Oder mit dem Thermometer nachgemessen hast?
Porsche meinte dazu: Erhöhen Sie auf jeden Fall den Druck im angezeigten Reifen um ... bar. (Um wieviel weiß ich nicht mehr)
DoDi
Oder mit dem Thermometer nachgemessen hast?
Porsche meinte dazu: Erhöhen Sie auf jeden Fall den Druck im angezeigten Reifen um ... bar. (Um wieviel weiß ich nicht mehr)
DoDi
Eigentlich nicht. Ein Reifen ist kein Luftballon, der unter Druck seinen Umfang ändern kann. Damit entspricht eine Umdrehung der Felge weiterhin einer Wegstrecke des Reifenumfangs. Eine Differenz der Drehzahlen beim Reifen würde sofort zum Ablösen der Lauffläche oder Flanken führen.
DoDi
Einer, der bis jetzt nicht mitgelesen hat. Du unterstellst unveränderte Winkelgeschwindigkeit und unveränderte Translationsgeschwindigkeit bei platter werdendem Reifen. Jetzt betrache für ein kleines Zeitintervall den Aufstandspunkt des Reifens. Die Translationsgeschwindigkeit des Radmittelpunktes bleibt auf jeden Fall gleich. Das gibt eine größere Winkelgeschwindigkeit um den Aufstandspunkt als Deine mit konstantem Radius berechnete. Um die kleinere Winkelgeschwindigkeit beizubehalten müßte der Reifen in Fahrtrichtung auf dem Boden rutschen. Das wird er in der Mitte, dem Punkt mit dem größten Anpreßdruck, nicht tun. Wohl aber wird sich davor und danach, in den Bereichen zu- und abnehmender Verformung, ein Schlupf einstellen. Genau der erklärt, warum Deine Annahme des konstanten Abrollumfanges trotz Metallgürtel hier falsch ist.
Ja und Nein. Der Reifen ist elastisch, hoeherer Druck, fuehrt zu einer Formaenderung und damit vergroessert auch der Umfang. Das ist zwar relativ wenig, aber wenn man ein paar km faehrt kann es eine Umdrehung ausmachen.
Allerdings ist der Reifenumfang vom Druck abhaenig.
Eine Umdrehung bedeutet immer einen Umfang Fahrstrecke, wenn es nicht rutscht, aber die Laenge dieses Umfangs ist nicht konstant sondern abhaenig vom Reifendruck und auch von der Belastung.
Hallo Axel,
Du schriebst am Sat, 04 May 2024 10:05:10 +0200:
Und der die Verhältnisse in den grundlegenden Verhältnissen erkannt hat.
So. Und jetzt gehste mal "im Geiste" einmal mit der Erkenntnis mit dem grade angeschauten Aufstandspunkt um die Achse rum und integrierst die Werte von Winkelgeschwindigkeit und Achsenabstand, und wennde damit fertig bist - Du darfst dafür gerne auch informationstechnische Hilfsmittel aller Art benutzen, Mathematica z.B. - dann kommste wieder her und listest die Ergebnisse hier auf.
Dann wirste das eher nicht mehr behaupoten.
"Schlupf" ist zum einen ein _Dreckeffekt_ und zum anderen ein Effekt höherer Ordnung, der durchaus und _auch_ beim normalen Fahren auftritt. Damit der in einer deutlichen Weise merkbar wird, muß dem Schlappen aber halt schon soviel Luft fehlen., daß er als solcher (schlapper) auch ohne weiteres erkennbar ist.
Hallo Volker,
Du schriebst am Fri, 03 May 2024 22:23:06 +0200:
Tja. Du fährst grundsätzlich Diagonalreifen? Aktuelle Reifen sollen grundsätzlich Stahlgürtelreifen sein, hab'ich gehört. BTW:
Nein, der Umfang ist keine Konstante. Aber er ist auch nicht beliebig variable, sondern _nahezu_ konstant. Stahl dehnt sich nicht merklich bei ein paar bar Druckbeaufschlagung.
Am 04.05.2024 um 07:52 schrieb Thomas Prufer:
Das wurde hier von einigen Schreibenden stark bezweifelt, weswegen ich eine vereinfachende Betrachtung anstellte. Dabei habe ich als Verträglichkeitsbedingung vorausgesetzt, dass ein starres Rad mit einem statischen Radius r_stat, der dem vertikalen Abstand Achse - Radaufstandspunkt des eingefederten umfangskonstanten Rades entspricht, schlupffrei auf der Fahrbahn abrollt.
Der dynamische Radradius r_dyn ist der Radius eines starren Rades, dessen Umfang dem gemessenen Abrollumfang entspricht, der unter definierten Bedingungen für einen realen Reifen im Schleppversuch ermittelt wird. Es ist r_dyn > r_stat, dieses starre Rad rollt schlupffrei auf einer gedachten Linie unterhalb der Fahrbahn ab.
Insofern rede(te)n wir hier über unterschiedliche Modellvorstellungen für unterschiedliche Zielsetzungen.
Zu meinen abfälligen Bemerkungen hzur Wikipedia mache ich einen Rückzieher. Die Abschätzung für r_dyn im dort zitierten Script findet sich in ähnlicher Form auch in anderer (wissenschaftlicher) Literatur, z.B. in
D. Schramm, M. Hiller, und R. Bardini (2018): Modellbildung und Simulation der Dynamik von Kraftfahrzeugen. Springer Verlag, Berlin, Heidelberg.
Natürlich. Aber das war von vornherein klar, soweit es um drucksensorlose Systeme zur Reifendrucküberwachung ging.
V.
