Trafo-Problem(chen)

Sep 09, 2012 364 Replies

Am 15.09.2012 15:41, schrieb Joerg:

Wurde ja auch erst mit Einführung des Euro ISDN billiger.

Beispiel Rockefeller.

mfg hdw

Wir haben das geloest, wird aber (erstmal) nur fuer die Anlagen meines Kunden angeboten. Weil das eine recht kleine Firma ist.

Das ist wie bei Apple, man macht viel Rummel und schon wollen die Leute das :-)

Vermutlich darf ich das erst Anfang naechsten Jahres.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Ui ... das war dann hier ja doch anders. Man bekam fuer $100 ein Westell WireSpeed Modem was heute noch seinen Dienst tut. Diese $100 gab es als Rabatt zurueck wenn man einen Zweijahresvertrag unterschrieb. DSL kostet damals $50/Monat was dann spaeter (fuer Neukunden) auf $15 sank. Altkunden der ersten Stunde wie ich zahlen derzeit $33. Finde ich was viel, aber dafuer ist der Service gusseisern robust.

Die Installation war auch recht simpel. Es kam nur einmal ein Telco-Mitarbeiter, aber nicht ins Haus rein. Er hat lediglich die Pegel an der Aussendose gemessen. Das Modem und anderer Kram kam per Post in einer Box, plus Anleitung mit vielen Bildchen und eine Software namens "Enternet", weil die meisten Leute zu der Zeit noch keine LAN Router zu Hause hatten.

Warum denn als Paerchen? Normalerweise will man doch in der Server seines ISP rein.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

PK232? Steht hier auch noch im Schrank, will irgendwann mal wieder angesaftet werden.

Klar war das damals kein Massenmarkt. Ingenieure (die hauptsaechlichen Nutzer zu der Zeit) sind auch nicht unbedingt diejenigen die Potenziale am besten erkennen koennne. Bzw. nur wenn sie mit einem Voltmeter messbar sind. Da braucht man die Businesstypen fuer, aber gute. Und dann gibt es natuerlich noch diejenigen die einem grossen Publikum Sachen so so verklickern koennen dass man sie "unbedingt braucht".

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Is' aber so:

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Zitat "27. Between 13 April 1996 and 7 August 1997 two calls for proposals and two calls for tender for Euro-ISDN as a trans-European telecommunications network were published. A total of 25 projects were selected for assistance under TEN-telecom (total amount ECU 26,5 million)"

... und so weiter.

Photodioden (Detektion ob Signal da oder nicht), Auskoppler und Optical Switches wurden nicht erst gestern erfunden :-)

Das erste Mal dass ich eine Elektronik fuer so Optical Switches entwarf schrieb ich die Warnung sogar vorschriftsgemaess zweisprachig drauf. Und wen hat sie als erstes "gebissen"?

Gruesse, Joerg

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Was dann ja auch wieder subventioniert war. Mit Steuergeldern geht alles, die gibt's umsonst, da ist es immer schoen billig :-)

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?

Standard Oil hat m.W. keine Autos und Kerosinlampen verkauft oder vermietet.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

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Wenn es um Arbeitsplätze und Märkte geht, ist der Politik nichts zu teuer.

Rockefellers Agenten verschenkten Millionen Petroleumlampen.

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Im Übrigen, Öl ist der Brennstoff fürs Fegefeuer. Was hat sich in der Vorstellungswelt der US-Amerikaner eigentlich seit damals geändert?

hdw

Am Sat, 15 Sep 2012 07:03:04 -0700 schrieb Joerg:

Der Kunde wollte Ethernet auf seinem weitläufigen Campus betreiben.

Die Modems machten über Zweihdraht die Übertragung wie heute beim DSL zur Telco und bridgten dann gleich zu Ethernet.

Der Mitbewerb bot wie gewohnt Router an, belegte damit teure interne ISDN-Kanäle und hatte trotz Bündelung von 4 B-Kanälen weniger Bandbreite.

Lutz

Mit unseren Sensoren ist der Administrator informiert, bevor es Probleme im Serverraum gibt: preiswerte Monitoring Hard- und Software-kostenloses Plugin auch für Nagios - Nachricht per e-mail,SMS und SNMP: http://www.messpc.de Messwerte nachträgliche Wärmedämmung http://www.messpc.de/waermedaemmung.php

Am 15.09.2012 10:05, schrieb Lutz Schulze:

Sowas hatten wir als SHDSL und OFDM Variante entwickelt - lief ganz gut und wird wohl noch verkauft...

Eric.

