Das ist merkwuerdig. Der HP8566 ist an sich ein gusseisern zuverlaessiges Standardgeraet (im Gegensatz zu dem was man bei Agilent heute manchmal so bekommt).
Wenn Du den 50ohm Eingang im Verdacht hast, kannst Du da nicht einfach mal bei 30MHz reinmessen? Empfindliches SWR Meter, oder falls nicht vorhanden Strom und Spannung messen. Eine HF Zange habt Ihr ja sicher, sonst eben einen CT aus 43er Material wickeln.
Theoretisch koennte der Eingang des HMS3010 auch mal einen Schuss abbekommen haben.
Gruesse, Joerg
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M
Michael Koch
Hallo Joerg,
An dem HP8566 liegt es ja auch nicht. Ich habe jetzt drei Spektrum-Analysatoren gegeneinander verglichen: HP8566B, HM5014, HMS3010, letzterer mit und ohne den eingebauten Vorverstärker. Als Quelle wurde zuerst ein Generator mit 50 Ohm Ausgang verwendet. Alle Empfänger zeigen ungefähr den gleichen Pegel an. Aber wenn man dann als Quelle die schlecht angepasste Antenne verwendet, dann fällt der MHS3010 völlig aus dem Rahmen und zeigt ca. 25dB zu viel an. Allerdings nur dann, wenn der interne Vorverstärker aktiviert ist!
Gruss Michael
R
Ralph A. Schmid, dk5ras
Wie schaut das denn aus, wenn Du direkt am Ende des Kabels, also am Übergang zur Einbaubuchse, ein Dämpfungsglied von 10 oder 20 dB einfügst, stimmt es dann besser, abzüglich der Dämpfung?
Falls Du das schon mal getan hast, sorry, ich habe bisher den thread nur überflogen :) Jedenfalls ist ein Dämpfungsglied immer wieder mal praktisch, verkorkste Anpassungen zurechtzuzerren. Ob danach die Werte plausibler sind, steht auf einem anderen Blatt, aber wenn sich da massiv was ändert, dann ist wenigstens der Fall klar, daß es an der Anpassung liegt.
-ras
Ralph A. Schmid
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M
Michael Koch
Hallo Ralph,
Das hatte ich schon gemacht, und so bin ich ja darauf gekommen dass irgendwas mit der Anpassung nicht stimmen kann. Die Messungen mit Dämpfungsglied findest du hier, runterscrollen bis "Nachtrag 14.7.2010":
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Gruss Michael
J
Joerg
Aha, kommen wir der Sache naeher. Da haben die sich die Sache vielleicht einfach gemacht und einfach ein MMIC reingesetzt wo die S-Parameter nach Achterbahn aussehen.
Ich benutze als Vorverstaerker normalerweise den HP8447A. Mit dem HMS3010 bei eingeschaltetem Vorverstaerker kannst Du dann nicht messen, weil das Kabel dann fehlangepasst ist.
Gruesse, Joerg
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H
horst-d.winzler
Kann eigentlich nur sein, wenn sie im Vorverstärker mehr oder weniger starke Gegenkopplungen verwenden, die mit dem Imaginaeranteil der Antenne reagiert? Laest sich aber durch ein Daempfungsglied mit zB 20dB pruefen.
mfg hdw
J
Joerg
Bei MMIC wird nix gross gegengekoppelt. Das sind ja nur glorifizierte HF Transistoren in Emitterschaltung, wo der Bias-Vorteiler schon mit drin ist und die dann wie bei Fertiggerichten mit einer hoheren Profitmarge beaufschlagt werden. Falls Hameg tatsaechlich sowas reingesetzt hat, ist jetzt nur eine Vermutung.
Dann koennte Michael den Vorverstaerker auch gleich abschalten, ist einfacher :-)
Gruesse, Joerg
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H
horst-d.winzler
Ist letztlich ein Preisfrage. Wir wissen nicht wie HM seinen Vorverstärker konstruiert hat. Sollte sich der Wert bei Einschleifens des Daempfungsgliedes entsprechend aendern, dann ist klar das es ein konjugiert-komplexer Eingangswert ist. ;-)
Ist ohnehin empfehlenswert Vv nur verwenden wenns unbedingt noetig ist. Man sollte, wenns irgendwie geht, vor dem Eingang ohnehin ein Daempfungsglied von 10dB eingeschleift lassen. Kann einen vor Aerger bewahren. ;-)
mfg hdw
J
Joerg
Was ich bei Ultraschall schonmal gemacht habe ist einen Emitterfolger davorzusetzen. Steht immer ein Roehrchen voll BFS17 hier rum. Muss man aber aufpassen dass der nicht schwingt.
