standartsituationen erfolgreich Sozialkompetenz zu Schauspielern.

Es bleibt also bei realistischer Betrachtung für die meisten nichts anderes über, als klinkenputzend bei den Firmen vorzusprechen und um Arbeit zu fragen.

Es werden schon ab und zu welche gesucht, aber die Firmen tun sich sehr schwer, ihre tatsächlichen Bedürfnisse zu kommunizieren. Von allen Stellen, die ich bisher innehatte, hat es entweder nie eine offizielle Stellenbeschreibung gegeben, oder, falls Vorhanden, passte Sie in keinster Weise zu Stelle. Dieses Problem mag mit dazu Beitragen, das sich eine Legende vom Ingenieurmangel bildet. Es ist für die Firmen sehr schwer, aus dem Überangebot den passenden zu finden.

Find mal im Wühltich mit 2000 Paar Socken Gr. 42 das einzelne Paar mit Gr.

48 oder 34. :-) "Passend" meint hier ncht "gut" oder "schlecht". Die Socken Gr.42 sind ja nicht gut oder schlecht, sie passen eben nur nicht.

Und eine Socke Größe 42 sollte auch nicht auf die Idee kommen, sich mit einem Etikett Gr.34 zu schmücken.

Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic

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Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression. Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Darum beruht jede funktionierende Wirtschaft auf Schiebung.

Wenn die Leute wenigstens im Internet nachsehen würden. Nicht einmal _das_ scheint Standard zu sein.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Ich wollte es nicht sagen, aber ja, ich wäre in beiden Fällen nie auf die Idee gekommen, die 300 km PKW-Anfahrt bzw. die 14 EUR Bahnfahrkosten für den Vorstellungstermin auch noch einzufordern. Blöd wird es, wenn einem das angeboten wird - ich käme mir blöd vor, das anzunehmen, aber es kann auch blöd 'rüberkommen, das abzulehnen. Vielleicht die Gegenfrage, ob nicht der Verwaltungsaufwand dafür in keiner Relation stünde, und ob man es nicht einfach dabei belassen solle?!

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Das ist nicht gerade eine sachliche Begründung.

Wenn Du Deine Arbeit für wertlos hältst, ist das Dein Problem, ich bin hoch qualifiziert. Dass Ingenieure Deiner Meinung nach unentgeltlich arbeiten sollten, ist aber genau der Grund, warum ich von diesem Studiengang abrate, das wird sonst noch nicht einmal von einer Putzfrau verlangt (Probeputzen? LOL!). Unentgeltlich arbeitende Ingenieure, die zur Existenzsicherung von HarzIV leben, erscheinen mir genau das angestrebte Ziel der Industrie, z.B. Bitcom zu sein. Kannst Du gerne mitmachen, viel Spaß.

Gruß,

Ed

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

Das ist schön für dich, wenn du so reich bist, aber meine letzten Anreisekosten für ein Vorstellungsgespräch waren IIRC dreistellig, ich war arbeitslos und hatte Schulden. Da kann man es sich nicht leisten, sonderlich viele Vorstellungsgespräche mitzumachen, wenn die Kosten nicht erstattet werden.

Allerdings hatte die Firma mir bereits bei der Einladung mitgeteilt, daß sie die Anreisekosten übernehmen würde, insofern war das kein Problem.

Hanno

Ich könnte mir, unter Berücksichtingung des Allgemeinwissens über Angebot und Nachfrage, keine sachlichere Begründung vorstellen.

Dann müßten fast alle Anbieter von Produkten heutzutage ihre Produkte für wertlos halten ("Kaufen Sie jetzt, zahlen Sie später", "Nehmen Sie sich eine Demo-Ausgabe", .....).

Das zeigt sich erst an dem Ergebnis, das Du Deinem Arbeitgeber hilfst einzufahren.

Es gibt außer der eigentlichen Arbeit noch viele andere Parameter, die für einen Arbeitgeber wichtig sein können. Ob man in die Gruppe paßt, ob und wie schnell man auch bisher unvertraute Probleme löst, etc etc. Bei einer Eheschließung ist ja auch mehr wichtig als nur das Aussehen der Dame :-).

Hatte ich geschrieben, daß man sich über den Tisch ziehen lassen soll?

Grüße, H.

Amen!

Wenn es einen echten Ingenieurmangel gaebe, wuerden die Leute bei Freiberuflern wie mir nur so gegen die Tuer bollern, jeden Ingenieur suchen der Deutsch kann. Mit dem Internet ist da ja nun wirklich einfach. Das geschieht auch, aber meist aus anderen Laendern wo es wirklich eine Klemme zu geben scheint.

[...]
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Hanno Foest schrieb:

Aha, war das vielleicht so vor ein bis zwei Jahren während des wirtschaftlichen Zwischenhochs? Mit diesem Thema wollte ich eigentlich keine ethischen Fragen aufwerfen, sondern ein Indiz dafür angeben, wie sehr Ingenieure wirklich gesucht werden. Eine Firma, die wirklich "händeringend" Fachkräfte sucht, bezahlt denen auch die Vorstellungskosten, wenn die dagegen in Bewerbungen ertrinken, lassen die die Leute einfach mal antanzen und gucken, ob da was besonders brauchbares oder billiges dabei ist. Kurz, wer wirklich Leute braucht, achtet auf attraktive Konditionen und das fängt als erster Eindruck beim Vorstellungsgespräch an. Ich halte das für einen recht guten Indikator dafür, in welchen Branchen und zu welchen Zeiten Leute gesucht werden.

Gruß,

Ed

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