Alte Rauchmelder

Dec 29, 2022 Last reply: 3 years ago 383 Replies

Am 06.01.23 um 18:15 schrieb olaf:

Vielleicht überseh ich was, aber das klingt mir nach einer Lösung auf der Suche nach einem Problem. Oder wie oft kommt es vor, daß BMW-Fahrer nur mit Schlüssel, aber ohne Auto in ihrer Werkstatt auftauchen?

Hanno

Ja, den Schlüssel, den der Kunde schon in der Hand hat, kurz auslesen geht schneller als erstmal das Auto in die Halle zu fahren und dort auszulesen, so dort gerade ein Platz frei ist.

Gerrit

Am 06.01.23 um 19:52 schrieb Gerrit Heitsch:

Und dann? Sagt man dem Kunden, der sicher nicht ohne Grund in die Werkstatt gekommen ist "daß die Karre manchmal kein Gas annimmt, hat nix zu sagen, sie können wieder gehen"?

Ich weiß nicht, wie das bei anderen ist, aber ich bringe meine Karre auch genau zwei Gründen in die Werkstatt:

- zur Inspektion/TÜV

- weil ich ein nichttriviales (i.S.v. kann ich nicht selber) Problem gelöst haben möchte.

In beiden Fällen bleibt die Karre da und es ist mir egal, wie, wann und ob überhaupt da irgendwas ausgelesen wird (sofern hinterher wieder alles ok ist).

Der wohlwollend konstruierte Fall, daß bei der Auftragsannahme jemand den Schlüssel ausliest und ein Problem identifiziert, was ambulant und ohne Halle gelöst werden kann, dürfte überaus selten vorkommen. Schon alleine, weil in der Auftragsannahme typischerweise keine Mechatroniker sitzen, die mit den Daten was anfangen könnten.

Hanno

Dürfte von der verwendeten Software abhängen. Wenn die schon vorsortieren kann was das Auto für Fehler bemerkt hat kann das helfen.

Gerrit

Es gibt noch den nicht konstruierten Fall das du fuer deine Karre ein genau passendes Ersatzeil haben willst, vielleicht gerade nicht nach dem Fahrzeugschein grabbeln willst und es zu schaetzen weisst wenn dir der Verkaeufer sagt, nein bei ihrem Auto brauchen sie nicht das Teil XYZ sondern ZYX weil der Rueckruf YXZ durchgeführt/nicht-durchgefuehrt wurde.

Ich sehe das eher positiv. Dagegen spricht natuerlich das Schluessel dadurch nicht maximal klein (wie man das z.B von aelteren amerikanischen Autos kennt) gebaut werden koennen. Aber hey, bei Deutschen Autos sieht der Schluessel ja schon immer aus wie eine maximale Penisvergroesserung.

Und wir sind ja hier nicht in de.doofkoeppe.electronics. Ich hoffe mal das sci bedeutet das hier im Zweifel JEDER mal eben den Akku wechseln kann. .-)

Olaf

Immer? Das Auto draußen auf dem Parkplatz und der Schlipsträger mit dem Schlüssel an der Annahmetheke. Wenn die Hilfskraft im Meisterkittel dann gleich sieht, es wird diesmal länger dauern und teurer werden (paßt immer, geht auch ohne Schlüssel), kann das ganz praktisch sein.

Richtig erkannt, Airbag fällt hier raus und einen elektronischen (!) Feuerlöscher habe ich auch nicht.

In diesem Kontext ja, der "Verkäufer". Als Aldi&Co Kunde ist für mich nicht ersichtlich wer den Rauchmelder tatsächlich hergestellt hat oder ob ich gar eine Fälschung angedreht bekomme.

Weil ich als Endkunde keine Ahnung habe was bei einem Selbsttest tatsächlich geprüft wird - Im Zweifel nur ob LED und Piepser (damit auch die Batterie) noch tun.

Gerald

Ein großer Schlüssel hat den Vorteil dass man ihn leichter findet.

Gerald

Ich würde zumindest einen Spielverderber einbauen, dergestalt, daß beim Wechsel des internen Akkus ohne Stützversorgung das Zertifikat/der elektronische Schlüssel verlorengeht ("Schlüssel anlernen") und nur beim BMW-Händler wieder aufgespielt werden kann. Wegen der Kundenbindung.

Volker

Kindern hat man den Schlüssel früher an einem Band um den Hals gehängt. Und Rapper tragen maximalgroße Goldketten. Kann man bestimmt auch den Premiumkunden am Fahrerlebnisplatz ihrer Premiumautomobile schmackhaft machen.

Volker

Und das "elektronischen (!)" machte hier den relevanten Unterschied in puncto Testbarkeit, Veränderung relevanter Funktionen durch den Test und Lebensdauer? Vielleicht hast Du ja im Haus eine Alarmanlage. Oder Dein Kühl-/Gefrierschrank einen Warnpiepser für den seltenen Fall eines Stromausfalls. Aber da geht's nicht um MENSCHENLEBEN!!!111einself.

