Am 20.05.24 um 23:01 schrieb Ralph Aich>> Man betrachte das Baumann-Bild
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Klar. Aber als halbwegs geübter Grafiker ist man da mglw. schneller? Selbst ich als Hobbygrafiker/-zeichner kann sehr viel strukturierter vorgehen als mich von Prompt zu Prompt durchquälen.
Nein. Es ist eine Illustration, aber als modernes(!) Logo überladen. Da würde ich keine Minute Arbeit verschwenden. Für den Prompt muss ich die Payload definieren … und dann kann ich diese Payload auch gleich selber umsetzen. Dabei kann ich die Typografie auch richtig integrieren.
MfG
Uwe - art core hooligan - Borchert
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Eric Bruecklmeier
Am 20.05.2024 um 20:46 schrieb Arno Welzel:
[...]
Irgendwie scheint an Dir völlig vorbei zu gehen, daß der Arbeitsalltag fast Aller zu einem mehr oder weniger großen Anteil von Routine geprägt ist. Ich jedenfalls möchte für diesen Routine-Anteil schon jetzt nicht mehr auf KI verzichten - YMMV. Sicher, der Name "Künstliche Intelligenz" ist nicht besonders glücklich gewählt - aber er ist jetzt nunmal da und wird schwer zu ändern sein.
H
Hannes Kuhnert
Mein Gedanke war nicht, die vorliegende Grafik zu bearbeiten, sondern, falls einem der Ansatz mit Bauelementen und Schriftzug gefällt, zeichnerisch neu anzusetzen.
Dass Logos früher durchaus komplexer waren, kann man wohl sagen. Mir ist es auch geläufig, auf einen Briefkopf eine detaillierte Zeichnung der Betriebsgebäude gesetzt und daneben und ansonsten schlicht den Firmennamen geschrieben zu haben. Und mancher komplexe und ursprünglich wohl zeitgeschmacks-, aber kaum unternehmensspezifische Firmennamensschriftzug hat zumindest in der Gesamtgestaltung Markanz entwickelt.
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Rolf Bombach
Bernd Mayer schrieb:
Für Marktforscher wäre eine Variante obiger Seite interessant, bei der keine Buchstaben oder Nonsense-Buchstaben in den Namen verwendet werden. Da sehe ich nur einen kleinen Teil der Logos mit Wiedererkennungseffekt. Das hat die Automobilindustrie irgendwie besser drauf.
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Eric Bruecklmeier
Am 02.06.2024 um 17:50 schrieb Rolf Bombach:
Nunja, der Endkundenmarkt für IC ist auch recht überschaubar...
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Rolf Bombach
Rupert Haselbeck schrieb:
Meinte er nicht, das Zitat ist erfunden. Was ähnliches wird dem Präsidenten der Michigan Savings Bank 1903 zugeschrieben, der vor Investitionen in Ford abriet. Egal von wem, nicht jeder fachfremde kann Technik bewerten, auch wenn er Kaiser ist.
Ebenfalls eine Laienmeinung.
Begrüsst man eine neue Entwicklung, dann gehört man zu den zukunftsgläubigen Lemmingen ohne Eigenhirn. Hat man Bedenken, ist man ewiggestriger Bedenkenträger, die Rentnerplage, die 'früher war alles besser'-Deppen. Hauptsache, man kann andern mit anderer Meinung was ad-hominem auf den Deckel geben, mangels echter Argumente.
Vielleicht hat der eine oder andere auch etwas wie Erfahrung und/oder historische Kenntnis. Disruptionen sind selten. Elektrisches Licht versus Petrollampe war eine. Normalerweise sieht das in der Neuzeit so aus: Was neues kommt, es bricht ein irrationaler Hype aus. Dann werden die ebenso irrationalen Erwartungen nicht erfüllt und es kommt zu einem totalen Absacken. Irgendwann funktioniert es dann doch auf die eine oder andere Art und das ganze stabilisiert sich auf eher tiefem Niveau, am ehesten noch in Nischenmärkten.
Gartner Hype cycle
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Dazu kommt, dass Entwicklungszeiten kolossal unterschätzt werden und dass es häufig passiert, dass eine neue Entwicklung eine ältere überholt.
