Re: Der elektrische Magnetismus (2025 Update)

Nov 24, 2024 Last reply: vor 1 Jahr 267 Replies

Eh, was? Man baut sich 'ne PV-Anlage auf Dach (was schonmal nicht so billig war/ist), verbraucht den produzierten Strom selber und durfte dafür auf diesen Eigenverbrauch Steuern zahlen? Habe ich das korrekt beschrieben? Wo war das, Schilda?

Man liest sich, Alex.

Was ist daran überraschend? Das ist bzw. war die für jeden anderen Gewerbebetrieb ebenso geltende Regelung. Privatentnahmen aus dem Betrieb sind zu versteuern! Sowas aber auch...

MfG Rupert

Am 08.12.24 um 23:50 schrieb Rupert Haselbeck:

Galt/gilt das eigentlich auch für Insel-anlagen. Also z.b. Wochenend-haus oder Schrebergartenhütte mit PV ohne Stromnetz-anschluß?

Da ist die "Abrechnung" doch relativ einfach denn 100% PV-anlieferung landen bestenfalls in einem Akku und der Rest (nach Wandlungs-verlusten) wird vor Ort genutzt.

Bei allen anderen Netz-verbundenen Anlagen ist es komplizierter zwischen Import, Export und Eigenverbrauch zu differenzieren. Es macht ja auch nur in speziellen (vermutlich Sonderfällen) Sinn dazu ein Separates Energieverteilungs-Netz ein zu richten das mit dem eigentlichen (Externen Verbundnetz) nicht verbunden wäre.

Und auch das macht wohl regelmäßig nur bei einem Gewerbebetrieb überhaupt sinn. Wobei die anzunehmende Gewinnerzielungs-absicht auch gleich die Steuer auf den Plan ruft.

Als Privater... durch PV o.a. würde man weniger Strom beziehen und damit auch weniger Steuern darauf zahlen. Und das kann/darf ja nicht sein oder? Also, irgendwie logisch begründbar das Steuern auf eigenverbrauch erhoben würde ;-)

Bye/ /Kay

Kay Martinen schrieb:

Das kommt drauf an. Wenn die Anlage gewerblich betrieben wurde und somit auch die bei für Anschaffung/Installation bezahlte Mehrwertsteuer vom Finanzamt erstattet wurde, dann möchte das Finanzamt freilich auch die Mehrwertsteuer haben, welche der Stromkunde zu zahlen hat. Das gilt/galt natürlich auch dann, wenn man selber diese Kunde ist/war (Privatentnahme). Und auch die Gewinne aus dem Stromverkauf sind/waren zu versteuern. Ich habe selbst fast zwanzig Jahre lang deshalb Steuererklärungen abgegeben bzw. die Gewinne zu versteuern gehabt.

Wenn ich die Anlage als Unternehmer betreibe, um mir die Mehrwertsteuer zu sparen, also teilweise vom Staat finanzieren lasse, dann sehe ich kein Problem darin, dass dieser Staat im Gegenzug die Angelegenheit auch so betrachtet wie jeden anderen Gewerbebetrieb ja auch. Inzwischen hat sich das ja auch geändert und vor allem sind die Anlage weit billiger geworden. (Echte) Inselanlagen gibts dennoch recht selten, weil das hierzulande allenfalls für Sonderfälle halbwegs sinnvoll möglich ist. Die Sonne liefert derzeit mal wieder nicht...

MfG Rupert

Die Wärmepumpe selbst ist natürlich ein alter Hut und überhaupt nicht unnütz.

Das war auch garnicht die Frage um die es mir ging, sondern um die Anordnung eines Austauschs bestehender Gasetagenheizungen im Altbau gegen Wärmepumpenheizungen.

Das war meiner Ansicht nach Schwachsinn und hatte überhaupt nichts mit Umweltschutz oder ähnlichem zu tun.

Ersteinmal funktioniert so eine Umrüstung überhaupt nicht, da Wärmepumpenheizungen eigentlich Wasser als abkühlbares Medium und extrem große Wärmetauscher im Haus brauchen, um einigermaßen wirtschaftlich zu arbeiten.

Zum zweiten fehlt ein rechtfertigender Grund, welcher die Anordnung des Austausches an sich rechtfertigt.

Es ist ja ein Eingriff in das Eigentum, welcher mit fragwürdigen Begründungen (CO2 als 'Klimakiller' etc.) gerechtfertigt wird.

Aber es geht technisch im Altbau überhaupt nicht, weil man in bewohnte Wohnungen keine Fußbodenheizungen einbauen kann.

Das hat den Energieminister allerdings kein bißchen gestört und er hat nicht nur die Abschaltung bestehender und gut funktionierender Heizungsanlagen angeordnet, sondern drum herum noch ein bürokratisches Monster der Extraklasse geschaffen (das 'GEG').

