Radebeul bei Dresden? Gruss Harald
Radebeul bei Dresden? Gruss Harald
Harald Wilhelms schrieb:
Nö, Joergs Phantasiewelt halt...
Gruß Dieter
Am Mon, 15 Sep 2008 06:51:12 -0700 schrieb Joerg:
Karl May hat nie US-amerikanischen Boden betreten und hatte nie auch nur ansatzweise einen Kontakt zu den Ureinwohnern des Landes. Demnächst kommt hier noch jemand mit den geschmackvollen Lektüren aus dem Bastei-Verlag an und faselt über Jerry Cotton und so weiter. Nee, es gibt Dinge, die finde ich sogar ätzender als das Raumschiff Entensteiß.
Was deine Elektrik betrifft: Sind da auch 50 Hz drin, oder ist das nur billigser Krempel aus dem US-Baumarkt, nur Trafo, kein Frequenzrichter? Und wie sieht das bei dir mit Drehstrom aus? 400/230 Volt, drei Außenleiter, um
120 Grad phasenverschoben, mit echtem NYM oder NYY angeschlossen, sowas wie 4x16²? Sowas wäre echt der Hit bei euch da unten, glaub mir das bitte.Grüße, Holger
So viel? Warum lassen sich die Leute so etwas gefallen?
Apropos Trafo: Oft kann man einen dicken Netztrafo mit beliebiger Ausgangsspannung finden, bei dem man einfach die Primaerseite in Sparschaltung benutzt.
Richtig, die haben in Sachen Technik geschlafen.
Leider nein. Hier ist der Standardspruch "If the unions wanted something from automotive they just rolled over, played dead, and gave it to them". Da findest Du Leute, die nach Entlassungen einfach weiterbezahlt werden und nur noch Kartenspielen. Eine der "Errungenschaften".
Die haben mit astronomischen Pensiosnanspruechen die Firmen abgewuergt. Dass sie auch technologisch geschlafen haben steht ausser Frage.
:-)
-- Greetings from the Wild West, Joerg
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War doch nur ein Scherz.
Also selbst der alte Bosch Kuehlschrank von 1958 laeuft mit 60Hz prima. Drehstrom haben wir, wird aber nur auf Sonderwunsch in private Haeuser gelegt und kostet sicher extra. Brauchen wir nicht.
Umgekehrt muss man allerdings aufpassen. 60Hz Trafos mit knapper Auslegung sollten nicht bei voller Spannung an 50Hz haengen. Daher hatte ich in Deutschland auch nur 115V und nicht die hier ueblichen 125V.
Nun, das kann man den Gewerkschaften nicht vorwerfen wenn die Firmen einfach umfallen. Etwas Arbeitskampf gehoert schon dazu.
Bei euch findet man auch CEOs die die Firma gegen die Wand fahren und dafuer Millionen kassieren... Merkwuerdigkeiten gibts genug.
Solange bei gewissen Wallstreet-Firmen die Boni von 2004 bis 2007 nicht zurueckgefordert werden...
Gerrit
Was die Gewerkschaftler nicht kapieren: In jedem GM Fahrzeug stecken inzwischen ueber $1000 an Pensionsanspruechen, in Toyotas nicht. Das sind knallharte Produktkosten. Ergo fahren Leute hier Toyota und so weiter (wir auch). Das ist auf Dauer fuer deren eigene Mitglieder nicht gesund.
Das sehe ich aehnlich. In der Medizinelektronik ist das i.d.R. nicht so. Wenn das Geschaeftsziel nicht erreicht wird, ist der Bonus futsch, egal ob man daran mit schuld war oder nicht.
"Gerrit Heitsch" schrieb im Newsbeitrag news:galssf$hu$ snipped-for-privacy@news.bawue.net...
Na ja, ich frag mich immer, warum eine Firma, die zu den 3 groessten Automobilkonzernen der Welt gehoert, also stueckzahlmaessig jede Menge Autos verlauft, ein Problem haben sollte.
Ja, vielleicht wird ein Auto zu billig verkauft und es muss Geld draufgelegt werden. Na dann erhoeht man halt die Preise auf kostendeckende Preise. Ein (Beispiel) Ford Mustang 2008 kostet mit 4.6 l Motor gerade mal 15000 EUR; dafuer bekommt man hier keinen Spargolf. Klar sind amerikanische Autos spottbillig. Ja, vielleicht verkauft man dann weniger Autos und braucht dafuer weniger Arbeitskraefte, dann entlaesst man halt welche, das wird aus anderen Gruenden (Rationalisiserung) eh jeden Tag gemacht.
