LAN-WLAN Bridge vom Router

Jul 26, 2024 Last reply: 1 year ago 372 Replies

Selbst wenn es so wäre, erklärt es nicht, warum man nicht lieber die Gaskraftwerke drosselt. Ich habe mir nicht den gesamten Tagesgang angesehen, sondern nur die Stunden mit minimaler und maximaler Sonne verglichen, aber soweit ich das sehen konnte, gibt es keine Einbrüche sondern gleichmäßige Verläufe. Es steht Dir frei, das selbst zu prüfen.

Am 22.08.24 um 10:48 schrieb Axel Berger:

Es zählt am Ende halt nicht nur die Effizienz, sondern auch vielfältige weitere Einflussfaktoren.

Wir haben gewisse Mindestabnahmemengen, um den Brennstoff günstig zu bekommen. Wir müssten jetzt eigentlich den Standort auf Null drosseln, bekommen das Kraftwerk dann aber nicht schnell genug wieder hoch. Es ist für die Personalplanung besser, einen Standort auch bei suboptimaler Kosteneffizienz durchlaufen zu lassen, statt eines ständigen Start-Stop-Betriebs mit über lange Däumchen drehenden Mitarbeitern. Usw...

Naja, früher oder später wird es für sowas Batterien geben, die in den ersten paar Stunde einspringen.

So sehr ich Personalplanung und der Wunsch das Personal nicht zu langweilen verstehen kann, wenn der Preis davon ist, die Klimakrise zu befeuern, da könnte man den Mitarbeitern doch besser ein Fitnesscenter, oder Masseure, oder Töpferkurse (oder was auch immer) anbieten, statt zur Beschäftigung fossile Brennstoffe zu verfeuern?

In einer Welt wo es Fachkräftemangel gibt ist sowas doppelt kontraproduktiv.

/ralph

Ich habe inzwischen gelernt, daß die Fritzbox 5690 Pro den PON-MAC (irgendwas von Realtek) auf dem Board hat und "dumme" SFP-Module verwendet.

cu Michael

Ja natürlich. Was mich stört ist auch nicht die Sache selbst, darüber entscheiden Leute, die viel mehr davon verstehen als ich, sondern die Propaganda, die das Gegenteil behauptet und von "flexiblen" gegen "unregelbare" Kraftwerke schwadroniert.

Hallo!

Am 22.08.2024 um 20:50 schrieb Michael Schwingen:

Aha, ich schieb die Anschaffung noch etwas vor mir her...soll's eine

5590 oder 5530 werden, oder braucht es bei mir zwingend USB?

Wenn ich aber eine habe, schaue ich da sicherlich mal rein.

Jürgen Hüser

Vielleicht, irgendwann...

Die derzeitig verfügbaren Batteriespeicher sind irre teuer, in der Herstellung sehr energieaufwändig, veralten schnell, fackeln auch gerne mal ab. Sowas baut man nur, wenn man wirklich extrem schnell (Millisekunden) verfügbare Backup-Power braucht.

Real haben wir als kurzfristig verfügbare Regelleistung Pumpspeicherwerke (in Deutschland leider nicht ausbaufähig), Gaskraftwerke und ja, auch einige moderne Kohlekraftwerke.

In diesem Thread wurde ja gerade verwundert festgestellt, das man nicht die extra dafür gebauten Gaskraftwerke als Regelleistung benutzt, sondern bevorzugt Kohlekraftwerke. Der Grund dafür dürfte gerade der Klimaschutz sein bzw. die Vermeidung teuer einzukaufender CO2-Zertifikate.

Du kannst gerne versuchen, ein Gewerbe zu betreiben, dessen hochbezahlte Facharbeiter und Ingenieure den Tag im Fitnesscenter verbringen. Du kannst auch versuchen, mit Gewerkschaft und Arbeitsgericht darüber zu verhandeln, die Mitarbeiter nur dann zu bezahlen, wenn zufällig Arbeit anfällt.

Die Wahrscheinlichkeit, das du damit überlebst, ist aber nahe null.

In der realen Welt wird ein Betrieb notgedrungen versuchen, seine teuren Angestellten effizient einzusetzen. Das kann dann auch mal heißen, die Arbeit bei schwacher Auslastung am ineffizienteren, aber sowieso mit Personal besetzten Standort A zu erledigen, und den eigentlich besseren Standort B abzuschalten.

Stellarator ist aber keine Laserfusion, sondern - wie der Tokamak - ein Reaktor nach dem Prinzip des magnetischen Plasmaeinschlusses. Nur hat man halt die Komplexität der Stabilisierung des Magnetfeldes von der Betriebs- in die Designphase verlegt.

Laserfusion wäre sowas wie NIF (National Ignition Facility) und die Tatsache wo die steht (LLNL) und wer die finanziert (DoE) macht eigentlich klar das "Kernfusion zur Energieproduktion" da eher ein Randforschungs- gebiet ist, um es mal höflich zu sagen.

