Spaß sieht bei mir anders aus. Und für die Umwelt vermutlich auch. Zumal es ja offenkundig auch anders ginge, insbesondere wenn es mehr Spaßvögel gäbe, die dem Wegwerfdreck den Rücken kehren.
Schlimmer geht immer. Ist wie bei mitfühlenden Menschen, die angesichts (m)eines offenen Oberarmschaftbruchs einst erzählten, ich könne froh sein, noch zu leben oder nicht im Rollstuhl zu sitzen. Als ob es dann weniger weh täte.
Volker
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G
Gerald Oppen
Merkwürdige Erwartungshaltung, gerade in dieser Gruppe. Wie soll den ein Modell "langlebiger Rauchmelder" aussehen? Elektronische Baugruppen zu bauen für die man deutlich über 10Jahre garantieren kann wird teuer. Dazu müsste man sie auch regelmäßig zur Reinigung + Kalibrierung geben. Allein das dürfte schon einmalig mehr Kosten als ein üblicher -"10 Jahres-Melder" verursachen. Sehr fraglich ob das damit nachhaltig umweltfreundlicher wird.. Hier geht es um ein Teil das Leben retten soll und funktionieren muss, dabei aber vorher praktisch nicht wahrgenommen wird ob überhaupt vorhanden / einsatzbereit. Kann man nicht mit dem Radiowecker vergleichen den man so lange neben dem Bett stehen hat bis er nicht mehr funktioniert.
Gerald
J
Juergen
Am Fri, 30 Dec 2022 14:48:15 +0100 schrieb Thorsten Böttcher <thorsten snipped-for-privacy@gmx.net zum Thema "Re: Alte Rauchmelder":
Sofern sie die versprochenen 10 Jahre durchhalten so es welche mit Dauerbatterie sind. Oder anderenfalls nicht irgendwann einfach abgenommen werden weil sie nachts wegen leerer Batterien zirpen oder nach dem x-ten Fehlalarm.
Nachdem was ich jetzt hier gelesen habe sowie im Web bin ich zu der Einschätzung gekommen, dass die Chance, einen Rauchmelder wirklich zehn Jahr nutzen zu können, bei den billigeren Varianten mit Wechselbatterie signifikant höher ist als bei denen mit Zehn-Jahresbatterie. Es scheint selten zu sein, dass bei letzteren die Batterie tatsächlich so lange durchhält. Denke die sind eher was für Vermieter und Firmen die Installation und Wartung anbieten, weil damit etwas weniger Arbeit anfällt. cu. Juergen
A
Arno Welzel
Juergen, 2022-12-30 17:43:
[...]
Die Dinger, die hier von der Hausverwaltung in unserer Mietwohnung vor ein paar Jahren installiert wurden, werden drahtlos regelmäßig geprüft. Die Basisstationen dazu sind jeweils eine auf jedem Stockwerk und einmal ein zentrales Teil im Keller. Wenn da die Batterien mal leer sein sollten, sollte das der Anbieter selber mitbekommen.
A
Axel Berger
Vernünftig angebracht stimme ich zu. Meinen im Wohnungsflur mußte ich versetzen, von der Badezimmer- zur Wohnungstür hin. Jetzt gibt es nach dem Duschen keine Fehlalarme mehr. Die "moderne" Unsitte keine separaten Küchen mit Tür mehr zu haben (gerne Wohnküchen aber ohne Bilder, Bücher und Polstermöbel) macht nach Berichten die ich so höre viele Fehlauslösungen. Sowas will ich nicht, aber meine hier sind seit sechs Jahren vollkommen unauffällig.
R
Rupert Haselbeck
Gerald Oppen schrieb:
Vielleicht schafft es einer derjenigen hier, welche ja bei praktisch allen Dingen mindestens ein dickes Haar in der Suppe finden, ausnahmsweise ja doch irgendwann, auch mal konstruktives zu schreiben, statt stets nur eher substanzlos aber in vielen Worten über all die unfähigen und geldgierigen Konstrukteure und Hersteller herzuziehen...
