"Smart" Lock 'Switchbot'

Jul 26, 2026 Last reply: vor 1 Stunde 12 Replies

Hallo



Eben las ich bei Heise (Bestenlisten) über das Switchbot Smart Lock, ein Elektronisches Schloß (eigentlich ein Schlüsselbeweger) für die Haus/Wohnungstür - mit einer Außeneinheit die bis zu 100 Personen "erkennen" soll.



Mal ne Frage dazu: Diese Außeneinheit muß ja außerhalb der Wohnung angebracht werden, also z.b. neben der Tür die es zu öffnen gälte.



Was ist jetzt wenn <irgend jemand> diese; vermutlich nur angeklebte; Außeneinheit zerstört, abreißt, mit nimmt oder sonst wie außer Gefecht setzt?



Es gibt wohl einen "Fast" Modus in dem die Bluetooth-verbindung aufrecht erhalten wird und das Öffnen schneller geht. Die inneneinheit soll 3 Stromquellen haben und 9 Monate halten. Bei der Außeneinheit habe ich dazu nichts gelesen aber deren Akku wird wohl auch geladen werden müssen, im Fast-Modus vermutlich häufiger.



Aber, wenn die Verbindung zwischen den Beiden Teilen nicht klappt weil der "Sensor" (Kamera, NFC u.s.w.) also diese Außeneinheit weg oder kaputt wäre... dann gibt es m.E. keine Möglichkeit mehr die Tür zu öffnen. Nur wenn es ein (geteilter) Schließzylinder wäre der bei innen eingestecktem Schlüssel erlaubte das man von Außen noch einen Schlüssel einsteckt und drehen kann. Das dürfte nicht bei jeder Haus/Wohnungs-tür der Fall sein oder?



Beim Verlust der Verbindung die Tür automatisch zu öffnen scheint mir dagegen KEINE Lösung zu sein. Da bräuchte ein Einbrecher nur das Teil außen weg brechen und die Tür ginge auf.



Ohne passenden zylinder ist so ein Schloß demnach überhaupt nicht sinnvoll einsetzbar scheint mir. Das set soll es für ab 250€ geben, ich frage mich was der Nachkauf der Außeneinheit wohl kosten würde. Denn dort scheint mir die ganze Komplizierte Elektronik, Sensorik und µC drin zu stecken, vermutlich der teurere Teil. Innen sitzt ja nur eine Art Motor mit BT-Anbindung der den Schlüssel dreht.



Also ich weiß nicht, mal abgesehen davon das mir das für Bequemlichkeit zu teuer wäre scheint es mir für Gegenden in denen man mit Einbrechern oder Vandalismus rechnen muß keine Sinnvolle Option. Gibt es hier bei uns normalerweise keine daher kann ich das nur annehmen.



Ob es so was gibt weiß ich grade nicht, aber wenn die Tür schon einen Türspion (Guckloch, Linse u.s.w.) hat; oder man einen nachrüsten dürfte (Mietwohnung?) dann scheint es mir Sinnvoller die Sensorik innen am Spion an zu bauen. Mit einem Halbdurchlässigen Winkelspiegel könnte man dann von innen immer noch durch schauen. Dann ist draußen überhaupt nichts was demoliert werden könnte und es insgesamt unsichtbar. Teurer bei der Anschaffung (?) aber auf Dauer dann billiger denke ich. Ob man da dann zusätzlich draußen noch ein Keypad anbindet wäre ja möglich und vermutlich billiger als die Teure (3D-Gesichtserkennung) Sensorik ersetzen zu müssen.



Oder wie sind da die Erfahrungen/Meinungen zu?



Bei den SmartHome Anbindungen wäre ich auch skeptisch ob das sicher genug wäre und ein Dieb nicht darüber viel einfacher die Tür entsperren könnte. Etwas Hacking oder entsprechende Dienstleistung dürfte es heute geben.



Welches "Signal" sendet so ein Sichtbares Smart Lock an einen Potentiellen Einbrecher. Das es da was zu holen gibt oder der Anwohner zumindest so viel Geld in die Hand nahm weil er bequem ist? Auch bequem genug um Fenster offen zu lassen vielleicht?


Bye/ /Kay


Das gleiche wie wenn jemand Superkleber in einen normalen Zylinder gibt.

Wei bei Superkleber Schloß? Notfalls aufbohren, wenn es keine zweite Tür oder kein Fenster gibt über das man reinkommt? Eventuell kann man die Inneneinheit direkt per Bluetooth o.ä. mit dem Handy ansteuern wenn die Außeneinheit kaputt ist.

Wie gesagt: Ein normaler Schließzylinder ist mit Superkleber außer Funktion zu setzen (und ja, schon mal erlebt in einem Mehrparteienhau, mutmaßlich durch eine der Hausparteien selbst).

