Design electronics like it is 70's at CERN

Jun 14, 2020 19 Replies
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Vielleicht interessiert es den einen oder anderen...



Außer Betrieb genommene Analogelektronik im CERN, die 45 Jahre lang ihren Dienst verrichtet hat. Alles händisches Design, incl. der PCBs.



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Hanno


Dauert ein bischen mit laden, funzt aber.

So hab ich auch mal angefangen Platinen zu machen.

Dip.-Arbeit noch einseitig auf Pertiknax und dann 71 als Entwickling beidseitig (ohne Durchkontaktierung) in einer Hochspannungsbude mit angehängter M&R Abteilung (CALOR-EMAG in Ratingen) aber schon auf FR4 (Vorläufer?)

Ansonsten noch etwas spannenderer Aufbau, da häufig auch Netzspannung (auch im hohen kV/kA Bereich) mit Thyristoren&Co.

Ich war das einzige mA-Männchen im Labor. Ich trieb die anderen regelmäßig in den Wahnsinn, weil mein Oscar immer auf unkalibrierter Timebase stand mit typisch 15° 30° 60° 90°el pro Kästchen und hab da Zündwinkel etc. leicht verwursten können. Dazu dann Kanäle (3 Phasen an den Thyristor Stufen) und DC Ausgangsspannung des Stomrichter (die guten Tektronix konnte 4 Kanäle geschoppert auf 2-Strahl).

Ich hab dann einen Pulsgenerator gebaut, der an L1 angeschlossen, bei Nulldurchgang die Helligkeit (umschaltbar Hell/Dunkel Tastung des Z- Kanals) mit einem Puls moduliert hat. So als 3. Dimension :)

So wusste ich immer, wo welche Zacke hingehörte. Garnicht so einfach bei

12pulsigen Stromrichtern. Den Puls auch gleich noch als Trigger und alles stand sauber still. Mein Cheffe hat sich es erklären lassen, nachdem er feststellte, dass ich der schnellste Einsteller/Ableser war. Musste ihm dann auch so einen Z-Modulator bauen.

Aber das mit der uncal Timebase hamse nie richtig begriffen, naja jahrzehntelange Übung mit Umrechnung ms/°el im Koppe...

Und ne rote Warnlampe am Oscar ging gleich garnicht. Hab ne zeitlang die sogar zugeklebt, weil sonst jeder ruckartig die Timebase auf cal gestellt hat und ich dann wahnsinnig wurde.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Ich wollte schon immer wissen, ob es so ein 2-Strahl-Oszilloskop eigentlich wirklich gab/gibt. 2-Kanal ist klar, das kann ja fast jeses Oszilloskop. Aber so richtig echte zwei Strahlen? Ich glaube das wurde mir mal erklärt dass es dann eine Röhre mit zwei Hälsen benötigt ... gab es das tatsächlich? Kann jemand mal Bilder verlinken, wo man so eine Röhre sieht?

mfg Jochen

Am Montag, 15. Juni 2020 06:56:33 UTC+2 schrieb Jochen Pawletta:

Ich kann mich erinnern, daß in der Röhren-Taschen-Tabelle sehr wohl zweistrahlige Oszi-Röhren mit x/y-Ablenkplatten für jedes Strahlsystem aufgeführt waren. Zwei Hälse waren dafür wohl kaum notwendig, die Farbbildröhren mit 3 Strahlsystemen brauchten ja auch nur einen Hals.

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Klar gab es sowas.

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Wird sogar des Öfteren noch auf der grossen Auktionsplatform preisgünstig angeboten.

und hier ist die Bildröhre dazu

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Grüße, H.

Ja, gabs u.a. bei Tektronix und hp. Ich hab aber sehr selten mit hp gearbeitet. Bin/war irgendwie Tektronix Fan. Also 2 Kanonen in einem Hals.

Bildröhren mit 3 Strahlen in einem Hals gabs ja auch beim TV.

Nein, ein Hals, zwei Kanonen.

Kenne leider kein Bild.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Am 15.06.20 um 06:56 schrieb Jochen Pawletta:

Hallo,

siehe die Beispiele auf:

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etwa

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und

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Ich hatte lange damit gearbeitet. Das sind feine Geräte und es gab interessante Einschübe dazu. Ein Vierkanal-Einschub war auch dabei.