Konstruktive Vorschläge zur Produktverbesserung, gerade auch in Hinsicht auf Ressourceneinsparung, dürften gerade auch bei einem denkbar billigen, aber lebensrettenden Massenartikel wie Rauchwarnmeldern jedem Hersteller höchst willkommen sein.
MfG Rupert
A
Alexander Schreiber
Geräte mit 10-Jahres-Batterie gab es da aber schon lange, z.B. Casio- Armbanduhren mit 10 Jahren Laufzeit pro Zelle. Und die Grenze war dabei die Lebensdauer der Batterie, da die Stromaufnahme der Elektronik IIRC kleiner war als der interne Leckstrom der Zelle.
Will sagen: Machbar wenn man die richtige Batteriechemie nimmt (hier wohl üblicherweise Lithium), die Elektronik hinreichend sparsam ausgelegt kriegt und eine hinreichend grosse Batterie verbaut.
Man liest sich, Alex.
V
Volker Bartheld
Ich höre immer "teuer". Genau die Geisteshaltung ist das Problem. Gerade in dieser Gruppe. Auch in dieser Gruppe.
Wenn es eine Firma wie Blaupunkt/Panasonic schaffen kann, einen Videorekorder zu bauen, der nach 35 Jahren und liebloser Tonkopfreinigung mit Spray & Vlies ein S-VHS-Band vollkommen problemlos in der damals eben mögichen Qualität abspielt, dann wird es der Zenit deutscher Brandmeldeingenieurskunst doch wohl auch schaffen, ein innen schwarzes ABS-Spritzgußgehäuse, einen Microcontroller, eine LED, einen Fototransistor, passives Hühnerfutter, einen Piezopieper und zwei Batteriefederkontakte so zu designen, daß das Endprodukt 10 Jahre lang tut. Nach einer Q-Tip-Isoprop-Reinigung 5 Jahre ab Kauf wegen mir.
Für 50€. Daß der unbedingt 8,99€ kosten muß, habe zumindest _ich_ nicht verlangt.
Außer, wenn es halt jedes Jahr rumnervt - was die Menschen mit ihrer merkwürdigen Erwartungshaltung in dieser Gruppe ja durchaus schon artikuliert haben.
Volker
H
Hanno Foest
Am 30.12.22 um 17:08 schrieb Gerald Oppen:
Nicht sehr viel anders als das, was man eh schon kaufen kann. Vielleicht aber mit tauschbarer Lithiumzelle guter Qualität - daran könnte der Hersteller sogar noch später Geld verdienen. Und natürlich ohne Bangemachen mit 10 Jahren max. Lebensdauer.
Ach Quatsch. Hast du mal geschaut, wie das im gewerblichen Bereich ausschaut? Da läuft jemand mit einem Obstpflücker-ähnlichen Gerät rum, das über den festinstallierten und -verkabelten Rauchmelder (mitten an der Bürodecke) gestülpt wird, und dann wird mit so einem Gummi-Blasebalg am Griffende der Stange Rauch reingepustet. Meldet der Kollege von der Brandmeldezentrale Alarm, ist alles ok.
Da scheint offenbar eine reine Funktionsprüfung zu reichen, gereinigt und kalibriert wird da nix. Ob diese Rauchmelder alle 10 Jahre getauscht werden bezweifele ich ebenfalls.
Das Prinzip des optischen Rauchmelders ist robust: Sieht die Fotodiode Signal, wenn die Geber-LED feuert, ist da was in der Rauchkammer, was da nicht hingehört, typischerweise Rauch. Koppelt man ein ähnliches Signal mit dem Testknopf ein und es gibt Alarm, kann nicht mehr sonderlich viel an der Elektronik kaputt sein. Überlegungen zu möglicher Verschmutzung der Rauchkammer hab ich bereits in einem anderen Posting angestellt.