Gruesse, Joerg
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horst-d.winzler
Du meintest sicher Katodenfolger mit Gluehtransistor EC88! ;-)
mfg hdw
J
Joerg
Kein Scherz, sowas habe ich mal gebaut. Sind in der Firma einige Kinnladen runtergeklappt. Bis der Vorteil rauskam. Man konnte ins Gitter reinpulsen wie man wollte, der Analyzer-Eingang danach konnte nicht mehr zerbroeseln und dennoch ging der Pulser nicht in eine harte Diodenbegrenzung (was den wiederum zerdengelt haette).
Gruesse, Joerg
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M
Michael Koch
Hallo Joerg,
Die Sache liegt doch ganz anders als vermutet. Es liegt nicht an der Eingangsimpedanz des Verstärkers. Ich habe jetzt einen Preselector vorgeschaltet, der nur passive Bauteile im Signalweg enthält. Wenn ich nur das 30MHz-125MHz Band durchlasse, dann zeigt der MMS3010 bei 30MHz den richtigen Pegel an. Egal ob mit oder ohne Vorverstärker. Aber wenn ich das 125MHz-250MHz oder das 250MHz-500MHz Band durchlasse, dann zeigt der HMS3010 bei 30MHz einen zu hohen Pegel an. Obwohl 30MHz gar nicht mehr durch den Preselector durchgeht. Offensichtlich wird der Vorverstärker oder der Mischer übersteuert, durch Signale im Bereich 125MHz-500MHz. Kein Wunder, denn in diesem Bereich hat die Antenne einen viel kleineren Antennenfaktor, liefert also wesentlich mehr Spannung.
Selbstverständlich hatte ich mir vorher das ganze Spektrum bis 3GHz angeschaut und den Referenzpegel so eingestellt, dass die höchste Spitze immer noch 10dB darunter lag. Aber wenn man dann den Vorverstärker zuschaltet, dann reicht das offensichtlich nicht mehr aus. Das Problem ist, dass man nicht sehen kann um wieviel der Vorverstärker das Signal verstärkt. Der Analyzer hat den Verstärkungsfaktor wohl intern gespeichert und subtrahiert das gleich wieder vom Signal, so dass das Signal auf dem Bildschirm nicht grösser wird. Man sieht nur dass das Rauschen ein Stück nach unten wandert. Man denkt also, dass der Referenzpegel gut eingestellt ist, weil selbst von der höchsten Spitze immer noch 10dB Sicherheitsabstand bis zum Referenzpegel ist. Leider falsch gedacht. Die höchste Spitze darf höchstens bis zum Referenzpegel reichen, abzüglich des Verstärkungsfaktors. Leider ist der Verstärkungsfaktor unbekannt.
Gruss Michael
J
Joerg
Zu billiges MMIC genommen?
Das enttaeuscht mich jetzt aber von Hameg. Uebersteuerungsgrenzen muessen klar angegeben sein _und_ es gehoert eine Uebersteuerungsanzeige in den Analyzer. Selbst der Urvater aller Analyzer, der HP3585, hat das. Den musste ich regelmaessig da reinpruegeln bei der Ueberpruefung von Pulsern. Die Troete ging dauernd an, so wie die Stall Warnung bei Buschpiloten.
Sieht so aus als haetten die den Teil des Design vergeigt. Wenn Du mal Zeit hast (ja, ja, ich weiss ...) schraube ihn auf und sieh nach. Vielleicht ist BGA-billisch drin, da wohl ein ordentlicher MMIC von Triquint oder so reingehoert haette.
Gruesse, Joerg
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Horst-D.Winzler
Der 3585 ist nun grad kein guter Vergleich zum Hameg. Allein schon wg. des Frequenzbereichs. Dann schon eher die älte Mühle 8569B ;-)
Die "Schwachstelle" dürfte der Mischer sein. Der muß genügend Übersteuerungsfest sein. Unterhalb 1GHz fehlt die eigentlich nötige Selektion. Der Vv muß besonders rauscharm sein. Denn sonst könnte das breitbandige Rauschsignal bereits Übersteuerungseffekte erziehlen. Deshalb ja auch, Vv nur wenns unbedigt nötig. Wenn das Signal tatsächlich so schwach wäre, wäre eine ein Empfänger der dann eine entsprechende Vorselektion besitzt, das geeigneter Gerät. ;-)
J
Joerg
War nur ein Beispiel, es gibt noch andere die das sauber geloest haben. HP konnte frueher richtig gute Analyzer bauen.
Daher sollte auch nur soviel Verstaerkung davor bis ein guter Kompromiss zwischen Rauschzahl und Uebersteuerung erreicht ist. Nicht 20dB oder mehr.
Das ist der Grund warum Freifeldmessungen hier normalerweise mit Empfaengern durchgekurbelt werden. Im Screen Room mit dem Analyzer die Baseline messen, dann Jacken anziehen und mit dem Testgeraet und der ausgedruckten Liste raus. Beim letzten Mal stand dort ein riesiger Rohde&Schwarz Empfaenger.
Gruesse, Joerg
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