"Die Überprüfung der Alarmfähigkeit ist ausschließlich mittels Testtaste durchzuführen. Aufgrund interner Alarmfilter ist der Rauchwarnmelder Genius H für die Auslösung mit Prüfgas nicht geeignet."
Könnte man sicher ändern, die Frage ist, ob das dann evtl. in kritischen Bereichen (Flur vor der Küche oder so) öfter Fehlalarm gäbe.
cu Michael
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R
Rolf Bombach
Martin Gerdes schrieb:
"Dank fest eingebauter Langzeit-Lithium-Batterie (12 Jahre Garantie) mit Q-Label Zertifizierung ist kein Batteriewechsel notwendig." (Pyrexx)
Interpretiere ich jetzt nicht mit "bis zu". Andererseits interpretiere ich "kein Batteriewechsel notwendig" mit "kein Batteriewechsel möglich".
L
Leo Baumann
Am 31.12.2022 um 18:28 schrieb Rolf Bombach:
S*it businessmen, s*it marketing department ...
:)
R
Rolf Bombach
Gerald Oppen schrieb:
Das stelle ich mir einfach vor: Modulbauweise.
- Gehäuse, dort drin kann man einrasten:
- Messkammer mit Optik, LED und Sensor
- Mikrokontrollereinheit
- Batterie.
Batterie kann/muss man dann nach 5 Jahren wechseln wegen alle, die Messkammer wegen Verdreckung ungefähr alle 6 Jahren, die Mikrokontrollereinheit alle 10 Jahre wegen Softwareupdate oder wegen Reset beim Wechsel der Messkammer, eventuell auch beim Wechsel der Batterie und das Gehäuse alle 15 Jahre wegen Versprödung. Beim kgV von 30 Jahren muss man das Ding eh in globo wegwerfen.
Ganz einfach. Die Natur wird aufatmen.
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Martin,
Du schriebst am Fri, 30 Dec 2022 23:31:43 +0100:
Nee, hoffentlich gibt er den dem Händler zur Entsorgung (zu der der verpflichtet ist) mit einer passenden Bemerkung zurück. Warum wird davon eigentlich allgemein so wenig Gebrauch gemacht?
S
Sieghard Schicktanz
Hallo Thorsten,
Du schriebst am Sat, 31 Dec 2022 14:42:56 +0100:
Ja. Nur.
An der "Meßkammer" (was soll da eigentlich _gemessen_ werden? Da wird nur festgestellt, ob ein Schwellenwert überschritten ist, es wird also _detektiert_) ist doch sowenig dran, daß da quasi überhaupt nichts kaputtgehen kann, solange der Kunststoff noch einigermaßen zusammenhält (aber sowas zu vermeiden ist die Chemieindustrie ja schon recht gut...). Bliebe also noch die Elektronik: direkt an der Kammer eine LED (Lebensdauer >> 10 Jahre) und eine Fotodiode oder ein Fototransistor (dto.). Und dann, außerhalb, die Auswerteelektronik - gehört die noch zum Sensor? (BTW, zeigt das Volkers Video nicht eigentlich recht eindeutig und offensichtlich genug?) Das einzige, was wirklich zu einer Beeinträchtigung der Funktion nach längerer Betriebsdauer führen kann, ist da doch eine ganz banale Verschmutzung durch Staub, vornehmlich Fasern. Und die kann, abhängig vom Anbringungsort, recht verschieden ausfallen. Da kann so ein Ding schon nach einem Jahr "dicht" sein, oder auch nach 15 Jahren noch fast wie fabrikfrisch. Und da fehlt den Dingern ganz einfach was: nämlich eine Testfunktion, die das _Auslösekriterium_ prüft und nicht nur, ob die Elektronik noch tut. Aber sowas gab's nur in der Anfangszeit (ich habe noch so einen, mit einer mechanischen Wippe, die den Strahlengang der Detektorstrecke manipuliert), das wurde irrationaler Weise schon in der spätestens dritten "Generation" weg"rationalisiert"...
G
Gerrit Heitsch
Leider aber nicht failsafe, z.B. wenn die LED kaputtgeht oder sich ein Insekt in die Testkammer verirrt und den Strahl unterbricht bevor er zum Empfänger abgelenkt werden kann. Da gefällt mir das Prinzip des Ionisationsmelders besser. Denn dort fliesst ein Ruhestrom, wenn der ausfällt, entweder durch Verbrennungsprodukte oder durch Ausfall der Ionenquelle, gibt es Alarm.
Gerrit
H
Hanno Foest
Am 31.12.22 um 17:58 schrieb Michael Schwingen:
Würde mir nicht gefallen. Keine Ahnung, was da für "Alarmfilter" werkeln mögen, aber wenn ich den Rauchmelder nicht mit Rauch testen kann, hätte ich immer das ungute Gefühl, daß vielleicht auch "echte" Alarme gefiltert werden.