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Rolf Bombach
Rupert Haselbeck schrieb:
Wer hat da was gesagt? Das Zitat wird Charles H. Duell, dem Beauftragten des US-Patentamtes
1899 angedichtet. Erschienen ist es erst 1981.
Schlimm sind auch die, die zwar eine eigene Meinung haben, diese aber nicht begründen können. Die berufen sich dann auf angeblich grosse Persönlichkeiten, welche angeblich mal einen Spruch abgesondert haben, obwohl diese ebenfalls keine Ahnung von der Materie hatten.
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Rolf Bombach
Eric Bruecklmeier schrieb:
Das ist ebenso richtig wie am Hype vorbei.
Rastertunnelmikroskopie ist auch schon längst im Alltag _der Laboratorien_ angekommen. Allerdings hat sich nicht alle Probleme gelöst und hat nicht alle andern Methoden verdrängt und ist nicht in jedes Alltag.
Das gleiche gilt für vieles mehr, 3D-Druck etwa.
Darum geht es IMHO doch in der gegenwärtigen Diskussion (auch). Der Hype ist fehl am Platz. KI¹ wird ihren Platz einnehmen, aber auch nicht mehr. Es ist dieses 'In Zukunft wird das alles die KI übernehmen'-Gehype, das sinnlos nervt. In Zukunft gibt es nur noch IoT und Quantencomputer und SMR und XYZ-Ionenbatterien und ZYX-Solarzellen....
¹Was auch immer KI heissen mag. Primär ist es ja eine falsche Übersetzung von artificial intelligence, was eigentlich maschinelle Informations- verarbeitung oder so was heisst. Kybernetik, Robotik usw. sind ja auch schon seit Ewigkeiten Teil dieser 'KI'.
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Rolf Bombach
Arno Welzel schrieb:
Aktuelle Befürchtungen gehen ja dahin, dass demnächst das 'Lernmaterial' für die Modelle ausgehen wird. Ein Problem ist, dass viel wichtiger Text noch nicht mal digitalisiert wurde. Es wird befürchtet, dass LLM-Texte das Internet fluten und so wieder in den Input anderer Modelle einfliessen.
Der Unterhaltungswert der GPT wird zunehmen, der Nutzwert abnehmen.
E
Eric Bruecklmeier
Am 02.06.2024 um 20:11 schrieb Rolf Bombach:
Wenn Du meine Beiträge gelesen hast, siehst Du, daß ich das sinngemäß so schrieb. KI ist jetzt schon ein recht mächtiges Werkzeug für viele Routineaufgaben und das wird sich noch verstärken. Da viele Berufe überwiegend aus solchen Aufgaben bestehen, werden Sie mittelfristig von KI Anwendungen abgelöst werden. Keine Ahnung, was ein Hype eigentlich sein soll, aber KI wird unser Leben sicher mindestens in dem Maß beeinflussen, wie es z.B. PC, Internet oder immerdabei Computer getan haben. Wenn jemand schreibt, KI habe die Intelligenz einer Klospülung, dann scheint mir das eher das Pfeifen im Wald zu sein. Klar, der Name ist bescheiden - aber (auch das schrieb ich), wir werden ihn wohl nicht mehr los.
Im übrigen halte ich es mit den KI Tools, wie die Hummeln mit dem Fliegen. Die können gar nicht fliegen, nur wissen sie es nicht. KI kann eigentlich gar nichts, ich setzte sie nur recht erfolgreich für Routineaufgaben ein.
T
Thomas Prufer
Wenn man den Output eines Systems an den Input zurückkoppelt...
Oyweh.
Thomas Prufer
W
Wolfgang Allinger
Du hast gerade Politiker neu definiert :)
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
R
Rolf Bombach
Ralph Aichinger schrieb:
Wenn öffentliche (-rechtliche) Körperschaften über neue Logos nachdenken, wetzen 'professionelle, weit/welt-bekannte, award-winning, traditionsreiche...' 'Unternehmen' zuerst mal die Messer. Dann wird Fingerhakeln zwecks Über-den- Tisch-ziehen geübt.
