Was kostet CO2-Neutralität?

Aug 15, 2019 Last reply: vor 7 Jahren 299 Replies

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Axel Berger

Ja gleich zwei Fehler. Einmal nimmst Du an, wir bezahlten den gesamten Energiebedarf allein über die Stromrechung. Hausheizung und Verkehr z.B. wäre dann umsonst. Das zweite ist auch bei Strom allein der Bezug auf Primärenergie. Wir bezahlen die sekundäre Nutzenenergie nach…

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Hi,


Wind 3% und die Sonne1%.


Peter


Ja gleich zwei Fehler. Einmal nimmst Du an, wir bezahlten den gesamten Energiebedarf allein über die Stromrechung. Hausheizung und Verkehr z.B. wäre dann umsonst.

Das zweite ist auch bei Strom allein der Bezug auf Primärenergie. Wir bezahlen die sekundäre Nutzenenergie nach Verlusten. Für dreißg Cent bekommen wir also eine kWh Strom gleich 3 kWh Heizwert der Kohle.

Am 15.08.19 um 17:59 schrieb Peter B�sche:

So funktioniert das nicht. Man kann nicht einfach einen derartigen Eingriff vornehmen unter der Annahme, dass sich sonst nichts ändert.

Abgesehen von den bereits monierten Fehlern in der Kalkulation wären da unter anderem folgende Punkte anzuführen:

- Wind und Sonne kommen wann sie wollen. Es gibt noch immer keine großtechnische /und/ skalierbare Möglichkeit, Energie zu speichern.

- Wenn Energie erheblich teurer wird wiederum hat das massive Auswirkungen auf den Verbrauch. Der geht dann natürlich runter. Im selben Atemzug wird aber auch die Energieerzeugung auf alternativen Wegen günstiger.

- Es gilt zu klären, ob es überhaupt genug Flächen für Wind und Sonne in diesen Dimensionen gibt.

Ich persönlich denke, der Schlüssel liegt zum guten Teil in der Reduktion des Verbrauchs. Verglichen mit der Natur haben unsere Maschinen einen astronomisch hohen Energieverbrauch. Das gilt sowohl für Mobilität als auch für Computer, vor allem im Zusammenhang mit KI. Selbst chemische Extraktionsprozesse, z.B. für Silizium, beherrschen manche Pflanzen mit einem Minimum an Energie. Naja, und in Sachen Raumklimatisierung ist auch noch reichlich Potential.

Marcel

Am 15.08.2019 um 17:59 schrieb Peter B�sche:

Da die Kosten ja komplett die Mittel & Unterschicht tragen muß, samt "Regiegebühr", dürfte das ganz schön teuer werden.

Sagt euren Kindern, sie können schon mal anfangen nach der Arbeit Flaschen zu sammeln.

Während die grüne Oberschicht Dauerparty mit Eisessen in Kalifornien und Segeltörns veranstaltet.

Karl

Am 15.08.19 um 17:59 schrieb Peter B?sche:

Folgender Link schilder die Situation der Stromversorgung

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---hdw---

Schrieb ich doch..

Hab ich das richtig verstanden? Du meinst also, weil herkömmliche Kraftwerke 3KWh Kohle brauchen um 1kWh Strom zu produzieren, dass das auch umgekehrt funktioniert? Dass also 1KWh Strom 3kWh Kohle ersetzt ? Peter

Der Preis ändert sich, 1KWh kostet dann halt etliche €.

Hab' ich bei meiner Überschlagsrechnung im kWh-Preis berücksichtigt.

Wieso soll der Preis runtergehen, wenn weniger Energie erzeugt wird? Der Preis für Fleisch geht ja auch nicht runter, wenn weniger gegessen wird, eher das Gegenteil.

Gibt's vermutlich nicht..

ACK

Peter

Zusammenfassende Antwort auf die Frage was es kostet:

Der Regierung den Kopf.

