Solche Schaltungen gabs in ähnlicher Form schon zu Zeiten als Otala aktuell war (nur um die Zeit einzugrenzen) - damals wurden trickreiche Schaltungen entworfen, die den Ruhestrom des jeweilig nicht beteiligten Endstufentransistors nicht auf Null sinken ließ.
Andere 'Baustelle' war Current Dumping, das einen 'schwache' Class A mit einer Class B Leistungsstufe verband. Siehe Quad 405
Du meinst also (ich trag mal Werte ein, die mir plausibel...
J
Jan Bruns
Marcel Mueller:
erschließen.
Also ich habe die Vielzahl bestehender Ansätze wie gesagt nicht im Überlick, das war ja auch der Grund für mich, jetzt wenigstens mal das hier rumstehende Gerät anzuschauen.
Nicht allgegenwärtig ist jedenfalls sicherlich die Vorstufenkonstruktion, mit der anscheinend praktisch der gesamte Leistungsbereich auf nur wenigen µV Eingangs-differenz abgebildet wird. Das ist ja alles andere als erforderlich, man kann ja sicherlich auch den Leistungsteil relativ direkt an den Eingang koppeln, und das Feedback relativ spät als Korrektursignal handhaben.
Weiter scheint mir die Abhängigkeit der Schaltung von Bauteileparametern ungewöhnlich zu sein, die werden da in der Fabrik schon reichlich mit Bauteileselektion zu tun gehabt haben. Mit Teilen aus dem Elektronikladen um die Ecke bräuchte man wohl gar nicht erst versuchen, die Schaltung nachzubasteln, selbst wenn die Bauteile gleich beschriftet sind.
Ja, ging ja nur ums Prinzip, wobei ja nichtmal ganz klar ist, *wie* gruselig.
Nunja, das ist aber a) ein prinzipell leistungsloser Sprung, der ganz natürlich aus der ohnehin vorhandenen Stromregelung folgt, und b) mit Teilen und in einer Schaltweise, die auch einen lastbehafteten solchen Sprung abbilden können müsste.
Ich meine, mir ist das z.B. natürlich schon oft passiert, daß der Verstärker über Nacht versehentlich angeblieben ist. Also so quasi für Standbyzwecke wäre das (schätze ich mal) bestimmt eine Alternative, die immer noch Klassen besser klingt, als urtümliche Küchenradios, PC- Lautsprecher, usw.
Letzteres nicht wirklich. Ausserdem kann man zu dem Thema zunächst mal nicht aus den Augen verlieren, daß das ganze in eine Schleife verbaut ist, so daß das ganze sowieso in erster Linien mal tugendhafte Schwafelei ist.
Schon, aber bis das auch soviel weniger ist, daß schon der gewohnte Ruhestrom nicht mehr ankommt...
Man kann diesen Strom so gesehen aber gar nicht einstellen, da er (im Endergebis) mit der Ausgangsspannung steigt.
Experimentieren
Ach.
Nunja, ich meinte eigentlich auch nicht wirklich expermentieren im Sinne von "mal den Transistor rausrupfen, und schauen, wie sich ein zusammenbringen der ersatzweise eingelöteten Kupferlitze auf den Klang der angeschlossenen Lautsprecher auswirkt".
Zum schwingen bringen glaube ich spontan auch. Aber eher weil im Nullpunkt jegliche Differenzverstärkung, und insbesondre das besagte Mapping einiger µV Gate-Differenz auf volle Pulle offene Endtransistoren grundverkehrt ist.
Och. Wenn man z.B. als Signalquelle eh' fix einen einzelnen DA hat, hat man vllt. auch noch einen weiteren zum Einspeisen ebensolcher Parameter parat.
Gruss
Jan Bruns
L
Ludger Averborg
PC-Lautsprecher sind offenbar sehr unterschiedlich. Ich habe jetzt Lautsprecher von Logitech (Logitech Z120 Notebook-Lautsprecher 2.0) für unter 20 €, die klingen besser als alles in dieser Richtung was ich bisher hatte. Und viel besser als das Küchenradio oder die
80-€-Internet-Radios.
l.
J
Jan Bruns
Marcel Mueller:
So sehr wichtig sind Verstärker nicht, empfinde ich auch so. Man leitet sich die verstärkten Signale ja auch nicht direkt ins Hirn, sondern hat noch technisch gesehen allerhand Widrigkeiten dazwischen.
Der obere Grenzwert deiner Zahlenangabe ist ein Promille harmonische Verzerrungen in der Spannung. Das ist zwar keine grobe Signalverformung mehr, aber das so komplett der Unhörbarkeit zuzuordnen geht mir denn doch ein bisschen weit.
