Seit 2013 sind Rauchmelder in Bayern für neu gebaute Wohnungen verpflichtend, seit 2017 für alle Wohnungen. Da sie nach 10 Jahren ersetzt werden müssen, wird es ab 2023 wohl einen steten zusätzlichen Strom von Elektronik-Schrott geben.
Mich würde interessieren, ob schon mal jemand bei einem ausgemusterten Rauchmelder in die Rauchkammer geschaut hat. Deren zu erwartende Verschmutzung durch Staub ist ja das Hauptargument für die gesetzliche Tauschpflicht. Von alternder Elektronik habe ich dagegen noch nichts gehört. cu. Juergen
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G
Gerrit Heitsch
Oder auch nicht weil viele schon vor den 10 Jahren eine leere Batterie gemeldet haben und getauscht wurden. Von meinen hier hat keine die 10 Jahre gehalten.
Irgendwie fand ich die mit wechselbarer Batterie besser.
Gerrit
M
Marcel Mueller
Naja, die sind aber oft auch so schlecht designt, dass die Batterie nach weniger als einem Jahr leer ist. Ist ja egal, zahlt ja der Kunde. Wenn man da ein größeres Haus hat, kann man gefühlt jede zweite Woche eine andere Batterie tauschen. Und natürlich werden die Batterien immer nachts leer und rauben einem den Schlaf. In der Praxis kenne ich es so, dass wenn einer nachts nervt, die Batterie entfernt wird, und das war's dann. Aus den Augen aus dem Sinn. So habe ich es zumindest schon in einigen Haushalten gesehen.
Die Melder mit 10 Jahres-Batterie haben hingegen die Uhrzeit drin und heulen nachts nicht über leere Batterien. Und auch das Geblinke nervt nachts nicht rum, das ist bei meinen zumindest so. Aber es sind auch schon 2 von 10 vorzeitig ausgefallen. Einer wurde auf Garantie getauscht. Bei zweiten haben sie dann gezickt. Das Garantieversprechen für die Batterie existiert also nur auf dem Papier.
Marcel
V
Volker Bartheld
DIN 14675. Wer 167€ übrig hat, erfährt möglicherweise, daß:
"[...] für baurechtlich geforderte Brandmeldeanlagen ein Austausch punktförmiger Rauchmelder in definierten Zeiträumen zu erfolgen hat:
- nach fünf Jahren für automatische Melder ohne Messwertnachführung beziehungsweise ohne Verschmutzungskompensation, wenn die Einhaltung der Ansprechschwelle bei der Überprüfung vor Ort nicht festgestellt werden kann [und]
- nach acht Jahren für automatische Melder mit einer mikroprozessorgesteuerten Messwertnachführung oder Verschmutzungskompensation, wenn die Einhaltung der Ansprechschwelle bei der Überprüfung vor Ort nicht festgestellt werden kann. [...]"
Übersetzt: Eine generelle _Pflicht_ zum regelmäßigen Tausch existiert nicht. Daß man defekte weil unbrauchbare (i. S. der Ansprechschwelle) Geräte austauscht, sollte sich von selbst verstehen.
Das wird es bestimmt. Nämlich weil niemand sich die Mühe einer Prüfung macht und für das Ergebnis garantiert.
Ist doch egal, warum das Ding nicht oder - häufiger - dauernd auslöst, oder? Schau in ein x-beliebiges elektronisches Gerät, Deinen PC z. B., die Wechselobjektivkamera, die Deckenlampe. Das was man da findet, findet man auch in einem Rauchmelder. Es wird zwar keine Dreckfahnen wie an Türscharnieren, Dunstabzugshauben und Prozessorlüftern geben, aber was sollte Staubteilchen, Pollenkörnchen oder Öltröpfchen in einer Größe vergleichbar zum detektierbaren Rauch daran hindern, in so einen Melder einzudringen und sich dort auf dem Sensor niederzuschlagen?
Volker
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Volker Bartheld
DIN 14675. Wer 167€ übrig hat, erfährt möglicherweise, daß [1]:
"[...] für baurechtlich geforderte Brandmeldeanlagen ein Austausch punktförmiger Rauchmelder in definierten Zeiträumen zu erfolgen hat:
- nach fünf Jahren für automatische Melder ohne Messwertnachführung beziehungsweise ohne Verschmutzungskompensation, wenn die Einhaltung der Ansprechschwelle bei der Überprüfung vor Ort nicht festgestellt werden kann [und]
- nach acht Jahren für automatische Melder mit einer mikroprozessorgesteuerten Messwertnachführung oder Verschmutzungskompensation, wenn die Einhaltung der Ansprechschwelle bei der Überprüfung vor Ort nicht festgestellt werden kann. [...]"