Will man es dennoch ähnlich wasserdicht wie im gewerblichen Bereich haben, schreibt man alle paar Jahre oder so einen Test mit z.B. Pollin
580279 vor. Obgleich ich recht kreativ beim Erfinden von Horrorszenarien bin, fällt mir spätestens ab diesem Punkt nichts mehr ein, was noch schiefgehen sollte, was nicht genausogut innerhalb des
10-Jahres-Tauschzyklus passieren könnte.
Mir drängt sich jedenfalls der Verdacht auf, daß sich hier eine Branche gerne einen nachhaltigen Strom an Einnahmen (und der Umwelt einen nachhaltigen Strom an Elektroschrott) verschaffen wollte. Ähnlich wie bei den digitalen Stromzählern: Die müssen nämlich ebenfalls alle 10 Jahre ersetzt werden. Einen Mehrwert gegenüber den zuvor verbauten Ferraris-Zählern, die kein Verfallsdatum hatten und für zig Jahre gut waren, sehe ich (zumindest bei meiner Wohnung) nicht.
"Bis zu" ist immer gut für die Werbewirtschaft. Klingt so, als wäre es nicht vorhanden ("bis zu 10 Jahren" empfinden ziemlich viele Kunden wie "10 Jahre"), läßt aber rechtlich nach unten fast alles offen.
Ts, ts! Hoffentlich nicht! Hoffentlich entsorgst Du den ganzen Rauchmelder vorschriftsgemäß als Elektroschrott.
Zu den Prinzipien des Qualitätsmännitschments gehört der Wirksamkeitsnachweis: Wenn man eine Anordnung trifft (die für die Betroffenen ja oft mit einer Einschränkung und/oder Kosten verbunden ist), muß man diese Anordnung nach einer Weile überprüfen, ob die erzielte Wirkung den Aufwand rechtfertigte. Ist das denn mit der Rauchmelderpflicht schon passiert? Ist das beispielsweise mit der Anordnung der Umweltzonen schon passiert?
Ist das so?
Im eigenen Haus werden derlei Batteriefresser vermutlich schnell ausgetauscht.
Das kann schon sein.
WIMRE blinken meine Billig-Rauchmelder auch nachts nicht herum. Liegt vermutlich am Umgebungslicht (prinzipiell kann eine LED nicht nur leuchten, sondern auch Licht detektieren).
Ist das etwas Neues?
Ich hatte schon Rauchmelder an strategischen Stellen, längst bevor sie Vorschrift wurden. Jetzt aber hängen nicht an allen Stellen welche, wo sie Vorschrift wären, dafür an anderen Stellen welche zusätzlich.
Ich nehme ganz bewußt Billigmelder und tausche sie im Zweifelsfall einfach aus (kommt sehr selten vor). Mit der Batterielebensdauer (Billig-Alkali-9V-Blocks) bin ich zufrieden, die halten jeweils mehrere Jahre.
M
Martin Gerdes
Manuel Reimer snipped-for-privacy@nurfuerspam.de schrieb:
Habe ich. Keine makroskopische Verschmutzung erkennbar.
Die Empfehlung für die Montage und die Empfehlung für einen regelmäßigen Austausch dürfte zumindest auch einem gewissen Umsatzkalkül der Hersteller folgen.
Ich erinnere mich an ein Video aus der Schweiz, das zum Thema hatte, warum man in der Schweiz die Dinger eben nicht vorgeschrieben hat (WIMRE: Ein verhinderter Brandtoter müßte statistisch mit etwa 5 Millionen bezahlt werden, das erschien zu teuer.)
Die Rauchmelderpflicht gibt es in unserem Land ja schon ein Weilchen. Mich würde interessieren, ob dadurch die Zahl der Brandtoten wie suggeriert zurückgegangen ist, fürchte allerdings, daß es diese Information zumindest öffentlich nicht gibt.
Wenn man bedenkt, daß das Nichtbenutzung von Kraftfahrzeugen Leben retten kann und dies das einzige Kriterium ist, müßte man die Nutzung von Kraftfahrzeugen umgehend untersagen.
