[OT] KI erstelltes Logo

May 16, 2024 Last reply: 2 years ago 144 Replies

Da hast du freilich recht. Man sollte stets auch die Gefahren, die möglichen negativen Seiten von neuen Entwicklungen und neuen Erfindungen mit ins Kalkül ziehen. Darum gehts aber denjenigen hier, welche von taugt nichts, kann nichts, früher war alles besser etc. tönen, offensichtlich nicht. Manch einer ist wohl nach Aushändigung der Diplomurkunde in seiner Entwicklung stehengeblieben und sieht alles Neue als schlecht oder gar überflüssig an. Vor einigen Jahrzehnten meinte ein kluger Mann doch gar, alle wesentlichen Erfindungen seien bereits gemacht, so dass Neues logischerweise nur überflüssig und verschwendete Zeit wäre. Zwar werden sicher nicht all jene, die z.B. die KI für eine Technologie mit großen Chancen für uns alle halten, all das, was KI ausmacht, selber verstehen und beherrschen. Aber weit schlimmer dran sind ja diejenigen, welche zwar keine Ahnung haben, aber dennoch sicher zu wissen glauben, dass das alles überflüssiges Teufelszeug sein müsse. Ich hoffe nur, dass nicht gar zu viele derart engstirnig und verknöchert denken werden, nur weil sie nicht mehr zu erfassen vermögen, um was es geht!

MfG Rupert

Seids vorsichtich mit euren Äußerungen :-)

w.

Ich tendiere zugegeben in die Richtung und bin ein notorischer Late Adopter. Wenn ich im Umfeld sehe, eine Sache hat sich wirklich bewährt und durchgesetzt, dann mache ich mit. Es muß auch die freiwilligen Betatester geben und ich bin ihnen durchaus dankbar, dazugehören muß ich nicht. Manchen kurzlebigen Hype habe ich damit glatt übersprungen und die hohen Preise und Kinderkrankheiten der Anfangszeit auch. Blöderweise ist heute alles kurzlebig. Als ich um 2000 mein erstes CD-Laufwerk kaufte, setzte die Technik gerade zum Abstieg an.

Die eine Ausnahme als damals Vieltelephonierer war das Mobiltelephon. Das hatte ich gleich als das D-Netz erstmals erschwinglich wurde, ca.

1995. Mein erstes Gerät hätte 2000 DM (jetzt Euro, dank Inflation) gekostet, mit "Förderung" und Zweijahresvertrag waren es immer noch 1000.

Am 19.05.2024 um 19:57 schrieb Arno Welzel:

Das bleibt Dir unbenommen.

Am 19.05.2024 um 23:00 schrieb Rupert Haselbeck:

Entlarvend in diesem Zusammenhang ist die Tatsache, daß immer genau die Technologie akzeptiert wird, mit der die Leute sozialisiert worden sind. Alles was danach kommt ist überflüssiger Tand. Das zieht sich mit großer Präzision durch die Jahrzehnte...

Am 19.05.24 um 19:54 schrieb Arno Welzel:

So hatte ich das auch vermutet. Anhand dessen was ein Freund der das früher zumindest mal machte so aufrief. = Nicht Billig!

Und ein Abgleich auf Originalität (Um auszuschließen das dies ungewollt als Plagiat wirkt) ist heute dank Internet und Bildersuchen viel einfacher als früher - dürfte aber wohl dennoch Extra kosten.

Oder kannst du von deiner Freundin sagen das dies Teil des Kreativen Prozesses ist und damit schon Eingepreist?

Womit du allen die das für sich stehend erst mal gut fanden den Laien-status zuschustern würdest. Unbedacht der Tatsache das dies im Auge des Betrachters liegt und man über Subjektives Empfinden trefflich; aber nutzlos; streiten könnte. = Las es bleiben!