Bernd Mayer

Wolfgang Allinger schrieb:

YMMD. Allerdings war individuelle Ablenkung selbst in einer Dimension irgendwie blockiert.

IIRC gab es Zweistrahlröhren mit gemeinsamer oder mit getrennter X-Ablenkung.

Gab schon Röhren mit zwei Hälsen, aber die machten was anderes. IIRC Tek AD7612 hatte auf der einen Seite eine Schreibkanone und auf der Gegenseite eine Auslesekanone. War bissl n Sensibelchen, aber weniger als die Scopes mit Bildverstärkerröhre. IMHO aber für das gebotene zu teuer. Wurde angeblich in hohen Stückzahlen bei Atombombentests verwendet.

Am 15.06.2020 um 10:31 schrieb Heinz Schmitz:

Es gab dann später noch das PM3234 mit analoger Zweistrahl-Speicherröhre:

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der zwei Strahlen war da, dass zwei Vorgänge gleichzeitig gespeichert werden konnten, die für Choppern zu schnell gewesen wären.

Vor analogen Speicherröhren scheue ich zurück - da haben viele den Ruf begrenzter Lebensdauer.

Grüße, H.

Alternativ Katodenstrahlröhre mit langer Nachleuchtdauer und Gesichtsmaske vor der Röhre. Nicht der Hit, aber es ging. ;-)

Am 15.06.20 um 22:43 schrieb Rolf Bombach:

Wahl des Triggerkanals. Zwei getrennte Zeitbasen waren schon notwendig um sich bestimmte Punkte/Flanken vergrößert anzuschauen.

da müssen sie ja auch nur einmal funktionieren ;-)

Grüße Marc

--

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Am 16.06.2020 um 10:56 schrieb horst-d.winzler:

Seinerzeit habe ich für den doofen Schul-Oszi (Dauerausleihe) eine Zeitbasis und Triggereinheit gebastelt. Mit einem Poti für die Ablenkung und einem für die Trigger-Verzögerung (Monoflop). Mit Helligkeitsmodulation für die Einstellung der richtigen Verzögerung, dann Umschaltung auf Anzeige ab der Verzögerung.

DoDi

Am 16.06.2020 um 10:48 schrieb horst-d.winzler:

Spock Tüte! das Teil heißt Spock Tüte.

Am 15.06.2020 um 22:43 schrieb Rolf Bombach:

Meins geb' ich nicht her :-) Ich weiss aber auch den Intensity Steller zu betätigen...

Butzo

Am 16.06.2020 um 09:10 schrieb Heinz Schmitz:

Die ersten 50 Jahre sind kein Problem, mein 7623er hab' ich 1983 gebraucht gekauft. Seit 10 Jahren jetzt mit Readout :-)

Ist wie bei Autos, bei -20° stets Vollgas und nach einer scharfen Autobahnfahrt der Turbomotor direkt in der Garage abstellen...

Butzo

Am 17.06.20 um 22:00 schrieb Klaus Butzmann:

Und das persönliche Museum wächst...und...wächst. Ich kann mich von meinem 2467B auch nicht trennen. ;-)

Am 18.06.2020 um 06:09 schrieb horst-d.winzler:

:-) >

Daumen ganz weit hoch!

Butzo

Beim AD9712 stand IIRC bei den Anwendungen "non destructive testing" beim 7612 "destructive testing". Kann daher schon hinkommen, je nach Interpretation :-]

Ready..... BOOOM....

shice, falsche Triggerflanke.

Hab irgendwann mal ein Video gesehen von so Testmessungen. Eine ganze Wand stand da voller Honeywell Visicorder (vielkanal-Galvanometer mit Spiegeloptik auf UV-Fotopapier aufzeichnend). Die haben dann zeitgleich innerhalb etwa einer Sekunde so an die 20 m Fotopapier ausgespuckt, worauf der Raum voller Papierschlangen war. Bei uns gabs schon lange Gesichter, wenn EINE Rolle Fotopapier gekauft werden musste.

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