Re: Der elektrische Magnetismus (2025 Update)

Nov 24, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 267 Replies

Deine Askese bezüglich Wohnraumtemperatur kann man aus Deiner hier stolz vor Dir her getragenen IT-Ausstattung ableiten. Nicht jeder fand das letzte Jahrhundert so geil.

Hat die keinen Heizstab?

Grüße Marc

formatting link
"15/03/2024 08:00 ... Aber auch für bestehende Photovoltaik-Anlagen hat sich einiges geändert. Unter anderem ist die Einspeisebegrenzung, bei der Solaranlagen bisher auf 70 Prozent der erreichten Nennleistung abgeregelt wurden, ab dem 1. Januar 2023 entfallen. ... Indem man die PV-Kapazität auf 70 Prozent der maximalen Netzkapazität begrenzt, versucht man, die Netzstabilität zu gewährleisten und potenzielle Probleme wie Überlastung oder Spannungsspitzen zu vermeiden. ... Seit September 2022 entfällt allerdings diese Regelung für Neuanlagen bis zu einer Leistung von 25 kWp und seit Januar 2023 für Bestandsanlagen bis 7 kWp. Für größere Photovoltaikanlagen bleibt die Verpflichtung zum Redispatch jedoch bestehen. ... Für bestehende Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 7 kWp gelten Sonderregelungen, nach denen die Messstellenbetreiber*innen verpflichtet sind, die alten Stromzähler durch intelligente Zähler zu ersetzen. Sobald diese Smart Meter installiert sind, gilt die 70-Prozent-Regel für bestehende Solaranlagen über 7 kWp nicht mehr, sofern der Verteilnetzbetreiber zustimmt."

Grüße, H.

Den dürfte es nur ganz selten und unter sehr engen Voraussetzungen geben. So wie ich das verstehe ist Strom Gemeinschaftsaufgabe, und jeder hat sich, zwecks Wirtschaftlichkeit der Erzeugung, mit seinem Verbrauch daran zu beteiligen. Es gibt also in Bereichen, die der Stromverteilung zugänglich sind, keine "Insel"-Anlagen. Man kann aber eine "Ersatzstrom-Anlage" haben, die dann eigenen Strom liefert, wenn der Kraftwerksbetreiber ausfällt.

Man sollte nicht leichtfertig etwas tun, bei den man vom "Staat" abhängt.

Grüße, H.

Welche "die"? Unsere hier hat keinen und braucht keinen. Du hast die mittlere Heizleistung über 100 Tage genommen, mit der Nennleistung eines Monoblocks verglichen und gefolgert, der würde ausreichen. Nur das habe ich bezweifelt. An manchen Tagen braucht man deutlich mehr als das Mittel der Heizperiode und genau an diesen Tagen liefert eine Pumpe ihre Nennleistung nicht. Sie liefert natürlich nicht nichts und auch nicht unbedingt wenig, aber weniger als die Nennleistung unter dabei zugrundegelegten Standardbedingungen.

Und Heizstab an genau den Tagen mit dem höchsten Leistungsbedarf? Ich bin sehr froh, das hier nicht zu haben. Wie erwähnt ermittle ich nur Monatswerte, aber alle Arbeitszahlen liegen für die Heizung durchgehend über 3. Die für Warmwasser nicht, aber auch da erreichen wir unsere 60 °C ohne Direktheizung und besser als 2.5. Du propagiertest oben eine Arbeitszahl über 5 und jetzt willst Du die mit einem Heizstab erzielen?

22 bis 23 Grad Celsius finde ich jetzt keineswegs so wenig. Ich werde halt im gut isolierten Haus von allen Seiten bis auf die Fensterfronten von den Nachbarn versorgt. Im letzten Jahrhundert waren übrigens mollig warme Wohnungen allgemein üblich und bezahlbar. Die Parole mit den 19 Grad gab unsere jetzige Regierung erst in den drei Jahren seit ihrer Wahl aus und auch Leute, die sowas ignorieren, sparen heute allein aus Preisgründen. Nicht alle. Meine Großnichte beim Arbeitsamt, die wie ihre Kolleginnen auch auf's Geld achten muß, berichtet was sie alles an vorgelegten Nebenkostenabrechnungen ungekürzt durchzuwinken hat.

Sorry Marc, verwechselt, das war Volker.

