Vielleicht bin ich ja hier richtig, obwohl die Ansteuerung der Mikrowelle eher mechanisch ist. Also zum Problem: Mikrowelle, 900 W MW Leistung, ca 10 Jahre alt. Vor 3 jahren Türkontaktschalter ausgetauscht. Montag Mikrowelle durch Türöffnen ausgemacht; LSS und interne 8A T Sicherung gestorben. Alles mal durchgepiepst (Türkontakt, Betriebsschalter etc.- Ans Magnetron traute ich mich nicht. Sicherung ersetzt, allerdings durch ne 8A M. Gestern wieder das Problem. LSS flog und Sicherung auch wieder tot. Frage, was tun? Nochmals ne Sicherung opfern? Hat überhaupt jemand ne Ahnung, warum dieser Defekt auftritt? Ich mache schon seit dem Neubeginn die Tür auf und stoppe so die MW. Und ne Sicherung geht IMHO niemals einfach so kaputt- sprich irgentwo muss ein Überstrom generiert werden, oder sehe ich das falsch- heftig genaug dass der LSS fliegt. Ach so- an diesem Stromkreis hängt außer der MW lediglich ein Kofferadio. Gruß und danke
Mikrowelle spinnt
Meinst Du nach der Sicherung wird sie nochmal 10 Jahre halten? :-)
Eventuell ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.
Ansonsten würde ich schauen ob die diversen Kabel nicht mürbe geworden sind und gegen z.B. das Gehäuse einen Schluss machen,
gruss
Olaf
Achim Waldek schrieb:
Ob das Ding über Türkontakt oder Zeituhr abgeschaltet wird macht keinen Unterschied. Als Fehler kommen Trafo (meist R.I.P.) oder Villardkondensator (Ersatz lohnt u.U.) in Frage, aber ohne geeignete Hochspannungsquelle kann man das nicht sinnvoll prüfen.
Gruß Dieter
Das gefaehrliche an einer _ausgeschalteten_ Microwelle ist nicht das Magnetron sondern der Kondensator! Ich hatte bei meiner vor ein paar Jahren mal das Problem das sich eine Klemme am Magnetron gelockert hatte.
Olaf
Achim Waldek schrieb:
Mikrowelle > Magnetron erregt sich selbst.
Trau dich. Pieps mal den Gleichrichter(Diode) ev. Surpressordiode, durch. Wenn Surpressordiode vorhanden, liegt sie parallel zum Kondensator. In manchen Fällen hat auch das Magnetron einen Schluß. Vorteilhaft ist dann ein Widerstandsmesser mit 500V.
Olaf Kaluza schrieb:
Die sich "lockerden" Fastonklemmen am Magnetron sind halt Wirschaftskonform. Wer die "eingebaute" Betriebsdauerbegrenzung nicht kennt, kauft halt.
Ich meine mich dunkel zu erinnern das dies nicht funktioniert weil diese Diode aus mehreren Dioden besteht, man also eine hoehere Spannung braucht.
Olaf
Schön, das hat von den bisher Postenden nicht EINER gelesen wie es scheint. Magnetron, Trafo, Dioden, Kondensator - super! Wenn die Sicherung wie Du schreibst beim Öffnen fliegt, stimmt wohl das Timing Deiner Interlock-Schalter nicht mehr. Einer öffnet, wenn Du die Tür ein bisschen öffnest den Stromkreis, ein zweiter schliesst hinter dem gerade geöffneten nochmals kurz, und genau dabei "kommen" Deine Sicherungen dann. Entweder ist das Problem mechanischer Natur und die Verriegelung ist ausgeleiert, das Fett darin falls vorhanden verharzt oder Ähniches, was bewirkt, dass der Öffner je nach Geschwindigkeit des Türöffnens eben nicht mehr öffnet, bevor der Schliesser einen Kurzschluss aufs Netz legt. Oder Du reisst die Tür immer dann auf, wenn das Magnetron gerade aktiv ist, so dass Du im Öffner einen schicken Lichtbogen produzierst und der Schliesser so zum Zuge kommt und die Sicherungen killt. Je nachdem, wie verbraten die Mikroschalter durch diese Torturen sind kann ich mir durchaus vorstellen, dass Kontaktabbrand letzteres Szenatio begünstigt. Einige MWn haben noch einen dritten Schalter, der die Elektronik ganz zuerst stromlos macht, so dass das Relais oder der Triac den Trafo ausschaltet, bevor es einen Lichtbogen im Sicherheits-Öffner gibt, bei billigeren Modellen verlässt man sich halt auf die beiden Interlock-Schalter. Scheint bei Dir ja auch hervorragend zu funktionieren ;) Falls Du mal in die Verlegenheit kommst, die dicken HV-Dioden tauschen zu wollen: wenn Du etwas schreckhaft bist, wechsle Gleichrichter und Suppressor aus, ich wollte da mal sparen... hui, war das laut ;)
Stefan
Hallo,
Der Türschalter ist defekt. Grund ist, dass der bei deiner "Betriebsart" immer unter Last öffnen muss, und das auf die Kontakte geht. Wenn der nicht mehr öffnet, schließt beim Öffnen der Tür der Sicherheitsschalter die Netzspannung kurz, um zu verhindern, dass die MW weiterhin läuft. Entferne den Schalter niemals!Sonst läuft die MW auch bei geöffneter Türe, wenn der Türschalter defekt ist. Ersetze also den Türschalter. Eventuell muss auch das Relais überprüft werden, aber da du immer "so" abschaltest wird das noch ok sein.