Und wiederum ein Text der DICH in den Experten-stand erheben könnte und alle anderen zu Laien degradieren könnte. Da drängt sich die Frage auf:

Bist du Menschlich oder Mechanisch? ;-)

Bei in die Tiefe gehenden Fachartikeln mag das obige hin kommen wenn der Leser von dem behandelten Fach nichts oder wenig versteht. Aber bei allen Sonstigen Artikeln ist deine Behauptung m.E. eine Beleidigung der Intelligenz aller anderen Lesenden. Ich meine z.b. Zeitungs- oder Online-Artikel über das Tagesgeschehen zu dem die Breite Masse sehr wohl Kenntnisse haben dürfte.

Außer du gehst bereits von eine Idiocracy-Weltordnung aus in der alle Menschen einfach nur noch "am Dümmsten" sind.

Es macht schon den Eindruck das dies Ziel allen Wirtschaftlichen Handelns sei - und die Regierungen wenig bis nichts dagegen tun.

Es sieht leider bisher danach aus als ob es vielen genug wäre. Oder wir haben hier wieder das Problem der Schweigenden Mehrheit die das einfach weg-ignoriert und nichts dagegen tut.

Bye/ /Kay

A Kreativer hat immer a Schublade voll mit Entwürfen. Entwürfe machen is eigentlich seine Hauptbeschäftigung. Selten genuch daß er/sie mal etwas davon einem Kunden andrehen kann.

Nix auf der Welt is mir fremder als wie "kreativ" sein zu müssen.

w.

Je nachdem was verlangt ist, können 500 Euro für ein Logo viel zu billig sein!

Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Fall ist. Einerseits müssen natürlich die Gestalter ein bißchen suchen um nichts "zu ähnliches" wie schon vorhandenes zu machen, aber andererseits wird vermutlich in wichtigeren Anwendungen eine zweite Runde mit Juristen, Suche beim europäischen Amt dafür und Eintragung etc. folgen müssen, wo die 500 Euro vermutlich schon für die Erstberatung oder den Kostenvoranschlag draufgehen.

Wenn immer öffentliche Körperschaften ein neues Logo oder eine neue CI kriegen, dann ist immer die Empörung groß, weil das teuer ist. Aber das ist auch nichts was man den Praktikanten in der Mittagspause erledigen lassen sollte.

/ralph

[...]

Zu recht, weil es ausdrücklich um ein Logo geht, das völlig verbaselt ist. Wer das als Logo gut findet, ist ein Laie - freundlich ausgedrückt.

Diese Grafik ist als typisches Firmen-Logo (im Briefkopf, auf Gegenständen, etc.) vollkommen unbrauchbar. Insofern liegt es nicht im Auge des Betrachters.

[...]

Wenn kreative Arbeit nicht mehr stattfindet, sondern nur noch KI-Einheitsbrei, würde das quasi zum Ende der Menschheit führen - einer Degeneration, zu einer dystopischen Situation.

Es gab bisher nicht wenige Hype-Situationen.

Beispielsweise hatten die programmierbaren Taschenrechner dazu geführt. Es wurden Büros eingerichtet, in denen z.B. 8 solche Taschenrechner bedient wurden.

Ab Mitte der 1980er kam durch IBM die Spracherkennung auf. In den 1990ern sah man Büros, in denen z.B. 15 Personen in Mikrophone sprachen. Die Spracherkennung hat sich bis heute gut weiterentwickelt, so daß sie heute überwiegend unproblematisch in der Anwendung ist. So etwa ab 2013 kann mit einer Maschine flüssig telefonisch einfachst kommuniziert werden.

Ja - das hat jedoch etwa 40 Jahre Entwicklungszeit gedauert. Hingegen die aktuelle KI ist nur ein gutes Jahr alt.

Kay Martinen, 2024-05-20 15:38:

[...]

Deswegen gibt es Laien und Leute, die dafür bezahlt werden, entsprechende Logos zu entwerfen. Die Qualität einer Arbeit muss man

*objektiv* bewerten und nicht danach, ob sie für einen Laien subjektiv "schön" aussieht.