-- /¯\ No | Dipl.-Ing. F. Axel Berger Tel: +49/ 221/ 7771 8067 \ / HTML | Roald-Amundsen-Straße 2a Fax: +49/ 221/ 7771 8069  X in | D-50829 Köln-Ossendorf

formatting link
\ Mail | -- No unannounced, large, binary attachments, please! --

Da müßte ich tatsächlich erst suchen, wo, wie, wann, warum und zu welchem Thema das passierte. Genannt hat man mich schon eine ganze Menge, von linksideologischer Kommunist, grünversiffter Ökoschwuchtel, Umweltzerstörer, kapitalistischer Erstweltmensch, Sozialparasit bis hin zum militanten Konsumverweigerer und auch den Nazivorwurf habe ich mir schon vorher gefallen lassen müssen. Das nennt man dann wohl kosmopolitisches Kontrastprogramm, frei nach der jeweiligen Ecke des Betrachters.

Schon längst vergessen. Wenn es überhaupt etwas gibt, was man dürfen sollte, dann eine engagierte Diskussion führen. Diese ganze windelweiche Ich-hab-Dich- lieb-Kuschelnummer mit all ihrer politischen Korrektheit ist doch wohl mehr als langweilig und m. b. M. n. auch scheinheilig.

Volker

Ich habe den o. g. Satz mal orthografisch aufgefrischt. Der war im Original ziemlicher Bullshit.

Das mag gerne sein. Ich behaupte ja auch nicht, meine Kristallkugel würde mir exakte Zahlen anzeigen, das war nur eine grobe Überschlagsrechnung. Sind diese ominösen "Energieberater" nicht genau dafür da, zu so einem Thema fachkundig und erfahren zu beraten oder ist die Bezeichnung nur Dekoration und der ehrenwerte Berufsstand verkauft einfach nur 08-15-Kram, der grad da ist, frei nach dem Motto: "One size fits all"?

Ich habe die Ölverbrauchsdaten von meinem Vater, freistehendes 1-stöckiges Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, Baujahr 1980, ungedämmtes Dach, Plattenheizkörper, KSI BlueCondens VC-25 Brennwertheizkessel und MAN/B&W Heiztechnik Raketenbrenner REC 25, den ich vor kurzem die Ehre hatte mit Kalziumsilikatquadern, Keramikdichtschnur, Servicekit (Düse, Filter, Elektroden) und viel Mühe zu reparieren. Weil die niedergelassenen Heizungsbauer offenbar zuviel verdienen, um sich mit so Pipifax zu erniedrigen.

Wenn die dort natürlich nie heizen, im Winter mit Pelzmantel im Wohnzimmer hocken, zur Dusche nur kaltes Wasser brauchen oder ins Schwimmbad gehen und mich beim Ölverbrauch dreist angelogen haben, kann ich natürlich auch nichts machen. Die brauchen dann halt keine Wärmepumpe. Aber eben auch keine Ölheizung. ;-)

Wenn das hier eine zielführende, konstruktive Diskussion wäre, würde ich durchaus den Clemens fragen (der ist vor geraumer Zeit in eine relativ alte Bude im Schwäbischen gezogen und hat das Thema PV und Wärmepumpe komplett durchgezogen), aber im Grunde sind sich alle hier, die noch halbwegs bei Trost sind und sachlichen Argumenten folgen können, einig, daß man Öl/Gas durchaus mit einer WP substituieren kann, ohne gleich das Haus abzureißen und neu aufzubauen.

Ebenfalls sind wir uns wohl einig, daß es Anwendungsfälle gibt, wo sich so eine Modernisierung nicht lohnt - jedenfalls nicht auf absehbare Zeit - oder sehr sehr schwierig durchzuführen geht, z. B. wenn eh schon der Fernwärmeplan steht. Aber eben nicht kategorisch.

Nachrüstungen einer WP im Bestand von vorneherein als unpraktikabel abzutun und den sich seit nunmehr über ein Jahrzehnt ankündigenden, politischen Rahmenbedingungen *) einen irgendwie gearteten Zwang anzudichten, entspringt eher dem Narrativ derer, bei denen Sachargumente sowieso am falschen Platz sind.

Man könnte einfach sagen: "Selber schuld!" bzw. "C'est la vie!", aber leider sind Obige auch genau diejenigen, die sich dann über explpodierende Öl- bzw. Gaspreise echauffieren und meinen, daß man ihnen in der Konsequenz ihrer freien Entscheidung irgendwie unter die Arme greifen müsse. Idealerweise diejenigen, die bereits eigeninitiativ sauer verdiente Kohle in umweltfreundlichere Technologie gesteckt haben.

Und da ist dann für mich ein bisserl der Spaß vorbei.

Ich fahre ja im Winter auch nicht deswegen mit dem Radl, weil das gar so angenehm, kuschelig, bequem und sicher ist. Da kommen mir die berufspendelnden Autofahrer im Dauerstau grad recht, die in München gerne noch mehr Tunnels, grüne Welle und Parkplätze hätten, bei den bösen Pop-Up-Radwegen aber einen Hals kriegen.