Warum hat man denn noch bis sagen wir 2010 feine Unterschiede zwischen verschiedenen DA-Wandlern gehört? Nahe dran an den 16 Bit Auflösung waren die schon von Anfang an. Gut, Auflösung ist da jetzt nochmal was anderes als "Genauigkeit", aber mit ganzen Prozenten THD kamen die Dinger auch gar nie daher.
Also ich finde, -60dB ist trotz der Widrigkeiten schon noch so Klang, wenn auch da langsam dünn werdend. Und weit entfernt davon, beruhigt Unhörbarkeit und psychoakustische Unwirksamkeit postulieren zu können.
Ist komisch. Für mich war PA immer irgendwie ein Garant für miese Tonqualität. Heute nicht mehr so.
Gruss
Jan Bruns
R
Rolf Bombach
Gerhard Hoffmann schrieb:
Der 741er wurde mit ±15 V betrieben, die Ausgangsspannung war 2.5 V peak, der Lastwiderstand 5 kOhm. Das sind exakt auch die Bedingungen, wie sie in traurigen Realisierungen vorkamen, etwa den "semiprofessionellen" Mischpulten in "Null-Ohm-Technik" von Radio-RIM. Dementsprechend beschissen klangen die dann auch.
Es geht um die Slew-Rate-Begrenzung. Der 741 hat da sehr lahme Werte um 0.5 V/us, da die lateralen PNP nicht viel Phasenreserve hergeben. Die Leerlaufverstärkung des 741 beträgt typ 200'000, was ein völlig normaler Wert für viele Opamps ist, die keine extra-Verstärkungsstufe wie die vom Typ 07 aufweisen. Als GBW wird 1.5 MHz angegeben, bei Gain 10 wären 150 kHz BW zu erwarten, damit würde man jetzt nicht mit TIM rechnen. Ist aber da.
Das hat Otala wo behauptet? Curl taucht nur in einem massgeblichen Paper als Co-Autor auf, JAES 1977. Wahrscheinlich hatte Otala einen merkwürdigen Praktikanten eingefangen, das kann vorkommen.
Ja, Curl spinnt. Und? Was hat das mit dem Thema zu tun? Und wo hast du deine Erkenntnisse publiziert?
LT1028 ist über 20x schneller als 741. Und was ist hier Misshandlung?
Ich denk nicht daran. Hill hat immer zugegeben, dass er Themen auslässt und auch warum.
Infantiler Beissreflex und dann fussaufstampfend rauslaufen. So verschafft man sich Glaubwürdigkeit, wie Donald Trump auch.
B
Bubo bubo
Am 15.12.2019 um 22:52 schrieb Rolf Bombach:
Ja, der scheint auch so ein übergeschnappter Narzisst zu sein.
R
Rolf Bombach
Marte Schwarz schrieb:
Geschwurbel wurde den Kindern anerzogen. Das ist die TV-Generation, allerdings ist die auch schon vierzig¹ Jahre her. Da hatte ich mal mich verzappt und wurde Zeuge einer dieser besonders dämlichen Kinder-Spiel-und-Laber-Shows. So ein Knirps beinahe im Vorschulalter wurde etwas gefragt, was eigentlich nur mit ja oder nein beantwortet werden konnte. Zuerst dachte ich, der Knirps macht sich vor Schreck in die Hose und antwortet so was wie "hmmääh", aber dann kam: "Ich würde hier jetzt diese Frage mal mit einem Ja beantworten". Oder noch was schwurbeligeres, so genau kann ich mich nicht erinnern. Das war wohl der Anfang vom Ende, oder der Anfang der SPD-Karriere dieses Zwergs.
Heisst das korrekt nicht "zu diesem Behufe"?
¹ Eine weitere Dekadenz der abkürzungsverseuchten Smartphone-Ära ist der Gebrauch von Ziffern für Kardinalzahlen, also hier "40 Jahre". Oder "ich habe mir 2 Äpfel gekauft". Gruselig.
L
Ludger Averborg
Da habe ich in der Schule (1943-1958) gelern, dass man Zahlen bis 9 ausschreibt und ab da Ziffern verwendet.
l.
H
Hanno Foest
Am 16.12.19 um 00:17 schrieb Ludger Averborg:
Ich kannte das bis 12, scheint auch richtig (gewesen) zu sein:
formatting link
Hanno
G
Gerhard Hoffmann
Am 15.12.19 um 22:52 schrieb Rolf Bombach:
Ob du daran denkst ist mir völlig egal. Du warst in dem Subthread überhaupt nicht vertreten. Frag ihn doch. s.e.d ist gleich nebenan, und Win ist ziemlich nett. Und er hat auf diyAudio einen 100W, 1KV/usec, 10 MHz Bandbreite- Verstärker veröffentlicht, da sollte er sich mit der Problematik wohl auskennen.
Mal ehrlich, hast du was getrunken?