Ich kann als einzige für mich vorstellbare Motivation die Absicht erkennen, dem Staat Bundesrepublik Deutschland wirtschaftlichen Schaden zuzufügen, wofür die Mär vom CO2 als 'Klimakiller' benutzt wurde.

Diese Geschichte zu hinterfragen, welche mit allen nur erdenklichen Mittel der Propaganda verbreitet wird, das ist mehr oder weniger unmöglich geworden und das doch zu tun, das soll sogar unter Strafe gestellt werden.

Fakt ist aber, dass es bereits seit langem Kritik aus dem wissenschaftlichen Bereich an dieser Geschichte gibt, die aber etwas leiser daherkommt, wie das im wissenschaftlichen Bereich nun mal üblich ist.

Die Kritik bezieht sich speziell auf die Modelle des IPCC, welche auch nach meinem dafürhalten das Klima überhaupt nicht vorhersagen können.

Dies wiederum liegt am Ignorieren des Wasserkreislaufs und des Einflusses des Wasser auf die Wolkenbildung, wobei wiederum die Wolken das Klima kontrollieren.

Es findet aber keine Revision der Modell oder auch nur eine Diskussion darüber statt, wahrscheinlich weil sowas bereits Sanktionen unterworfen ist.

...

TH

Am Sonntag000008, 08.12.2024 um 10:53 schrieb Volker Bartheld:

Ich krieg schon Pickel, wenn jemand 'erneuerbare Energien' sagt.

Tatsächlich ist Energie nämlich eine Erhaltungsgröße und wird überhaupt nicht erneuert.

Aber Energie ist ohnehin nicht gemeint, sondern idR geht es um Brennstoffe bzw. um Strom.

Die Stromversorgung Deutschland irgendwie zu sichern, das sieht der Herr Energieminister aber anscheinend überhaupt nicht als seine Aufgabe an, genausowenig wie die Heizung der Behausungen der hiesigen Bevölkerung.

Statt sich also über Strom und Heizung Gedanken zu machen, redet er über die Erneuerbarkeit von Energie.

Und ich persönlich frage mich, was er eigentlich damit sagen möchte.

Es ist den meisten Menschen nämlich im wesentlichen egal, woher die Heizenergie letztlich stammt, solange sozusagen 'im Winter die Bude warm ist '.

Der Minister für Energiefragen kann sich darüber natürlich schon Gedanken machen, denn das ist ja sein Beruf.

Aber für 'den kleinen Mann' ist die Frage an sich schon uninteressant, wenn die Preise für die Heizung nicht allzusehr steigen.

Als 'Öko' sei ihm eine gewissen Präferenz für biologisch gewinnbare Heizenergie aber schon zugestanden, allerdings nur, sofern für genug davon gesorgt wird, in der richtigen Verteilung und zu akzeptablen Preisen.

WIE er das macht, damit braucht er den Menschen nicht auf den Keks zu gehn.

TH

???

Es gibt durchaus Religionen, wo keine Jungfrauen drin vorkommen.

TH

ja

Wo war das, Schilda?

Jahressteuergesetz 2022 Auf Einnahmen (Einspeisung bzw. Verkauf) und Entnahmen (Selbstverbrauch) aus dem Betrieb einer PV-Anlage muss keine Einkommensteuer mehr gezahlt werden – und zwar rückwirkend ab 1.1.2022 (bis max. 30kWp)

Umsetzung einer EU-Vorgabe

Am 09.12.24 um 09:30 schrieb Thomas Heger:

Was es in dieser Form gar nicht gab

Erfahrungen sagen anderes aus

"extrem" ist nicht notwendig

Stimmt in dieser Absolutheit nicht, und ist auch nicht nötig. Heizkörper existieren!

Trift auch auf deine Darstellung zu

Die hatten bloss keine Lust mehr, sich mit dem ganzen kaum kontrollierbaren Kleinkram zu befassen.

Nur wenn Du das Unternehmermodell gewählt hattest und die Umsatzsteuer für die Anlage zurückerstattet bekamst, wollense unbedingt noch Umsatzsteuer bekommen. Das waren wohl nicht so Viele.

Grüße, H.

Derartige sprachliche Formulierungen gibt es in vielen Bereichen. Oft wird in solchen Fügungen ein Teil ausgelassen, z.B. faltet der Zitronenfalter keine Zitronen. Eigentlich müßte er wahrscheinlich "zitronenfarbiger Falter" oder "zitronengelber Falter" oder so heißen, aber das ist eben zu lang für den typischen Gebrauch eines solchen Wortes.