Und diese Fälschung hätte dann nur Auswirkungen auf den Selbsttest bzw. den Testknopf, nicht aber die erwartete Funktionalität? Und deswegen tauscht Du regelmäßig Deine Rauchmelder aus, für den Fall, ein gefälschtes Produkt erhalten zu haben oder eines, bei dem Selbsttest und/oder Testknopf nicht funktionieren bzw. bei Ausführung wesentliche, funktionsrelevante Eigenschaften verändern?

Das wird ja immer abstruser.

Hast Du als Endkunde denn eine Ahnung, was beim Selbsttest Deines ABS tatsächlich geprüft wird? Aber halt, das war ja ein Auto und kein Haushaltsgerät, was natürlich den Unterschied macht, bei der Behauptung, man müsse Geräte, deren Vorgänge beim Selbst- oder Endnutzertest unklar oder nicht nachvollziehbar seien, regelmäßig austauschen.

Nimm Prüfspray. Aber da traust Du ja der Herstelleraussage "trocknet rückstandsfrei" nicht und befürchtest, Deinen Rauchwarnmelder zu zerstören.

Ich glaube, Du hast mich überzeugt. Es ist besser, wenn Du Deine RWM regelmäßig tauscht. Eine Therapie von Zwangsneurosen oder Kursus "Logische Argumentation" an der VHS wären teurer.

Volker

Ist es das? Die Belastung des Systems (z. B. wenn der stromhungrige Piezo loslegt oder diverse ABS-Aktuatoren, Regelpumpen, usw. ihr nutzbringendes Werk verrichten) ist im Ruhezustand ident mit der Belastung im Ernstfall?

Hmmmm. Weil die LED des toten RWM bekanntlich weiterblinkt und er bei schwächelnder Batterie nicht auf sich aufmerksam macht? Aber, ja, dieser Funktionalität trautest Du ja nicht. Nachvollziehbar.

Dir traust Du das nicht zu. Bitte nicht verallgemeinern! "Dem Endkunden" (der den RWM möglicherweise selbst montiert hat) traue ich das durchaus zu. Schließlich ist er auch in der Lage so hochkomplexe Dinge wie sein Smartphone oder ein Automobil zu bedienen.

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"Sie sind sich nicht sicher, ob Ihr Rauchwarnmelder noch zuverlässig funktioniert? Mit unserem ABUS Test-Spray können Sie die Funktion des Melders überprüfen. Einfach den Rauchmelder ansprühen und auf den Warnton warten. Optische Rauchwarnmelder nehmen Rauchpartikel in der Luft wahr. Diese werden von dem Spray realitätsnah simuliert. Sollte bei einer Sprühintensität von rund fünf Sekunden keine Alarmierung erfolgen, sollten Sie den Rauchmelder auswechseln."

Mach Dich bitte nicht lächerlich.

Falsch. "Bis zu". Geradestehen mußt Du 6 Monate, mit etwas Mühe zwei Jahre.

Streiche "vorzeitig". Sonst richtig.

Herstellergarantie ist eine freiwillige und mithin reichlich arbiträre Leistung, die an beliebige Bedingungen geknüpft sein kann. Als Hersteller habe ich ein Interesse daran, daß möglichst viele Kunden möglichst oft mein Produkt kaufen, ohne mein Image zu sehr zu demolieren. Das kann man auf unterschiedliche Weisen erreichen. Eine ist der Aufbau einer Drohkulisse, man _müsse_ RWM in regelmäßigen Abständen austauschen. Gesetzlich. Dem ist nicht so.

Falsch. Zumindest Satz 2.

Korrekt.

Irrelevant. Der Kunde hat immer ein Problem, wenn es brennt. Löst ein getestete und als funktionierend bekannter RWM nicht aus, hat - bei hinreichend schlüssiger Beweiskette - der Hersteller ein Problem. Beachte in diesem Zusammenhang auch den Unterschied Garantie vs. Gewährleistung.

Dann ist Deine Aussage irrelevant.

Google BMW iABS.

Nachdem ein paar andere Familien in dieser Kiste gestorben sind.

Genau.

Volker

Bäh, nix anlernen. Neuer Schlüssel samt neuem Zündschloss ist sicher schon in Planung. Wer jährlich sich die extra Power per Abo freischaltet, dem sollte so ein Service auch aufdrückbar sein.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Am 07.01.23 um 10:05 schrieb Volker Bartheld:

Erinnert mich an mein altes Handy. Tat noch prima, solange man die Ladung nicht unter 10-15% sinken ließ, aber wecken lassen konnte ich mich davon nicht mehr. Weil es in dem Moment, wo der Wecker losging, abstürzte. Sogar auf 100% mit Ladekabel dran. Akku zu hochohmig...

Hat ein wenig gebraucht, bis ich verstand, daß nicht der Wecker wg. Absturz ausblieb.

Hanno

On Wed, 4 Jan 2023 13:24:05 +0100, Volker Bartheld snipped-for-privacy@bartheld.net wrote: (...)