Was rauskommt ist dann z.B. ein neuer Schriftzug, offensichtlich dadurch entstanden, dass man alle Fonts durchprobiert hat. Bitte, Danke, 1 Mio $€£CHF. Muss dann genommen und ungebraucht entsorgt werden.
Nett ist auch Generieren von Design von Corporate Identity. Am Schluss war das dann jeweils ein graues Quadrat am linken Rand jeder Folie. Hat dem Designer sicher einen Familien-Jahresurlaub auf Hawaii eingebracht.
Rechtlicher Hinweis: Obige Beispiele sind rein fiktive exemplarische Beispiele, welche ausschliesslich privaten illustrativen Zwecken dienen. Ähnlichkeiten mit real existierenden lebenden, toten oder untoten graphischen Erzeugnissen, ob publiziert oder nicht, wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.
R
Rolf Bombach
Thomas Prufer schrieb:
aua *duck* ...ich geb ja nur die Meinung anderer wieder... :-]
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M
Marc Haber
Oder die vier Punkte bei Beiersdorf, die seit 2014 schon¹ wieder passee sind.
Grüße Marc
¹ "schon" ist relativ, die wurden 1979 eingeführt
E
Eric Bruecklmeier
Am 03.06.2024 um 12:32 schrieb Rolf Bombach:
Natürlich auch eine rein fiktive Geschichte: Eine öffentliche Einrichtung läßt sich einen eigenen Schrifttyp erstellen (sic!), um dann festzustellen, daß der irgendwie nicht richtig unter MS Word (sic!) funktioniert. Daraufhin wurde die glorreiche Idee entwickelt, Arial zu verwenden und die eigene Schrift verstauben zu lassen...
A
Alexander Schreiber
U.a. Open-AI sind englische Texte (nach Aufsaugen des ganzen Internets, inklusive ... spezieller Quellen) ausgegangen, also haben sie Sprach- erkennnung auf YouTube-Videos losgelassen um mehr Material zu kriegen.
Dieser "wir inhalieren das _gesamte_ Internet (und pfeifen auf Copyright und sowas) als Trainingsmaterial hat - wie erwartet - bereits dazu geführt das sowohl trainierte Modelle als auch ganze Trainings Corpora gelöscht werden mussten weil sich _natürlich_ auch strafrechtlich relevantes Material als Beifang einfand.
Nix befürchten, das passiert bereits und es gibt Papers.
Was wir bereits sehen, ist was passiert wenn sich die Katze in den Schwanz beisst und LLM-Modelle mit LLM-Output trainiert werden: die "Qualität" des vom LLM produzierten Materials wird _noch_ fragwürdiger, Stichwort "model degradation".
Was bei all dem Hype gerne unter den Tisch gekehrt wird: Die aktuellen sogenannten "AI"-Systeme verstehen _gar_ nichts, das ist lediglich massive aufgepumpte Mustererkennung (und darauf basierte Muster- erzeugung). Ja, dafür gibt es durchaus sinnvolle Anwendungsbereiche, aber von wirklicher Intelligenz ist da nichts zu sehen.
Besonders unterhaltsam ist aus technischer Sicht: Wenn das Modell Mist produziert, kann man es nicht debuggen. Dann wird erstmal an beiden Enden (eingehendes Prompt und produziertes Resultat) mehr oder weniger aggressiv gefiltert und umgeschrieben und wenn das nichts hilft, halt nochmal über die Trainingsdaten gehen und neu trainieren.
Man liest sich, Alex.
A
Alexander Schreiber
Wenn man die Abwasserleitung direkt an die Trinkwasserleitung schraubt, dann wird die Trinkwasserqualität selten besser ...
SCNR, Alex.
B
Bernd Mayer
Am 02.06.24 um 17:50 schrieb Rolf Bombach:
Hallo,
ja - die meisten davon hatten mir auch nicht gefallen.
Bernd Mayer
R
Ralph Aichinger
Das Hauptproblem ist, dass man YouTube-Videos relativ gut monetarisieren kann. Drum wird jeder Müll (ich sag ja nix, wenn man ein Video macht wie man ein Notebook aufschraubt, oder andere Handgriffe) zu einem Tutorial-Video aufgeblasen, selbst wenn es in 3 Sätzen einfacher beschrieben wäre.
/ralph
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