Gruß, Holm

Eher nicht. Nach 1945 hieß das mal in DE: "Wenn das der Führer wüste". In Anlehnung daran wird es bei heute heißen: "Merkel hat doch nichts gewußt."

Auskunft geben wuerde ich das nicht nennen - eher Geschwafel.

Aha. 318 MW gehen innerhalb von kurzer Zeit vom Netz. "Deshalb" gibt es einen Blackout. Weil die 318 MW aus Windkraft stammten ist die Windkraft schuld am black-out. Jetzt wird mir ganz Angst und bange - sollte demnaechst das AKW Brokdorf mit seinen 1480 MW eine Schnellabschaltung durchfuehren, blueht uns ein

4.5 mal so grosser black-out. Ein Grund mehr Atomkraft abzuschaffen!

Das ist wirklich ein Skandal Klaus

Am 15.08.19 um 17:59 schrieb Peter Bösche:

Menschenleben. Wie genau? Schau dir mal den Film "Killing Fields" an. Die Khmer Rouge haben es bereits vorgemacht. Pro neu gepflanzten Baum braucht es zwei Menschenleichen als Dünger.

Holger

Stromproduktion 2018: Wind: 111TWh (3.08% von 3600) Solar: 45.75TWH (1.27% von 3600) Kernkraftwerke: 72.27TWh (2% von 3600, deutlich weniger als der Wind)

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Äh nein, komplett falsch.

Damit hättest du die Primärenergie ja zwei mal ersetzt, nicht nur einmal.

Zudem braucht die fossile Primärenergie nicht vollständig, sondern nur zu einem Teil ersetzt werden. Die 60% Verlust der Kohle- und Kernkraftwerke braucht man nicht zu ersetzen. Die ca. 75% Verlust der Automotoren auch nicht. Elektrische Wärmepumpen produzieren etwa drei mal so viel Wärme wie man Strom zuführt, also muss auch das Heizöl nur zu einem Drittel ersetzt werden. Falls man gleichzeitig die Wärmedämmung der Häuser verbressert kommt man vielleicht auch bei der Heizung mit bloss einem Viertel der Energie aus.

Durchschnittswerte. In windstillen Nächten ist die Produktion "0".

Äh ja. Produziere ich 1kWh Solarstrom, so wird im Kohlekraftwerk nicht nur die eine kWh für den Strom eingespart, sondern auch die entsprechenden Verluste.

Das geht natürlich nicht da wo die Kohle direkt verwendet wird, z.B. im Stahlwerk im Hochofen. Aber das dürfte wohl eher ein kleiner Teil der Kohle sein.

Stahl ist nicht so wenig, Zement ist noch schlimmer, wobei ich nicht weiß was die meist verfeuern.

/ralph

Peter Bösche snipped-for-privacy@domain.invalid schrieb:

Na, das ist doch ausbaufähig :-)

Speicherkosten.

Das ist aktuell der Preis.

Ich habe mich gerade mit einem begeisterten Solarbauern in ger.ct gezofft, der fest der Überzeugung ist, daß sich unser Lebensstil langfristig (was auch immer das heißt) komplett mit "Erneuerbaren Energien" versorgen läßt. Ich bin ja skeptisch und Deine obige Rechnung macht mich schmunzeln :-)

Richtig, hatte ich nicht bedacht; damit reduziert sich der Preis auf lediglich etwa 30€/kWh.

Peter

Wie hirnverletzt muss man eigentlich sein, um seine OT-Ergüsse in verschiedenen Gruppen bis zum Erbrechen breitzutreten?

CO2-Neutralität ist in aller Munde; welche NG hätte ich denn Deines Erachtens für dieses Thema wählen sollen?

Beim Heizen mit Wärmepumpe ja. Aber das meinte ich nicht, sondern nur daß Deine Rechnung erheblich vereinfacht und selbst für eine reine Grobabschätzung deutlich übertrieben war.

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