Volker

*) Wenn mir jemand erklären mag, wie er ohne Wärmepumpe zu einigermaßen bezahlbaren Preisen CO2-neutral heizen kann: Immer her mit den Argumenten! Hat halt nicht jeder eine Papierfabrik nebenan, einen Bauernhof mit Biogasanlage oder Zugang zu Fernwärme. Und bei Solarthermie vom Dach schaust in langen Winternächten eben auch buchstäblich in die (kalte) Röhre.

Arbeitsbeschaffung für eine Subventionsbranche. In einer kürzlichen Eigentümerversammlung fragte ich, was wir von der in Auftrag zu gebenden Wärmebedarfsrechnung erwarteten, das wir nicht längst aus jahrelanger Erfahrung wissen. Antwort, nichts, aber das Gutachten sei Voraussetzung für Fördergelder. Ist mir in dem Fall egal, mein Anteil sind Peanuts, aber bei einem Einfamilienhaus sind solche aufgezwungenen Kosten spürbar.

Bei einer anderen Gemeischaft, als es um ein Gutachten für Verbesserungsvorschläge ging, waren es erkennbar Textbausteine. Zum Teil komplett unpassende, die nicht zwischen Haustüren nach draußen und Wohnungstüren ins geschlossene Treppenhaus unterschieden. Im letzten Absatz sagte der Gutachter explizit, seine Rechnungen seien um 300 % falsch. Der errechnete Wärembedarf, von dem aus alle versprochenen Einsparungen ausgingen, war des Vierfache des langjährigen tatsächlichen Verbrauchs. Im Einzelfall kann so eine Abweichung in extremem Heizverhalten liegen. Aber über 84 Wohnungen und in jedem von neun Häusern in drei Reihen? Wenn man alle versprochenenn Einsparungen viertelt und alle Kostenschätzungen für erfahrungsgemäß optimistisch hält, denn bleibt wenig Sinnvolles übrig, und das wenige war vorher offensichtlich und ohne Gutachter bekannt.

Natürlich kann man das. Es bringt nur nicht viel und möglicherweise wird es dabei sogar teurer.

Fernwärme ist das allerschlimmste und wirklich extrem teuer. Da würde ich eine schlechte ode mittelmäßige Wärempumpe vorziehen.

Das ist einfach. Du erklärst hier, eine WP sei ohne Generalsanierung möglich und wir waren uns einig, für viele ist nicht beides zu stemmen. Eine Wärmepumpe mit mittelmäßiger Arbeitszahl mal Kraftwerkswirkungsgrad mal tatsächliche Stromzusammensetzung an kalten Heiztagen gibt immer noch eine Menge Kohlendioxid. Mit dem gleichen Geld gut gedämmt plus eine halbwegs neue und halbwegs effiziente Verbrennungsheizung kann auf dasselbe oder weniger herauskommen und geht auch bei sehr kleinen Innenstadtgrundstücken.

Nicht so gut, das sind alles "brauche ich _jetzt_" Lasten: - Wasserkocher: Wasser für Tee/Ramen/etc kochen ... - Fön wäre besonders doof, nicht jeder mag mit nassen Haaren 2h warten bis der Fön wieder geht - Staubsaugen: 2h später hat man wieder anderes zu tun

Waschmaschine und Tumbler fällt eher unter "anwerfen, später am Tag versorgen".

Man liest sich, Alex.

Da steht nur wann welche Regelungen weggefallen sind.

Diese Rechnung ist nicht von mir.

Ja, auch die Bundesnetzagentur gehört ja wohl zu diesen Rumschreiern...

Man sollte vielleicht generell vermeiden, jede Äußerung, welche von der eigenen Ansicht abweicht, allzu reflexhaft "in die rechte Schublade" zu packen, auch wenn das in manchen Kreisen inzwischen zum Standard zu gehören scheint...

MfG Rupert

Hallo Marc,

Du schriebst am Wed, 11 Dec 2024 09:37:10 +0100:

Warst das nicht Du, der erzählt hat, daß die von mir mal angesprochenen "victron"-Geräte so verbreitet und fast überall verbaut wären? Ich habe mich da mal umgeschaut und gefunden, daß die tatsächlich fast alles zu ihren Geräten für die (End-!) Kunden zugänglich machen, was für die Nutzung ihrer Geräte nötig ist, bis hin zum (Linux-stämmigen) Betriebssystem des Zentralcomputers. Und dann nimmst Du eine Anlage von irgendeinem anderen Hersteller, der seine Kunden "am kurzen Zügel" hält? (BTW, bei den victron-Geräten sollte eine Ladestrombegrenzung auf alle Fälle möglich sein, ohne großen Aufwand.)

