Re: Der elektrische Magnetismus (2025 Update)

Nov 24, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 267 Replies

Am 12.12.2024 um 12:28 schrieb Volker Bartheld:

Ich halte die Frage, wie bei uns im Land künftig geheizt wird eigentlich nicht für eine der individuellen Mentalität, sondern wenn irgendwo eine CO2-Emission eingespart werden kann, sollte dies auch geschehen. Ich könnte mir den Einbau einer WP leisten, würde es aber auch gerne sehen, wenn sich in der noch zur Verfügung stehenden Lebenszeit ein finanzieller Break-Even einstellt. Man darf aber auch nicht die Augen davor verschließen, dass eine nennenswerte Anzahl von Heizungsbetreibern mit einem WP-Kauf finanziell überfordert ist.

Ansonsten würde ich gerne meiner Irritation über das Heizungshandwerk Ausdruck verleihen: Zu Jahresbeginn war das Geheule über die nicht an den Mann zu bringenden Wärmepumpen, die deshalb die Lager verstopften, unüberhörbar. Naiv machte ich mich daran Angebote über einen WP-Einbau zu bekommen, annehmend man würde mir die Tür einrennen um so ein Gerät loszuwerden. Sofern es überhaupt ein Angebot gab, etliche Angefragte haben es wohl nicht nötig eines zu formulieren, waren diese entweder preislich anspruchsvoll, mit 50% Vorkasse indiskutabel, oder mit Kältemittel R410a technisch überholt.

Meine Schlussfolgerung ist, dass im Heizungsgeschäft derzeit eine gewisse Ausnahmesituation besteht, die es dem pot. Kunden schwer macht, überhaupt an eine neue Heizung, in welcher Ausführung auch immer, zu kommen. Die durchaus üppige WP-Förderung macht es m. E. nicht einfacher.

ho __

Das wird wohl typisch so ablaufen wie die Einstellung von Bahnstrecken die zu wenig genutzt werden: Vereinzelt mag Klagen Erfolg haben, oft wird man eine Ausweichlösung mit Bussen finden (bei Gasnetzen ist vorstellbar, dass Leute die wirklich unbedingt Gas brauchen sich Tanks aufstellen und per LKW liefern lassen), aber sonst wird es halt hauptsächlich passieren, weil zu wenige Abnehmer relativ immer höheren Betriebskosten der Nezte gegenüberstehen.

Wahrscheinlich werden die Geseztgeber dann irgenwann mal Rahmenbedingungen festlegen.

/ralph

Schau dir an was bei vielen Nebenbahnen passiert ist, da waren es auch Monopole oder Quasimonopole.

/ralph

Transportdienstleistungen kann man auf andere Weise substituieren, z.B. mit Autos oder Bussen. Da kann es kein Monopol geben. Die Gaslieferung für die Heizung ist in einer Stadt nur mit fest verlegten Leitungen möglich

MfG Rupert

Doch, davon gehe ich aus - ich bin aber kein Jurist.

Die Haltung ehrt Dich, damit stehst Du aber weitestgehend alleine da. Motivation entsteht im Großteil der Bevölkerung durch den Preis (geschissen auf die Umwelt) und nur ein verschwindender Bruchteil rückt vom bestehenden Wohlstand und Mobilitätsansprüchen ab, wenn nicht externe Zwänge wirken. Deswegen Verschrottungsprämie, Umweltbonus, Kraftfahrzeugsteuerbefreiung, Gratisparkplätze, BAFA-/KfW-Förderungen, EEG-Förderung, 0% Umsatzsteuer auf PV, CO2-Besteuerung, usw.

Ich glaube, im niedergelassenen Handwerk (da machen die Heizungsbauer keine Ausnahme) sitzen die allergrößten Bauern, nicht mehr auf dem Traktor. Da ist das Lamento immer groß, die Margen sinken, man heult über mangelnde Planungssicherheit, Fachkräftemangel, usw. - findet es aber nicht für nötig, auch nur 30 Sekunden in eine Anfrage zu investieren, die vielleicht nicht 100% dem Schema X entspricht.

