Irgendeine diffuse "Gefahr" oder "Lage" gilt aber nicht. Konkret: Welche gefährlichen Hacks für eine FritzBox 6340 sind denn bekannt? Also abseits von "wenn ich die Fernwartungsfunktion aktiviert lasse, meine Zugangsdaten ans schwarze Brett hänge, kann ein Fremder Dinge tun"? Du kaufst Dir doch auch kein neues Haus, wennst den Schlüssel verloren hast.
Sonderfall von b).
Tut mir unendlich leid, daß ich mit meiner alten Hardware die Gewinnmarge des Betreibers ruiniere.
Also die "Lage" bzw. die "Gefahr". Neue Hardware mit neuer Software hat demnach keine Fehler.
Das weiß ich. Steht in meinem Nachnamen.
Volker
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T
Thorsten Böttcher
Am 07.08.2024 um 11:10 schrieb Marc Haber:
Das hab ich anders erlebt.
Auch das hab ich bei 1&1 mehrfach anders erlebt. Ich betreibe quasi schon immer eine eigene Fritzbox, das hat den Support aber noch nie abgehalten tätig zu werden. Was zum Glück in letzter Zeit selten vorkommt.
Zuletzt vor ein paar Jahren, wo ich immer wieder Internetausfälle hatte. Der Techniker kam dann vorbei, hat die alte Telefondose gewechselt und seit dem läuft alles wie am Schnürchen.
R
Rupert Haselbeck
Thorsten Böttcher schrieb:
Man hat ja die freie Wahl, das ist das schöne an der Sache. Ich hatte auch immer meinen eigenen Router. In grauer Vorzeit mal ein PC, der als Server für alle möglichen Dienste dienen musste und zwecks Internet ein (Analog)Modem an der RS232-Schnittstelle hängen hatte, mittlerweile, über mehrere andere Varianten, ist das eben auch eine FritzBox, selbst gekauft, nicht bei der Telekom
Nützlich ist jedenfalls ein Backup-Netzteil, weil die Wandwarze der FritzBox schon zweimal nach ein paar Jahren ersetzt werden wollte, worauf dann die "kaputte" FritzBox wiederum jahrelang tadellos ihren Job machte
Anekdote dazu: Ich hatte dieses Jahr ein größeres bzw. längeres Problem mit dem DSL-Anschluß. Der Callcenterkollege der Telekom hatte überhaupt kein Problem damit, dass da kein T-Gerät an einer 1.TAE hing, sondern meine (eigene) FritzBox, welche überdies im Schrank liegt und dort per RJ45-Dose versorgt wird. Nach kurzer Zeit des Messens war klar, dass da ein Erdschluss auf der TAE im Spiel war. Das Trauerspiel kam allerdings nachher, da es bis Anfang Mai dauerte, bis ein Bautrupp Zeit fand, die Leitung auszubuddeln und ein Stück davon zu ersetzen
Ach was...
Ach was...
Das ist bei anderen Providern, z.B. dem größten derselben, ja ebenso. Nur hier in der NG, mit dem "sci" im Gruppennamen, gibt es da offenbar am laufenden Band Probleme. Manchmal könnte man daran denken, dass es vielleicht am Ton des Anrufers liegen könnte, wenn derjenige, der helfen soll, plötzlich so gar keine Lust mehr dazu verspürt. Auch die Leute dort sind Menschen und reagieren auf manche Dinge eben auch menschlich. Und letztlich ist es auch naheliegend, dass die Störungsursache gerade bei jemandem, der schon vorher genauestens zu wissen glaubt, wo das Problem zu verorten sei, was ja durchaus nicht allzu selten vorkommt, evtl. ja gar auf dessen Seite zu suchen sein könnte. Als ich vor vielen Jahren mal auf Dienstleisterseite eine Zeitlang mit dem Support zu tun hatte, war eines der Probleme in der Tat auch, dass manch Besserwisser sein Endgerät einfach nur zerkonfiguriert hatte. Nicht jeder, der einen Titel oder einen akademischen Grad vor sich her trägt, ist auch qualifiziert oder willens, technische Unterlagen zu lesen und zu verstehen. Insoweit ist die heutige Regelung, wonach der ISP die Zugangsdaten an den Kunden herausgeben muss, damit dieser sein eigenes Endgerät betreiben kann, auch für diesen Kunden gelegentlich kontraproduktiv.
