Bitstrom eines Reifendrucksensors decodieren

Apr 21, 2024 Last reply: 2 years ago 141 Replies

Guten Tag!



Ziel ist es, einen TPMS Reifendrucksensor selbst zu decodieren. Es handelt sich um einen Sensor des Herstellers "Continental", der (vermutlich) in einem Citroen(???) zuletzt eingebaut war. (FCC: KR5S180052092, 52933-3N100 bzw. 52933-2M650)



Die vom Sensor gelieferten Daten können bereits mit einem Empfängermodul empfangen und in einen Bitstrom umgewandelt werden. Das nächste Ziel ist es nun, diese einzelnen Bits zu den Daten (Druck, Temperatur, etc.) zusammenzusetzen.



Dazu stellt sich die folgende Frage, die hier weiterhelfen könnte:



Gibt es irgendwo (Internet, Bücher, Zeitschriften) Infos über die einzelnen Bits? Eine Suche im Internet ist bisher ergebnislos geblieben. Sowohl herstellerübergreifend als auch auf diesen Sensor bezogene Infos würden helfen.


Dank im Voraus - Andreas.


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ist Dir sicher schon bekannt. Stichworte hier: "reverse engineering". Conti wird seine Technologie sicher nicht ah die große Glocke hängen, entsprechende Specs vermutlich nur unter NDA. Kann sein, daß im Darkweb irgendwas rumgurkt, für lau höchstwahrscheinlich nicht.

Volker

Gib ein: Reifendrucksensor infineon und folge den Links.

w.

Am 21.04.24 um 14:40 schrieb Andreas Aigner:

rtl_433 [1] kann Continental und Citroen TMPS-Sensoren dekodieren. Ob deiner auch dazu gehört musst du selbst herausfinden. Wie die Bits zu interpretieren sind steht dann im Sourcecode.

[1]
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Zumindest haben sie den Finger drauf.

Aber bei Conti in VW:

2 bit Zähler 3 bit Null 1 byte unbekannt, vermutlich Lage- oder Beschleunigungsvektor 4 byte Seriennummer-Hash 1 byte Reifendruck in 25 Pascal 1 byte Temperatur in °C + 50°C 1 byte CRC

(laut der Autel-Doku)

Falk D.

Jup. Auf das "Dudde-Dossier" war ich auch schon gestoßen und die Bilder vom Innenleben des Sensors. Leider so niedrigauflösend, daß zumindest mir nicht klar war, ob tatsächlich der/ein hier angesprochene(r) Siemens/Infineon-uC hier verbaut ist.

Ah. Erfreulich. Nachdem der Kram auf 2013 datiert und Crypto-S*it doch ein bisserl mehr Strom kostet, hat man sich AES&Co also verkniffen. Eröffnet zwar ein paar "Hacks" [1], aber mei. Man kann aus der Ferne also tun, als ob der Reifen platt sei. Meh. Die Krawallelektronik scheint doch aussichtsreicher zu sein.

Volker

[1]
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Die Reifensensoren werden in allen modernen Fahrzeugen mit den ABS- und Torque-Daten plausibilisiert.

Die meisten Fahrzeuge haben keine Reifensensoren mehr sondern nutzen nur noch die Inkrementscheiben und eine Heuristik, solange keine besonders großen oder breiten Reifen im Spiel sind.

Falk

Am 24.04.24 um 12:51 schrieb Falk Dµebbert:

Ist vielleicht auch eine Frage der Marke. Bei VW hatte ich die letzten Jahre nie echte Druckmesser, bei BMW immer. Vorteil: Man kann den Reifendruck prüfen, ohne sich die Finger schmutzig zu machen.

MfG

Am 24.04.2024 um 14:22 schrieb Markus Schaaf:

Meine Karre mißt auch im Stand korrekt, so daß ich mit dem kleinen 12V Kompressor an der Bordsteckdose in der TG nachfüllen kann - das Ergebnis paßt erstaunlich gut.

