Verpolungsschutz?

Apr 02, 2020 Last reply: 6 years ago 239 Replies

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Franklin Schiftan

Gut, umso besser ... dann könnte vielleicht nicht der Motor, aber die Steuerungselektronik Schaden nehmen? Das hört sich ja schonmal gut an. Danke für Deine Antwort.

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Hallo miteinander,



bei einem Rolladenmotor soll die Setzleitung, mit der die Endpunkte eingestellt werden, anschließend zwingend auf den Null-Leiter gelegt werden, damit der Rolladenmotor diese eingestellten Endpunkte nicht "vergisst".



Nun wäre rein theoretisch - zwar unwahrscheinlich, aber doch möglich



- eine Vertauschung der 203-V-Zuleitungs-Adern zwischen Phase und Null-Leitung möglich. Ich könnte mir vorstellen, dass es dem Motor nicht so gut tut, wenn die Setzleitung plötzlich an der Phase anstelle am Null-Leiter liegt.



Welche einfache Möglichkeit gibt es, hier einem vorstellbaren Schaden am Rolladenmotor durch Leitungsvertauschung vorzubeugen, ohne die vorgesehene Funktion zu beeinträchtigen?



Würde vielleicht eine vorsichtshalber zwischen Setzleitung und Null-Leiter (bzw. Phase im Verpolungsfall) eingefügte Diode (welche? und wierum?) hier mögliche Schäden verhindern können?



Besten Dank für sachdienliche Hinweise ...


"Franklin Schiftan" <fraschi snipped-for-privacy@arcor.de schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.individual.net...

Woher soll der Rolladenmotor denn wissen, an welcher Leitung N und an welche Phase liegt ? Kann er nicht, er ist galvanisch isoliert. Er weiss also nur ob deine Setzleitung mit der Leitung verbunden ist, die an seinem mt N bezeichneten Anschluss liegt. Egal ob ab Sicherungskasten dort nun N oder L drauf liegt. Vergiss deine Schaltung, sie wäre falsch und potentiell schädigend.

MaWin schrieb am 02.04.2020 um 08:45 Uhr:

Gut, umso besser ... dann könnte vielleicht nicht der Motor, aber die Steuerungselektronik Schaden nehmen?

Das hört sich ja schonmal gut an.

Danke für Deine Antwort.

Franklin Schiftan schrieb:

Wie soll denn aus Sicht des Motors der Unterschied zwischen Phase auf L einerseits und Phase auf N andererseits aussehen bzw. feststellbar sein? Das ist völlig einerlei

MfG Rupert

Die Zuleitung zu Deinem Rolladenmotor samt ominöser Steuerung ist 2 polig: N und L. Ohne zusätzliche Mimik mit dem Schutzleiter/Erde(1), kann sie nicht feststellen, welche Leitung mit N und L belegt sind. Auch nach umklemmen der Zuleitung nicht.

Wenn ich das richtig verstehe, muss die Setzleitung offen bleiben als Einrichtungs-Mode und dann zum Verriegeln der Positionen (also Ende Setz- Modus) auf das gleiche Potential wie die (aus Sicht der Elektronik) angenommene N Leitung gelegt werden. Also im Betriebsmode mit festgelegten Positionen.

Es ist für die Steuerung und Motor völlig unerheblich(1), ob deren N L richtig mit N L des Netzes verbunden oder vertauscht sind. Für den unbedarften Fummler könnte die Sichtweise eine deutlich andere sein :)

Also lass die Finger davon und vergess Deine merkwürdigen Bedenken.

Übrinx: Kannst Du Klavier spielen? Nein? Aber Elektro kannst Du! Klavier ist viel ungefährlicher! Also Finger von die Elektro-Dinger!

(1) Äusserst unwahrscheinlich, dass da irgend eine Mimik drin ist, die die Beziehung N L und Erde(SE) betrachtet. Kostet (wenn mans richtig macht, ab

1-5EUR (bei Mäuseschubsern etliches mehr), sowas genehmigt kein Rotstiftartist für einen Rolladen... Aber 100% sicher kannste nie sein :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Am 02.04.20 um 08:10 schrieb Franklin Schiftan:

Rolladenmotoren sind üblicherweise zweiphasige Kondensatormotoren. Der geiensame Anschluß beider Wicklungen liegt auf N.

Das ist dem Motor egal. Rolladenmotoren werden in der Regel fest ans Netz angeschlossen. Deshalb könnte eine Vertauschung garnicht stattfinden.

Siehe oben. Kein Grund zur Besorgnis.

Rolladenmotore werden mit Wechselstrom betrieben. Dioden wären sinnlos und würden nur schaden.

Hallo @all,

ich danke ausdrücklich allen, die sich zu meiner Frage geäußert haben ... jetzt sehe ich einiges klarer. Ich war wohl gedanklich mehr bei Gleich- als bei Wechselspannung, daher auch die Idee mit der Diode. Aber jetzt weiß ich ja, dass ein Vertauschen der Leitungen in diesem Fall kein Problem wäre. Nochmals vielen dank.