Bleiben Fixkosten, aber was sollte das sein? Ewig lange Vertraege mit Stahlzulieferern? Koennte man auf dem Weltmarkt verkaufen, waeren aber in jedem Fall ein Armutszeugnis fuer die Fuehrungriege. Rentenzahlungen als Altlasten? Ja, das amerikanische Betriebsrentensystem hat ein systemimmanentes Problem: Weil ueberall rationalisiert wird (sonst werden wir nicht reicher) braucht man in ejedef Branche weniger Menschen fuer dieselbe Arbeit als damals, und diese muessen die Rentner bezahlen. Also demographische Falle, viel staerker als bei Geburtenrate, denn die neuen Firmen, die aus den bei der Rationalisierung freigesetzen Arbeitskraeften entstanden sind (Microsoft :-) zahlen nicht fuer Rentner von GM. Das kaputte amerikanische Betribsrentensystem gehoert abgeschafft, ist aber auch weitgehend an Rentenversicherer uebergeben. Gehaelter von Management? Kein Problem, halbe Arbeiteranzahl braucht auch nur halbes Management, und fuer Lohnsenkungen haben deren Gehlaetler genug Spielraum, zumal sie ja auch miese Arbeit abliefern. Meiner Meinung nach sollte man gluecklich werden koennen mit einer Firma, die so viele Autos produziert, und man muesste eklatante Managementfehler machen, damit die nicht ueberlebt. Kleiner darf sie ja werden, auch Platz 5 der Welt waere gross genug. Aber die Pleite herbeizureden, klingt abstrus. (Die Abstossung von Delphi mit Pensionsverpflichtungen war meiner Meinung nach Absicht, Delphi sollte pleite gehen, damit Verpflichtungen gekuerzt werden konnten, allerdings hat man sich damit selbst ein Bein gestellt).
Dann darf man aber nicht die sonst bei Spartrafos =FCbliche Leistungsverdopplung machen. Gruss Harald
Ich meinte das hier, schlaegt dem Fass echt den Boden aus:
MaWin schrieb:
Die Kapitalisierung unserer Altersversorgung wird uns doch von unseren Politikern, insbesondere der FDP, schon enervierend oft als vorbildlich hingestellt.
Alelrdings, f=FCr unsere Mangereliten (Mittelstand nehme ich hier aus) w=FCrde sich die Kapitalisierung auszahlen.
BTW in einem Tread gings um den Staatsanteil(Kommunen, L=E4nder) am BIP. Dort wurde von 45% gesprochen. In einem Interview des DLF(?) kritisierte jetzt ein Wirtschaftsprof. den offiziellen Anteil von 45% als falsch. Wenn s=E4mtliche Staatsschulden mi= t eingerechnet w=FCrden, l=E4ge er bei realen 68%. So seine Ausf=FChrungen.=
Was auch meinem gef=FChlten BIP Staatsanteil schon eher entspricht.
--=20 mfg hdw
Es scheint nebenbei eine Menge Community-Service bei rauszukommen. In einer Stadt wie Detroit ist sowas sehr gut.
Ansonsten haben sich die 'Big 3' das selber zuzuschreiben. Ist doch klar, dass die Gewerkschaften Forderungen stellen, sie sollen schliesslich die Interessen der Arbeiter (und sonst keine) vertreten. Das Management vertritt schliesslich auch nur die der Firma. Man muss sich dann irgendwo in der Mitte oder deren Naehe treffen. Wenn dieser Prozess von Seiten der Firma nicht stattfindet ist das nicht das Problem der Gewerkschaften.
Gerrit
Weniger als Du glaubst. Ich kenne einige, die bei den Big 3 gearbeitet haben. Da werden massenhaft Leute weiterbezahlt, die nur Domino spielen. Da ist die Motivation, einen neuen Job zu suchen, natuerlich nicht besonders ausgepraegt. Erinnert mich irgendwie an NL, nur dass dort der Staat zahlt und daher die Steuern zumindest frueher exorbitant hoch waren. Und ich deshalb das Land verliess.