Eine der häufigeren Störungsursachen scheint in der Tat die TAE-Dose zu sein, billigstes Zeug halt
MfG Rupert
A
Axel Berger
Und seltsam. Hier wollte beim Einzug die 7490 nicht, ständige Abbrüche. Ein älteres Leihgerät ohne Voice lief problemos. Also FB als defekt umgetauscht und die neue hatte dasselbe Problem. Der Telekomtechniker fand eine TAE mit nur einer aufgelegten Leitung. Hätte ich auch selbst finden können, wäre aber nie auf die Idee gekommen, da zu suchen. Für meine naive Erwartung hätte es so gar nicht funktionieren dürfen, aber Hochfrequenz macht seltsame Sachen, bei der ein alter Maschinebnbauer nicht mehr synchron mitdenken kann.
T
Thorsten Böttcher
Am 07.08.2024 um 13:20 schrieb Rupert Haselbeck:
Im Büro haben wir ein Gerät von Sophos, das kennt der Support meistens nicht. Da bleibt es dann halt dabei, dass bis zum Router gemessen werden kann. Was ja auch ok ist, niemand kann jedes Gerät kennen.
Ganz früher kam immer noch der Hinweis dass man die Kosten übernehmen muss, wenn sich raustellt das man selber für den Schaden verantwortlich ist. Falsche Kabel o.ä. Hab ich lange nicht mehr gehört.
Auch hier hab ich leider ein Gegenbeispiel. DSL im Büro. Das Büro liegt auf einem alten Industriegelände, die Leitungen die da verlegt sind, sind uralt. Vorne an der Übergabestelle hat die Telekom 100 MBit, im Büro kommen davon noch gerade 20 an. Damit gibts keinen snyc vom Verteiler. Mann muss die Geschwindigkeit manuell auf 20 MBit stellen, dann läuft es. Irgendwann gabs dann mal ne Störung, die Hotline hat die Leitung zurückgesetzt, und die war wieder auf 50 MBit gestellt. Ich hab dann 3 Tage mit denen telefoniert, und hab mehrfach erklärt wo das Problem liegt. Hat keinen interessiert, und Techniker bekommt man bei der Telekom nicht ans Telefon. Wir haben einen Business Tarif mit 8h Entstörzeit. Hat auch keinen gekümmert. Die waren schon so weit einen Bautrupp zu beauftragen, bis ich eine pfiffige Hotlinerin hatte, die an meiner Lösung interessiert war. Nachdem ich ihr das Problem erläutert habe, ging das DSL innerhalb von 5 min wieder.
Nachdem das ganze nochmal passiert ist, mit ähnlichem Verlauf hat es die Telekom geschafft die langsamere Geschwindigkeit zu vermerken, so dass jetzt bei einem Reset nicht wieder mit 50 MBit gestartet wird. Aber versuch mal jemanden klar zu machen dass von deren Schaltschrank mit 50 MBit noch 2km Leitung quer übers Gelände dazu kommen. Die schauen in die Datenbank, und behaupten man hat 50 MBit, basta. Also muss das gehen.
Auf gar keinen Fall. Je höher der Titel, desto weltfremder sind die Leute manchmal. Und ein Dr. med hat ja von Haus aus weniger mit IT zu tun.
Dafür gibt dann auch fertig konfigurierte Geräte.
Ja, das meinte er auch, kommt öfter vor. Sie hätten die Anweisung auf jeden Fall die Dose zu tauschen.
F
Franz Glaser
Ich habe nur eine Meinberg Software auf Windows seit 3.1, Vista, WinNT und Win10 die beim Booten und alle paar Minuten neu mit einer Atomuhr synchronisiert. Damit bin ich auf wenige ms genau für die Joe Taylor JT- WSPR und zuletzt auch FT4 und FT8 modes.
Allerdings nur mit dem Kabelrouter und LAN, nicht mit dem SIM-Router aka Cube. Die Genauigkeit ist besonders wichtig bei far DX, wenn der Decoder viele Versuche zum Dekodieren braucht.
GL
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Holger,
Du schriebst am Wed, 7 Aug 2024 09:20:16 +0200:
Dann ist's ja gut. Ich hatte schon befrchtet, daß mein Wortspielchen mit dem (!) "Bekömmlichkeit" falsch interpretiert worden sein könnte. (Das Argument war "derzeit schlechte Verfügbarkeit".)
..
