Mikrowelle defekt

Jun 07, 2020 171 Replies

Mikrowellen-Oefen gab es schon zu kaufen. Wir waren (fuer Deutschland jedenfalls) Early Adopter und haben Ende der 60er eine gekauft. Klassisches Design in dieser Art, aber IIRC war unsere teilweise japanisch:

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Es musste vor der Inbetriebnahme extra jemand von der Post kommen und den Betrieb an diesem Standort (unsere Kueche) funkrechtlich genehmigen, da es sich nach dem Gesetz um einen Sender handelte. Alles sehr formell, er kam im Anzug. Mit Schlips.

Das Dingen war unverwuestlich und ich habe es sogar nach Amerika mitgenommen. Dann jedoch wegen seiner monstroesen Groesse und des Gewichts zerlegt. Die Schaltuhr davon habe ich noch und deren Taster steuert heute ein Garagentor.

In Amerika gab es Mikrowellenoefen schon weit laenger, aber die hatte nur die High-Society. Nicht nur, weil sie den Gegenwert eines Autos kosteten. U.a. musste dafuer ein weiterer Stromkeis mit 240V/50A oder so gelegt werden. Die hatte man zwar oft schon fuer den normalen Backofen und nochmal fuer das Kochfeld, doch diese durften laut Vorschrift nicht zusaetzlich angezapft werden.

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Am 17.06.2020 um 22:29 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Sieh es so ähnlicch aus?

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Das hier kommt wohl aus der Radartechnik.

O.J.

Von dort kam ja auch die Idee mit Mikrowellen zu kochen. War eine Zufallsentdeckung. Die ersten Mikrowellenherde kamen von Raytheon, die stellen sonst eher Militärtechnik her.

Gerrit

Ja, es gibt von 1947 ein Raytheon Patent wie man Popcorn mit Radiowellen macht ;-)

Tappan war wohl ein Pionier in den USA. Mit einem hübschen Atommodell als Logo.

Die Sovietunion hat zehn Jahre später nachgezogen:

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Für Durchschnittseinkommen eher zu teuer.

Der älteste Küchenmikrowellenofen die ich live gesehen habe war übrigens ein Sharp aus den 60ern. Der wurde in einem Labor benutzt um Ölproben kontaktlos zu erwärmen und benötigte AFAIR noch einen Wasseranschluss zur Kühlung.

So wie ich las gibt es sowas hier oder da noch für kleines Geld gebraucht zu kaufen und es existiert nur eine kleine Fangemeinde für solche Geräte.

Falls sich also jemand noch ein relativ neues Sammelgebiet erschliessen möchte...

O.J.

Deren Mikrowellenherde hiessen damals 'Radarange'. Kann mir gar nicht erklären wie man auf so einen Namen kommen kann. ;)

Gerrit

Vielleicht wirkten die ersten Mikrowellenherde für Consumer wie Radargeräte die aus der Ferne gut zu detektieren waren? ;-)

Irgendwo las oder hörte ich auch aus Überlieferungen von Soldaten der Luftaufklärung, dass diese ihre Bockwurst (private Zwischenmahlzeit während dem Dienst) in einer Wartungsklappe am Radargerät erwärmten.

W.

Durchaus möglich, aber ob das nun mit Mikrowellen passierte oder nur mit der Abwärme der damaligen Röhrentechnik dürfte unklar sein. Die Idee mit Mikrowellen kam 1947 bei Raytheon auf.

Gerrit

Am 18.06.2020 um 07:09 schrieb Ole Jansen:

Ich habe mir jetzt mal Bilder von Magnetrons angeschaut und keines gefunden, das meinen Dingern ähnlich sah. Vor allem hatten die keinen Hohlleiter-Anschluß. Vielleicht war es auch ganz was anderes, was für magnetische Bauteile könnte es denn sonst noch geben?

DoDi

Wanderwellen-Röhren gibt/gabs auch. Die hatten aber nix mit dem Sauerländischen Gebirgsverein zu tun oder gar mit Jugendherbergen :)

Ich hab mir nur den Namen gemerkt, Funktion wird sicher irgendwo im Netz beschrieben.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Am 18.06.2020 um 19:43 schrieb Wolfgang Allinger:

Aber falsch.

Wenn man nach Wanderfeldröhren sucht.

Am 18.06.2020 um 19:43 schrieb Wolfgang Allinger:

Wikipedia: Wanderfeldröhre

Danke für den Hinweis, das wars aber auch nicht.

