Mikrowelle defekt

Jun 07, 2020 171 Replies

Als ich 1988 nach Karlsruhe gezogen bin, hieß es, "hier ist der Strom verhältnismäßig teuer und kostet 25 Pfennig pro kWh". Inzwischen zahle ich dieselbe Zahl, aber in Cent (alle Fixkosten auf den Jahresverbrauch verteilt, günstigster Anbieter, Neukundenbonus, also alle 12 Monat wechseln müssen). Auf den reinen kWh-Preis darf man hier keinesfalls schauen, weil die Anbieter _sehr_ unterschiedliche Fixkosten haben, d.h. wenn man viel Strom verbraucht nimmt man besser einen Anbieter mit höheren Fixkosten weil dann der Arbeitspreis günstiger ist.

Man kann sich heute den Anbieter aussuchen, es gibt Vergleichsportale (Check24, Verivox), bei denen man seine Verbrauchsdaten eintickern kann und dann den günstigsten Anbieter angezeigt bekommt. Verhandeln kann man da nur durch Kündigung. Wärmepumpentarife sind da schon deutlich seltener, sind aber auch nicht mehr deutlich billiger, und wir haben eh nur einen Zähler weil wir auch noch eine PV-Anlage haben. Der deutsche Markt ist inzwischen ein ziemlicher Sumpf um ehrlich zu sein.

Nachtstrom für Privathaushalte gibt es auch kaum noch, das haben wir wohl den erneuerbaren Energien zu verdanken.

Grüße Marc

Was habt ihr da für Klingeldrähte? Mein Durchlauferhitzer hat 21kW, im Haus sind 3 Parteien mit sowas.

Den bekommt eh niemand privat, das ist Supercharger-Niveau und nicht so sonderlich gut für die Akkus. Der dickste Heimlader von Tesla hat 22kW. OK, dann sollte ich vielleicht nicht duschen, während die Kiste lädt.

Die Netzbetreiber meinten, das Netz wär nicht das Problem. Kann ich nicht beurteilen - angesichts der bei mir vorhandenen Anschlußwerte sieht es aber so aus.

Preistreiber sind wohl eher die Subventionen für die Industrie, deren Stromkosten dann die Privathaushalte tragen dürfen.

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Hanno

Marc Haber schrieb:

Das hat aber nur recht wenig Spielraum zur Folge. Der größte Teil der Strompreise ist heute durch staatliche Festlegungen vorgegeben und für alle gleich. Die ständig steigenden gesetzlich festgelegten Dauersubventionen für unwirtschaftliche Anlagen (PV-Anlagen, Windräder, Biogasanlagen,...) und die ebenso staatlich festgelegten Durchleitungsgebühren ebenso wie der staatlich festgelegte Obulus für die Kommunen, die staatlich festgelegten Umlagen für die Betreiber von (wegen Überproduktion) abgeschalteten Windrädern und PV- Anlagen, (die ja auch die Nicht-Lieferung voll bezahlt bekommen), etc. etc. lassen nur noch sehr kleine Spielräume für unterschiedliche Preise. Und allzu günstige Preise lassen dann auch gelegentlich ein Unternehmen platzen.

Natürlich. Jede Minute mehr, die du einen Vertriebler in Anspruch nähmst, würde den Verkauf von Strom an dich unwirtschaftlicher machen...

Der Zähler wäre das geringste Problem. Anruf bei deinem Netzbetreiber und kurze Zeit später kommt der Techniker zum Einbau. Du solltest natürlich einen passenden Einbauplatz haben...

Wohl wahr. Und das bei den mittlerweile höchsten Strompreisen in Europa.

Da es allmählich kaum noch Grundlastkraftwerke gibt, haben die Betreiber auch keinen nächlichen Überschuss mehr, den sie irgendwie loswerden müssten. Das Problem hat sich dummerweise umgekehrt. Inzwischen gibt es große Überschüsse im Sommer, mittags, bei wolkenlosem Himmel. Das führt angesichts der Abnahmeverpflichtung der Netzbetreiber für erneuerbare Energien zu solch absurden Dingen wie negativen Preisen für Abnehmer, welche den Überschuß irgendwie brauchen können. Klüger wäre es freilich, den Überschuss zu speichern. Aber für den Naturschutz sind derzeit nur Windräder gut, Speicher, z.B. Pumpspeicheranlagen, werden noch immer massiv bekämpft. Aber warte noch ein Weilchen. Es kommt die Zeit, da bekommst du Wärmepumpenstrom oder Strom für (dann nicht mehr Nacht- sondern Tag-)Speicherheizungen vorzugsweise mittags, oder bei stürmischem Wetter...

MfG Rupert

Es ist eine Frage der Impedanzen des jeweiligen Teilnetzes. Wahrscheinlich hat dein Viertel, in dem du wohnst, einfach nur Glück?

Das würde ich so pauschal nicht behaupten. Sollten in einem Haus mehrere einen Tesla oder sowas besitzen, wird ein eigener Trafo mit entsprechender Zuleitung fällig. Nicht ganz billig.

Diese Aussage verlangt eine nähere Begründung.

Die Subventionen von Sonne & Wind sollen sich inzwischen über

100_Milliarden_€ belaufen. So nach einer Auskunft der Bundesregierung.

Hier,mal etwas zur Richtigstellung dieser Legende die da verbreitet wird.

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Am 20.06.2020 um 02:12 schrieb Gerhard Hoffmann:

ÖPNV ist eine sehr beschränkte (gute) Lösung für Städte / Großstädte.