Das habe ich bei der anstehenden Instandsetzung eines Ölheizungsbrenners erlebt (2 von 10 Unternehmen antworteten überhaupt, diese mit einem ablehnenden Zweizeiler), die ich dann selber in die Hand nahm, mit Trockenbau, Elektrikern, Gas-Wasser-Scheiße und natürlich beim KFZ-Handwerk. Die schauen Dich mit dem Hintern nicht an, wenn Du da mit einem 27 Jahre alten Methusalem auftauchst (E- Teile nur noch bei Audi Classic Parts) und ein Spontanbesuch zur Auslesung des Fehlerspeichers löst generell Heiterkeit auf der Tribüne aus, selbst wenn Du dafür 50€ zu löhnen bereit bist.

Ich hatte neulich wieder einen BMW E91 unter meinen Fittichen (Tausch Sensorringe für die Radddrehzahlsensoren nebst neuem Fettpaket für die Antriebswellen, wo der BMW-Fachhändler einfach die kompletten Wellen erneuert, außerdem neuer Bremssattel h/r nebst Leitungen, Schläuchen, Flüssigkeit und Scheiben/Belägen/Verschleißsensoren achsweise), da sollte die Operation gut vierstellig kosten und nicht vor Februar über die Bühne gehen.

Für die Differenz kann ich mir ziemlich viel Spezialwerkzeug kaufen und tat es dann auch. Arbeiten, die ich nicht selber beherrsche, laufen über das "System Spezl", d. h. in Nachbarschaftshilfe oder - wenn Du so willst - Schwarzarbeit.

Das mag sein. Alldieweil es auch schwierig ist, an einen Arzt, Physio- oder Psychotherapeuten zu kommen, einen Krippenplatz zu kriegen, irgendwie digital mit Lehrern, Behörden, Gemeinden usw. in Kontakt zu treten, eine Wohnung (falls man nicht unbedingt in Brandenburg versauern möchte) zu ergattern oder - allem Fachkräftemangel zum Trotz - höher qualifizierte Arbeitsplätze. Denn mit Geld zuwerfen tun Dich die Arbeitgeber - die ihre Schäflein gerne wieder in der Präsenzarbeit versammelt sehen wollen - dzt. auch nicht. So zumindest meine Erfahrung im IT-Bereich.

Das müßtest Du mir erklären. Also mal abseits von der Unmöglichkeit, zuverlässige Handwerker zu rekrutieren - inwieweit erschwert mir eine billigere Wärmepumpe die Kaufentscheidung?

Volker

Am 13.12.24 um 09:30 schrieb Rupert Haselbeck:

Die eine oder andere Gemeinde ist bereits hart am Limit, was den Straßenverkehr und dessen Flächenverbrauch sowie dessen Emissionen angeht. Ein Verlust des Bahnanschlusses wäre zudem ein herber Einschnitt für den Fremdenverkehr.

Was allerdings kein Monopol bedeutet. Man kann Netzbetreiber und Lieferant auch trennen, wie das beim Strom allgemein üblich ist. Voraussetzung ist freilich, das der Netzbetreiber gleiche, faire Bedingungen für alle Lieferanten bereit stellt, was nur möglich ist, wenn das Netz sich in staatlicher Hand befindet.

Und die Benzinpreisbremse von Lindner nennst Du auch grün, weil die Grünen dazu genickt haben? Der politische Kompromiss ist dir fremd?

Ja, das wird die Union so beschließen, gleich nach dem Abbau der Windkraftwerke 2026 weil wir ja die Kernfusion haben.

Lall.

Die Anlagen sind inzwischen so viel billiger geworden, dass man schon aus Eigeninteresse neue Anlagen eher auf Ost- und Westdächer setzt. Damit schneidet man zwar den Mittagspeak ab (den man für Eigenverbrauch eh nicht braucht), kommt dafür aber morgens schneller an Solarstrom und behält ihn abends länger.

Dafür dass Du so überhaupt gar keine praktische Ahnung hast bist Du ziemlich laut und lästig.

