Keine Jobs trotz vieler Anzeigen - Page 2

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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
Bezüglich 1) ... 5) wäre ich skeptisch.

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Der Punkt ist gültig. Z.B. um Professoren-Pöstchen zu besetzen
ist öffentliche Ausschreibung fällig. Erfolgt aber typisch
erst wenn sie schon ihren Wunschkandidaten haben und ist reine
Formalität.

Bezüglich Endkunden-Werbung durch Stellenanzeigen:
die Wirksamkeit von Produktanzeigen in Zeitungen/Zeitschriften
ist sehr begrenzt, weil die Leute da immer den redaktionellen
Teil lesen, aber die Anzeigen ignorieren. Viele Leute
lesen aber Samstags in aller Ruhe die Stellenanzeigen in ihrer
Zeitung. Da muß nichtmal ein redaktioneller Teil rumgebaut sein.
Wenn sich da also BMW, Mercedes, Audio verewigen, erreicht der
Produktname die Zielgruppe.

MfG JRD

Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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ACK. Das ist eine Ausnahme von der Regel.

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Stimmt für die wenigen Markenhersteller, die aber nur einen kleinen Teil der
Industrie mit verhältnismässig wenig Arbeitsplätzen ausmachen, aber nicht
für die Masse der mittelständisches oder größeren Zulieferunternehmen, für
die der Endkundenmarkt keine Bedeutung hat.

Gruß

Klaus

--
Die email Adresse (reply-to) im header ist ungueltig.
Fuer mail "pub . kp2 . pieper @ ibeq . com" benutzen.
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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Kann ich aus Erfahrung nicht bestätigen.

Gruss,
Georg

Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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"Die Stelle wird voraussichtlich intern besetzt" sollte aber
dabeistehen. Andererseits heisst dieser Spruch dann meist,
dass die Stelle bereits intern besetzt wurde...
An der Universität Basel musste die eigentlich schon intern
besetzte Stelle des Adjunkts des Rektors aus formalen Gründen
ausgeschrieben werden. Da meldete sich ein Kandidat, der
zweifelsfrei wesentlich geeigneter war.
Und den haben sie auch genommen ;-]. Zeichen und Wunder
kommen also vor.

--
mfg Rolf Bombach


Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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Noch einmal zur Wiederholung: in einer "normalen" grösseren Firma läuft das
so: Abteilung hat Bedarf, Personalanforderung wird genehmigt, geht zur
Personalabteilung, die prüft, ob bereits interne Kandidaten vorhanden sind,
gibt ansonsten die Personalanforderung an den Betriebsrat zur Stellungnahme,
macht eine interne Ausschreibung. Erst wenn das alles gelaufen ist, wird
eine Anzeige geschaltet.

Jeder, der dabei übergangen wird, macht Ärger. Vielleicht nicht in dem
konkreten Fall, denn der ist ja dann schon gelaufen, aber bestimmt bei
anderer Gelegenheit.

In kleineren oder inhabergeführten Unternehmen läuft das manchmal anders.
Dann ist es aber auch das Geld des Inhabers - und der wird es bestimmt nicht
nur zum Spass für Anzeigen ausgeben.

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Übernahmepreise orientieren sich an Bilanzwerten, Aktienkursen,
Auftragsbestand, ..., aber nicht an der Zahl der Stellenanzeigen.

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Wer will das vorantreiben? Und warum braucht der dazu eine Stellenanzeige?
Dazu geht man in das Land, aus dem man importieren will, kauft ein und geht
dann zum Zoll und später zum Wareneingang.

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Wen will man davon ablenken? Und wer wird sich von einer Stellenanzeige
ernsthaft ablenken lassen?

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Wer wird sich von einer Stellenanzeige ernsthaft ablenken lassen?

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Möglich. Es könnte auch gegen die Qualifikation der bewerber sprechen.

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Bis auf die öffentlichen Stellen ist die Firmenpolitik genau anders herum
(s.o.).

Es gibt solche Dummy-Anzeigen, keine Frage. Der Anteil am Gesamtaufkommen
dürfte aber recht klein sein.