Hm..ich hab 255/30R19 und hab keine Drucksensoren in den Reifen. :)

Ich glaube eher das ist eine Frage das Baujahrs. Ich meine bei alten Autos konnten Hersteller sich das aussuchen wie sie es machten und bei neueren sind dann immer Sensoren in den Reifen.

Olaf

VW-Group Baujahr 2017 und 2022: Reifendruck über die ABS-Sensoren. Mercedes A Klasse Baujahr 2020: Reifendruck über die ABS-Sensoren. Mercedes G Baujahr 2019: Sensorventile und ABS-Sensoren (Bei ABS-Störung gibt es auch keinen Reifendruck) BMW Elektrowagen Baujahr 2016: Torque-Sensor (ok - in die Trennscheiben passen auch keine Sensoren)

Falk D.

Jup. Von WR auf SR umgebaut und schon gongt der E91. Aber nachdem der sowieso wegen jedem Scheißdreck gongt, macht das das Kraut auch nicht mehr fett.

Volker

Am 24.04.24 um 12:51 schrieb Falk Dµebbert:

Vielen Dank für die Tipps und Hinweise. Die meisten haben mir weitergeholfen.

Viele Hersteller stellen um auf reifendrucksensorlose Reifendruckmessung. Wie immer das Argument des Preises. Gut - lassen wir das einmal so stehen.

Es scheint aber so zu funktionieren. Grundsätzlich kann ich es mir vorstellen, aber dass die Genauigkeit ausreichend ist? Wird wohl so sein, sonst könnten sie es nicht auf diese Art machen.

Welchen Zusammenhang allerdings der Reifendruck mit dem Torque-Sensor zu tun haben könnte, verstehe ich nicht? Eine Plausibilitätsprüfung ok - aber eine Druckbestimmung???

Schöne Tage, Andreas.

Nur, weil nicht an jeder Straßenecke rauchende Trümmer stehen, die ehedem ein Premium-PKW waren, heißt das nicht, das System funktionierte (zuverlässig, reproduzierbar, stabil, langfristig). Gelegentlich mal eigenhändig den Reifendruck zu checken, ein prüfender Blick auf die Gummis vorm Einsteigen und ein wenig Gefühl fürs Fahrzeug ist eben so überaus anstrengend und auch antiquiert.

Das wird nach dem Motto "Lieber einmal zu oft gongen als einmal zu wenig" implementiert.

Volker

Aber nicht hinreichend. Bei meinem letzten Refenschaden unterwegs warnte der Sensor deutlich bevor im Fahrverhalten etwas zu spüren war und früh genug, um Walkschäden zu vermeiden.

Ich habe mich vor Jahrzehnten entschieden, den Reifendruck stets um 0,2 bis 0,5 bar höher zu halten, als vom Hersteller angegeben. Mein Reifenfachmann stimmt mir zu - solange der Abrieb gleichmäßig ist. Er sagt, der Reifen ist bei höherem Druck stabiler (logisch). Weiterhin sagt er, ein Reifen sollte seine Drehrichtung dauerhaft beibehalten - andernfalls drohe Zerstörung!

Abhängig von Drehmoment und Reifendruck verformt sich ein Reifen doch mehr oder weniger. Das ist es. Man müßte das mathematisch normieren, für brauchbare Meßwerte.

Hallo Andreas,

Du schriebst am Thu, 25 Apr 2024 06:54:33 +0200:

Soll das _wirklich_ "Messung" heißen, was da steht? Und dannauch noch Druck? Geht nicht ohne Sensor, der das druckbeaufschlagte Medium (Reifenluft) irgendwie "spürt".

Die sensorlosen System sind keine _Mess_systeme, und sie messen auch keinen Druck. Da wird lediglich mittels Heuristiken versucht, festzzustellen, ob und wie der Druck im Reifen sich unter bestimmten Belastungen _ändert_.