Und deren "net positive yield" stories bezogen sich auch nur auf das Verhältnis von Laserenergie auf dem Ziel und freigesetzter Fusions- energie. Die Tatsache, das dort jedes Watt Laserenergie 15W kostet macht alleine schon klar dass da mit Nettoenergieproduktion eher nicht zu rechnen ist ;-)

Man liest sich, Alex.

"A bisserl Schwund is' immer" ;-)

Aber das ist erstmal nur yellow cake, damit lässt sich alleine noch nicht viel anfangen. Selbst nach der Reduktion auf Metall hat man da erstmal Natururan, das _kann_ man in passenden Reaktoren verheizen, aber zum Bomben[0] bauen taugt das nicht. Und die notwendigen Anreicherungs- anlagen passen eher nicht in Achmeds Garage.

Man liest sich, Alex. [0] OK, man kann sich die Tatsache zu Nutze machen, das Uran auch ein toxisches Schwermetall ist und eine Bombe basteln, die das Zeug als feinen Staub in der Gegend verteilt. Im Vergleich zu einem low yield (ein paar Kilotonnen) Fissionsknallsatz eher unspektakulär und daher wohl auch eher uninteressant für Terroristen.

Ist es und kann man. Uran ist aber auch ubiquitär überall verteilt und in jedem Trinkwasser enthalten. Das ist eine feine Sache und macht jeden staubfreien Sinterkalk über Uran/Thorium bestens datierbar. Thorium ist unlöslich und deshalb in allem, das aus klarer Lösung ausfällt, zunächst nicht enthalten. In jeder Form von Staub aber sehr wohl.

Die obersten 5 cm eines Quadratkiometers sind bei Dichte 1 50 Millionen kg. 1 kg Uran darauf verteilt sind 20 ppb, gerade mal das Doppelte des Grenzwertes für Trinkwasser. Wesentlich kleinere Flächen kann man evakuieren und reinigen.

Hallo Ralph,

Du schriebst am Thu, 22 Aug 2024 18:03:51 -0000 (UTC):

Dazu eignen sich nicht nur Batterien. Pumpspeicher sind ausreichend schnell umschaltbar, und dafür hat gerade Deutschland so immense Flächen zur Verfügung, daß damit auch längerdauernde Variationen ausgeglichen werden könnten. Die bestehenden Windparks in der Nordsee beinhalten hunderte km², wo für jeden km³ bei 30m Auspumphöhe 1GWh speicherbar wäre. Entsprechendes gilt für die küstennahen Flachwassergebiete der Ostsee.

...

Derzeit gibt es bei den Ingenieuren allerdings angeblich schon seit längerem eher keinen Fachkräftemangel mehr.

Die Preise gehen ähnlich runter wie bei Solarzellen. Die waren in den

1970er-Jahren auch noch unerschwinglich, in den 1980ern noch teuer, und sind erst irgendwann vor 20 Jahren kommerziell interessant geworden. Bei den Batterien ist es jetzt ungefähr soweit, dass sie kommerziell interessant werden, in den USA wird von der Leistung her schon mehr an Batterien installiert als an Gaskraftwerken.

Großspeicher wie Moss Landing zeigen wo es hingeht, da ist eine ganze alte Turbinenhalle voll mit Batterien (und neben dem ehemaligen Kraftwerk stehen auch noch ein paar):

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AFAIK habt ihr mittlerweile schon mehr Batterien als Pumpspeicher, zumindest was die Leistung betrifft. Gut, ihr Deutschen habt nicht viele Pumpspeicher, und die Batterien laufen vermtulich nicht lang, aber immerhin.

Da die Gaskraftwerke ja wohl etwas ökologischer sind als Kohle, handelt es sich da um einen Buchhaltungstrick? Oder wieso sind die Zertifikate für Kohle billiger als für Gas? Und wie kann man das ändern?

Glaub mir, ich arbeite in der IT, da ist sowas in vielen Bereichen normal, einschließlich Bereitschaftsdienst etc. Eine Woche Langeweile, dafür darf man dann auch mal ungeplant in die Nacht reinarbeiten. Und das bei Projektvolumina, die vermutlich Peanuts sind, gegen das was so eine Kohlekraftwerk in der Woche verfeuert.

/ralph

Am 23.08.2024 um 20:15 schrieb Sieghard Schicktanz:

[...]

Doch, massiv und das Problem wird noch deutlich größer werden.

Naja, die finanzielle Seite scheint gerade jetzt so zu kippen, dass Batterien billiger werden als konventionelle Pumpspeicher. Bei uns in Österreich wird glaub ich noch minimal was mit Pumpspeichern ausgebaut, aber lang würde das wohl finanziell sich nicht mehr rechnen, selbst wenn die Geographie mitspielen würde. Dafür werden die Batterien einfach langsam zu billig, zumindest wenn es das Ausgleichen von Solarstrom über den Tag und ähnliche Anwendungen unter ein paar Stunden betrifft.

https://x.com/iain_staffell/status/1638830211390210048/photo/1

Kommt wahrscheinlich drauf an in welchem Bereich. Ich hab in einer Firma mit Softwareentwicklern gearbeitet, die nach der Insolvenz dieser Firma teilweise binnen Tagen und Wochen alle neue Jobs gehabt haben. Ja, das waren alles Leute, die richtig Ahnung gehabt haben, keine Dampfplauderer, aber immerhin.