Gruß

Klaus

--
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
Hi,


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...[...]...

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Noch einmal zur Wiederholung: es ist eben nicht immer so und alle
Verallgemeinerungen sind schlecht!

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In der 4ma meiner Schwester war es aber nicht so, hatte doch jeder andere
Probleme und Angst um sein Poestchen.

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Ach ja ... Also zur Ergaenzung und Bewusstseinserheiterung: Diese falschen
Angebote habe ich besonders bei groesseren Konzernen, meistens Aktien-
Gesellschaften gesehen. Und das immer (?) wenn deren Kernbereiche gerade
stark von Konjunktureinbruechen betroffen waren. Obiges SEL-Werk war
damals von der Verlagerung der Bildroehren-Produktion in den preiswerteren
Fernen-Osten betroffen. Aber das galt damals fuer grosze Teile der
Unterhaltungselektronik und dieser Effekt hat noch viele europaeische
Firmen kleingemacht.

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Die Zukunftsperspektiven gehen mit in den Preis.

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Menschenimporte! Siemens und Toechter waren mit sehr groszer Wahrschein-
lichkeit die Hauptdrahtzieher hinter der GC aus dem Jahre 2000. Alles
klar?

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Die Stellenanzeige ist eine _embedded lie_ die nur dazu dient die anderen
Falschaussagen plausibler zu machen. Viele 4men kassieren sehr viel Geld
aus oeffentlicher Hand und sind nebenher auch noch Aktiengesellschaften.
Falls diese nun als Ausrede ein: ,,Uns geht es aber schlecht, wir koennen
hier nicht mehr produzieren'' bringen, dann wuerden deren Aktienkurse in
den Keller gehen. Falls sie zugeben sich verpissen zu wollen gibt es
Probleme wie evtl. den Wegfall von Subventionen und anderem Entgegen-
kommen wie verbilligten Baugrund und bessere Verkehrsanbindungen. Du als
Stellensuchender siehst nur die Anzeige, das Gemauschel im Hintergrund
kennst Du ja gar nicht.

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Siehe oben, eigentliche sind das zwei sehr aehnliche Gruende die inein-
ander uebergehen.

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Oder aber an das Anspruchsdenken der AGs. Schliesslich sortieren viele
AGs Bewerber ab 35 oder 40 einfach raus. Das galt schon vor der IT-GC
so im Bereich IT. Vom AA Muenchen hatte ich Zahlen aus dem Jahre 2000
die damals bereits von einer Arbeitslosigkeit unter der alten Saecken
ab 40 in der IT-Branche ausging. Und dies waren definitiv eben nicht
nur im Wissen veraltete Dumpfschaedel, viele haben nach dem Bericht
sogar noch aktuelles Wissen gehabt.

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Ich habe ein paar Aussagen aus dem Ende der 90er von einigen Aktiven in
Arbeitsloseninitativen und einigen AA-MAs. Diese meinten das bis zu 2/3
der Anzeigen keine Einstellung nach sich ziehen. Allerdings sind diese
Dummies idR von groszen Konzernen und dann recht zahlreich. Wenn die
die Anzahl der Anzeigen betrachtest koennten 2/3 damals durchaus real
sein. Wie es heute ist? Ich benutze keine Zeitungen mehr zur Stellen-
suche. Also Anzeigen auf die keine feste Anstellung bzw. Besetzung der
ausgeschriebenen Stelle erfolgt. Von der Anzahl der AGs sind es dann
bei den obigen Verhaeltnissen vermutlich nicht mal 1/10.

MfG

Uwe Borchert

Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen

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Und mir hat man erzählt die testen einfach mal den Arbeitsmarkt an, ob
die nicht eine billigere und bessere Arbeitskraft als die vorhandene
finden.

Früher auch Arbeitskräfte für Lau (sprich Praktikum, Probezeit).