Ja, eine Plausibilitätsprüfung, keine Messung. Festgestellt wird, ob und wie das (rück-) gemessene Drehmoment am Rad im Vergleich zum eingebrachten Antriebsdrehmoment verzögert ist. Je stärker der Versatz, desto schlapper ist der Reifen, d.h. seine Seitenwand, und desto weniger Druck _dürfte_ damit im Reifen herrschen. Aufgrund der "nicht geringen" Variabilität der Reifen muß so ein System natürlich erst einige Zeit "lernen", wie sich die Dinger verhalten, bevor es halbwegs brauchbare Warnungen erzeugen kann. Alternativ kann der Hersteller auch von "mittleren Werten" für die Schlappen ausgehen, dann ist das für den einen halt überempfindlich und der andere fährt sich trotdem einen Platten. Es ist halt billig, "nur Software", und die in der üblichen Qualität der Automobilhersteller.

Klarer Fall: Wir brauchen eine KI. Die regelt das.

Das war jetzt böse. Es geht hier schlicht um (nicht) kundenerlebbare Features. Das Geld dafür ist besser in Drehzahlmesserdynamisierung versenkt. No s*it, ich spreche aus Erfahrung.

Volker

Hallo Volker,

Du schriebst am Fri, 26 Apr 2024 19:59:27 +0200:

Genau, das ist schließlich _DAS_ durchschlagende Argument. Schließlich ist "KI" immer noch ein Verfahren, bei dem (praktisch) keiner genau weiß, was und warum es so funktioniert, wie es funktioniert - oder auch nicht. Jedenfalls ist das ein Argument dafür, immer dickere Rechner mit (trotz "hypereffizienter" ICs) immer mehr Stromverbrauch einzubauen, die dann "nebenbei" noch ein paar Zusatz-"Assistenz"-Funktionen bieten können (und den Fahrer mehr ablenken als ihm Hilfe zu bieten).

Ja, aber leider realistisch.

"Aber die Vorschriften erfordern das doch alles!"

Natürlich. Künstlich-Intelligente-Blockchain-Metamaterialien. Mit Cyber!

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'Deutschland und Frankreich haben den Grundstein für den "Kampfpanzer der Zukunft" gelegt. Er soll bis 2040 gemeinsam gebaut werden. [...] Es gehe nicht um die Weiterentwicklung der aktuellen Panzer, sondern um "etwas völlig Neues", das mehrere "miteinander vernetzte Gefechtsfahrzeuge" umfasse und mit künstlicher Intelligenz ausgestattet sei, sagte Pistorius. [Lt. Amtskollege] Lecornu sind die Unternehmen Rheinmetall, KNDS und Thales mit der Entwicklung und dem Bau des Systems beauftragt.'

Natürlich Rheinmetall, KNDS und Thales. Und natürlich mit künstlicher Intelligenz. Ohne die geht es nicht. Sowas wie "Gospel" vielleicht?

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"It really is like a factory. We work quickly and there is no time to delve deep into the target. The view is that we are judged according to how many targets we manage to generate."

In Hamm meinte man, dringend eine KI-Ampel zu benötigen, da die Verkehrsbeeinflussung durch regelbasierende, sequentielle Algorithmen offenbar im Jahr 2024 nicht mehr möglich ist:

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Vielleicht mangelte es auch an Fachexperten
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. Diese Ampel hat wohl jetzt ein eigenes Bewußtsein erlangt und kam zu einer etwas eigenwilligen Lösung für unser zunehmendes Verkehrsproblem: Sie zeigt Dauerrot für Autofahrer.
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Umgehend rückten Mitarbeiter des städtischen Tiefbauamtes und der Baufirma zur Fehlersuche aus. "Um zu verstehen, wann und weshalb die Anlage so arbeitet", erklärt der Stadtsprecher. Tscha, vielleicht sollte OpenAI die Korrekturen durch die Experten vom Tiefbauamt Hamm bewerkstelligen lassen, die kennen sich offenbar damit aus, wie man solche Black Boxes debuggt.

Das macht es ja so attraktiv. Cargo-Cult im neuen Gewand.

Natürlich. Was wären wir nur ohne unsere Vorschriften. Etliche Stühle in Lobbybüros und Behörden leer, zuallererst.

Volker

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