Das wird ein sinnvoller Wert zwischen der realisticshen Leistung der real existierende Anlage und dem rein rechnerischen kWp sein. Ich habe aus meiner 8-kWp-Anlage noch nie mehr als 6,8 kW rauskommen sehen, zum Beispiel.

Ja, Nachdenken is nicht so Deins. Das wissen wir.

Du kannst nur billig rumhetzen und den Wirtschaftsminister in den Dreck ziehen.

Und insbesondere waren es nicht seine Verträge, und er ist auch nicht Schuld daran dass die CSU zwar keine Windräder im eigenen Land haben will, die notwendigen Leitungen aus dem Norden aber auch nicht, und dass die SPD diese Leitungen partout für den zehnfachen Preis eingraben möchte. Sigmar Gebriels Geld ist es nämlich auch nicht, mit dem die Leitungen eingegraben werden (was übrigens eine noch nicht im großen Stil erprobte Technik ist).

Grüße Marc

Wie teilt sich der Angebotspreis auf?

Grüße Marc

Hergen Lehmann schrieb:

Ein Bahnanschluss als Fremdenverkehrsförderung? Wir sind doch nicht mehr im 19. Jahrhundert...

Der Wechsel des Gaslieferanten ist ebenso einfach wie der Wechsel des Stromlieferanten. Hier gings aber um den Netzbetreiber! Eine Gaslieferung ist nicht mehr möglich, egal durch wen, wenn der Netzbetreiber den Hahn zudreht und die Leitungen rausreisst

MfG Rupert

Am 13.12.2024 um 11:43 schrieb Hergen Lehmann:

[...]

Das ist auch beim Gas so, hilft nur nix, wenn die Leitungen weg sind...

Endlich sagt das mal einer. Es stimmt in diesem Fall leider nicht ganz. Beim Schienennetz wäre es so. Wenn der Zug des Billiganbieters ausfällt, bleibt der Reisende stehen oder kauft ein anderes Billet. Beim Strom kann es der seriöse Anbieter auf keine Weise verhindern, entweder alle Oberschlauen der Briefkstenfirmen mitzuversorgen oder seine eigenen Kunden abzuschalten. Technische Möglichkeiten werden vermutlich kommen. Meine Sorge ist, die lassen sich wie manches andere, das man unliebsamen Menschen wegnehmen kann, politisch mißbrauchen.

Am 13.12.24 um 13:00 schrieb Rupert Haselbeck:

Und auch nicht mehr im 20.Jahrhundert, wo es als größtes Glück des Lebens galt, viele Stunden hinter dem Lenkrad zu verbringen.

Ein beträchtlicher Teil der Urlaubsgäste kommt heute (wieder) mit öffentlichen Verkehrsmitteln, in Metropolen dem Flugzeug, in der Fläche der Bahn oder dem Bus.

Ein weiterer Grund, warum kritische Infrastruktur in die öffentliche Hand gehört.

Aber auch wenn die Gemeinde so dumm war, ihr Netz zu verscherbeln, ist das mit dem Rausreißen nicht ganz so einfach - eine Konzession beinhaltet auch Verpflichtungen.

Am 13.12.24 um 13:55 schrieb Axel Berger:

Meines Wissens ist $Briefkastenversorger durchaus verpflichtet, genau so viel Strom an der Börse einzukaufen, wie er an die Kunden liefert. Da der Netzbetreiber in aller Regel zugleich auch der Messstellenbetreiber ist, hat er die Zahlen genau im Blick und kann seine Forderungen bei Bedarf gerichtlich durchsetzen. Beim Gas gilt entsprechendes.

Prinzipiell gibt es die jetzt schon. Wenn der Netzbetreiber der Meinung ist, das für eine Messstelle und deren Verbrauch nicht bezahlt wird, kommt der Sperrkassierer und legt sie still. Passiert das für eine Messstelle regelmäßig, hat der Netzbetreiber die Möglichkeit, eine Messeinrichtung mit Vorkasse und Abschaltfunktion zu installieren.

