Hallo,
ich habe hier einen Dell 2709WFPb Monitor, der bevorzugt kalt nicht starten will. Wenn er einmal läuft, dann geht er auch.
Die Netzteilspannung sieht gut aus, aber die Tasten für ein/aus werden, wenn er nicht anläuft, gar nicht erst abgefragt (keine Aktivität auf dem Bus zur Tastaturplatine). Des weiteren ist in diesem Fall die Amplitude am Quarzoszillator einen Faktor 2 höher, ca. 3 Vss statt 1,6 Vss. Die Frequenz stimmt aber in beiden Fällen. Wie kommt so etwas denn zustande? Und ist das die Ursache, oder kann das auch eine indirekte Wirkung sein. Aufgefallen ist mir noch, dass auch beim Trennen der Versorgungsspannung, kurz bevor die Spannung komplett weg ist, die Amplitude am Quarz auch so steigt. Möglicherweise kommt da schon ein Reset. Aber warum sollte der den Oszillator beeinflussen.
Wenn der Monitor schon eine Weile am Strom hing (nominell ausgeschaltet), dann kommt er wieder. Also, wenn er nicht an geht, einfach ein paar Minuten am Strom hängen lassen. Danach muss man aber den Stecker einmal ziehen und kurz warten, bis die Spannungen zusammenbrachen. Sonst bekommt er mutmaßlich gar keinen Reset und versucht auch keinen Start.
Ich muss noch dazu sagen, dass ich den Monitor vor Jahren schon mal in der Kur hatte. Damals gab es Probleme mit der Verlötung der BGA-CPU. Ich habe die Platine dann eine Runde bei 270°C in den Backofen befördert. Danach lief er wieder. Die Symptome waren ähnlich - ging gar nichts. Genau untersucht habe ich es aber seinerzeit nicht. Ich könnte natürlich jetzt auf Verdacht Zwieback daraus machen. Aber eigentlich mache ich das nicht so gerne, denn wirklich gut tut das der Platine nicht.
Hat irgendjemand Ideen, was man da noch machen könnte, um etwas gezielter vorzugehen?
Marcel