Und: Auch die "ring" Türkameras sind nicht sehr vandalensicher, da kann jemand böswilliger auch ein teures Gerät außen an der Tür einfach beschädigen.

Das Schloß beseitigt halt eine Angst ganz, die für viele Menschen real existiert: "Hab ich die Tür abgesperrt?"

Es gibt zwanghafte Menschen die wegen sowas dreimal zurückgehen.

Man wird das ganze eher nicht in besonders vandalismusgefährdeten Bereichen einsetzen. Sonst ist das kein Problem.

Muß man abwarten, ob es z.B in Home Assistant angebunden wird. Die werden sicher auch eine Einschätzung abgeben wenn es securitymäßig problematisch wäre.

Ich vermute dem typischen Einbrecher ist das egal. Ob der Bewohner wohlhabend ist oder nur technikverliebt, das kann er vermutlich leichter aus anderen Dingen rückschließen.

/ralph

Autos öffnet man heute per Funk. Warum nicht auch Wohnungstüren?

Grüße, H.

Ich denke schon. Das war früher so und ist heute wieder so. Nur dazwischen ist in den Siebszigern die Unsitte eingerissen, als zusätzliche "Sicherheit" das Schloß zu blockieren.

Solche Schlösser habe ich mehrfach gewechselt.

Im übrigen würde ich erwarten, daß im zugänglichen Teil nur weitgehend passive Systeme stecken und und alles wichtige geschützt und unzugänglich liegt. Sonst kann ich gleich den Schlüssel unter die Matte legen.

Weil man sein Gesicht (oder Finger) nicht zu Hause vergessen kann? Verlieren kann man es auch nicht.

Es braucht auch keine Batterien im Sender.

Am 26.07.26 um 12:28 schrieb Thorsten Böttcher:

Stimmt schon. Der "Empfänger" (Sensor) braucht welche. Und er muß vorhanden sein/bleiben. Sonst kann er die Tür nicht öffnen.

Nach nochmaliger Überlegung halte ich Smart Locks für reine Bequemlichkeit.

Bye/ /Kay

Wenn das Smart Lock der Bequemlichkeit dient wäre das Manuelle Öffnen mit Schlüssel der Backup-Plan. Der damit dann vereitelt wäre. Kurz, man wäre wirklich ausgesperrt.

Das wäre dann ident. Man müsste bei sich selbst einbrechen.

Ich hatte beim überfliegen nicht den Eindruck. Allerdings hat die inneneinheit 3-fache Stromversorgung. Wohl weil der Verwender sonst angst hätte deswegen ausgesperrt zu sein. Aber ob man die direkt ansteuern kann... schien mir anhand der Beschreibung des Fast-Mode nicht so zu sein. Da ging es um die Ansprechverzögerung zw. Außen- und innen-einheit.

Übel.

AFAIR senden die ihr Livebild auch direkt auf US-Server und dort sollen diese Videos schon abgegriffen worden sein. "Ring" ist mir seitdem Suspekt. Ob das Video dann ein Bild des Vandalen zeigte nachdem die Kamera ausfiel ist wohl fragwürdige "Sicherheit".

Der Beschreibung nach soll das Aufsperren auch nur gehen wenn ein Handy in 100m Reichweite wäre. Beim absperren erinnere ich nur das der Fast-Mode dem entgegen stünde. Z.b. wenn man nur schnell was aus dem Keller holte. Dann muß es wohl ohne den so gehen.

Ich bin bisher nur ein mal zurück gehen müssen. ;)

Weiß man das immer über die Gegend in die man gezogen ist vorher? ;)

Die Anbindung soll eh inkomplett sein. Und ohne Thread/Matter noch weniger Funktionen bieten. Vielleicht ist das auch kein Bug sondern ein Feature. Was nicht da ist kann nicht mißbraucht werden.

Bye/ /Kay

Am 26.07.2026 um 13:00 schrieb Kay Martinen:

Oder man legt eine Leitung.

Logisch.

Ja und nein.

Man könnte es auch als zusätzliche Sicherheitsstufe sehen. Einen Schlüssel kann man klauen und sich damit Zugang verschaffen.

Bei biometrischen Merkmalen ist das schwieriger.

Finger kann man auch klauen, man Heckenschere.

Wurde auch schon gemacht um jemandem um seine per Fingerabdruck zu entsperrende Luxuskarosse zu erleichtern - vor etlichen Jahren irgendwo in Asien IIRC.

Und während man geklaute Schlüssel relativ einfach ersetzen kann (selbst wenn man sicherheitshalber das Schloss auch tauscht) ist dies bei Fingern nicht so einfach.

Man liest sich, Alex.