Hanno
M
Michael Schwingen
Das liesse sich vermutlich durch den Einbau von jeweils 2 LEDs und Photodioden vermeiden, so daß man 100% Selbsttest implementieren kann.
Vermutlich ist aber die Wahrscheinlichkeit für diese Ausfälle so gering, daß das in der Praxis den Aufwand nicht lohnt.
cu Michael
G
Gerald Oppen
Am 30.12.22 um 21:50 schrieb Volker Bartheld:
8,99€ für 10 Jahre pro Rauchmelder wird noch halbwegs quer durch alle Bevölkerungsschichten akzeptiert. Da hat ein Modell für 50€ bei fünffacher Lebensdauer deutlich weniger Chancen.
Vor 35 Jahren wurden auch noch Materialien verwendet die heute nicht mehr verwendet werden dürfen, ebenso die damaligen Produktionsmethoden. Und in 35 Jahren wird man auch noch bei einzelnen Rauchmeldern belegen können dass sie noch funktionieren. Damit sie aber ihren Zweck erfüllen reicht es nicht wenn nach 10 Jahren noch 50% funktionieren und nach 35 Jahren vielleicht auch noch - es sollten noch annähernd 100% funktionieren.
A
Axel Berger
Was ist das Testgas eigentlich? In meiner naiven und hoffentlich komplett falschen Phantasie fallen mir nur Sachen ein, die das Innere auf die Dauer verkleistern. Muß ja nicht gleich Zigarettenrauch oder Bratfett sein aber etwas in der Art.
G
Gerald Oppen
Am 31.12.22 um 18:47 schrieb Rolf Bombach:
Und die Kosten inkl. Logistik dafür? ISTA bietet dafür ein Wartungsmodell mit 5 Euro / Jahr und Rauchmelder an (Mein Stand von 2015 - inzwischen vermutlich mehr).
Gerald
V
Volker Bartheld
Du verwechselst "Garantie" mit "Gewährleistung". Zumindest im deutschen Rechtsraum ist Ersteres eine rein freiwillige Leistung des Herstellers und an ziemlich arbiträre Bedingungen geknüpft. Z. B. daß jedes Jahr der T€$tmok€l gekommen ist und Du alle Aufkleber in Deinem Fleißhefterl hast. Oder jeden Sonntag beim Beichten warst.
Einführung demnach in Bestandsbauten frühestens 2011/12 (BW, SH, RP, HH) in Neubauten so ab 2005. Einen deutlichen Knick ab der Jahrtausendwende sehe ich da eher nicht. Aber, wir wissen ja: Es zählt jedes einzelne Menschenleben. Und selbst Verletzte sind tragisch!
. o O ( Vor Allem, wenn nicht vorher die Kasse geklingelt hat. )
Volker
*) Niedlich hier auch die Implikation, man könne dem Ergebnis der britischen Studie abhelfen, daß "2/3 der batteriebetriebenen Rauchmelder wegen fehlerhafter oder leerer Batterien nicht funktionieren würden", indem man Rauchmelder nach DIN EN 14604 prüfe. Weil dort insbesondere "ein wiederkehrendes Warnsignal [...] mindestens
30 Tage vor Ende der Batterielebensdauer einen nötigen Batteriewechsel anzeigen [muss].".
Der Plan wird wohl nur bei fest verschraubten Teilen mit untrennbar verbundener Batterie aufgehen. Denn was macht $KUNDE wohl, wenn die Batteriewarnung losgeht?
a) Sofort losrennen und bevorrateten, hoffentlich nicht ausgelaufenen Ersatz aus dem Ärmel zaubern oder
b) den Störenfried erstmal stilllegen und irgendwann dann (vielleicht) eine neue Batterie oder ein komplett neues Gerät kaufen.
Volker
V
Volker Bartheld
Whataboutism.
Hädikanntiwari. Du hast aber nicht die Wahl. Niemand, der nicht die Zukunft vorhersagen kann, hat die. Ich hätte übrigens gewählt nicht zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein.
Volker
M
Michael Schwingen
Mir würde es reichen, wenn die Geräte für IIRC damals >30€ wenigstens die versprochenen 10 Jahre Lebensdauer erreichen würden. 5-6 Jahre finde ich da etwas peinlich.
Ah ja - der Hersteller schreibt beim Nachfolgemodell:
"Wir haben das Energiemanagement völlig neu gedacht und damit konsequent an die sich rasant veränderten Kundenbedürfnisse und äußeren Einflüsse angepasst. Unter anderem haben wir die Energiereserven deutlich erhöht. Die neuen Editionsmelder sind damit auch bei intensiver Nutzung extrem langlebig.".
