Dell Monitor: CPU läuft nicht immer an

Jun 12, 2020 Last reply: vor 6 Jahren 358 Replies

Am 14.06.20 um 21:11 schrieb Joerg:

Eben, der Schlepptop. Da gibt es verhältnismäßig große Leiterplatten drinnen, die in mehr oder weniger schwabbelige Kunststoffgehäuse geschraubt und beim Gebrauch des Gerätes ordentlich gebogen werden, bis dann die BGA-Chips damit anfangen, sich von der Leiterplatte zu lösen. Werden keine Leiterbahnen mitgerissen, kann man sowas nachlöten.

Holger

So war es. Ich hatte diese Sensor-Geräte als Entwicklungsingenieur in die Firma eingebracht. Vorher wurden solche Geräte dort nicht produziert. Ich hatte innerhalb von drei Monaten eine Produktfamilie aus acht Geräten entwickelt, inklusive Filme für Platinen-Hersteller und Bestückungsfirma, Mehrfachnutzen, etc. Verbesserungen von mir, die darin bestanden, 5 Pfennig einzusparen, hatte man verstanden und war jeweils glücklich damit. Jedoch die Material-Kosten um 2,50 DM zu erhöhen, um dadurch den Rücklauf auf ein Zwanzigstel plus die Produktionszeit um 3 Minuten zu reduzieren, hatte man geistig nicht verstanden, oder man wollte nicht, daß ich durch gute Ideen mal wieder glänzen konnte.

Die Sensoren haben 5mm breite Platinen, die mit drei Drähten mit dem Stecker des Sensors mittels 6 Lötstellen verbunden werden. Der Stecker wird danach etwa 1,5 cm tiefer in das Gehäuse gestopft. Die Drähte dabei rund gedreht und teilweise geknüllt. Über 90% der Rückläufe lagen an diesen Drähten.

Ich wollte hierfür eine flexible Leiterplatte entwickeln, die einfach nur an beiden Seiten aufgelegt und verlötet wird. Die 3 Drähte wären komplett entfallen, das Stopfen des Steckers und das Vergießen wären einfacher und schneller gewesen. Tja, die Kosten für diese Flexplatine waren zu hoch. Weiter konnte man nicht denken.

Am 15.06.2020 um 17:38 schrieb Helmut Schellong:

Ja, das ist die Krux aller versammelten Genies hier in der Gruppe: Die pöse reale Welt gönnt ihnen den Erfolg nicht oder noch schlimmer, verkennt gar deren Genialität.... Schlimm sowas.

Joerg schrieb:

Vielleicht hat da ja nach dem selbsternannten Entwicklungs-"Ingenieur" ein richtiger Ingenieur die Sache beguckt, kurz gelacht und dann eine für den Einreicher des Verbesserungsvorschlags freundliche Begründung geliefert, warum man das Teil lieber so belässt, wie es ist.

MfG Rupert

Am 15.06.20 um 17:55 schrieb Eric Bruecklmeier:

Geht es wirklich um Genialität? Mir würde es reichen, hin und wieder einen interessanten Tipp zu kriegen. Den lese ich sogar bei meinen, nennen wir es mal, Gegnern ab. Die von Hanno Foest erwähnte Rework-Station für BGA und so weiter finde ich durchaus interessant. Ma muß nur noch beim Amazon einen IC-Halter mit Saugnapf finden und sich Gedanken über die Unterhitze machen, schon paßt das fzH.

Holger

Wollte ich gerade schreiben, selbst in den USA wuerden die Leute eher Stihl vermuten. Weil jeder Redneck, der was auf sich haelt, mindestens zwei Motorsaegen von denen hat.

2.50DM ist bei sowas meist jenseits der Schmerzgrenze der Erbsenzaehler. Vielleicht stattdessen die Draehte 2-3 mal um einen 3mm Bohrerschaft drehen?

Kurz gelacht ... ich war dort der Einzige, der Ahnung von diesen Produkten hatte. Die Richtigen hatten keine Patente 'geschafft' - aber ich.