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So isset :-(

Na ja, das Blaettchen war schon 1973 etwas links angehaucht. Allerdings nicht gar so extrem wie heute wo ich es nicht mehr lese. Immerhin hat er keine staatlichen Subventionen fuer die Petroleumlampen bekommen so wie die Post fuer ISDN. Es ist auch nichts anruechiges dabei etwas billig zu verkaufen oder zu verschenken. Das gleiche Prinzip wurde von Kodak, Gillette und so weiter benutzt, oder den Herstellern von Tintenstrahldruckern.

Dass man mehr Hubraum und Tassenhalter braucht :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Und das vermutlich ueber alten russischen Klingeldraht :-)

Glueckwunsch. Die gerissene Loesung ist am Ende meist die beste.

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Am 15.09.2012 16:30, schrieb Joerg:

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Ja was denn nun? Der erste T-DSL Anschluß wurde Mitte 1999 geschaltet. Das heißt, 1996/1997 gab es noch nicht Breitband-Internet fuer jedermann, und schon gar nicht "laengst".

Hanno

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a. Das Geld floss munter weiter. Immerhin haben sie aber irgendwann (um

2000) gemerkt dass man eventuell Geld einer inzwischen angestaubten Technologie hinterherwirft:

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Zitat "It was also stated that one of the main real risks to the programme is that of failing completely to see the importance of some new as yet unimplemented technological chance which might then render much existing work irrelevant, ..."

b. The writing was on the wall: Leute mit wenigstens etwas Weitblick wussten spaetestens Mitte der 90er was die Glocken geschlagen hatten, und das passierte direkt vor Eurer Haustuer. Da sah ISDN nur noch eine Staubwolke:

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Oder lag das "nicht sehen" am NIH-Phaenomen?

Wie auch immer, Europa hat dennoch kein Monopol fuer Suventionen in wenig sinnvolle Projekte oder Technologien. Das koennen die Jungs hier genauso, wie man an den Subventionen fuer Ethanolgewinnung aus Mais sah. Was fuer ein Unsinn war das ...

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Moin!

Nur die eine Hälfte. Die andere hat eine PC-Architektur entwickelt - in der der Adressraum auf 640k begrenzt war.

Gruß, Michael.

Ja nun, es gab Architekturen da war der auf 64k oder gar auf 16k begrenzt. Aber sie haben erkannt dass die Welt "Personal" Computer braucht.

Was den Speicherplatz angeht wird viel rumgeplempert. Mein erstes PSpice Anfang der 90er lief komfortabel auf einem Rechner mit 5MB. Heute sind fuer aehnliche Zwecke 1GB schon "knapp". Ist wie bei Autos. Heute "braucht" man 150PS und mehr. Frueher sind wir in einem Simca 1100 mit

55PS, fuenfkoepfige Familie, grosser Wohnwagen, Vorzelt, Kinderzelt, dickes Hutchinson Schlauchboot mit Besegelung plus Aussenborder, und allem was man sonst noch so braucht laessig in Urlaub gefahren.
Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 15.09.2012 22:41, schrieb Joerg:

Das mag sein, aber das gibt dein Link mit seinem 1996/1997 nicht her. Wäre schon irgendwie praktisch, wenn die genannten Quellen auch das stützen, was gerade behauptet wird.

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Etablierte Standards und ihr Ausbau vs. Weiterentwicklung der Technik. Das ist nicht immer so ganz einfach, da die Kurve zu bekommenm und hindsight is 20/20.

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ISDN ist mehr als eine Internet-Verbindung und 8 MBit ADSL anno '96 sind zwar nett, aber ersetzen kein ISDN, solange du nicht NGN machst - und das gab es damals noch nicht. Entsprechend hab ich bis heute ISDN + DSL. So gaanz langsam scheint der NGN-Krams wohl stabil genug zum Benutzen zu sein.

Ich will aber natürlich nicht sagen, daß alles perfekt gelaufen wäre. Richtig tief ins Klo gegriffen wurde an anderer Stelle: OPAL. Erst legt man im Osten überall Glasfaser, und dann geht nicht mehr als ISDN drüber. AUA.

Hanno

War lediglich ein Beispiel und es stuetzt was behauptet wurde. Der zweite Link war von 2000, da gab es auch bei Euch bereits DSL und in dem Jahr wurden offenbar laufende Subventionen daraufhin abgeklopft ob sie noch Sinn machen. Also das was man bereits ueber fuenf Jahre frueher haette machen sollen. Wer Subventionen ohne Weitsicht und nur reaktiv verteilt ist auf dem Holzweg.

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Hindsight ist das nicht. Ich hatte Anfang der 90er, als ich noch in Deutschland war, die DSL Entwicklung sehr aufmerksam verfolgt. U.a. weil mich die zugrundeliegende Technologie aus anderen Gruenden interessierte. In IEEE Zeitschriften und auch im Fachbereich Nachrichtentechnik vom VDE wurde ausgiebig darueber veroeffentlicht. Jeder halbwegs technisch versierte Leser dieser renommierten Fachzeitschriften sollte spaetetstens da (Anfang der 90er) gewusst haben was die Glocken schlagen. Bei Entscheidungstraegern ueber Subventionen bestimmter Technologien war ich davon ausgegangen dass die sowas ebenso verfolgen. Das schien aber nicht der Fall zu sein. Kann auch ein Kopf-in-Sand Verhalten gewesen sein, NIH, oder sonstwas.