Den generellen Einbau von "modernen Messeinrichtungen" mit Abschaltfunktion sieht der Gesetzgeber aber meines Wissens nicht vor.

Alles lässt sich politisch missbrauchen. Das fängt schon ganz profan damit an, ob du überhaupt als vollwertiger Bürger dieses Staates akzeptiert oder in die Schublade "Migrationshintergrund" geworfen wirst.

Du erinnerst Dich an 2022? Das Finanzielle ist aber gar nicht der Punkt, auch wenn Forderungen an Firmen im Konkurs regelmäßg nicht einzutreiben sind. Wenn ein Anbieter plötzlich nicht mehr liefert und die Kunden weiter verbrauchen, dann muß entweder der Regionalversorger sehen, wie er die ungeplante und unerwartete Menge heranschafft, oder das Netz bricht zusammen. Nur die Oberschlauen im Dunklen stehen zu lassen, die anderen, die für Zuverlässigkeit und Sicherheit seit vielen Jahren freiwillig ein wenig mehr bezahlt haben, aber nicht, ist ihm nicht möglich. Und den Verursachern wenigstens die echten Kosten berechnen durfte er, wie Du Dich erinnerst, auch nicht. Die Politik und die "gemeinnützigen Verbraucherverbände" haben durchgesetzt, die Kosten der Oberschlauen zu sozialisieren.

Heute noch nicht.

Die sind doch auch abgeregelt, oder etwa nicht?

Die (grüne) Physik diktiert, daß die Abregelung bezüglich der Nenn(!)leistung passiert, als Entgegenkommen, Kleineinspeisern nicht die F€rn$t€u€rung aufdrücken zu müssen, die größere Gewerbe benötigen. Die x kWp einer PV-Anlage werden in Deutschland genau wann erreicht? Im Juni und Juli, Mittags. Also quasi das inverse Argument zur Dunkelflautendürre, das Menschen wie Schmitz und Heger immer so gerne bemühen.

Diese Zwangsabregelung kann man folglich auch "Over-Provisioning" nennen (wie von Flash-Speichern bekannt) und sie ist genau solange sinnvoll, wie der Energiemix in Deutschland nicht zu 100% grün ist.

Wer keine Lust auf diese Verschwendung hat, der möge es halt lassen mit der Einspeisung und seinen Strom selbst verbrauchen oder zumindest im Jahr 2023 ankommen. Lt. dortmals erlasener EEG-Novelle ist diese Vorschrift für Neuanlagen bis einschließlich 25 kWp, die nach dem 14. September 2022 in Betrieb genommen wurden, abgeschafft worden. Ab dem 1. Januar 2023 ist auch die Begrenzung auch für Bestandsanlagen bis zu einer Größe von einschließlich 7 kWp weggefallen [1].

Also: Über was für Kamellen diskutieren wir hier überhaupt?

Dem Herrn Schmitz ist noch vieles andere fremd.

Ich weiß - ehrlich gesagt - nicht so recht, was die Union beschließen will und wird. Außer, daß sie "wieder nach vorn" will und Deutschland einen Mentalitätswandel braucht [2]. Und natürlich Sicherheit, Fußfesseln, Überwachung, KI, Polizeidurchgriff. Und der Krieg in der Ukraine muß beendet werden. Das ist natürlich ein totales Alleinstellungsmerkmal, der ganze Rest der politischen Landschaft möchte freilich, daß dort weiter Menschen getötet werden und Unrecht geschieht.

Verwirre hier nicht mit Tatsachen, das könnte Herrn Schmitz in seiner staubigen Echokammer verunsichern.

I wo. Das ist doch alles schon vergessen.

Z. B. ein Markus Söder, der zeitlebens noch nie für Geld gearbeitet hat (außer mal als Praktikant beim BR) und rumtönt, Arbeit müsse sich wieder lohnen, man solle einfach die Ärmel hochkrempeln. Ein Herr Söder, der rechtzeitig zur Abschaltung des letzten bayrischen Atomreaktors verlautbarte, er wolle einen Atommeiler weiter betreiben und dafür das Atomgesetz ändern. Die Gesetzesänderung ist nötig, um die Zuständigkeit in der Sache - die aus gutem Grund beim Bund liegt - an die Länder zu übertragen [3].