Ein Logo für eine Firma soll einen *objektiven* Zweck erfüllen - die Firma einer großen Gruppe von Menschen gegenüber angemessen repräsentieren.

Wieso mich? Ich bin sowohl bei Logo-Gestaltung wie auch professioneller Text-Redaktion Laie.

Aber ich kenne Leute, die professionell Grafikdesign machen oder Texte zu fachlichen Themen schreiben - also mit entsprechender Ausbildung dazu.

[...]

Das *ist* bereits so. Die wenigsten Menschen unter 30-40 Jahren haben auch nur ansatzweise ein Verständnis davon, wie die Welt um sie herum wirklich funktioniert. Macht hat, wer Geld hat - sonst zählt ohnehin nichts mehr.

Helmut Schellong, 2024-05-19 20:43:

[...]

O-Ton eines Mitarbeiters einer Firma, die "Consulting" macht:

"Was mein Job ist? Das was der Kunde will - er zahlt ja dafür. Und wenn er Leute entlassen will, schreiben wir halt ein Gutachten dazu, warum das so sein muss und er ist aus der Verantwortung."

So funktioniert die Welt. Und wer was anderes glaubt, ist naiv.

Rupert Haselbeck, 2024-05-19 22:10:

Im Gegensatz zum Automobil ersetzen LLMs und andere "KI" aber keine produktive Arbeit, sondern bereiten nur bereits vorhandenes Material nach Vorgabe von interpretierten Anfragen auf. Da "denkt" niemand, sondern das ist nur Statistik.

Sie leistet nichts im Sinne von Erkenntnis. Da zu erkennen, erfordert aber *Wissen* in den jeweiligen Gebieten, zu denen man sie befragt.

Ich habe "Expertensysteme" in den 1980ern kommen und sterben sehen und mehrere Ansätze von "KI". Aktuell wird's halt gehypet, weil die schiere Masse an verfügbarem "Lernmaterial" eine recht beeindruckende Variante von Eliza ermöglicht. Am Ende "denkt" die KI trotzdem nicht selbst, sondern hat nur gelernt, was die statistisch wahrscheinlichste Antwort auf eine Frage ist. Persönliche Erfahrung in einem Fachgebiet und die Fähigkeit, das Risiko einschätzen zu können, was sich aus einer falschen Antwort ergibt, ist völlig abwesend.

Rupert Haselbeck, 2024-05-19 23:00:

[...]

Womit er im Kern recht hat.

Die wahren Probleme auch nämlich nicht, wie man noch effizienter Geld verdienen und Arbeitszeit einsparne kann, sondern wie man Krankheiten, wie Parkinson oder Krebs heilen kann oder die negativen Folgen der Industrialisierung in den Griff bekommt. Dabei hilft ein System wie ChatGPT aber nicht und wird auch gar nicht damit beworben. Das ist aktuelle vor Allem eine Goldgrube für Microsoft, Google, Apple, Amazon und Meta. Denen geht es um den eigenen Profit und nicht um Wissen für die Menschheit.

OpenAI und ChatGTP sind kein Ergebnis wissenschaftlicher Forschung oder Ingeneursleistung, sondern primär das Ergebnis kommerzieller Interessen. Die Modelle werden trainiert mit Hilfe billiger Arbeitskräfte, die zu lächerlichen Löhnen dafür beschäftigt werden, das Quellmaterial "sauber" zu halten:

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Das kann man natürlich ignorieren und so tun, als wäre ChatGPT ein Meileinstein menschlichen Erfindungsreintums wie einst Dampfmaschinen. Das wäre aber dennoch ziemlich naiv.

Eric Bruecklmeier, 2024-05-20 11:06:

[...]

Meine Meinung zu ChatGPT hat nichts damit zu tun, dass ich nur Technik gut finde, die mindestens 10-20 Jahre alt ist.