[...]

Der Ablehnende hatte selbst berechnet, daß eine Produktionsminute

2 DM kostet. 6 DM Ersparnis war ihm egal bzw. unsichtbar. Die Produktionszeit des Sensors hätte sich annähernd halbiert!

Gedreht wurde der Stecker durchaus, mit den Drähten dran - Spirale. Das hat Kurzschlüsse und zerrissene Lötstellen nicht so weit beseitigt, daß man auf <0,2% kam.

Helmut Schellong schrieb:

Aha. Und dennoch hat man deine "Verbesserungen" klugerweise nicht umgesetzt?!

Gähn. Das hast du schon mehrfach behauptet. Den Beweis bist du trotz Nachfrage bisher natürlich schuldig geblieben, was nun nicht wirklich für den Wahrheitsgehalt deiner vielen Angebereien spricht...

MfG Rupert

Ich bin derjenige, der diese gesamte Produktfamilie dort entwickelte, inklusive Patenterteilung. Ich bin derjenige, der in der Schweiz eine Produktion für diese Sensoren aufbaute. Ich - nur ich.

Du lügst - wieder mal.

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Penny-wise but pound-foolish, nennt man das bei uns.

Spirale a la Korkenzieher bringt nicht viel. Besser ist, alles in Laufrichtung um einen 2-3mm Pin zu drehen. Also eine Art Feder zu produzieren, die bei Vibrationen im Durchmesser kontrahiert und expandiert. Das geht aber nicht immer so einfach in der Produktion. Wir haben auch Maeanderzangen benutzt, Draehte entsprechend laenger lassen, packen, zukneifen und dann hat man rundliches Zick-Zack.

Das mache ich bei SMT Rework auch. Wobei es zwei Sorten Alufolie fuer die Kueche gibt und die dickere besser ist. Ich lege die besser reflektierende (nicht matte) Seite nach oben. Die Loecher schneide ich mit einem Skalpell auf einer alten Tageszeitung. Am besten gehen die politischen Seiten ...

Man muß mehr wissen, um unsachliche Beweggründe für möglich zu halten. Die ersten 2-3 Jahre in der Firma waren okay. Lichtschranken wurden bereits gefertigt, und ich war halt der Pionier für Näherungsschalter verschiedenster Art.

Aber dann wurden eingestellt: o Ein Entwicklungsleiter, der zuvor ein Vermittler zwischen Entwicklung . und Chefetage in großer Firma war, und keine Ahnung hatte. o Ein kommissarischer Betriebsleiter; Vertriebler. o Ein Betriebsleiter. o Mir wurde derjenige in meinem neuen Bereich vorgesetzt, der bisher . Lichtschranken-Chef und auch Gründer seiner an meinen Arbeitgeber . verkauften Firma war (Konkurs drohte). . Dies wurde getan, nachdem ich alles Neue in das Unternehmen . implementiert hatte, einschließlich der Ausbildung der Produktionskräfte . und Aufbau der Produktion in der Schweiz.

Der Lichtschranken-Chef und der Betriebsleiter hatten beide die Firma um hohe Summen betrogen (z.B. 70000 DM für das Privathaus), teilweise in Verbindung mit allgemeiner krimineller Vernetzung. Der Lichtschranken-Chef wurde deshalb nicht entlassen, sondern er sollte die entwendete Summe in Raten zurückzahlen. Das hörte ich später von dem kommissarischen Betriebsleiter, der neben den Entwicklern auf meiner Seite stand, nachdem ich nach sieben Jahren `irgendwie gehen mußte`. Es wurden länger zuvor alle anderen 8 Entwickler entlassen; jeder klagte.

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Die Geräte wurden vergossen. Dazu hingen die Stecker mit vielleicht 8mm Lücke oben heraus. Danach wurden die Stecker drehend hineingesteckt.

Sag's doch auf deutsch: Man hat dich 'rausgemobbt.

Mit Erfolg?

Das war nicht so eindeutig, weshalb ich es auch nicht klipp und klar schrieb.