Am 02.04.2020 um 08:10 schrieb Franklin Schiftan:

Ein Motor hat keine Endpunkte, vor allem keine mit einer Setzleitung einstellbare. Was könnte nun an Elektronik verbaut sein, und wie könnte die angesprochen werden wollen?

DoDi

Es gibt Rolladenmotoren die die Endanschläge nicht mechanisch einstellen sondern elektronisch speichern. Über die Setzleitung kann man die Anschläge dann progammieren, ohne den Rolladenkasten zu öffnen, sofern die Setzleitung erreichbar ist.

mfg Jochen

Sagst Du so. In einer Steckdose meiner Neubauwohnung lag die Phase auf dem Erdungsbügel. (Falls der Elektriker farbfehlsichtig ist wie ich, kann ich das in der dunklen Ecke sogar verstehen, die fehlende Abnahmekontrolle aber nicht.)

Eigentlich ist der Schutzleiter aus genau diesem Grunde grün/gelb und damit der einzige zweifarbige Leiter, damit er sich auch für Farbblinde von den anderen unterscheidet.

Gerrit

Gerrit Heitsch schrieb:

Da hast du schon recht. Aber es war auch nicht immer so, es gab ja auch schon rote Schutzleiter. Und trotz der Farbcodierung schaffen es manche Elektrofachkräfte, auch mit Meisterbrief, eine Abnahmebescheinigung für eine Installation auszustellen, obwohl genau das zutrifft, was Axel (ich glaube ihm hier einfach mal, weil ich das auch selber schon erlebt habe) da einwirft. Es gibt für die Farbenblinden, wie auch alle anderen, deshalb Prüfgeräte (na ja, nicht wirklich schwer bedienbare Prüfstecker), die auch dem Dümmsten anzeigen würden, dass die Steckdose falsch beschaltet ist - wenn er sie denn verwenden würde

MfG Rupert

Das ist schon eine Weile her und in Neubauten eher nicht mehr anzutreffen.

Und trotz der Farbcodierung schaffen es manche

Ich hab auch schon interessante Schaltungen gefunden. In meiner letzten Wohnung war der Doppelschalter im Wohnzimmer nicht als Parallelschaltung ausgeführt sondern als Reihenschaltung. Man konnte die zweite Deckenlampe nur einschalten wenn die erste eingeschaltet war. Grund war natürlich, daß der Elektriker die Phase in den Ausgang eines der beiden Schalter gesteckt hatte und nicht in die extra mit 'P' beschriftete Klemme.

Gerrit

Eigentlich solltest Du davon ausgehen, daß ich das weiß. In einer Wanddose nahe am Boden und nahe der Zimmerecke ist sehr oft nur eine der beiden Farben zu sehen. Wenn es die gelbe ist, prima. Wenn es die grüne ist und der dritte ist braun, nicht schwarz, dann wird es schwierig. Natürlich bewege ich die Drähte so lange, bis ich an einem von beiden den anderen Streifen erkennen kann -- aber ich arbeite nicht schlecht bezahlt im Akkord und auch nicht hundemüde in der n-ten Überstunde.

Fehler mache ich aber auch, deshalb stets die Prüfung am Ende. Das ist das erste, was bei zu viel Zeitdruck wegfällt. Ich will das ja nicht entschuldigen s> Deshalb könnte eine Vertauschung garnicht stattfinden.

Davon zu sicher fest auszugehen, ist leichtsinnig.

Nach 1965 gab es gelb-grün in der Praxis. FI bei SL=rot gab es schon 1965 in der Praxis. Die FI hatten da aber noch 200..500 mA.

Am 02.04.20 um 22:52 schrieb Axel Berger:

Von Fehlern, von wem auch immer, ist immer aus zugehen. Deshalb, man kann nie zu viel prüfen. ;-)

Die gibt es heute noch, z.B. ABB F204 A-63/0,3-L. Es mag ja im gewerblichen oder behördlichen Bereich durchaus auch Situationen geben wo der Einbau solcher Automaten Sinn macht.

Die Beschreibung liest sich dann: "Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCCBs) bieten Personen- und Sachschutz sowie einen Schutz vor elektrisch gezündeten Bränden..."

Es besteht nach wie vor die Gefahr daß jemand die fehlende Null im Suffix übersieht und das mit dem "Personenschutz" falsch versteht ;-)

O.J.

Am 02.04.2020 um 18:26 schrieb Hans-Peter Diettrich:

Ein Microcontroller und Halbleiter, heutzutage evtl mit Kondensatornetzteil oder einer anderen Geizschaltung zur Versorgung

Über eine gesiebten Einweggleichrichtung mit Vorwiderstand
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Bzw. wenn die galvanische Trennung sowieso nicht benötigt wird ohne Optokoppler.

O.J.

Gerne auch in der Landwirtschaft und TT- oder gar IT-Systemen.

Da geht es weniger um den Personenschutz und mehr um das Abfackeln der Betriebsgebäude.

Schönen Gruß Martin

Am 02.04.2020 um 23:08 schrieb Helmut Schellong:

Es gab längst auch FI mit In=30mA.

Und der hat die serienreif gemacht:

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