Schau Dir mal die Videos vom LockPickingLawyer auf YouTube an. Wenn der sich mal wieder Smartlocks vornimmt dann ist das Gelächter gross.

Man liest sich, Alex.

Am 26.07.26 um 15:52 schrieb Alexander Schreiber:

Inzwischen soll es auch Fingerabdruck-sensoren geben die man nicht so einfach austricksen kann wie mit (Film-magie) einem Tesaband-abdruck oder ähnlichem. Ich las was von einem IR-Sensor dahinter. Heißt wohl ein abgetrennter Finger müßte Körper/Haut-temperatur haben. Ob so was erschwinglich ist... kommt wohl auf das Schutzobjekt an. Und inzwischen können (Medizinische) Sensoren wohl auch den Puls oder Blutfluß im Finger erkennen und mehr. Je besser desto Teurer!?

Aber, verhindert der Finger auch das Mitnehmen einer Luxus-karrosse durch einen Abschleppwagen? :)

Wenn man statt Transplantationen mehr auf Geweberegenerierung (Nachwachsen von Fingern z.b.) setzen würde wäre das kein so großes Problem mehr. ;) Aber das nur nebenbei.

Ich nehme mal an die genannte 3D Gesichtserkennung ist auch so was, um jemanden mit einem Photo/Ausdruck des Gesichts keinen Einlaß zu gewähren. Ob man sich dazu vor der Kamera durch kopf-schwenken identifizieren lassen muß?

Kinect o.ä. soll nur Tiefe liefern; und das unscharf; aber kein wirkliches Bild.

Bye/ /Kay

Woran liegt das?

Was heißt denn Blockieren? Soll das ein Picking-Schutz sein? Und der es beim Versuch unbrauchbar macht - so das man einen der vielen Türöffnungsdienste anrufen muß um wieder rein zu kommen? Und da soll es viele Unseriöse geben die teils astronomische Summen verlangen.

Hätte ich auch erwarten wollen, scheint aber bei Switchbot nicht so zu sein. Aber das ist wohl so eine "Plug-In" Technik zum Nachrüsten.

Da habe ich jetzt zwei Videos gesehen aber da ging es um SmartLocks die einen eigenen Schließzylinder mit bringen; also in die Tür integriert werden; statt außen aufgebaut zu werden. Und deren Zylinder bekommt er in sekunden auf mit den wohl üblichen Picking-werkzeugen. Was wohl auch für die anderen Teile oder normale Türschlösser gelten würde - wenn der Zylinder nicht speziell ist.

Kurz: Taugt alles nichts zur Einbruchabwehr. Ein Scharfer Wachhund im Flur wäre wohl effektiver. :-)

Ich finde elektronische Türschlösser insgesamt Suspekt. Alles was außen an der Tür ist kann und wird zum Knacken benutzt werden. Also muß alles innen sein und mit höchstmöglicher Sicherheit gegen alle Möglichkeiten abgesichert sein.

Die "Drei Akkus" der inneneinheit kann man sich im Grunde auch sparen wenn der Schloßöffner innen über ein Stahlflex-rohr auf der Hängen-seite mit Energie und steuersignal versorgt wird. Mit Pufferakku falls der Strom ausfällt. Aber das ist wohl der Old-style weg für den man einen Handwerker braucht.

Bye/ /Kay

Innen steckender Schlüssel verhindert Aufsperren von außen.

Nein, eher vor dem Szenario Eindringling vor dem man sich schützen will hat Schlüssel und man will sich vor dem schützen oder so durch Einsperren.

Tatsächlich glaub ich wird das eher wegen der robusteren Kupplung gemacht.

Das mit den Picking-Werkzeugen ist kein gängiges Szenario. Der übliche Kleinkriminelle hat keine Picking-Kenntnisse, so Leute wie der Lock Picking Lawyer sind Virtuosen, das findet man unter Kriminellen nicht wirklich.

Wenn, dann noch am ehesten eine Sperrpistole, selbst ein Bump-Key wird für die meisten Kriminellen zu viel Rechercheaufwand sein (man braucht das gleiche Profil). Der Junkie und Gelegenheitstäter hat nicht mal eine Sperrpistole (die auch ein Risiko ist, bei einem Schraubenzieher kann man eine Story erfinden warum man sie bei sich hat, bei einer Sperrpistole wird es schwierig).

Ein beherzter Tritt oder gewaltsam mit dem großen Schraubenzieher aufdrücken ist sicher praxisrelevanter, und bei Standardtüren möglich. Ich hab mal eine von der Feuerwehr geöffnete Tür gesehen, die haben das genau so gemacht (mit Schraubenzieher oder Meißel aufgedrückt).

Nein. Mechanisch ist viel einfacher. Einbrecher sind keine Intellektuellen, sonst wären sie keine Einbrecher.

/ralph

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