DoDi

Dann fällt mir noch Klystron ein, nä nicht Klystier, das Lebewesen mit der kürzesten Lebensdauer:

1x wusch und schon isset im Arsch :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Am 19.06.2020 um 09:48 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Der Laden hier hat ziemlich viel von dem was man aktuell von der Stange kaufen kann:

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O.J.

Wolfgang Allinger schrieb:

Ist tendenziell riesig. Hab mal geholfen, eins in ein Privatmuseum einzulagern; die Nachbarn mutmassten, das wäre eine Luftabwehrrakete...

Reflexklystron kann recht klein sein. BWO? EIO?

Nicht magnetisch und doch Draht dran könnte eine TR-Röhre sein. Ohne Bild kommt man da nicht weiter.

Ohne Drähtchen und zuviele Anschlüsse: Zirkulator.

In Deutschland hatten wir eine Luft-Wasser-Waermepumpe. Das war dort selten, hatten in der 25000 Einwohner Stadt nur zwei Haeuser. Die Nachbarn hatten jahrelang gedacht, das sei ein Mainframe Computer fuer mein Ingenieurbuero. Kurz vor der Auswanderung merkte ich mal danebenstehend an, dass ich fuer die neuen Eigentuemer noch diese Waermepumpe reinigen muss. "Die WAS?".

[...]

Damals war Strom noch billig. Hier haben wir eine Pumpe mit Bodensonden. Arbeitszahl für Heizung besser, für Warmwasser schlechter als 4. Beim derzeitigen Strompreis ist das deutlich teurer als direkte Heizung mit Öl oder Gas und die Schere öffnet sich immer weiter.

Ja, die Strompreise bei Euch sind seitdem fast galoppierend inflationaer. Wir hatten damals IIRC weit unter 10 Pfennig/kWh bezahlt. Die Waermepumpe hatte einen eigenen Zaehler und wir hatten das mit dem RWE sehr langfristig ausgehandelt, sodass es auch den neuen Eigentuemern zugute kam. Ich weiss nicht, ob man sowas heutzutage als Kleinverbraucher ueberhaupt noch aushandeln kann.

Als wir in der Volksr ... aehm dem Bundesstaat Kalifornien ankamen, gab das erstmal Ernuechterung. Strompreis 3x gegenueber Texas, plus schwere Poenale, wenn man ueber einen recht mickrigen Bodensatz rauskommt. D.h. unternehmerische Aktivitaeten werden bestraft, wenn sie Produktion beinhalten. Also machen wir kaum noch Produktion.

Kommt darauf an, ob das politisch gerade opportun ist. Einer meiner Amateurfunk-Kumpels war early adopter von diesem Tesla-Kram und hatte schon so einen mit Lotus-Karosserie. Der hat von den Böblinger Stadt- werken den Ladestrom umsonst bekommen. Das wäre wohl heute nicht mehr drinnen.Der Ladewirkungsgrad muss atemberaubend sein. Er hat mit dem Gedanken gespielt, einen Warmluftkanal von der Garage ins Haus zu bauen.

Ich wollte in meinem EFH einen zweiten Drehstromboiler haben, da hat der Elektriker nur gekichert und abgewinkt. Keine Chance ohne Kunststücke wie gegenseitige Verriegelung, dass immer nur einer an sein kann. Ich mache mir keine Illusionen, ob ich einen 100 KW Schnell-Lader bekommen könnte, oder gar noch 2, 3 Leute in der Straße.

Das schlimmste, was der E-Mobilität passieren kann ist, dass sie plötzlich jeder haben möchte. Das wird sowas von peinlich. Wie beim ÖPNV.

Gruß, Gerhard

Der Ökostrom wird immer effizienter produziert, deshalb muss er immer stärker subventioniert werden, damit er immer teurer verkauft wird. (neulich im usenet gelesen)

Geht halt nicht überall, und braucht ein verhältnismäßig großes Grundstück. Hier dürfte man nur 45 Meter tief bohren, das bräuchte schon für unser kleines Reihenmittelhaus zwei Löcher, die müssen 6 Meter voneinander entfernt sein inklusive potenzieller Bohrungen der Nachbarn, das geht auf einem Grundstück mit sechs Meter Breite halt nicht, ohne die Rechte der Nachbarn zu berühren...

Das heißt im Klartext: Öl und Gas sind zu billig.

Grüße Marc

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