Das hört man manchmal, auch die EZB strebt eine Mindest- Inflationsrate an, aber ich glaube es nicht, denn zur Geldmenge tritt als weiterer Faktor die Umlaufgeschwindigkeit hinzu.
Zudem bedeutet Deflation nichts anderes, als dass der Eigentümer des Geldes an der allgemeinen Produktivitätssteigerung Teil hat. Leicht deflationierendes Geld hält seinen Wert konstant, gemessen am Arbeitsaufwand zur Produktion. Es mag ja sein, dass das dem Wirtschaftswachstum nicht dienlich ist - aber ist es nicht gerade das Wirtschaftswachstum, was diverse Problem bringt, z.B. Resourcenprobleme?
Vor allem aber muss man zwischen zwei Arten von Geld unterscheiden:
- "Echtes" Geld, also z.B. Banknoten oder Bitcoins oder Muscheln oder Gold.
- Kreditgeschöpftes Geld, das nichts anderes ist, als ein Zahlunsversprechen auf das o.g. "echte" Geld. Bankguthaben gehören überwiegen zu dieser Kategorie.
Nr. 2 kann eine Bank "schöpfen", wenn Geld für Investitionen benötigt wird. Und man kann mit den Zahlen auf seinem Konto sogar etwas kaufen, als wäre es "echtes" Geld. Dem Prozess der Schöpfung steht übrigens die Vernichtung gegenüber. Mit jeder Tilgung verschwindet diese Art Geld wieder.
Eigentlich kann jedermann Geld schöpfen. Er schreibt einen Schuldschein und bezahlt damit. Der Empfänger kann mit dem Schuldschein ebenfalls bezahlen, falls der Aussteller hinreichendes Vertrauen genießt. Ein solcher Schuldschein nennt sich übrigens "Wechsel". Auch hier verschwindet dieses zusätzliche Geld wieder, wenn der Aussteller des Wechsel zahlt. Oder wenn er insolvent wird.
Klar, Geld muss immer ein knappes Gut sein.