Naja, wenn die keine "offenen Türen" hat, dann ist das eher _kein_ Grund.
Das wre dann stichhaltig, wenn es begründet würde.
Was ja anderweitig schon als "Eintragen der MAC-Adresse beim Provider" besttigt wurde - das ist dann nachvollziehbar. Leider sind den Providern die Kunden zu dumm (oh, schon wieder mehrdeutig) für nachvollziehbare Erklärungen.
...
Möglich - nur fragt sich dann, _woher_ die Sachkenntnis kommen soll, wenn es nirgendwo gut zugängliche Sach_informationen_ gibt. Ein Lehrgang "Netzwerktechnik" wre sicher gut, aber hat der durchschnittliche _interessierte_ Benutzer dafür Zeit? (Nicht interessierte Benutzer werden da sowieso nichts damit anfangen können und _wollen_.)
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Marc,
Du schriebst am Wed, 07 Aug 2024 11:17:06 +0200:
Für den sichern Betrieb _solcher_ Geräte ist nicht aktuelle Software wichtig, sondern - wenn es denn schon sein müßte - die _wörtliche_ Interpretation des Begriffs "Digitalisierung": Steuerung durch digitale Bauteile. Das imliziert insbesondere _NICHT_, daß so ein Ding unter allen Umständen und möglichst direkt am _internet_ hängen müßte - IM(NS)HO ganz im Gegenteil, es sollte möglichst gut davon isoliert sein, und das auch im elektrotechnischen Sinn! Es ist IM(NS)HO eine riesige Unverantwortlichkeit der gesamten Wirtschaft und inzwischen auch noch der (doch so überaus sachverständ(ig|nislos)en Politik), zumindest in Deutschland "Digitalisierung" mit "Netwerkanbindung zum internet" gleichzusetzen.
...
...
Aber nur bei Geräten, die _NETZWERKGEBUNDEN_ zum internet sind. Volker schrieb (s.o.) auch von "Weißware und Autos", und DIE sind eher Paradebeispiele dafür, wie (man|die Industrie) sich Probleme schaffen und an die Gesellschaft seiner Kunden und damit Profitliefernden weitergeben kann. Eigentlich müßte eine (imaginäre) sachkundige Politik den Betrieb von kritischen Geräten (u.a. auch Autos!) mit solchen Möglichkeiten _VERBIETEN_ anstatt auch noch zu fordern, daß die dann _jederzeit_ _überall_ _drahtlos_ mit neuer Software versehen werden können _müssen_. Ein "Exploit" kann damit unmittelbar Tausende von Geräten - und durchaus gefahrenträchtigen Geräten wie Autos - zu Werkzeugen von Hackern und Crackern machen. Sicher racht nützlich für einen böswilligen Hacker, wenn er mal nebenbei bei einer Modellreihe von Autos die Bremsen außer Betrieb nehmen kann. Das Auto der Zukunft ist das "SDV", das "software defined vehicle" - Software steuert alle Funktionen, _ALLE_.
...
Und Du erst...
H
Hannes Kuhnert
Holger Schieferdecker hat geschrieben:
Ich hatte mir vor der Einrichtung des PŸUR-Anschlusses der Primacom eine gebrauchte FRITZ!Box 6360 gekauft. Die angesteckt habend kam ich beim Versuch der WWW-Nutzung auf eine Aktivierungsseite.
| Sie haben ein Modem mit dem Kabelnetz verbunden, das noch nicht für einen Zugang zum Internet konfiguriert wurde. Wenn Sie dieses Modem nsicht von ihrem Anbieter erhalten haben und es zukünftig für die Nutzung Ihrer Dienste verwenden wollen, könne Sie hier die Aktivierung veranlassen. Wünschen Sie die Aktivierung des von Ihrem Anbieter bereitgestellten Modems, wenden Sie sich bitte an den Kundenservice. | | Geben Sie zur Authentifizierung Ihre Zugangsdaten an, die Sie von uns nach Vertragsabschluss zugesandt bekommen haben. | | Benutzername […] | Passwort […]
| Folgendes Gerät wurde erkannt: | | Geräteadresse (MAC-Adresse) … | Seriennummer … | Modell … | Hersteller … | | Achtung: Bei dem angeschlossenen Modem handelt es sich sehr wahrscheinlich um ein Endgerät, welches vom Herstellen nicht für den Betrieb bei einem beliebigen Netzbetreiber entwickelt wurde. Von einer Aktivierung wird dringend abgeraten, da eine Nutzung Ihrer gebuchten Dienste nicht garantiert werden kann und mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen ist. Für weiterführende Informationen kontaktieren Sie bitte den Hersteller des Modems. | | Wenn Sie ab sofort dieses Gerät für Ihren Internetzugang und ggf. zum Telefonieren benutzen möchten, drücken Sie bitte auf "Jetzt aktivieren". Wir leiten dann die nötigen Schritte ein. | i Beachten Sie bitte, dass Sie ein eventuell bisher genutztes Modem ohne erneute Aktivierung nicht weiter benutzen können. | | [ ] Ja, ich akzeptiere die ergänzenden AGB für die Nutzung kundeneigener Endgeräte. | | [Jetzt aktivieren]
| Ihr Modem wurde erfolgreich aktiviert. | | In wenigen Minuten steht die neue Konfiguration zur Verfügung. Bitte starten Sie Ihr Modem nach 15 Minuten neu, Sie sollten dann sofort Internetzugriff haben.