Ich arbeite als Softwarearchitekt und schätze etliches der Technologie der letzten 10-20 Jahre sehr. Smartphones und ein überall verfügbares Internet hat vieles sehr vereinfacht und manche Dinge überhaupt erst möglich gemacht, auf die ich heute ungerne verzichten würde.

Hallo Rupert,

Du schriebst am Sun, 19 May 2024 23:00:04 +0200:

Und wie man am internet sieht, wird das üblicherweise in der Euphorie über die Möglichkeiten unterlassen, was dann in das Jammertal der Probleme und sogar Gefahren führt, in dem sich das inzwischen befindet. (Ja, die "Cyber-Security" ist da gemeint.)

Das ist mit Sicherheit falsch - aber die gegenteilige Position auch. Zum einen ist "KI" ja nicht ein geschlossenes Gebiet, sondern gliedert sich in eine Reihe von miteinander verfahrensmäßig verwandte Bereiche, wie "Machine Learning" (ML), Strukturerkennung u.a., und auch die derzeit im Fokus stehende, "Large Language Model"- (LLM) basierte, konstruktive KI, die versucht, aus verfügbarem "Vorwissen" sinnvolle Antworten auf "beliebige" Anfragen zu finden - derzeit trotz ungeheuerer Datenbasis anscheinend noch mit relativ moderatem Erfolg, was möglicherweise auch daran liegt, daß die "Datenbasis" internet nicht gerade eine optimal gesicherte Grundlage bietet.

Wogegen halt andere auf jede vorbeifahrende Straßenbahn aufspringen und meinen, daß sie die sicher die nächste Strecke weiterbringen müßte. Dabei übersehen sie halt gerne auch, daß die Wagen zwar an allen Lichtmasten und Mauern an der Strecke vorbeifahren können, der Aufgesprungene aber _gelegentlich_ bisserl zu dick dafür ist...

Arno Welzel schrieb:

Oh! Danke! Eine derart rasche und klare, vollumfängliche Bestätigung dessen, was ich schrieb, hätte ich jetzt wirklich nicht erwartet

MfG Rupert

Natürlich gehört zu umfassendem Bewerten gestalterischer Arbeiten Subjektives.

Aber erstmal müssen gewisse objektive Kriterien erfüllt sein.

Man betrachte das Baumann-Bild

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in geringer Größe! Da ist es kaum zu begreifen. Insofern ist es nicht als Logo im üblichen Sinn ernst zu nehmen – als solches funktioniert es nichtmal ansatzweise.

Wenn es einem aber gefällt und man irgend sowas haben will, müsste man für Allgemeinbrauchbarkeit eine stark vereinfachte Variante erarbeiten. Das ist in meiner – laienhaften – Vorstellung ein Hauptteil einer Logoentwicklung: eine Idee so einfach und klar umsetzen, dass das Ergebnis „überall“ benutzbar ist und stets Aussagekraft hat.

Das vorliegende Bild besteht meines Erachtens lediglich aus von Leo gegebenen Stichwörtern und einem simplen Anordnungs- und Farbmuster und Zeichenstil. Der größte Teil der Arbeit müsste sich noch anschließen.

Am 20.05.24 um 22:39 schrieb Hannes Kuhnert:

Hallo,

siehe dazu auch den Wikipedia-Artikel zu "Logo":

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Für Elektroniker können auch die Logos von IC-Herstellern als Beispiel interessant sein, etwa:
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Bernd Mayer

Natürlich nicht. Aber ich behaupte mal, mit einem etwas angepaßten Prompt kriegt man selbst aus einer KI ein tauglicheres Logo.

Es ist die Frage, ob dem wirklich so ist, oder ob man mit geeigneter Promptanpassung, etwas Erfahrung, und wenig Hemmungen nicht auf Authentizität zu bestehen (also Mut zum Abkufern ;), nicht mit relativ wenig Aufwand besseres generieren kann.

/ralph

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Künstlerisches Talent kann allerdings nicht gelernt werden.

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