Den Atomausstieg - insbesondere das wie und warum - kann man durchaus diskutieren, insbesondere die Tatsache, daß Atomstrom nur dank über 300 Milliarden Euro Fördermitteln überhaupt konkurrenzfähig wurde, keine Versicherung die Risiken decken will und muß und außerdem die Betreiber für den Ausstieg nochmal etwa 2.5 Milliarden Euro Ausgleich für entgangene Gewinne und umsonst getätigte Investitionen in den Hintern geblasen kriegen [4].

Wir reden hier übrigens von dem CSU-Gaudiburschen, der zwischenzeitlich Bayerns Reaktoren notfalls an der bundesdeutschen Verordnung vorbei betreiben wollte [5], ehedem aber den Atomausstieg am lautesten forderte, ja sogar mit Rücktritt drohte [6]. Endlager natürlich überall - außer in Bayern [7].

Oder der kleine Disput hier mit Habeck, wo sich Söder in der intellektuellen Gewichtsklasse ganz leicht verhoben hat: [8] Fünf Minuten reichen. Für die Retourkutsche gegen den notorischen Wortverdreher und bierdimpfeligen Sprücheklopfer muß man den Habeck echt hochleben lassen. Die Illusion vom günstigen Atomstrom innerhalb von wenigen Minuten total demontiert. Chapeau!

Hmmmm. Stromtrasse, Stromtrasse... War da nicht mal was? [9][10][11][12]

Aprospos: DIE Ilse Aigner, die Söder aktuell wegen Verschleppung des Trassenbaus kritisiert, ist übrigens dieselbe Aigner hier: [13]. Dinosaurier des Jahres 2012 für besonders rückwärtsgewandte Umweltpolitik. Sie zeigte sich 2014 beim Bau von Stromtrassen "kompromißbereit", forderte vom Bund subventionierte Gas(!)kraftwerke, damit entweder auf die Trasse Südlink oder auf die Südostlink – oder auf beide – verzichtet(!) werden könne [14]. Ja, das mit dem Russengas. Gaz0prom, Rohrgas, Mannesmann, Putin-Afficionado Schröder, Brandt - alle saßen sie bei dieser wunderbaren Freundschaft, die bis ins Jahr 1970 datiert, mit im Boot.

September 2005 ist die Wiederwahl von Schröder im Kanzleramt fraglich. Zehn Tage vor der Bundestagswahl unterschreiben er und Spezl Putin noch schnell die Vereinbarung für die Nord-Stream-Pipeline. Schröder verliert die Wahl und wenige Wochen beginnt Gazprom-Chef Miller das Projekt. Gleichzeitig verkündet er, dass Schröder Aufsichtsratschef von Nord Stream wird.

Aber ich schweife ab, das ist genug Stoff für drei weitere Posts. Zurück zum südlichen Weißwurschäquator.

Söder will 7 Monate Wehrpflicht (MINDESTENS!) [15] und eine Kampfdrohnenarmee. Natürlich. Mit Blockchain-AI-Cyber-Krypto. Sabbelt er schon jahrelang von: [16] [17] [18].

Gebt Euch in dem Kontext bitte auch diesen Post hier [19]. Zitat: "Bei dem Grundwehrdienst bekommt jeder junge Mann einen Einblick in die Strukturen der Bundeswehr und die Handhabung von Waffen.".

Wie wahr, wie wahr! Ich diente erst in der Graf von Sponeck Luftwaffen-Kaserne in Germersheim (jetzt Südpfalz-Kaserne) und dann in der General-von-Stein- Kaserne in Freising. Und, ja, ich junger Mann habe einen sehr tiefen Einblick in die Strukturen der Bundeswehr und minimal auch die Handhabung von Waffen bekommen. Allerdings anders, als der bayrische Landesvater vielleicht erinnert. Hatte mehr so mit Filz und dem zu tun, was man heute wohl Internetausdruckerei nennt.