Gruß
Jürgen


--

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 meine Auktionen: http://members.ebay.de/aboutme/do1pjk /
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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a) ungeliebte Arbeitskräfte zu ersetzen ist
   mühsam wegen Kündigungsschutz. Man kann sie zwar
   rausmobben, aber das Betriebsklima leidet.
b) nominell werden neueingestellte Leute derzeit niedrigeres
   Einkommen haben.
   * aber die Einarbeitung eines Ing kostet auch erstmal Geld.
   * zudem: wer schlecht verdient engagiert sich nicht. Miesen
     Job kriegt man anderswo auch wieder, dafür kämpft niemand.

Ich würde ohnehin vermuten, daß die Firmen inzwischen schon
deshalb nicht auf Anzeigen einstellen, weil sie unter den
Hunderten von Bewerbern kaum noch qualifizierte Leute bekommen.
Typisch will man ja Leute mit Berufserfahrung die gerade bei
anderer Firma in ähnlicher Position aufgehört haben. Schrumpft
die Industrie, gibts aber davon eben weniger.
* Die Leute die in den 90ern en masse rausgeworfen wurden sind
  nach 5 Jahren Arbeitsamt demoralisiert. Dito Studienabgänger
  die nie einen Job hatten. Bei den einen veraltet das Fach-
  wissen ohne Job, bei den anderen wurde es nie aufgebaut.
* Natürlich bauen Firmen auch derzeit ab und es gibt "frische
  Arbeitslose". Aber rausgeschmissen werden ja vorzugsweise die
  Leute dies nicht bringen. Die die unschuldig mit reinrutschen,
  weil ganzer Standort plattgemacht wird haben eben Pech gehabt.

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Weder Werksstudenten noch Leute in Einarbeitung spielen
der Firma real Geld ein, verursachen eher Kosten.
Wenn die Leute eingearbeitet sind bzw. wenn der Werksstudent
übernommen wurde lohnen sie sich.

MfG  JRD

Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
Hallo,



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Also, da vertrete ich eine andere Meinung: ;-)

Ich glaube sehr wohl, daß Firmen sehr viel Geld durch Einstellen von
Praktikanten/Diplomanden sparen können. Sicher nicht mit jemandem, der
keine Ahnung hat, aber gerade Studenten die von Zuhause bzw. von einer
Ausbildung Wissen mitbringen. Die sind für Meßaufgaben oder kleine (wenig
mäßig anspruchsvolle) Entwicklungen ideal, denn wenn sie es nicht machen
würden, würde es ein Ingenieur machen und der kostet viel mehr.

Grüße,

Christian

Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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Das ist eine Minderheit.

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Die die privat löten sind Selbstläufer die das dann mit
ihren eigenen Geräten durchführen ohne daß man ihnen nachlaufen muß.
Die Masse die man erst einweisen und einarbeiten muß sind für die
Entwickler der Firma eher ein Problem, weil sie alle Leute durch
( berechtigte aber eben störende ) Fragen von der Arbeit abhalten.

MfG JRD

Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
( Graus, unser Lieblings-Off-Topic-Thema )

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"Jobs" gehört zur Standardausstattung die vom
Webseitendesigner ohne Aufpreis mitgeliefert wird
und genau wie der Rest der Webseite dann nicht
gepflegt wird.

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Das ist bedenklicher: kostet nämlich Geld.
Es gibt aber auch für Phantom-Anzeigen Gründe:
a) Unternehmen will Banken, Investoren gegenüber
   gezielt den Anschein erwecken es sei nicht am
   Abschmieren, sondern sogar im Wachstum.
b) internes politisches Gerangel: Entwicklungschef
   lehnt Projekt von Vertrieb ab unter Hinweis er habe
   kein Personal frei. Man einigt sich dann formal
   auf Stellenausschreibung. Entwicklungschef weiß aber
   daß er nichtnur Zeit gewonnen hat, sondern auch
   leider alle Bewerber wegen mangelnder Qualifikation
   ablehnen muß.
c) wenn eine Firma gewisse Grösse hat, hat sie Personal-
   abteilung. Damit die ihr Personal halten kann, muß
   sie "tätig" sein. D.h. vage Stellenanzeigen
   machen die waschkörbeweise Zuschriften bekommen, die
   dann bereits in Personalabteilung fleissig gesiebt
   werden und waschkörbeweise zurückgehen.