/ralph

Hergen Lehmann schrieb:

Sie sind nebenbei in der Herstellung auch noch ziemliche Umweltsauereien und ein grobes Menschenrechtsproblem (ich war mal in Chile, wo die Behörden den Dorfbewohnern ganz einfach ans Herz legen, sie möchten nach dem Verdorren ihrer Felder doch einfach umziehen, wenn dort nichts mehr wächst, weil ihr Wasser nunmal von den Unternehmen gebraucht werde, welche dort Lithium fördern wollen...)

Pumpspeicherkraftwerke wären auch in Deutschland sehr wohl ausbaufähig. Bereits vor 10 Jahren hat eine Studie des Bayerischen Landesamts für Umwelt allein für Bayern (es gibt aber auch anderswo Mittelgebirge mit geeigneten Standorten) 16 Standorte mit zusammen ca. 11.000MW Leistung benannt, nachzulesen unter

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Bei den meisten Standorten wird als Risikofaktor für Planungen das Vorhandensein irgendwelcher Käfer oder Kröten gesehen... Es mag noch dauern, bis der Wert all dieser Käfer etc. auf den von Rotmilanen etc. sinkt, welche man ja inzwischen problemlos massakrieren darf. Aber dann haben wir ja noch das Problem der Grünen und sonstiger angeblicher Umweltschützer, welche stets mit Nachdruck für derartige Anlagen eintreten, weil das doch der Energiewende diene, aber regelmäßig im selben Atemzug feststellen, dass der Standort "hier" völlig ungeeignet sei und "natürlich" auf jeden Fall ausscheide

MfG Rupert

Ich denke es ist ein riesiger Unterschied, ob man Solarstrom vom Tag für die Nacht speichert oder denjenigen vom Sommer für den Winter. Der erstere Anwendungsfall wird inzwischen wirtschaftlich von Batterien erledigt, ja.

Hat Österreich Pumpspeicher/Wasserkraftwerke in der Größenordnung der Schweizer Anlagen am Grimsel?

Grüße Marc

Ja, aber damit kann man schon sehr viel machen. Auf Twitter rechnet David Osmond ein Modell durch, bei dem er fürs größte australische Netz eine Speicherkapazität von nur 5 Stunden des Durchschnittsverbrauchs annimmt, und damit der hochskalierten tatsächlichen Erzeugung von Wind+Sonne auf über 98% erneuerbaren Anteil kommt. Dh man kann so zwar nicht alle Eventualitäten abdecken, aber der fossile Anteil fällt soweit runter, dass er verglichen mit Verbrennerautos und Gasheizungen irrelevant wird.

Nach kurzem Überfliegen der Zahlen dürfte unsere Kraftwerksgruppe Kaprun etwas kleiner, aber in der gleichen Größenordnung sein (dort Regelarbeitsvermögen von um 2400GWh, mit 600GWh pumpen, bei Kaprun der um die 2000GWh, davon über pumpfähige Turbinen scheinbar 1500GWh, ich hab aber keinen Wert für die tatsächlich durch pumpen zu nutzende Leistung gefunden, die sicher weit darunter liegt.

Die Größenordnung ist wohl ähnlich. Wir bauen auch gerade noch einiges.

/ralph

Hallo,

Am 23.08.24 um 22:28 schrieb Eric Bruecklmeier:

Nein. Noch gibt es ein (verstecktes) Überangebot. Allerdings regelt der Markt das gerade aus und das gibt einen megafetten Überschwinger. Betrachte den Schweinezyklus nicht plump und platt mit einer Eigenfrequenz, sondern mir mehreren Zeigern im Komplexen und fange an nach zu denken … Wohin zeigen die Zeiger? Agenda 2010 ist relevant …

Wer in den letzten Jahren in der Wahnvorstellung der bedrückenden und handgewrungen Fachkräftemangel verbracht hat wird in einigen Jahren nicht mehr ansatzweise in der Lage sein die Regelvorgänge und deren Ursachen zu verstehen. Der wird nur noch verständnislos auf der Seite stehen … Aber das konnte doch niemand ahnen …

MfG

Uwe Borchert

Die Eigenfrequenz bei sowas ist in der Größenordnung 30 Jahre.

Ich hab die letzten Jahre nicht in Wahnvorstellungen verbracht, sondern gearbeitet. Gute Jobs waren für mich die letzten Jahre eigentlich immer relativ leicht zu finden, was ich auch dem zunehmenden Fachrkräftemangel zuschreibe.

/ralph

Am 24.08.2024 um 10:10 schrieb Uwe Borchert:

Doch!

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