Ach, und warum eigentlich nur junge Männer? Wir sind doch wohl eine gleichberechtigte Gesellschaft!

Schöner Kommentar zur Gummistiefelpolitik: [20]. Mir waren Auftritte im Sinne von "Politiker reiste ins Katastrophengebiet, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen" eigentlich schon lange zuwider. S. Ex-Bundeskanzler Scholz, der Gemeinplätze wie "Es ist erneut in aller Dramatik fassbar geworden, welche Gewalt die Natur hat, welche Zerstörung sie anrichten kann und wie sehr wir uns immer wieder auf solche Ereignisse vorbereiten müssen" raushaut, Erinnert noch wer den Meme "Kim Jung Un Looking at Things" [21] oder den Nachfolger [22]? 

Genauso kommt mir das vor.

Dann ist mir noch dieses Sammelsurium negativ aufgestoßen: [23]-[27]. Aber selbst für diese Trump-Kopie ist sich Söder nicht zu schade [28]:

"Am Dienstagnachmittag [den 3.12.2024] besuchte der bayerische Ministerpräsident die Deutschland-Zentrale von McDonalds im Münchener Stadtteil Forstenried. Zunächst sprach er dort mit dem Deutschland-Chef der Fastfood-Kette, Mario Federico."

Der bayrische Ministerpräsident sei an der Seite aller Gastronomiebetriebe und wolle Arbeitsplätze sichern. Ausgerechnet beim amerikanischten aller Franchising-Ausbeuter. Genau mein Humor.

Aber wenigstens hat er sich einmal im Leben nützlich gemacht, wenn er doch sonst lieber andere für sich arbeiten läßt [29] und ihm der Hoffotograf problemlos

180'000€ an Steuerzahlergeld wert sind [30].

Soviel zur CSU und dem Phänomen "Söder". Aber mei. Ich war im Bierzelt mit ihm, ich kenne seine Wähler. Sie kriegen, was sie verdienen.

Volker

[1]
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Am 13.12.24 um 15:08 schrieb Axel Berger:

In dem Jahr ist vieles passiert, worauf möchtest du dich beziehen?

Der Regionalversorger beschafft die Fehlmenge exakt genauso an der Strombörse, wie es zuvor der Konkurs gegangene Briefkastenversorger getan hatte. Das geschieht von jetzt auf sofort und weitgehend automatisiert, ohne das die technische Netzebene überhaupt etwas von dem kaufmännischen Vorgang bemerkt.

Natürlich kann es theoretisch passieren, das die Gesamtmenge des verfügbaren Stroms trotz des EU-weiten Verbundnetzes mal nicht reicht und Großverbraucher abgeschaltet werden müssen, um das Netz stabil zu halten. Das ist aber selten und ein rein technischer Vorgang, welcher von der kaufmännischen Ebene komplett unabhängig ist.

Natürlich ist es das. Der Rückfall in die Grundversorgung erfolgt rechtlich automatisch, sobald die Rechnungen nicht mehr bezahlt werden. Wie schnell der Regionalversorger das zur Minimierung seiner Verluste auch praktisch umsetzen will, ist letztlich sein Bier.

Das ist nun einmal die Prämisse des Sozialstaates, schuldlos in Bedrängnis geratenen Bürgern unter die Arme zu greifen.

Ein wenig mehr Regulierung auf dem Strom- und Gasmarkt wäre vermutlich hilfreich, um solche Vorfälle zu minimieren, aber das will die konservative bis rechte Fraktion ja nicht.

Während sich nach einer möglichst kleinteiligen Datenerfassung diverse Akteure die Finger lecken, macht eine technische Abschaltvorrichtung auf Privatkunden-Ebene einfach keinen Sinn, auch langfristig nicht.

Für eine kaufmännische Schieflage bietet der Rechtsstaat mehr als genug Strategien.