Am Thu, 02 May 2024 09:55:53 +0200 schrieb Volker Bartheld snipped-for-privacy@bartheld.net zum Thema "Re: Bitstrom eines Reifendrucksensors decodieren":
So die igitt noch sowas hat und nicht so einen Automaten, bei dem man erste den Solldruck einstellt, dann den 5 Meter langen Schlauf auf das Ventil aufsteckt, woraufhin ein Druckausgleich stattfindet und der Druck zwangsläufig sinkt. Der Automat pumpt dann auf - und zwar über den eingestellten Solldruck, um dann wieder dosiert Luft abzulassen. Allzuoft will er dazu noch durch Einwurf einer Münze motiviert werden.
Der interessierte Fahrer kann da nur noch grob schätzen, welcher Reifen am meisten Luft verloren hatte.
cu. Juergen
Tankstellen. Tankstellen... Hmmmm. Stimmt, jetzt, wo Du es sagst: Da war ich tatsächlich vor ein paar Monaten mal. 20L-Kanister vollgemacht. Nachts. Am Automaten. Wegen der KTM.
Das sind doch die Orte, wo man "Kraftstoff" für sein Verbrenner-KFZ kriegt, nicht wahr? Also die Minderpriviligierten, die nicht zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren oder den ÖP(N)V nutzen können. Lange vor der Erfindung von BEVs, die man daheim an der Photovoltaikwallbox lädt.
Das Wort "Tankstelle" ist sowieo vollkommen verpönt und rassistisch. Hier handelt es sich um Begegnungsstätten für Freunde der Petrochemie mit Einkauf- Erlebniszentrum und Gourmet-Gastronomie, wo der meiste Betrieb am Sonntag herrscht und sich dann Leute rumtreiben, deren Getränkepräferenzen komplett orthogonal zu den Deinen sind.
Münzen kommen lieber in meine Spar(Hihi! Bonmot!)dose - ich Geldsau besitze einen eigenen Luftkompressor, Reifenfüllpistole und sogar die Kompetenz, dererlei High-Tech ohne App zu bedienen.
Volker
Volker Bartheld schrieb:
Chapeau. Du hast also mal 34,99 zum Aldi getragen. ICh war blöder, hab noch 39,99 bezahlt.
Guido
Das Volumen des Schlauches ist in der Praxis vernachlässigbar klein. Und die Geräte, mir denen ich bisher zu tun hatte, zeigen direkt nach dem Aufstecken zuerst lange genug den Istdruck an, daß es zum Ablesen ausreicht.
Am Sun, 05 May 2024 20:07:28 +0200 schrieb Axel Berger snipped-for-privacy@Berger-Odenthal.De zum Thema "Re: Bitstrom eines Reifendrucksensors decodieren":
Bei Autoreifen mag man dass vernachlässigen können. Dann kommt jemand mit einem Motorroller, oder gar mit einem Fahrrad.
cu. Juergen
Letzteres ist gar kein Problem, BTDT. Zumindest, wenn man die physikalische Implementierung eines Oszillators mal in real sehen will. Ich habe das eine Weile mit wachsendem Mißmut verfolgt und bin dann zum Schluß gekommen, daß ich doch irgendwann wieder nach Hause will und den Füllschlauch nach einem weiteren Aufpumpversuch abgezogen. Bissl mehr drin ist besser als platt.
Volker
Ja dann nicht. Aber am Ende ist trotzdem genau der Solldruck erreicht -- beim Fahrrad wohl nur bei guten Exemplaren der Technik. Am Auto sehe ich sehr genau den Istdruck vor der Korrektur. Wenn der bei allen vier Reifen gleich ist, ist wohl keiner defekt. Hat einer weniger als die anderen, so ist er im Auge zu behalten.
Also ISTR am Füllwunderautomat war ein Schild: Keine Fahrradreifen! Können platzen!
Wobei der Füllautomat einen Höchstdruck von ~3 bar oder so anbietet. Meine Radlreifen sind bis 5.0, manche bis 6.0 spezifiziert... wird doch eh nix, wenn's nicht um in der Not "irgendwie etwas Luft reinbekommen" geht.
Thomas Prufer
Du befindest Dich auf einer einsamen Insel und willst da irgendwann wieder weg. Auf Deinen Streifzügen entdeckst Du ein Schlauchboot, mit Schild: "Nicht offshoretauglich!". Was machst Du?
( ) a ( ) b
Jeder Reifen kann platzen.
3 ist besser als 0. Aber, ja, so eine kleine Faltluftpumpe gibt zwar Schwielen an den Händen, funktioniert aber auch ohne Einwurf von Münzen, abseits von Clientel auf der Suche nach Sonntagsalkoholika und schont die geistige Gesundheit.Volker
Ich mein die wollen sich frei-schildern von Regress (oder regressähnlichem Jammern) falls der Algorithmus "3 Sekunden Luft einfüllen, Druck messen, nachregulieren" den 16"-Reifen vom Kinderrad mangels Volumen zum Platzen bringt.
Thomas Prufer
Die, mit denen ich zu tun hatte, beginnen mit einen sehr kurzen Druckstoß, um aus dem Anstieg das Volumen zu schätzen. Ist das bekannt werden die Füllintervalle dann sehr deutlich länger. Bei sehr kleinen Reifen kann natürlich schon der kurze zu lang sein. Ich habe früher im Fahrrad hinten immer 8 bar gefahren.
Da fehlt noch dass der Reifen durch den eingestellten Sturz effektiv trichterförmig (maßlos übertrieben) ist und bei Luftdruckänderung die Auflagefläche ihre Form und Lage verändert. Mit mehr Druck wandert der Keks von der inneren Reifenkante weiter nach außen zur Mitte.
Bei weniger Druck wird die Fläche größer und überträgt mehr Kraft.
Falk D.
Und nur bei Flugzeugen mit einteiliger Felge.
Falk D.
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