Lötstation Weller

Feb 23, 2005 17 Replies

Hallo, durch die beiden Lötpostings neulich erinnerte ich mich wieder an eine Frage, auf die ich bisher keine Antwort gefunden habe.



Auf einem Flohmarkt ist mir einmal eine Lötstation Weller WECP-COD3 zugelaufen. Bin ich auch sehr zufrieden mit.



Anstelle des Drehknopfes (wie WECP-20) sitzt dort aber an dessen Stelle eine 3,5mm Mono-Klinkenbuchse zur Aufnahme eines verkapselten Klinkensteckers. Bild (37kB):



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In diesem Klinkenstecker (beschriftet mit 350º C) steckt ein Metallschichtwiderstand mit 780 Ohm. Bild (9kB):



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Um auch einmal eine andere Löttemperatur "einstecken" zu können, wüßte ich gerne, welcher Widerstandswert welcher Löttemperatur entspricht. Leider habe ich kein Thermometer mit geeignetem Meßbereich.



Hat jemand von Euch die gewünschte Information (vielleicht Zugang zu einem Stecker mit anderer Temperatur) oder sonst einen guten Tipp?



Grüße, EX-L


=20

Hallo Axel,

das sieht mir danach aus, als dass es sich dabei um einen Eigenbau=20 handelt. Vermutung: Es wurde ein kaputtes Poti durch einen fixen Widerstand=20 ersetzt. Da der vorgegebene Sollwert so im Bereich 150 - 450=B0C=20 variiert werden kann, also um 300K, sollte es nicht schwer sein ein passenes Poti zu ermitteln. Das Poti wird wahrscheinlich linear sein. Ein 1,2kOhm Poti m=FC=DFte unter diesen Vorgaben passen.

Freundliche Gr=FC=DFe Tobyas

Hallo Tobyas, davon gehe ich aber nicht aus, denn:

a) wenn ich ein kaputtes Poti (weil ich kein passendes finde) überbrücken möchte, schraube ich das Gehäuse auf und löte meinen Fixwert ein.

b) warum soll ich mir die Mühe einer anderen Gehüsebeschriftung machen? Zu WECP-COD3 finde ich über Google derzeit höchstens niederländische Verkaufsangebote, nach Deiner Theorie müßte die Station häufiger (mit Regler) anzutreffen sein.

c) während meiner Ausbildung habe ich gelernt, daß 350°C die optimale Löttemperatur ist. (In unserer E-Montage wurden die Regler mit Siegellack "verplombt"). Eigentlich gehe ich davon aus, daß meine Station in einem größeren Industrie-Betrieb mit Akkord-Fertigung zum Einsatz kam, und eventuell bei Bedarf auf anders gesteckt werden konnte. Kann natürlich eine kundenspezifische Fertigung von Weller sein...

Du meinst: 450°C*(780Ohm/350°C) = 1000Ohm? Oder wie kommst Du darauf?

Ehmso, EX-L

[...]

m=20

=2E

So war das auch mit dem Eigenbau gemeint. Die Firma hat alle Potis=20 durch steckbare Widerst=E4nde ersetzt. Und dann bekommt ein Mitarbeiter=20 passend zum Produkt einen Stecker mir spezifischer "Temperatur".

auf?

Dreisatz: =B0C delta_K *1 R

150 0 0 350 200 780 450 300 ? =3D 1170

*1 (bezogen auf 150=B0C)

Das kann nat=FCrlich nur stimmen, wenn das urspr=FCngliche Poti komplett =

durch den 780 Ohm R ersetzt wurde und nicht durch einen=20 Spannungsteiler mit 780 Ohm und X ersetzt wurde. Aber das war sicher klar= =2E Am einfachsten wirst du den korrekten Wert aber durch =F6ffnen des=20 Ger=E4tes herausfinden. Am elegantesten dadurch, dass einer von uns sich meldet, der genau so ein Ger=E4t besitzt.

Gru=DF Tobyas

Tobyas Hennig schrieb:

Ja, alles klar.

Soweit die Theorie.

In der Praxis hab' ich das noch nicht ernsthaft versucht. Irgendetwas dabei zu beachten (Plastiknasen/Sicherungen o.ä.)?

=)

Danke, und Grüße EX-L

...

Ja: Das Poti bei der WECP20 ist in seinem Widerstandsbereich durch Plastiknasen begrenzt, es entspricht also _nicht_ Poti-Rechtsanschlag=450° und Linksanschlag=150°C. Wenn man den Drehknopf etwas heraus zieht, erhöht sich der Temperaturbereich etwas.

