Am Sun, 4 May 2025 09:56:57 +0200 schrieb Jürgen Jänicke snipped-for-privacy@j-jaenicke.de:
Doch, kann es, wenn ein Update die Firmware verändert und dabei scheitert.
Im konkreten Fall war der Laptop nach einem erzwungenen Updateversuch in einem Zustand, in dem das BIOS beim Bootversuch in eine Bootschleife gerät, die nicht einmal bis zur Initialisierung von Tastatur und Display kommt, lediglich die Festplatte klickt einmal und ein eingesteckter USB-Stick mit LED zeigt kurz einen Zugriff. M.a.W. nichts geht mehr.
Längeres Herumprobieren (Hard Reset, Lenovo-Mikroschalter ...) war auch erfolglos, bis auf die Erfahrung, dass manchmal nach solchem Herumprobieren und nach ein paar Stunden (oder Tagen) der Laptop dann doch wie gewohnt bootete. Das reichte, um die Sicherungen noch mal aufzufrischen, aber es erschwert weitere Diagnoseversuche immens. Wenn Ersatz beschafft ist _und_ ich überhaupt noch Lust habe, Zeit darauf zu verwenden, werde ich vielleicht die Platte ausbauen und schauen, ob das einen Einfluss hat. Ein bootfähiger Stick jedenfalls wird nicht zur Kenntnis genommen, wobei ich nicht erinnere und auch nicht nachschauen kann (s.o.), wo der in der Bootreihenfolge auftaucht.
Ich habe schon häufiger erfolgreich Akkus getauscht, auch fest eingebaute, sofern Ersatz beschaffbar war und der Hersteller nicht große Mühe darauf verwandt hat, den Austausch zu erschweren. Ein fieses Beispiel für so etwas ist das HP Probook, an dem ich hier tippe: bei diesem spezifischen Modell der Modellreihe ist ausnahmsweise die Tastatur nicht von oben zugänglich, sondern hinter Platte(n), Akku, Mainbord und dann einer eingeschweißten Plastikabdeckung verborgen. Bei YT ist ein Zerlegevideo zu finden, bei dem der Vorführer mit einem alten Lötkolben hantiert, der wie einer aussieht, mit dem ich als Schüler an einem Röhrenverstärker herumhantiert habe. Der war nötig, um die Plastikabdeckung zwischen Tastatur und Rest der Innereien zu lösen. Ein entsprechendes Zusammenbauvideo gibt's nicht und das ansonsten ausführliche Servicemanual von HP schweigt sich außer in Bezug auf die Abfolge (zuletzt die Tastatur) aus. Also liegt die schon beschaffte Tastatur im Schrank und bleibt da - kein Wunder, dass sie erstaunlich preiswert war. :-/ Auch hier: wenn ich Ersatz habe, probiere ich's, vielleicht.
Das kann ich für mich nicht bestätigen. Meine anspruchsvollste Anwendung ist ab und zu Blender, mit dem ich den großen, mit Debian oder Ubuntu betriebenen Tower beliebig lange beschäftigen kann, wenn ich nicht nur einzelne, niedrig aufgelöste 3D-Ansichten, sondern längere Animationen in brauchbarer Qualität rendern will. Sicher hätte ich da auch Windows verwenden können - Linux bietet jedoch mehr Möglichkeiten, wenn es darum geht, die Kiste remote zu bedienen oder mehr als eine Sache gleichzeitig damit zu machen. Auch der große 4K-Monitor ist nicht nur aufgrund seiner vielen Pixel besser, sondern auch aufgrund der besseren Farben.
Darum geht es aber nicht, sondern darum, in Zukunft von solchen unangenehmen Überraschungen nach Möglichkeit verschont zu bleiben.
Das hast du mißverstanden. Es geht nicht um Rechenleistung, sondern darum, ob die verbaute Hardware von den im aktuellen Linux-Kernel enthaltenen Gerätetreibern unterstützt wird. Also z.B. Touchpad, Energiemanagement, Lüftersteuerung, GPU, SD-Card, WLAN, Audio, Kamera, Fingerabdruckleser, Sleepmodes der CPU,....
Gewiss. Für die spezifische Verwendung ist Windows nicht erforderlich und auch nicht mehr erwünscht.