A
Axel Berger
Du liest zu wenig Zeitung und hörst zu wenig Berufspolitiker: Die neuen kann man für Zwischenstände selbst ablesen. Bei Ferraris scheint das nicht möglich gewesen zu sein, wenn ich alle diese Werbetexte richtig verstehe.
I
invalid unparseable
Batterien sind nicht das einzige Problem, sondern daß sich die optischen Baugruppen beschlagen. Kannst nicht reinigen weil's nicht aufgeht.
w.
T
Thorsten Böttcher
Ja, an den Milliarden Rauchmeldern, die im 10 Jahresrhythmus entsorgt werden geht der Planet zu Grunde. Nicht an den ein oder 2 Smartphones, die alle 2 Jahre bei Vertragswechsel entsorgt werden. Auch nicht an Autos mit >2t und >300 PS, oder Fernsehern die getauscht werden weil man 8k Auflösung anstatt 4k braucht.
Wie denn? Gibt es Rauchmelder mit langlebigen Sensoren? Dann würde ich beim nächsten Kauf mal so ein Modell in Betracht ziehen. Ich glaube allerdings nicht dass sich ein Rauchmelder für 80€ + 20€ Wartung alle 5 Jahre durchsetzen würde.
Sicher tut es weniger weh, wenn Du tot bist. Dann merkst Du garnichts mehr. Wie sagt man so schön hier in der Gegend: besser Arm dran als Arm ab.
Und wenn ich die Wahl zwischen einem gebrochenem Arm oder einer gebrochen Wirbelsäule hätte, würde ich wohl auch nicht lange überlegen. Das gar keine Verletzung die beste Wahl ist, steht wohl außer Frage.
T
Thorsten Böttcher
Am 30.12.2022 um 23:30 schrieb Hanno Foest:
Das stimmt so nicht. Auch die waren nur für eine gewisse Zeit geeicht. Das konnte aber durch Stichprobenprüfung verlängert werden.
T
Thorsten Böttcher
Am 30.12.2022 um 17:43 schrieb Juergen:
Ich kann dazu noch nichts sagen. Als ich angefangen habe, habe ich normale Rauchmelder mit normalen Batterien betrieben. Die waren meistens nach einem Jahr leer. Gefühlt immer mitten in der Nacht. Danach hab ich Lithium-Batterien verwendet, und die Rauchmelder getauscht, die keine Lithium-Batterien akzeptiert haben. Dieses Jahr sind mir nach gut 8 Jahren 2 diese Batterien als leer gemeldet worden. Praktischerweise sind bei den Rauchmeldern auch bald die 10 Jahre um. Die werden also im Laufe des nächsten Jahres ersetzt. Ich hab auch schon einen Rauchmelder mit fest verbauter Batterie im Einsatz, aber erst ein paar Jahre. Wie lange der wirklich schafft, wird die Zukunft zeigen.
T
Thorsten Böttcher
Kann ich nicht bestätigen. Meine Mutter hat eine offene Küche zum Wohnzimmer hin*. Und der Rauchmelder im Wohnzimmer hat noch nie Alarm geschlagen. Bei der ersten Verwendung der Pyrolyse hat aber der Rauchmelder im Flur losgeheult.
*Ich auch, aber ich koche nicht so oft.
T
Thorsten Böttcher
Am 30.12.2022 um 23:31 schrieb Martin Gerdes:
Wenn man das so einbaut, dann könnte die LED das vielleicht. Ich glaub aber nicht dass das jemand einbaut. Meine Blinken auch, oder eher blitzen sie alle paar Minuten kurz auf. Selbst der im Schlafzimmer. Das sieht man aber nur wenn man hinschaut. Mit geschlossen Augen merkt man nichts davon.
Es sei denn mal will sich darüber aufregen, dann kann man sich bestimmt so darüber aufregen dass an Schlaf nicht mehr zu denken ist. Ein Stück schwarzes Isolierband dürfte das Problem wohl final beseitigen.
E
Eric Bruecklmeier
Am 31.12.2022 um 15:01 schrieb Thorsten Böttcher:
Hier blinkt nix:
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