Und bei einer technischen Schieflage muss man sowieso *SCHNELL* (Millisekunden) viele Megawatt los werden. Da hält sich niemand mit privaten Kleinstverbrauchern auf, sondern da fallen erst industrielle Großkunden (die dieser Option im Tausch gegen einen günstigen Tarif zugestimmt haben) und dann auf Mittelspannungsebene ganze Stadteile.

Aber man kann genauso wie man eine Eisenbahnverbindung durch die andere technische Lösung Auto oder Taxi ersetzen kann, die Gasheizung durch eine Wärmepumpe oder Fernwärme (oder meinetwegen eine Holzheizung) als Substitutionslösung ersetzen.

Und rechtlich wird man das ganz genau gleich wie bei den stillgelegten Eisenbahnen argumentieren. Wenn nur mehr wenige Leute Gasheizungen haben, dann kann man die Infrastruktur für diese wenigen nicht wirtscahftlich sinnvoll weiterbetreiben.

/ralph

Nein. Er hat für seine eigenen Kunden und die normalen Umzüge langsfristige Verträge mit zuverlässig Lieferfähigen. Zweistellige Prozentanteile unerwarteter und plötzlicher Neuzugänge sind da allerdings nicht vorgesehen.

Ebenfalls ein rein kaufmännischer Vorgang. Ich rede von der Technik.

Instantan. Die Zähler laufen ja weiter. Es geht aber nicht um die normale Grund- sondern die unnormale Ersatzversorgung. Die müßte bei sachlich korrekter Abrechnung sehr erheblich teurer sein, zumindest unter den damaligen Randbedingungen.

Schuldlos? Das war eine Wette wie Spekulation mit Aktienfutures. Die Gewinne sind natürlich ehrlich und durch "persönliches Können" verdient, Verluste sollen als "schuldlos" sozialisiert werden. Das ist wie Rabatte gegen Verzicht auf Kündigungsmöglichkeiten bei Zugfahrkarten und Hotelbuchungen. Wer dann unerwartet erkrankt oder sonst verhindert ist, soll nicht jammern, sondern den Verlust halt tragen. So ist das nun mal bei Glücksspielwetten.

Wozu auch. Die Ersatzversorgung war ja da und der ursprünglich verlangte Preis angemessen. Wer nicht spielen oder wetten wollte, hatte genau wie ich die Möglichkeit zum Vertrag mit dem seriösen Regionalversorger. Mein Preis blieb bis Ende Dzember 2022 konstant und stieg dann spürbar aber maßvoll -- weit unter irgendwelchen "Bremsen". Wer unbedingt mit großen Risiken für kleine Gewinne glücksspielen will, soll das tun dürfen. Es soll dann aber eben auch die Folgen tragen.

Man kann das Argument übermäßig bemühen, kein Zweifel. Gestern und heute hatten wir ausweislich der Diagramme bei Agora genau solche Werte mit einem entsprechenden Preispeak. Bei so exzessivem Importabruf steigen die Preise nicht nur hier beim Verursacher Deutschland sondern zeitgleich auch in den Lieferländern. Die schwedische Ministerin hat gerade drastisch ausgedrückt, was sie davon hält (wobei zugegeben innerschwedisch zu schwache Verbundleitungen dazukommen).

Auch dann noch und gerade dann. Ungenutzte Reserven gab es schon immer und wurden schon immer gebraucht. In den Achtzigern hatte (West-)Deutschland 70 GW nominelle Kapazität bei rund 50 GW Spitzenbedarf. Bei fluktuierenden, nicht steuerbaren Quellen braucht man neben Speichern mehr nominelle Überkapazität. Wolf von Fabeck, der Gründer des SFV, hat das von Anfang an korrekt vorgerechnet. Fossile Reservekraftwerke werden auch um so teurer, je weniger Stunden im Jahr sie laufen müssen. Öl, Gas und etwas später auch Kohle sind begrenzt. Ein Wechsel zu anderen Quellen ist in jedem Fall nötig und jeder weiß das seit 100 Jahren. Teurer wird es wohl auf jeden Fall, aber man sollte schon versuchen, den Mehrpreis durch vernünftige Planung in Grenzen zu halten.

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