Übersetzt: Eine generelle _Pflicht_ zum regelmäßigen Tausch existiert nicht. Daß man defekte weil unbrauchbare (i. S. der Ansprechschwelle) Geräte austauscht, sollte sich von selbst verstehen.
Das wird es bestimmt. Nämlich weil niemand sich die Mühe einer Prüfung macht und für das Ergebnis garantiert.
Ist doch egal, warum das Ding nicht oder - häufiger - dauernd auslöst, oder? Schau in ein x-beliebiges elektronisches Gerät, Deinen PC z. B., die Wechselobjektivkamera, die Deckenlampe. Das was man da findet, findet man auch in einem Rauchmelder. Es wird zwar keine Dreckfahnen wie an Türscharnieren, Dunstabzugshauben und Prozessorlüftern geben, aber was sollte Staubteilchen, Pollenkörnchen oder Öltröpfchen in einer Größe vergleichbar zum detektierbaren Rauch daran hindern, in so einen Melder einzudringen und sich dort auf dem Sensor niederzuschlagen?
Volker
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G
Gerrit Heitsch
Die mitgelieferten Zink/Kohle-Batterien halten nicht lange, ja, aber mit Alkali oder Li kommt man sehr weit.
Meinst du... Scheint nicht bei allen zu sein. Die, die ich hier haben scheinen die Batterie vom Melder zu trennen wenn man ihn von der Grundplatte entfernt.
Gerrit
M
Marcel Mueller
Die Frage ist halt /wie/ weit. Werden die Batterien wirklich einigermaßen entladen, oder meckern sie nach 30% Entladung schon rum?
Einen Reed-Schalter haben die hier auch. Aber ich nehme mal an, der deaktiviert nicht die Uhr.
Marcel
G
Gerrit Heitsch
Nachdem die hier einmal am Tag einen *Tick* produzieren, warum auch immer und das die Zeit ist an der man den Melder auf die Grundplatte gesteckt hat (*) scheint hier eine komplette Trennung der Batterie stattzufinden.
(*) Etwas Drift ist dabei drin.
Gerrit
J
Juergen
Am Thu, 29 Dec 2022 13:45:01 +0100 schrieb Gerrit Heitsch snipped-for-privacy@laosinh.s.bawue.de> zum Thema "Re: Alte Rauchmelder":
Ich kann mich nicht erinnern, ob mir vor 10 Jahren schon Rauchmelder mit
10-Jahres-Batterie bekannt waren.
Die gibt es nach wie vor zu kaufen.
cu. Juergen
G
Gerrit Heitsch
Mindestens 7 Jahre gibts die schon und von denen die beim Einzug hier an der Decke waren ist keiner mehr vorhanden, mussten alle ersetzt werden weil sie eine leere Batterie meldeten.
Gerrit
M
Manuel Reimer
Habe ich tatsächlich. Bei einem Rauchmelder der schon installiert war lange bevor es Pflicht wurde. Rein optisch ist mir gar keine Verunreinigung aufgefallen. Allerdings in einem Flur in dem weder Rauchgase noch Essensdämpfe in nennenswertem Umfang auftreten.
Die Empfehlung für den Tausch ist aber sicher so gewählt das sie auch für Raume im Mittel passt wo mehr Verunreinigungen auftreten. In der Küche oder in einem Raucherhaushalt zum Beispiel. Und auf 10 Jahre gerechnet ist auch ein teurer Rauchmelder noch billig. Erst Recht wenn man bedenkt das die Dinger Leben retten können.
Gruß
Manuel
M
Marc Haber
Meine funkvernetzten Hekatron-Melder mit Zehn-Jahres-Batterie sind
2018 gekauft und 2022 reihenweise mit leerer Batterie ausgefallen. Lästig ist die Suche nach dem Melder mit leerer Batterie; die Geräte wurden allesamt kostenfrei getauscht.
Grüße Marc
V
Volker Bartheld
Die hält ja auch nur "bis zu" zehn Jahren. Danach wirfst Du nicht nur die Batterie, sondern den ganzen Rauchmelder mit fest installierter Batterie weg.