Gruß Lars

Gruß Lars

Tobyas Hennig schrieb:

Das glaube ich nicht. Es gibt bei vielen Lötstationen eine Verriegelung, damit die Leute im Service nicht die Temperatur verstellen können. Das hätte dann nämlich Auswirkungen auf die Qualität der Lötstellen und die Lebensdauer der Lötspitzen.

Gruss Gunther

Dann ist das hier aber auch Eigenbau... ;-)

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Im Ernst, ich glaube die gabs serienmässig. Hab meinen günstig von einer Lehrwerkstatt gekauft

470 Ohm entspricht 385°C, hab ich hier auch noch rumliegen. hth
greetings, mathias

Danke Mathias. Das h=E4tte ich nicht gedacht. Da es schon ein wenig=20 gew=F6hnungsbed=FCrftig aussieht.

@Axel: Da hast du deinen zweiten Wert f=FCr die Interpolation. Der Widerstand sollte dann R =3D -8,86 Ohm/K * Temperatur + 3880 Ohm=20 sein. Wenn die Plastiknasen, welche Lars erw=E4hnte, so bei 5% und 95%=20 begrenzen passt ein 2,2k Poti. (200 - 425=B0C)

@Lars stimmt das? :)

Gru=DF Tobyas

Dem Drehwinkel nach wären es bei meiner WECP-20 laut Skala ca. 40°C. Aber bei Potis ist es ja oft so, daß die in der Nähe des Anschlags nicht mehr linear arbeiten. Da das Ding schon etwas älter und nicht geschraubt, sondern gesteckt ist, mag ich es lieber nicht öffnen.

Gruß Lars

Tobyas Hennig schrieb:

Ja, habe ich eben einmal ausprobiert: Widerstand runter, Temperatur rauf (schön zu erkennen, weil die LED gleich wieder leuchtet, bis sie wieder pulst) - großartig, vielen Dank @Mathias :-)

Jawoll. Das gibt umgestellt Temperatur = (R-3880)/(-8,86Ohm/K), mit R=Null Ohm eine Maximaltemperatur von 438°C.

So praktisch so ein Poti ist, mir reichen eigentlich ein paar Fixwerte. So zwei, drei Stecker. Den wichtigsten (350°C) habe ich ja sowieso. Und ein Wert "ein bißchen drüber", so 370-385°C ist auch o.k. Mit Null Ohm bekomme ich die Maximaltemperatur - schön für Cadmiumlot oder große Masseflächen. Aber welche Temperaturen braucht man denn sonst noch?

Vielen Dank bis hier, EX-L

Ca. 200°C, um Plastik zu schmelzen. Ist oft besser als kleben. :-)

Gruß Lars

Lars Mueller schrieb:

Ok. Rein theoretisch komme ich mit ca. 3kOhm ja auch auf 100°C. Da kann ich mir dann eine "heiße Tasse" löten ;-)

Aber im Ernst: Die 200°C nehme ich mal mit auf!

Danke, EXL

Lars schrieb:

Kann ich gut verstehen.

Gru=DF Tobyas

Axel schrieb:

Richtig.

=20

Die passenden Werte hast du jetzt schon. Nehm nur eine andere Spitze,=20 wenn du Kunststoff schmilzt. Und noch eine f=FCr die "hei=DFe Tasse".=20 Mahlzeit. :)

Gru=DF Tobyas

"Lars Mueller" schrieb im Newsbeitrag news:cvogsm$1fnj$ snipped-for-privacy@ulysses.news.tiscali.de...

Logisch, die Loetspitzen gammeln dadurch auch besonders schnell weg, man koennte sie gleich in Salzsaeure tunken, ist schliesslich dasselbe wie beim Schmelzen von PVC.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Die (Weller) mögen es eher nicht, wenn man sie mechanisch belastet, wie es z.B. beim Entlöten, oder beim Auflöten von Weißblech passieren kann, oder wenn man die Spitze einfach nur häufig wechselt.

Du verwechselst vermutlich Schmelzen mit Verbrennen.

ACK, man bekommt schnell Probleme, die Reste rückstandsfrei zu entfernen.

Schätze, das Heizelement würde es auf die Dauer gar nicht mögen, wenn man es in Suppe badet.

Gruß Lars

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