Beim Arbeiten immer den Kondensator mit einem gut isolierten Draht kurzschließen, meist hat er einen Entladewiderstand, aber drauf verlassen würd ich mich nicht.
Robert
Am Sat, 15 Oct 2005 16:26:32 +0200 schrieb Olaf Greck:
Ich bin viellciht ein Idealist, aber ich wage mal zu behaupten, dass die Anzahl der Verschleißteile einer MW begrenzt ist. Solange alles durchkontaktiert, müsste die SAche tun., oder?
Na, da ist kein gehäuseschluss. _Das_habe ich durchprobiert. Vielen Dank erst einmal für die Tipps
Olaf Kaluza schrieb:
Richtig.
Gruß Dieter
Dieter Wiedmann schrieb:
Für solche Fälle eignet sich ein Widerstandsmesser mit Kurbelinduktor. Gabs zB mal bei Singer vom Stapel.
In article , Achim Waldek writes: |> Vielleicht bin ich ja hier richtig, obwohl die Ansteuerung der Mikrowelle |> eher mechanisch ist. |> Also zum Problem: |> Mikrowelle, 900 W MW Leistung, ca 10 Jahre alt. |> Vor 3 jahren Türkontaktschalter ausgetauscht. |> Montag Mikrowelle durch Türöffnen ausgemacht; LSS und interne 8A T |> Sicherung gestorben. Alles mal durchgepiepst (Türkontakt, Betriebsschalter |> etc.- Ans Magnetron traute ich mich nicht. Sicherung ersetzt, allerdings |> durch ne 8A M. |> Gestern wieder das Problem. LSS flog und Sicherung auch wieder tot. |> Frage, was tun? Nochmals ne Sicherung opfern? Hat überhaupt jemand ne |> Ahnung, warum dieser Defekt auftritt? Ich mache schon seit dem Neubeginn |> die Tür auf und stoppe so die MW. |> Und ne Sicherung geht IMHO niemals einfach so kaputt- sprich irgentwo muss |> ein Überstrom generiert werden, oder sehe ich das falsch- heftig genaug |> dass der LSS fliegt.
Das ist eine absichtliche Sicherheitssollbruchstelle. Meistens sind es nämlich zwei Türschalter, die vom Schliesspunkt etwas gegeneinander versetzt sind. Und wenn der eine noch meint, dass die Tür zu ist, obwohl der andere schon lange eine offene Tür sieht, gibt es einen Kurzschluss über einen Keramiklastwiderstand mit ein paar Ohm. Such also a) mal nach dem Widerstand und b) nach einem zweiten Schalter.
Am Sat, 15 Oct 2005 17:43:00 +0200 schrieb Stefan Huebner:
(...)
Danke. Ja in der tat. Also, als vorläufiges workaround werde ich die Sicherung erneut tauschen und dann nur noch die ausgeschaltete MW öffnen. Tut sich gar nix mehr, dann kann ich mal weitersehen. Gruß
"Achim Waldek" schrieb:
=F6ffnen.
Hmm, schau Dir einfach mal die Schaltpunkte der Interlock-schalter an, be meiner MW hatte sich einfach ein Schalter aus der halterung gel=F6st (nur so 1mm), und deshalb hats geknallt. Ich vermute da bei Dir auch ein mechanisches Problem. Evtl ist irgendwo eine Rastnase abgebrochen? oder die F=FChrungsbahnen der "Hebelage" sind verschlissen?
Michael.
Muss nicht helfen. Unsere MW macht den Kurzschluss auch im ausgeschalteten Zustand. Habe ich mal unfreiwillig selbst rausgefunden...
Am Sat, 15 Oct 2005 16:12:41 +0200 schrieb Achim Waldek:
So, erst einmal Danke für die zahlreichen Antworten. Status Quo: Sicherung ersetzt, MW tut. Fazit: Stefans Vermutung scheint zuzutreffen, mein workaround auch. Ich halte Euch auf dem laufenden. Gruß
Join the Discussion
Have something to add? Share your thoughts — no account required.
Didn't find your answer?
Ask the community — no account required