Win: Rauchmelderhersteller kann neues Gerät verkaufen. Win: Batteriehersteller kann neue OEM-Batterie verkaufen. Win: Du hast ein tolles Einkaufserlebnis und kannst von der neuesten Technologie profitieren ("Lebensdauer nun bis zu 15 Jahre!!!").
Volker
V
Volker Bartheld
Ja, für den Konjunktiv sollte uns nun wirklich kein Preis zu hoch sein! Insbesondere wenn Kinder!!!!111einself betroffen sind. Und das sind sie schließlich immer, egal, welches Alter. Irgendwoher muß so ein Mensch ja kommen.
Volker
H
Hanno Foest
Am 29.12.22 um 17:33 schrieb Gerrit Heitsch:
Mich würde ja mal interessieren, ob man die "fest verbauten" Batterien wohl tauschen kann, oder ob die derartigen Rauchmelder einen Mechanismus haben, der das verhindert (Exitus nach Trennung von der Batterie o.ä.)
Hanno
H
Hanno Foest
Am 29.12.22 um 16:12 schrieb Volker Bartheld:
Hab ich gemacht. 15a alt. War porentief rein. - Ausfallgrund war übrigens ein ausgeleierter und/oder oxidierter 9V Batterieclip. Gab seltsame Effekte - frische Batterien wurden als leer gemeldet, aber erst nach Wochen oder Monaten.
Das Dings ist an der Zimmerdecke, wo eh wenig Staub hinkommt, und hat keine meßbare Eigenerwärmung, die eine Konvektionspumpe für staubtragende Luft befeuern könnte. Entsprechend wenig findet sich da.
Und selbst wenn da nennenswert Staub reinkommen sollte: Wie du sicher weißt, hat das Teil eine LED, die in eine schwarze Kammer leuchtet, und eine Fotodiode, die die LED nicht direkt sieht, aber schon mögliches (rauchinduziertes) Streulicht aus der Kammer. Ist da jetzt nennenswert (sedimentierter) Staubdreck in der Kammer, gibt es zwei Möglichkeiten:
- die Elektronik hat fixe Schwellwerte und fängt an, aufgrund des Streulichts durch den sedimentierten Staub auszulösen. Das Gerät wird dann aufgrund dieser Fehlalarme ersetzt werden: keine Gefährdung.
- die Elektronik reagiert lediglich differenziell aufgrund von "schnellen" Änderungen im Minuten- oder Stundenbereich. Dann spielt der langfristig (über Jahre) angesammelte Streulicht-Offset keine Rolle, aber das zusätzliche Streulicht durch die Rauchgase erzeugt ein Signal, was genauso groß ist wie ohne Verschmutzung: Der Melder meldet ordnungsgemäß, keine Gefährdung.
Probleme gibt es erst, wenn der Rauchmelder derart massiv verschmutzt ist, daß die Rauchgase nicht mehr reinkommen, oder der Streulicht-Offset den Empfänger zustopft.
Oder wo hab ich hier einen Denkfehler?
Hanno
A
Axel Berger
Ich halte es für möglich. Du beschreibst die Kammer zu recht als schwarz. Wenig gegen nichts ist ein meßbarer Unterschied, wenig gegen gleich wenig aus anderer Qeuelle aber nicht.
Das ist natürlich nur so dahin geraten, man könnte und sollte es messen. Ich hoffe die Hersteller haben es getan.
J
Juergen
Am Fri, 30 Dec 2022 02:08:48 +0100 schrieb Hanno Foest snipped-for-privacy@tigress.com zum Thema "Re: Alte Rauchmelder":
Bei manchen Modellenn scheint das kein großes Problem zu sein...
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cu. Juergen
V
Volker Bartheld
Nirgends. Genau so sehe ich das auch. Dennoch werden die Dinger z. T. sogar deutlich vor den empfohlenen (nicht: vorgeschriebenen) Wechselintervallen weggeschmissen.
Volker
T
Thorsten Böttcher
Ach naja, die Dinger kosten unter 10€ im Angebot, ich hab 3 in der Wohnung. Macht bei 10 Jahren 3€ pro Jahr.
Da im familiären Umfeld schon 3 Wohnungen gebrannt haben gönne ich mir den Spaß. Ich gebe für andere, teilweise weniger sinnvolle, Dinge wesentlich mehr Geld aus.
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