Hm. Das Einhalten der versprochenen Lebensdauer sind also "veränderte Kundenbedürfnisse"? Besonders "intensive Nutzung" kann bei Null Alarmen in Summe und einmal pro Jahr Test per Taster ja wohl nicht vorliegen.
Garantie gibt es auch bei den neuen trotzdem nur 5 Jahre :-|
cu Michael
V
Volker Bartheld
Ich würde jetzt auch mal annehmen, daß der Fehlerfall "LED zieht immer noch Strom, leuchtet aber nicht bzw. nicht mehr genügend" vergleichsweise unwahrscheinlich ist.
Vielleicht kann man es auch schaffen, die (einzige) LED so zu dimensionieren, daß sie im Regelfall mit einem Bruchteil ihrer Helligkeit läuft, anläßlich der regelmäßigen Selbsttests aber so, daß durch Streulicht an den Wänden der Testkammer _trotzdem_ der Sensor (Fotodiode, usw.) was mitkriegt. Dabei kann man dann auch gleich die Ansprechschwelle nachführen.
Das geht dann natürlich nicht mit PWM allein, aber vielleicht reicht ein Widerstandsnetzwerk oder man integriert in einen Kondensator rein und betreibt mit dessen Spannung den Treibertransistor.
In Summe sieht mir das nach einer BOM von unter 5€ aus:
- ATTINY 85-20 PU: 2,14€.
- Piezo Alarmpiepser 90dB, 5V: 2,00€.
- 5mm PIN-Fotodiode mit Tageslichtfilter: 0,11€.
- NPN-Fototransistor: 0,12€.
- Funktions-LED rot, 5mm, 3000mcd: 0,19ct.
- Batteriehalter 2xAA: 0,45€.
- FR4 + Fotoresist, einseitig, 50x50mm: 0,69€.
- Passive Bauteile: ~1€.
- Produktion, Lot, Arbeitszeit: ?
- ABS-Spritzguß, Magnethalterung, Alibi-Dübel und Schräubchen: ?
- Kartonverpackung mit Aufdruck und BDA: ?
NB: Endkundenpreise von Farnell, Reichelt & Co.
Volker
V
Volker Bartheld
Ich würde jetzt auch mal annehmen, daß der Fehlerfall "LED zieht immer noch Strom, leuchtet aber nicht bzw. nicht mehr genügend" vergleichsweise unwahrscheinlich ist.
Vielleicht kann man es auch schaffen, die (einzige) LED so zu dimensionieren, daß sie im Regelfall mit einem Bruchteil ihrer Helligkeit läuft, anläßlich der regelmäßigen Selbsttests aber so, daß durch Streulicht an den Wänden der Testkammer _trotzdem_ der Sensor (Fotodiode, usw.) was mitkriegt. Dabei kann man dann auch gleich die Ansprechschwelle nachführen.
Das geht dann natürlich nicht mit PWM allein, aber vielleicht reicht ein Widerstandsnetzwerk oder man integriert in einen Kondensator rein und betreibt mit dessen Spannung den Treibertransistor.
In Summe sieht mir das nach einer BOM von unter 5€ aus:
- ATTINY 85-20 PU: 2,14€.
- Piezo Alarmpiepser 90dB, 5V: 2,00€.
- 5mm PIN-Fotodiode mit Tageslichtfilter: 0,11€.
- NPN-Fototransistor: 0,12€.
- Funktions-LED rot, 5mm, 3000mcd: 0,19ct.
- Batteriehalter 2xAA: 0,45€.
- FR4 + Fotoresist, einseitig, 50x50mm: 0,69€.
- Passive Bauteile: ~1€.
- Produktion, Lot, Arbeitszeit: ?
- ABS-Spritzguß, Magnethalterung, Alibi-Dübel und Schräubchen: ?
- Kartonverpackung mit Aufdruck und BDA: ?
sup: Uh-oh. Mea culpa. Habe noch zwei Taster vergessen. Einer für den Test und einer zum Nerven - pardon - zur Manipulationserschwerung. Da nehmen wir, man gönnt sich ja sonst nichts, die Luxusvarante von Omron:
- 2x OMR B3FS-1000P: 0,50€.
NB: Endkundenpreise von Farnell, Reichelt, Bürklin & Co.
Weil die passende Bemerkung die Ladnerin, die das unbrauchbare Gerät als Schrott entgegennimmt, nicht groß juckt?
Der Hersteller sollte wissen, daß sein Produkt vor der Zeit kaputtgegangen ist. Allenfalls das könnte etwas bringen. Aber ob das den Hersteller dann juckt?
O
olaf
Redest du gerade von der Akkugarantie der E-Auto? :-D
Olaf
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