Oder der Schraubenzieher, manche sagen, dass er eigentlich "Schraubenanzieher" heißen müßte. Wieder andere würde daran stören, dass er mit dem Vorgang des Bekleidens nichts zu tun hat.

Sprache ist immer ein bißchen ein Kompromiß innerhalb der Gemeinschaft der Sprechenden. Immer ein Kompromiß zwischen "Korrektheit" und Pragmatik.

Ich denke schon, dass Energie gemeint ist, aber halt Energie "aus erneuerbaren Quellen" oder so. Was aber zu lang für ein Wort ist. Umgekehrt düfte man auch beim Verbrennen von Kohle nicht von Energie reden, schließlich bleibt auch die erhalten, auch nach dem Verbrennen. Man muß halt immer einen sinnvollen sprachlichen Kompromiß finden.

Die Ökologisierung der Energieversorgung ist aber ein reales, weltweit angegegangenes Problem und nicht was spezifisch mit eurem Energieminister (oder was seine genaue Bezeichnung in dem Bereich ist) zu tun.

Wenn du das ernst meinst, bist du dumm. Du kannst jederzeit in Wikipedia nachlesen, was man gemeinhin von "erneuerbarer Energien" versteht:

formatting link
Wenn das nur eine rhetorische Figur deinerseits ist, was meinst du damit?

Es ist vielen Leuten auch egal woher das Geld für ihre Drogen kommt, drum hauen sie dem nächstbesten auf der Straße in die Fresse. Man muß nicht die dümmsten und unmoralischst möglichen Menschen als Vorbild nehmen. Ich denke nicht, dass es "den meisten Menschen" egal ist, ob ihre Energie von einem Diktator kommt, der sein Nachbarland angreift, oder unter großen Problemen für die Zukunft genutzt wird.

Naja, in einer Demokratie muß man politische Entscheidungen von großer Tragweite schon rechtfertigen.

Ich denke auch, dass die Stromerzeungung als politisches Thema im Moment bei euch etwas übertrieben hochgejazzt wird (verglichen z.B. mit Österreich oder anderen Ländern, wo das weniger ein Thema ist), aber so laufen halt politische Prozesse. Auch verglichen mit anderen politischen Themen, die vielleicht für die meisten Leute wichtiger wären.

/ralph

Sowas gibt es doch nicht. Nirgends.

Bei Gasetagenheizungen wird wohl oft Fernwärme das sinnvollere System sein (und bei der Fernwärme kann man u.U. dann mit Wärmepumpen, Geothermie etc. arbeiten).

Luft-Wasser und Luft-Luft-Wärmepumpen existieren und funktionieren.

Ex falso quodlibet. Den Zwang zum Austausch gibt es ja nicht.

Naja, die Klimakrise ist wissenschaftlich klar abgesicherte Erkenntnis, kann man anzweifeln wie Flacherdler, Impfgegner, Schöpfungstheoretiker, Reichsbürger oder andere Leute die die äußere Realität nicht anerkennen. Muß man aber nicht.

Man braucht für Wärmepumpen keine Fußbodenheizugen. Und man braucht für eine klimaverträgliche Heizung nicht notwendigerweise Wärmepumpen.

Hat er?

/ralph

Genau so ist es. Keine Ahnung, ob die Hegerschen Echokammer viele Insassen hat - ich hoffe nicht.

Was helfen schon Erfahrungen, wenn man Bauchgefühl hat und Vermutungen anstellen kann?

Es gibt Hochtemperatur-Wärmepumpen (meist zweistufig), die auch mit den höheren Zulauftemperaturen der kleinen Bestandsheizkörper klarkommen. Hatte ich damals vorgerechnet. Kommt dann aber zwangsläufig das Dunkelflautenargument und daß Wärmepumpen nebst Umrüstung teuer, Gas und Öl aber billig wären.

Ich finde, daß Heger für all seine erdenklichen Mittel der Propaganda und seiner kontrafaktischen Desinformation hierzugroups nahezu unendlich viele Möglichkeiten geboten werden. Hier in Deutschland haben wir gewissermaßen für jeden Deppen ein kuscheliges Plätzchen. Meine Hoffnung, dieses Problem würde sich absehbar auf ganz biologische Weise lösen, habe ich angesichts der aktuellen politischen Situation aber aufgegeben.

*seufz*

Volker

Das Herumreiten auf solchen (für jeden klar Verständlichen) sprachlichen Konstruktionen ist meist ein Indiz für fehlende fachliche Kompetenz...

Stimmt. Es wurden abstrakte weder meß- noch erfüllbare Forderungen aufgestellt wie "60 % erneuerbar". Und im zweiten Schritt geht man dann hin und definiert per Gesetz kohlegefeuerte Fernwärme als "100 % erneuerbar". So ähnlich geht es beim Strom, wobei ich da die Details jetzt nicht kenne.