Ich häng hier mal Daten an:

drei Rauchmelder aus USA, Ionisationsmelder, Einbau 1997. Batterien 9 Volt ohne Drahtclip-an-Litze, sondern Plastikhalte-Arme für den Block und zwei Druckknopfkontakte. Die Arme realisieren auch "ohne Batterie geht der Deckel nicht zu". Kosten damals unter $4 pro Stück.

Bei dem einen Melder, wo ich bequem rankomme, ist die Batterie MHD 1998. Die Batterien sind so im Turnus "etliche Jahre" (ich mein ~5-6 a) fällig. Irgendwo "replace by 2008".

Dieser eine funktioniert sicher: er hat neulich wieder ausgelöst beim Braten in der Küche. Feiner Fettdunst... (Testknopf löst natürlich auch aus, aber das ist kein vollständiger Teste der Funktionskette)

Aus Erfahrung mit den parallel betriebenen optischen Rauchmeldern: Rauch der in der Nase beißt (zB überhitztes Fett, also Grill im Herd) löst eher den Ionisationsmelder aus; der optische kann da schon mal deutlich länger brauchen. Rauch der als sichtbare Schwade durchzieht löst zuerst den optischen, dann löst idR mit etwas Verzögerung der Ionisationsmelder aus.

Also geht durchaus >10 a bei kleinen Preisen, vernünftiger Batterielebensdauer, und wechselbaren Batterien.

Hier Innenleben:

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Thomas Prufer

Am Wed, 4 Jan 2023 13:24:05 +0100 schrieb Volker Bartheld snipped-for-privacy@bartheld.net zum Thema "Re: Alte Rauchmelder":

Da ich weiss, dass die Filiale vor Ort die Aktionware oft schon Samstag vorher rausräumt war ich da mal heute Nachmittag. Offenbar habe ich das Rennen verpasst, es gab nur noch die Rauchmelder mit 9-Volt-Batterie und Magnet-Halterungen als Zubehör. Also hab ich mir eine Packung gekauft.

Kontaktierung der 9-Volt-Batterie erfolgt über kleine Schraubenfedern, das sollte dauerhaft funktionieren. Sowohl der Rauchmelder als auch der Montageclip sehen dem 10-Jahres-Melder der Konkurrenz sehr ähnlich, auch gleiche Abmessungen. Der eine ist strahlend weiß, der andere eher Cremeweiß. Die Halteclips sind nur deshalb nicht untereinander tauschbar weil sie bei der Version für 9-Volt-Batterien eine kleine Sperre eingebaut haben gegen Aufsetzen ohne Batterie. Bei beiden soll man auch einen "Fixierstopfen" genannten kleinen Keil rausbrechen und als Sicherung zwischen Rauchmelder und Montageclip klemmen. Mache ich erstmal nicht, erwarte keine Probleme bei Deckenmontage. Vielmehr Flüche beim ersten Batteriewechsel wenn man die Existenz dieser Sicherung vergessen hat.

Bei beiden ist in der Anleitung die Rede davon, man solle die Prüftaste wöchentlich drücken - macht doch letztlich kein Mensch. Beide blinken rot vor sich hin (alle 32 / ca. 40 s) und lassen sich bei Fehlalarmen für ca. 8 Minuten stumm schalten.

Der Hammer aber: Während auf dem 10-Jahresmelder ein Datumsfeld für die Erstaktivierung aufgedruck ist, steht auf dem Aufkleber der beiden

9-Volt-Melder "Hergestellt 11/2022 Austauschdatum 11/2023". Böser Dreckfehler.

Bin gespannt was Discounter und Vertriebsfirma dazu sagen.

Bleibt noch die rechtliche Frage: Kann einem jemand einen Strick daraus drehen wenn man das ignoriert und die Dinger 10 Jahre verwendet?

cu. Juergen

Am 07.01.23 um 19:35 schrieb Juergen:

Vor Gericht und auf hoher See... Der gegnerische Anwalt wird ggf. die Frage stellen wer den sagt dass der Druckfehler in der 2023 liegt und nicht in der 2022 (->2012). Mit anderen Worten: Es wird Dir keiner eine verbindliche Auskunft geben können wie das Urteil ausfallen wird.

Gerald

Volker Bartheld, 2023-01-05 15:11:

[...]

Du rechnest damit, dass das Fahrzeug beliebig lange funktioniert? Egal was Du damit machst?

Erwartest Du ernsthaft, dass jeder Autobesitzer die Funktion des ABS in seinem Fahrzeug regelmäßig selber prüft, indem er auf Kieswege fährt, und dann mal kräftig bremst?

Ja - und? Was ändert das an der Feststellung, dass die Lebensdauer von technischen Geräten nicht unendlich ist und das bei sicherheitsrelevanten Teilen eben nicht egal ist?

Hanno Foest, 2023-01-05 19:28:

Aber die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls lässt sich so verringern.

Am 08.01.23 um 03:36 schrieb Arno Welzel:

Und aufgrund dieser Feststellung haben Autos ein vom Hersteller festgeschriebenes Verfallsdatum?

Hanno

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