Erinnere dich erst mal an den Unterschied zwichen Groß- und Kleinsignalbandbreite. Wie war das, ein Opamp hat gain == inf. Angenommen, es wären 200K bei DC, mit einer -3 dB corner von < 5 Hz bleiben bei der dominant pole compensation bei 50 KHz noch viele dB übrig, dass er sich so richtig wie ein toller OpAmp verhalten muss?
Die pnps haben mit dem Phasenrand absolut nix zu tun, wenn es nicht überhaupt Substrat-Transistoren sind. (mit Col. = Vee)
Hat die Slewrate möglicherweise überhaupt nix mit der Bandbreite zu tun, oder ist es vielmehr das popelige bisschen Tailstrom der Eingangsdifferenzstufe, das den Strom für die Kompensation der VAS-Stufe liefern muss, und die CCS gibt eben nur < 1 mA her?
Ich habe vor 10 Jahren die Messung nachgebaut und Curl selbst hatte an der Messung nichts auszusetzen. Das hat ihn aber nicht davon abgehalten, von FM-Effekten zu faseln um die gebrochenzahlige Intermodulation zu erklären. Und so weiter.
Den Pointer auf den thread habe ich angegeben. Der hat mittlerweile so um die 90000 posts, ist immer noch aktiv; aber die simple Frage des T-Starters ist immer noch nicht beantwortet. Die Moderatoren haben ihn in die Lounge verpflanzt, wo er gut aufgehoben ist. Dort ist wissenschaftliche Ehrlichkeit weniger wichtig.
Von Otala selber ist nix Ruhm-Generierendes nachgekommen. Er ist halt der Held der Audio-Esoterik-Zirkel. Ein früher Mahner vor einem Nichtproblem.
Scott W. in dem thread ist übrigens derjenige, der den AD797, AD825 und intermodulationsfreie DSL-Treiber entworfen hat. Der kann's.
Gerhard
F
Franz Glaser
Am 16.12.2019 um 00:57 schrieb Hanno Foest:
Schon das Wort "Schreibung" ekelt mich derart an, dass ich die Seite nur mit Grausen öffne.
Was denn, wenn die Zahl negativ ist? "minus fünf komma dreiundzwanzig" "Drei grad 18 minuten 45 sekunden Ost"
GL :-)
F
Fritz
Am 16.12.19 um 01:49 schrieb Gerhard Hoffmann:
AD797 .... noch immer sehr gut!
H
Hanno Foest
Ist ja nur der Dudenverlag - ein Franz Glaser ist da natürlich eine ganz andere Autorität.
Hanno
F
Franz Glaser
ad-personam verquirlt mit "WIR SIND DIE KLUGEN" :-)
Der Duden richtet sich doch nur nach dem Pöbel und der Pöbel nach den synchronisierten US-Schinken: "Isch dennge" :->
GL
H
Hanno Foest
Auch schon zu deiner Zeit. Entsprechend ist dein angeekeltes Sprachgefühl vom Pöbel zu deiner Zeit geprägt worden, und daß du es jetzt als normativ nimmst, läuft lediglich auf das übliche "früher war alles besser" raus.
Es steht dir frei, eine bessere Quelle als den Duden zu nennen.
Hanno
J
Jan Bruns
Marte Schwarz:
Ungefähr Distanzierung. Es ging halt um Werbetext, der a) möglicherweise gar nicht geeignet war, technische Informationen in der hier erwünschten Aussagekraft zu transportieren, und der b) im Laufe der Jahrzehnte bis heute durchaus auch wundersame, durch meine Erinnerung veranstaltete Veränderungen durchlaufen haben könnte.
Gruss
Jan Bruns
R
Rolf Bombach
Franz Glaser schrieb:
Daher schrub ich explizit Kardinalzahl. Und nicht Zahl wie 3.1416 oder Nummer wie 221B. Eine Kardinalzahl gibt die Mächtigkeit einer Menge an, eben zum Beispiel "drei Äpfel".
R
Rolf Bombach
Hanno Foest schrieb:
Früher (1980) wars der Pekrun.
R
Rolf Bombach
Newdo schrieb:
Aber alles in doppelt, sodass eine Art Fensterdiskriminator entsteht. Zitat: " Zwei OPA verarbeiten die NF in der Form, dass TR502 ab einer NF (nach dem LS-Regler) von ca. 850mV leitet, und ab ca. 7,5V wieder sperrt. Der Dual Optokoppler steuert seine beiden Fotodransistoren also ab 850 mV an, um sie bei 7,5V wieder "in Dunkelheit" zu lassen."
R
Rolf Bombach
Marcel Mueller schrieb:
Magnetostaten haben das so an sich, auch wenn sie nicht defekt und richtigkonstruiert sind. Und die Impedanzen können bei diesen Lautsprechern unter 1 Ohm sinken. Auch 0.2 Ohm wurden schon beobachtet. Da helfen dann nur schlechte Lautsprecherkabel *duck*.
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