Es gibt fast alles. Wir machen hier unser Warmwasser mit 60 °C Abschalttemperatur (untere Schwelle 55) mit einer Pumpe. Quelle ist Wasser aus Bodensonden. Die Jahresarbeitszahl liegt spürbar unter 3. Warmwasser wird auch im Sommer gebaucht. In der Heizperiode fällt sie auf 2.5, genau dann, wenn der Löwenanteil der Heizwärme anfällt.

Umweltwärme ist eine dezentrale Quelle mit niedriger Flächendichte. Das ist prima für lockere Einfamilienhaussiedlungen aber völlig ungeeignet für zentrale Großanlagen.

Natürlich. Genau wie meine 1 kW Photovoltaik auch in den letzten Tagen Strom geliefert hat. Volle 20 W. Weit unter 1 fällt die Arbeitszahl bei Wärempumpen nicht. Funktionieren prima, auch bei Kälte.

Zentrale Großanlagen werden wohl öfter auf Tiefbohrungen o.ä. zurückgreifen, oder wie bei dem einen Projekt in Dänemark(?) auf unterirdische Warmwasserspeicher. Energie als Wärme statt als Strom zu speichern kann u.U. viele Größenordnungen billiger sein.

Fernwärme gibt auch die Flexibiltät, die mühevolle und zeitaufwändigen Umbaumaßnahmen in den einzelnen Wohnungen vorzuziehen, selbst wenn die Fernwärme derzeit noch zu einem Teil fossil produziert wird. Schließlich will man solche Maßnahmen wie Heizungstausch bevorzugt dann machen, wenn sowieso umgebaut wird, oder bei Mieterwechsel o.ä.

Luft-Wasser-Wärmepumpen mit halbwegs großen Heizkörpern funktionieren schon ganz gut. Mein Nachbar hat die Ölheizung gegen eine Luft-Wasser-WP tauschen lassen, und alle Heizkörper gegen bessere (er hat sowieso alles innen generalsaniert) und das läuft sehr zu seiner Zufriedenheit.

Nur mäßig gedämmtes Haus (gebaut 1950er, gedämmt vielleicht um 1990), Fenster wurden getauscht.

/ralph

Was immer das heißen mag. Ich kenne kaum jemand, der Daten erfaßt und nachrechnet. Hier im Haus hat nachweislich die Brunata beim Ablesen Zähler vertauscht und falsch zugeordnet. Meine Aufforderung, das bei der nächsten Abrechnung zu prüfen? Hat niemand befolgt. Dann nicht, bei mir stimmts jetzt.

Unser Neubau braucht sehr wenig Heizwärme aber normal viel Warmwasser. Die Wärmepumpen arbeiten gut, aber der Preisfaktor zwischen Strom und Gas oder Strom und Öl ist größer als unsere Arbeitszahl.

Daß Dein Nachbar mit den Heizkosten zufrieden ist, glaube ich nach so viel Aufwand gern. Aber über den Anteil, den die Wärempumpe daran hat, sagt das gar nichts.

Der ist eher Typ "penibel", Produktentwickler in der Industrie, Vater Dachdecker, der kennt sich auch Handwerklich aus, das ist kein Dampfplauderer. Er hat die Sanierung auch innerhalb kürzester Zeit durchgezogen gehabt. Während andere jammern keine Handwerker zu finden, hat der oft 3 Firmenwagen von Handwerkern gleichzeitig vor der Tür stehen gehabt. Ja, sicher auch durch berufliche Kontakte, das hilft sicher auch.

Der Aufwand war nicht übertrieben hoch. Er wollte aus ästhetischen Gründen sowieso innen das meiste neu machen (Böden, Türen, Fenster ..., teilweise Wände, da war halt alles auf dem Stand von 1958 oder so), er hat nicht ganz auf Rohbau zurückgebaut aber schon recht radikal rumgewerkt.

Vermutlich hätte er auch bei einer Gasheizung statt der alten Ölheizung die Heizkörper getauscht und wäre nichts als die Rohre von der alten Anlage übergebliben. Die alten Heizkörper haben nach 1970ern bis 1980ern ausgesehen, also auch nicht mehr ganz taufrisch.

Unsere ganze Straße ist aus den 1950ern bis 1970ern, ein Stück weiter vorn von ca. 1939, und einer nach dem anderen hat ein Außenaggregat einer Wärmepumpe vor der Tür, halt im Zyklus der typischen Sanierungen oder Besitzerwechsel. Nein, ich noch nicht, und ich überlege auch noch zwischen Tiefenbohrung und Luft-Wasser herum. Und nein, ich hab noch von niemandem was negatives gehört.

/ralph

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required