So wurde das Modem providerseitig meinem Vertrag zugeordnet. Außerdem ist höchstwahrscheinlich mein Vertrag dem hiesigen Ringkabel zugeordnet. Das ist alles, was es bei DOCSIS an Authentifizierung gibt.
Rein technisch kann ich mit diesem Modemrouter in eine andere Wohnung oder in ein anderes Haus am gleichen Kabel gehen und dort ohne Konfigurationsänderung Internetzugang erhalten. Erlaubt ist das freilich nicht.
Logindaten kennt der Modemrouter nur für die Telefonie.
Nach wenigen Minuten wurde die Verbindung allgemein nutzbar. Seither funktioniert das.
Den vom Anschlussbetreiber erhaltenen Modemrouter schloss ich nie an. Nach ein paar Monaten schickte ich ihn zurück. Bereits zwei Jahre später kam PŸUR auf die Idee, das Gerät zurückzuverlangen, wegen Modemrouterleihkostenseparierung und Nichtgebrauchs. Durch einen Anruf animierte ich jemanden vom Anschlussbetreiber, die Sache zu prüfen. Er konnte den früheren Geräteeingang feststellen.
Modemrouterleihkostenseparierung … hm … zu heutigen Vertragsabschlüssen heißt es durchaus wieder: „WLAN-Kabelbox inklusive“.
Mich betrifft das jedenfalls nicht. Eine gebrauchte FRITZ!Box ist für mich im Kosten-Nutzen-Verhältnis optimal.
A
Axel Berger
Ja her auch. Hatte mich damals gewundert. Nagelneue Dose mit einem Kabel nicht aufgelegt war für mich jetzt kein Grund zum Wechsel.
M
Marc Haber
Diese Software ist seit mindestens zehn Jahren völlig überflüssig.
Grüße Marc
H
Holger Schieferdecker
Letztes oder vorletztes Jahr hatte ich auch mal einen Internetausfall. Es hat sich herausgestellt, daß sich wohl die Schraube, mit der das Antennenkabel in der Kabeldose verbunden war, gelockert hatte. Der Techniker hat dann auch eine neue Dose eingesetzt, die hat nun 2 Anschlüsse statt einem. Vermutlich hätte es gereicht, einfach die Schraube wieder anzuziehen. Die alte Dose war vermutlich >10 Jahre alt, vielleicht war das mit ein Grund für den Tausch.
Holger
H
Holger Schieferdecker
Am 07.08.2024 um 11:06 schrieb Marc Haber:
Das Problem mit den Mailservern hatte ich auch mal, als ich im WLAN von meinem Onkel mit dem Tablet keine Mails schicken konnte... Nervig, bis man auf sowas kommt.
Aha, das bringt Licht ins Dunkel meines Nichtwissens, danke. :-)
Dann muß man also bei einem eigenen Kabelrouter dem Provider die MAC-Adresse mitteilen, entweder telefonisch, oder es geht per Webaktivierung, wie Hannes nebenan schreibt.
Aber die MAC-Adresse ist ja dann eine andere als z.B. die der originalen Vodafone Station. Dann kann man die doch nicht so einfach gegeneinander austauschen. Der Provider wird wohl kaum mehrere MACs hinterlegen, oder?