Es war fast so als haette man 1997 den Ausbau von Bildroehrenwerken gefoerdert :-)

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Da ist mir auch die Kinnlade runtergefallen. Aber es hat wenigstens nicht viel Umweltschaden angerichtet und "nur" Steuergelder verplempert. Muss man eben alles wieder aufreissen wo sie die Kupferkabel entfernt hatten. Der hiesige dicke Klogriff geschah mit der glorreichen Entscheidung MTBE dem Benzin zuzumischen. Machte die Luft sauber, aber man hatte "versaeumt" die Nebeneffekte zu untersuchen. Das Resultat waren reihenweise vergiftete Trinkwasserbrunnen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 16.09.2012 16:13, schrieb Joerg:

Nein, es war deine Entgegnung auf die "Breitbandinternet für Jedermann kam Ende der 90er, da gab es nix mehr groß an Subventionierung für ISDN." und als solche wegen des falschen Zielzeitraums nicht tauglich.

Und noch mal: Irrelevant, weil DSL nicht ISDN ersetzt. Nicht ohne Enduser-NGN und das gab es damals nicht.

Hanno

Also dann nochmal in Deutsch:

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Zitat 28. Die Vorhaben unterliegen einer jährlichen Überprüfung durch die Kommission. Normalerweise dauert die "Studienphase" eines Projekts zwei Jahre, so daß am 31. Dezember 1998 lediglich die finanziellen und ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ technischen Aspekte einer Studie (Studie zum Stand von Euro-ISDN) und ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^ dreier Euro-ISDN-Projekte (GTS, No problems und Medsalus) abgeschlossen waren. Aus der Überprüfung der Abschlußberichte ergibt sich eine Reihe von Bemerkungen ..."

Ergo sind die anderen Projekte zu ISDN weitergelaufen. Welchen anderen Schluss ziehst Du aus diesem Satz?

Ok, da teilen sich unsere Meinungen. POTS hat zumindest hierzulande alle moeglichen Komfort-Feature, weit mehr als die meisten jemals brauchen. ISDN wurde bei uns in dieser Hinsicht daher nie als der Bringer empfunden. Deshalb der Frotzel-Name "It Still Does Nothing", obwohl ich das persoenlich so nicht unterschreiben wuerde. ISDN bringt schon was, nur eben zu wenig und viel zu spaet. Und lange Zeit viel zu teuer.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 16.09.2012 04:09, schrieb Hanno Foest:

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Was wäre denn damals zu OPAL die Alternative gewesen? Viel Cu mit HVT + KVZ. Bei OPAL war der HVT im KV oder gleich im Haus. Je nach dem. Jedenfalls wäre die Cu-Technik mit hoher Sicherheit teurer und zeitaufwendiger gekommen. Hinzu kam, die Leute wollten nicht mehr warten. Das hatten sie lange genug getan. Nur Wunder konnte auch der Westen nicht realisieren. Was tatsächlich schief lief, war etwas ganz anderes. Bei den Turn-Key-Projekten, also den Bauvorhaben die schlüsselfertig der Telekom übergeben wurden, waren in der Regel nur die Teilnehmerzahl zu Grunde gelegt, die zur Ausschreibung gerade aktuell waren. Planung für die Zukunft, grandiose Fehlanzeige. Jedenfalls mußten Mitarbeiter der Telekom dann später sehr viel und zeitaufwendige Nacharbeiten erledigen.

Ein anderer Punkt war, das DSL über Glasfaser lange Zeit zu teuer war. Telekom hatte sogar noch Cu-Leitungen parallel zu OPAL gelegt. Inzwischen hat sich das ja grundlegend geändert.

Was oft nicht gesehen wird, ist, wenn schnell Technik eingesetzt werden muß, wird man bewährtes nehmen und selten etwas, von dem man noch nicht weiß, wie sicher und zuverlässig es arbeitet.

Selbst heute ist billig IP Telefonie oft eine Zumutung. Man sehe sich einmal an, wie gering die Kabellängen bei DSL sein dürfen. Besonders wenn der Durchmesser, der oft eingesetzten Cu-Adern, nur 0,35mm² beträgt. Da ist analog bzw ISDN das Mittel der Wahl.

Ein Alternative gäbe es, wenn schnell und billig etwas aufgebaut werden soll, man stelle wieder Masten auf. Aber das wollen die Leute ja auch nicht.

mfg hdw

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