OK, wir sind uns also im sachlichen Teil weitestgehend einig. Eine gute Basis.
Die Wasserkraft ist vorhanden, voll ausgebaut und nicht erweiterbar. Für neue, dazukommende, große Stromverbraucher zählen nur die erweiterbaren Quellen. Und speziell für Heizsysteme nur der Teil davon, der in der Haupt-Heizperiode zuverlässig liefern kann. Das ist hier Kohle und Gas. Wobei die Verläufe mindestens für 2023/24 einen sehr großen Windstromanteil zeigen. Die allerkältesten Tage sind windstill, aber zumindest in dem Jahr hat das keine Rolle gespielt und Wind die Hälfte des Stroms geliefert. Seltene Ausnahmetage spielen in der Emissionsbilanz keine Rolle, selten gebrauchte, bereitgehaltenen Großkraftwerke für die Kosten aber sehr wohl.
Kohlendioxid beurteilen wir beide offenbar verschieden, das ist hier aber nicht Thema. Den Tagesgang unserer Wärmepumpe kenne ich nicht, aber mindestens im Prinzip läßt er sich mit einer andern Steuerung zu größeren Teilen im Sommer in die Mittagszeit verschieben.
Ich plädiere deshalb bei zwei Mehrfamilienhäusern, wo ich ich mitreden kann, für das Beibehalten von Öl -- bei einem davon mit Erfolg und einer gerade erneuerten Heizung. Im Ziel, die extrem teure Fernwärme möglichst zu vermeiden, sind wir uns überall einig. Öl kommt einmal im Jahr mit einem großen Tankwagen. Da spielt ein Ausdünnen des Anbieternetzes keine Rolle. Was mit dem Gasnetz wirklich passiert ist vor allem eine politische Frage. Hier in Köln wurde es in etlichen Straßen gerade erneuert.
Bei einer dritten Gemeinschaft unterstütze ich den Vorschlag, die Gasetagenheizungen zur Erfüllung der Gesetzesvorgabe durch Monoblock-Klimageräte zu ergänzen. Dezentrale Warmwasserbereitung ist ein sehr großer Vorteil. Die Verteilungsverluste einer zentralen Warmwasserversorgung machen mehr als 50 % aus. Ich wollte das erst nicht glauben, aber mir liegen Meßwerte aus drei sehr verschiedenen Mehrfamilienhäusern vor. Damit sind hier bei uns diese Verluste im Jahr größer als der gesamte Heizwärmebedarf.