Ok, gerade habe ich im Forum von Vodafone gelesen, daß man wohl sein Leihgerät wieder anschließen kann und dann der gekaufte Router deaktiviert wird. In dem Thread ging es um den Verkauf des eigenen Geräts, und was gemacht werden muß, damit der Käufer es auch verwenden kann.
Holger
H
Holger Schieferdecker
Am 07.08.2024 um 21:27 schrieb Hannes Kuhnert:
[Online-Aktivierung]
Danke für die Erklärung. Im Zweifelsfall würde ich erst mal beim Provider nachfragen, wie das Vorgehen bei denen konkret aussieht. Das kann ja jeder anders handhaben.
Holger
H
Holger Schieferdecker
Mir ist schon klar, daß technische Erklärungen für die meisten Nutzer eh nicht großartig hilfreich sind, leider. Und den von Dir beschriebenen Hintergrund verstehe ich auch. Man hätte es ja etwas allgemeiner umschreiben können. Aber bis der Support und der Kunde sich auf ein technisches Niveau verständigt hätten, das für beide paßt, dauert es halt, und Zeit ist Geld.
Klar, zunächst mal dachte ich, alte FritzBox hat funktioniert, und wenn ich den Tarif nicht umgestellt hätte, hätte ich sie auf unbestimmte Zeit wohl weiter verwenden können. Ob sie mit den 50 MBit des neuen Tarifs technisch hätte umgehen können, weiß ich natürlich nicht.
In der WaybackMachine finde ich auf die Schnelle bei AVM nichts zur FritzBox 6340. Aber die 6320 kann EuroDOCSIS 1.0/1.1/2.0/3.0, das läßt mich vermuten, daß meine neue Datenrate noch funktioniert hätte.
Holger
H
Holger Schieferdecker
Am 07.08.2024 um 21:04 schrieb Sieghard Schicktanz:
Das ist der springende Punkt, woher merke ich, daß die keine offenen Türen hat. Die wird nicht mehr unterstützt, Updates gibt es keine, und ob irgendwelche findigen Hacker dann eine Lücke finden, die nur nicht bekannt wird, weiß man nicht. Man liest ja gelegentlich, daß alte Geräte (nicht aur Router begrenzt) angegriffen werden können, manchmal liefert der Hersteller doch noch einen Nofallpatch.
Durchaus, aber wie Marc schon schrieb, die Leute an der Hotline haben sicher auch besseres zu tun, als Kunden technische Erklärungen zu liefern, die viele dann doch nicht verstehen.
Wenn man im Support arbeitet, ist es sicher nicht einfach, zu entscheiden, welchem Kunden man wieviel Erklärung verständlich nahebringen kann.
Klar fände ich das auch gut, sowie Aufklärung zum Datenschutz bei Mobilgeräten und Onlinediensten, was die Nachteile sind, wenn alle Geräte ihre Funktionalität nur mit Cloudanbindung erbringen können, ...
Holger
H
Holger Schieferdecker
Nervt mich auch. Ich will meine Sachen auch möglichst lange nutzen. Die Frage ist halt, was für ein Gerät das ist, und wie sicherheitskritisch es ist. Die Banking-App auf einem Uralt-Smartphone ist vielleicht problematischer, als wenn man das nur zum Telefonieren oder spielen nutzt.
Bei Geräten ohne Support erfährt man leider oft nicht, ob es jetzt ein Sicherheitsproblem gibt oder nicht.
[...]
Man könnte die Supportdauer verplichtend verlängern. Das führt natürlich zu höheren Kosten. Und die Hersteller wollen ja eh lieber was neues verkaufen.
Tut mir leid, ich weiß nicht, wie man das Problem lösen kann. Letztlich liefe es auf eine Umstellung der Gesamtwirtschaft hinaus, die auch funktionieren kann, wenn der Konsum nicht immer weiter steigt.
Holger
H
Hannes Kuhnert
Holger Schieferdecker hat geschrieben:
Ich find auch, dass solche Sachen so mitgeteilt werden sollten, dass der sachverständige Kunde weiß, was passiert. Man muss es nur so formulieren, dass Kunden, die das Technische nicht verstehen, nicht verstandenes intuitiv in die Kategorie „brauch ich nicht zu verstehen“ einordnen und insgesamt ein für sie ausreichend klares Bild gewinnen.
In der Wikipedia ist das für die 6340 explizit vermerkt.
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Selbst meine noch ältere FRITZ!Box 6360, die ohne Antennenflossen auskommt, beherrscht (Euro)DOCSIS 3.0.