Der kommissarische Betriebsleiter hatte das mal passend beschrieben: Er sagte, diese Leute sitzen am längeren Hebel. Die sprechen täglich mit dem Unternehmens-Chef. Und was die dabei alles so erzählen...

Diese Leute hatten nur an sich selbst gedacht. Sie hatten Schwierigkeiten, ihr Haus abzubezahlen. Lösung: in der Firma Geld unterschlagen.

Die anderen hatten keinen Erfolg hinsichtlich Weiterbeschäftigung. Aber eine hohe Abfindung konnten sie (teilweise) herausschlagen.

Ich selbst hatte nicht geklagt, wegen der schlecht gewordenen Situation. Ich konnte 4 Monate Urlaub machen, bei vollem Gehalt, und erhielt auch eine Abfindung, die damals noch steuerfrei war. Ich hatte da ordentlich verdient. Etwa 1989 knapp 6000 DM, ohne Prämien und ohne 13. Gehalt.

Na, mit welcher Begründung hat man dich denn entlassen? Lass' mich mal raten: "Betriebsbedingt" oder so?

Genau. So wurde ja auch mir meine letzte Festanstellung gekündigt. Kann ja nur unser Chefentwickler gewesen sein, der mich beim GF verleumdet hat (den wiederum nach seinen eigenen Worten keine Ahnung hatte, was wir in der IT - Truppe eigentlich so machten). Ohne Begründung übrigens. War formaljuristisch auch nicht nötig, bei einer fristgemäßen Kündigung. Natürlich pünktlich ein paar Tage vor Ablauf der Frist, nach der das Kündigungsschutzgesetz gegriffen hätte ...

Naja, eine Weiterbeschäftigung wäre allerdings auch kein Erfolg gewesen. Da hätten sie wohl keinen guten Tag mehr gehabt, würde ich sagen.

Eben.

So etwa lag's bei mir auch >~ 7.000 DM (brutto), 11 Jahre später. Nachdem sie mir noch die Probezeit auf 1/4 Jahr verkürzt, das Gehalt erhöht und die Kündigungsfrist auf 1/2 Jahr verlängert hatten. (Mein Chef dreimal täglich. "Gut, super, zufrieden mit dir!") Hinterhältiges Arschloch.

Am 16.06.20 um 13:34 schrieb Hartmut Kraus:

Du bist allerdings besser weggekommen als ich, von einer Abfindung konnte bei mir keine Rede sein. ;)

@Ralph Aichinger. Ja, ich weiß schon, das lag alles nur an meiner "mangelnden Sozialkompetenz", ha, ha.

[...]

Wenn ich mich richtig erinnere, weil ich in häuslichen Arbeitszimmern arbeitete. Ich wollte damals nicht ins Sauerland umsiedeln, denn ich hatte zuvor eine schöne Wohnung mit 156 m² und 5 Zimmern gemietet.

Und ich wurde ja 4 Monate lang freigestellt, bei vollem Gehalt.

Man lernt daraus. Ich würde heute verlangen, daß ein spezieller Paragraph in den Arbeitsvertrag eingebaut wird, der bescheinigt, daß ich eine neue Geräte-Technologie in das Unternehmen einbringe und in meinem von mir aufgebauten Bereich keine Vorgesetzten vor die Nase bekommen werde.

Er war (und ist) unfähig. Hat er doch mehrfach in epischer Breite geschildert. Ein unverstandenes Genie eben, klar bei all dem gezeigten Unverstand

Kannst du beweisen? Nein? Verleumdung...

Hast zumindest einen Gleichgesinnten. Bedauert euch gegenseitig ob der ungerechten Welt. Beide entlassen wegen Unfähigkeit zur Arbeit in einem Team (und offensichtlich fehlender Fachkompetenz). Groß lediglich in Selbstüberschätzung und Narzissmus, in Dummheit und Unfähigkeit, aber schuld haben immer alle anderen, gelle?

Geht beide zum Facharzt für Psychiatrie und lasst euch helfen

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