Hallo Axel,

Du schriebst am Wed, 11 Dec 2024 11:43:13 +0100:

Na, Du bist schon lustig - an anderer Stelle regst Du Dich drüber auf, wenn jemand Akkuladeströme in Bruchteilen von "C" angibt, aber wenn Du mal selber Äfpel mit Bananen vergleichst, dann ist das ein gutes Argument gegen die doch so wirtschaftsschädlichen PVer. Du rechnest die €/W für die PV schlecht, indem Du eine mittlere Auslastung für _gerade mal_ _EIN_ Jahr gegenrechnest, die Kostenfür die Kraftwerke (bzw. deren beim Kunden abgerechneten Strom) erstmal garnicht angibst, denen eine enorm gute Auslastung unterstellst und weder Neben- noch Folgekosten völlig ignorierst (wobei letztere nach Deiner Ansicht wohl sowieso nicht existieren?). Also rechne da besser nochmal nach - vielleicht mit einer Nutzungsdauer für "das balkonkraftwerk" von realistischer Größe.

Hallo Volker,

Du schriebst am Wed, 11 Dec 2024 10:47:51 +0100:

Das ist inzwischen ein echtes Dilemma. Wen kann man eigentlich _überhaupt_ noch wählen, ohne daß da mindestens 50% der Erwartungen von vornherein aufzugeben sind? Aber _auch_ ein nicht-Protestwähler sollte sich genau überlegen, was er wählt, damit er nicht am Ende doch denen weiterhilft, die er grade unter allen Umständen vermeiden wollte. Und da wird die Auswahl sehr schnell _sehr_ klein...

Am 11.12.2024 um 11:38 schrieb Volker Bartheld:

Hier liegt ein Angebot eines von Viessmann empfohlenen Installateurs vor, Abbau der vorhandenen Gasheizung sowie Montage Wärmepumpe, Gesamtkosten ca. 46kEUR. Da kann ich, auch bei maximaler Förderung, lange Gas verbrennen.

ho __

Inklusive/exklusive Heizkörpertausch?

/ralph

Am 12.12.2024 um 02:31 schrieb Heinz-Oskar Müller:

So Du noch welches bekommst:

formatting link

Am Dienstag000010, 10.12.2024 um 09:00 schrieb Rupert Haselbeck:

???

Ich wollte darauf hinweisen, dass private Solaranlagen nicht besteuert werden können, weil sie kein Teil eines Gewerbetriebes sind (wenn der Strom selber genutzt und nicht verkauft wird) weil Ersparnisse kein Einkommen darstellen.

Dies gilt generell im privaten Bereich, weil man sich selber nun mal nicht für die eigene Arbeit bezahlt.

Daher sind privat im eigenen Haushalt verrichtete Arbeiten auch dann steuerfrei, wenn sie theoretisch auch geldlich erwerbbare Vorteile beinhalten.

So hätten z.B. selbstgestrickte Pullover durchaus einen materiellen Wert, welcher aber grundsätzlich nur versteuert werden muß, wenn man die real verkauft.

ALLE selbst erstellten und selbst genutzten Leistungen sind im privaten Bereich kein Einkommen, selbst wenn sie einen gewissen Wert haben.

Das kann man nämlich überhaupt nicht anders regeln, weil schlicht unmöglich ist, den Wert so einer Leistung zu ermitteln.

Zwar könnte man theoretisch auch den Wert der selbst angebauten Äpfel oder Schnittblumen ermitteln.

Aber eine realistische Möglichkeit dafür gibt es nicht.

Außerdem würde ein Einkommensteuer auf selbst erzeugte Güter oder Dienstleistungen der gesamten Steuersystematik widersprechen, weil es im privaten Bereich garkeine besteuerbaren Geldströme gibt.

So eine Steuer könnte nämlich überhaupt nicht aus den erzeugten Güter bezahlt werden, sondern nur aus dem sonstigen Einkommen.

TH

Am Dienstag000010, 10.12.2024 um 10:11 schrieb Werner Dominikowski:

Ich hatte auch nicht von 'technisch unkorrekt' sondern von 'politisch unkorrekt' gesprochen.

Dabei hatte ich gemeint, daß ich 'daß' z.B. mit esszett schreibe und zwar genau deswegen, weil das politisch unkorrekt ist.

Das wäre dann gemeint als ein minimaler Protest gegen politische Vorgaben bei der Sprache.

Genauso benutze ich selbstverständlich nicht diese 'Gender-Vorschriften' oder den Begriff 'Energie' für 'Brennstoffe'.

Und 'Schraubenzieher' zu sagen ist auch ein Mini-Protest gegen die Sprachnormung, obwohl anscheinend (leider) doch noch zulässig.

TH

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required