V
Volker Bartheld
Woher merkst Du, daß Deine niegelnagelneue Fritte keinen offenen Türen hat? Woher merkst Du, daß Deine (natürlich unverschlüsselte) E-Mail mitgelesen wurde? Woher merkst Du, daß jemand in Deiner Abwesenheit Dein Wohnungtürschloß gepickt hat und in der Kuckucksuhr eine Überwachungskamera installiert?
Weißt Du nicht. Wissen wir nicht. Niemand weiß das. Die Annahme, neue Geräte wären immun, ist doch nun mehr als naiv. Und dem gerne genannten Argument "Die Peer-Reviwer, White-Hat-Hacker, Hersteller, Sicherheitsexperten konzentrieren sich nunmal auf den neuen Scheiß!" kann man natürlich "Die Verbrecher auch!" entgegenhalten.
Oder was meinst, wieviele Versionen von Windows for Workgroups 3.11 noch im Fadenkreuz der bösen Buben stehen?
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Was weiß man denn? Ein bekannter Exploit ist ein verbrannter Exploit.
Volker
V
Volker Bartheld
Das ist die Frage. Wie sicherheitskritisch ist denn eine nagelneue 7530?
Und bei Geräten mit Support ebenfalls nicht. Ganz vorne dabei natürlich die Automobilindustrie:
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Statt einen entsprechenden Prozeß aufzugleisen, wie man das Problem löst, wollen sie lieber denjenigen zum Stillschweigen verklagen, der das Problem gefunden hat: "Shoot the Messenger". Wenn Du eine Weile
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mitliest, wirst Du merken, daß diese lustige Praxis verbreiteter ist, als man denkt.
Überhaupt läuft es meist so:
Ignorieren (Die vier weisen Affen.) ->
Dementieren ("Da ist nichts!".) ->
Delegieren ("Ich war's nicht!") ->
Argumentieren ("Erklär mal!") ->
Reduzieren ("Halb so wild!") ->
Regulieren ("Wieviel willst Du?") ->
Reparieren ("Ich mach Dir...")
Das wird irgendwann als "Bartheld-Entscheidungskette" in die Geschichte eingehen.
Man könnte die Hersteller verpflichten, nach Ablauf des Supports ihre Hard- und Software zu Open-Sourcen, denn wenn mir niemand mehr den Schiß repariert, will ich bitte in die Lage versetzt werden, es selbst zu tun. Aber das mit dem "Right to Repair" ist ja irgendwie nicht so durchgestartet.
Ich würde, davon ab, auch die Automobilhersteller nebst Zulieferern verpflichten, ihre Firmware entsprechenden Reviews zugänglich zu machen. Nein, die müssen das nicht auf Github hochladen. Aber den Zulassungsbehörden (KBA, TÜV, DEKRA, usw.) einen Blick hinein erlauben. Dann wird der Kram signiert und die Signatur checkt der Sachverständige bei der HU.
Stimmt die Signatur nicht: Betriebserlaubnis erloschen, Neuzertifizierung.
Das ist natürlich teuer und aufwendig. Jo mei. Der Betrieb eines Individual-KFZ war schon immer teuer und aufwendig. Und, nein, das Argument, den Zulassungsbehörden fehle die Expertise zu solchen Reviews, lasse ich ebenfalls nicht gelten. Dann muß die Expertise eben erworben werden.
Und schon? Höchste Zeit, daß solche Kosten (neben dem CO2-Fußabruck bei der Herstellung und Entsorgung) im Produktpreis Eingang finden.
Ich kann halt auch nicht im Garten vom Nachbarn Erdbeeren stehlen, sie auf dem Wochenmarkt zu Dumpingpreisen anbieten und ihm dafür zum Dank noch auf die Terasse scheißen. Die Hersteller machen aber genau das, in unser aller Garten.
Dafür darf man mich jetzt gerne anfeinden, läßt mich vollkommen kalt. Ich finde ja auch nicht, daß das Kilo Schweineschnitzel unter 10€ kosten müsse. Oder der Liter Kuhmilch 80ct. Oder ein Hühnerei 32ct. Aber da stehe ich wohl ziemlich alleine da. Hauptsache billig. Wir kriegen, was wir verdienen.
Das dürfen sie gerne wollen. Erfülle ihnen den Wunsch eben nicht.
Fang bei Dir selbst an.
Volker
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