Noe, ausser dass sie jetzt jammern, den Arbeitern ginge es doch so schlecht. Das perfekte Beispiel fuer "A shot into the foot". Oder in Deutsch "Die Melkkuh geschlachtet".
"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news:WTwzk.334$ snipped-for-privacy@flpi146.ffdc.sbc.com...
Aha, so laeuft das bei euch. Wobei ich deine Kritik an den Gewerkschaften nicht verstehe.
Es ist prinzipiell eine kluge Idee (sollte man hier auch machen) eine Firma vom Outsourcing abzuhalten, in dem dem Vorstand sagt:
"Du behaeltst aber deine Arbeitnehmer, und bezahlst sie, Alle."
Offenkundig haben aber eure Automanager trotzdem nicht dafuer gesorgt, dass diese Arbeiter was produzieren. Autoteile werden also nach wie vor zugekauft, obwohl man Arbeitskraefte haette, diese Teile selber zu fertigen. Nur man wollte wohl entweder keine Produktionsanlagen finanzieren, oder keine Umschulung (die dem Artikel nach von der Gewerkschaft deutlich erwuenscht war, die haben schon eingesehen, dass man nicht ewig Schweisser braucht, wenn Autos zunehmend geklebt werden) vornehmen.
Klingt fuer mich, als ob man weniger den Gewerkschaften, sondern mehr den Managern in den Arsch treten muesste, die haben damals schliesslich zugestimmt. Nun setzen sie es nicht um, aber jammern.
"Horst-D.Winzler" schrieb im Newsbeitrag news:gam63q$eph$00$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...
Natuerlich wurde von Vertretern der Finanzbranche und deren angeschlossenen Partei der Besserverdienenden empfohlen, all deine Ersparnisse den Banken zur Verfuegung zu stellen, damit diese das Geld in SubPime und aehnlichem versenken konnten, denn eine Bank versenkt nie ihr eigenens Geld, sie braucht dazu immer dumme Kunden die es ihr geben, und dazu muss man Webung machen, mit Grundaengsten "denk an deien Rente" "sei Egoist, scher aus der staatlichen Rentenkasse aus" kommt man ab Besten an das Geld.
Mein Nachbar hat seins schon 2000 versenkt.
Wenn du Single bist: Freu dich, wenn es unter 75% sind. Umverteilung in einer Familie kaeme dich teurer.
Wenn es um echten Staatsanteil geht: Stimmt, ueber 50% sind es locker. Aber der Staat schafft ja auch Anteil, in dem Arbeiten laesst. Ein Teil des Gesamteinkommens entsteht also nur, weil der Staat investiert, Strassen bauen laesst, Beamte bezahlt.
Er bringt fuer ueber 50% der Abschoepfung also auch ueber 50% der Auftraege. Der Wirtschaft geht es also ohne Staat kein bischen besser; im Gegenteil, ein Buerger gibt hoechstens so viel aus, wie er verdient (und davon einen Teil im Urlaub ins Ausland), der Staat gibt immer 3% mehr aus als er einnimmt (Nettoneuverschuldung), er steigert also die Wirtschaft auf Kredit. Das ist es doch, was viele kurzdenkende Gewinngierige nicht nur vom Staat verlangen.
Die schlimmsten sind die Konzerne: Das Geld, was die als Gewinn einnehmen wird zum grossen Teil ins Ausland geschafft. Je mehr Profit man denen laesst, um so mehr blutet das Land aus.
Dafuer sterben Mitarbeiter bei Toyota schonmal und die Witwe bekommt sogar Rente wenn es 150h im Monat waren.
Das klingt fuer mich auch nicht so gesund. Wenn also in deiner absurden Gedankenwelt die Gewerkschaften an allem Uebel schuld sind, dann ist es ebenso sicher das du genau diesen Arbeiter bei Toyota umgebracht hast weil du Toyota faehrst. Ist doch logich oder?
Olaf
Das ist Sozialismus pur und dann wuerde ich als Chef der Firma alles daransetzen, sie dichtzumachen und in unternehmerfreundlicheren Gefilden neu aufzubauen.
Nix, das war pures Power Play. Streiks bis Oberkante Unterlippe. Das gibt dem Outsourcing natuerlich nur Rueckenwind, aber ich erwarte nicht, dass ein Gewerkschaftler das wirklich so versteht.
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