Ich bin 18 km von der Innenstadt Mannheim weg, Bus einmal stündlich, Mo-Fr bis 19:00, Samstag bis 18:00, Sonntag gar nicht.

So, geh' jetzt nochmal raus Coronatrümmer beseitigen, sonst wird's nix mit dem Wiederaufbau.

Butzo

Am 20.06.2020 um 02:12 schrieb Gerhard Hoffmann:

Logo, bei fixem Betrag an den Solarbauer steigt die Soliaritätsumlage für den normalen Verbraucher.

So wie in der DDrä, Obsteinkauf für 3,70 Mark an den Ablieferer und zu 1,70 Mark an die Hausfrau weiterverkauft.

Alles ok, der Wähler ist damit offensichtlich einverstanden.

Butzo

Am 20.06.2020 um 12:27 schrieb horst-d.winzler:

Wenn alle gleichzeitig Benzin/Diesel tanken wollen wird es mit dem bestehenden Tankstellennetz ebenfalls ziemlich eng.

Am 20.06.2020 um 09:10 schrieb Marc Haber:

Mit Glück vielleicht günstigen Klimaanlagenkühlstrom.

"Um Himmels Willen, der Wind bläst und die Sonne knallt auf die Module, ein Königreich für einen fetten Strombezieher, sonst müssen wir den Überschuss wieder teuer im Ausland verklappen"

Butzo

Am 20.06.2020 um 12:42 schrieb Klaus Butzmann:

Dagegen gibts ausgezeichnete Therapien.

Am 20.06.20 um 12:41 schrieb Sebastian Wolf:

Die Bedienung solcher Massen an Verbrennern ist das tägliche Geschäft von zB Autobahntankstellen. Die schaffen das.

Hier sind es nur 30 m und das Grundstück ist kaum größer als das Haus. Sehr unangenehm ist, daß nach dem Anlaufen der großen Pumpe die Quelltemperatur in wenigen Minuten um 7 K sinkt. Und die Heißgastemperatur liegt auch um mehr als 20 K über der Ausgangstemperatur.

Am 20.06.2020 um 13:05 schrieb horst-d.winzler:

Sicher nicht.

Ich hab nicht jede einzelne Wohnung untersucht, aber bei der Wohnungssuche schienen mir Durchlauferhitzer in Großraum Rhein-Ruhr Standard zu sein. Aus dem Stuttgarter Raum hab ich ähnliches gehört. Vgl. auch das Vorhandensein von Nachtspeicheröfen. Würde ich demnach nicht gerade als direkt selten bezeichnen.

Das ist Unsinn - aufgrund des praktisch gleichen Anschlußwertes entspricht ein Tesla leistungsmäßig einer heißen Dusche bzw. dem dadurch vollausgelasteten Durchlauferhitzer. Ob die Leute jetzt gleichzeitig duschen oder gleichzeitig ihre Teslas laden ist demnach gehupft wie gesprungen. Lediglich gleichzeitig duschen und Tesla laden ist nicht.

Wenn einer der Haushalte zwei Teslas haben sollte, die dann auch noch gleichzeitig geladen werden müssen, mag das anders aussehen. Mal abgesehen davon, daß dafür hier nicht mal die Stellplätze vorhanden sind, kann man sich ja mal überlegen, wie häufig oder sinnvoll sowas ist, ob das der Maßstab sein sollte, und ob sich solche Leute dann nicht auch leisten können, ihren Hausanschluß aufzubohren.

Na da ist ja noch ein wenig Platz zu den 204 Milliarden Subventionen für die Kernenergie. Die 100 Milliarden haben den Erneuerbaren allerdings einen Anteil am Stromverbrauch von 42,1 Prozent (2019) verschafft, während die Kernenergie lediglich einen Anteil von 12,4 Prozent hat.

Bei den Kohlesubventionen (> 400 Mrd, knapp 30% Anteil) sieht der finanzielle Wirkungsgrad auch nicht viel besser aus - selbst vor Einpreisung der Umweltschäden.

Da scheinen mir die 100 Milliarden doch überaus sinnvoll angelegt. Danke für diesen Denkanstoß!

(Nächster Akt in diesem Theater: Horst korrigiert seine Zahlen nach oben. Wetten?)

Hanno

Ich hab noch nie mehr als ein Auto an einem Zapfhahn gesehen, die anderen haben immer gewartet. Vertrau mir: auch an Autobahntankstellen wird nicht gleichzeitig, sondern vielmehr sequentiell getankt.

Hanno

Toleranzfelder beachten, daher korrigieren unnötig.

Autobahntanke mit nur einer Tanksäule? Gabs tatsächlich mal in den 1930ern.

Am 20.06.2020 um 13:58 schrieb horst-d.winzler:

Wette gewonnen.

Aber ein Besuch beim Facharzt für Psychiatrie könnte dir helfen.

Am 20.06.2020 um 14:01 schrieb horst-d.winzler:

Nebelkerzen nützen nichts.

Es gibt neben der Leistung auch die Dauer. Die meisten Leute duschen relativ kurz. Eine ganze Siedlung genau gleichzeitig kommt kaum vor. Nach Feierabend fast alle Autos innerhalb einer Stunde ans Netz dagegen leicht. Wenn jetzt das Laden länger als eine Stunde dauert, hast Du die Gleichzeitigkeit.

Hübsch. Ich hatte auch schon in der Schlange zwei vor mir. Wenn die jetzt nicht fünf Minuten sondern je eine halbe Stunde brauchen, wird's nett.

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