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a) wir haben bereits November.
   Wahrscheinlich die meisten Unternehmen haben
   Jahresabschluß mit Jahresabschluß. Und damit wird dann
   auch Finanzplanung abgesegnet die reguläre Personal-
   aufstockung bedienen muß. Man zahlt Ing ja nicht aus
   der Portokasse. Insofern ist 1. Quartal lebhafter.
b) Regulär steigen Leute kurz vor den Kündigungstagen aus:
   17. Feb  ( Schaltjahr: 18.Feb )
   19. Mai
   19. Aug
   19. Nov
   Insofern waren früher Wochenendausgaben um den
   Termin rum voller. Jedoch: 19. Aug sind viele Firmen wegen
   Urlaub dicht. Beim 19. Nov. hätten die Leute mit Vorlauf
   dann tief im Dezember Vorstellungsgespräche unterm
   Weihnachtsbaum. Insofern kann man das letzte Quartal
   vergessen.
c) der berüchtigte "Aufschwung" wird seit längerem
   angedroht, ist aber noch nicht eingetreten.
   Real haben wir Stagnation.
   Solange bei bestehendem Personal Überstunden nicht
   ausgereizt sind und Aufträge nicht abgelehnt werden
   müssen stellt niemand ein.

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Wer sind "alle" ? Politiker, Medien, VDI, "Experten" ?
Was politisch korrekt ist, ist eben nicht unbedingt wahr.

MfG JRD

Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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Auch mit einfachen Ing-Stellen? Ich hab eher den
Verdacht, dass das dann die 1/4 bis 1/2 Seitigen
Anzeigen in überregionalen Zeitungen sind, in
denen dann ein Generaldirektor für die neugegründete
Filiale/Tochterfirma (Europe/Asia) gesucht wird.
Stufe 2 des Bluffs respektive der Alarmzeichen
ist dann so ein "Technologiepreis", der oftmals
die letzte Ölung/Vitaminspritze für ein abserbelndes
Jungunternehmen ist, in welches wohl schon so
einiges an staatlichen Fördermitteln floss.

BTW, nebst diesen Pseudo-Anzeigen gibt es bei politischem
Gegenwind auch den genau gegenteiligen Effekt. Das
grösste Bundesforschungsinstitut der Schweiz, Name
ist mir gerade entfallen, litt Ende 80er unter starken
Personalfluktuationen. Es erging dann die Weisung,
möglichst *wenig* Inserate zu schalten, da die offen-
sichtliche Suche nach immer neuen Leuten negativ auffalle.
(Geld war damals noch genug da, daran hat es nicht gelegen).

--
mfg Rolf Bombach



Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
Erik Hermann schrieb:

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Meiner Meinung nach ist der Sparkurs, was Jobs betrifft, teilweise von
der Firmenleitung verordnet und steht nicht in Zusammenhang mit dem
tatsächlichen Bedarf. Vielleicht, um sich der gesamtwirtschaftlichen
Lage in Deutschland anzupassen. Da gibt es große, erfolgreiche
Unternehmen, die letzten Winter noch nach einigen Ingenieuren gesucht
haben und jetzt Einstellungsstop haben.
Ich bin aber auch immer gern für Aufklärung über diese Zusammenhänge zu
haben, da ich auch nicht den Durchblick hab :-)

Gruß

Oliver Kraitschy


Bringt eigentlich ein Dr. was? (war: Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen)
Hallo,

von mir eine Frage in eine ähnliche Kerbe, rein interessehalber. (Fast)
Jeder Student stellt sich wohl gegen Ende seines Studiums die Frage, ob er
direkt arbeiten gehen soll (Industrie) oder noch ein wenig weitermachen, um
eine Promotion anzustreben. Einige Firmen (ich habe das z.B. bei Bosch
gelesen) bieten wohl eine solche Möglichkeit, wenn man nicht an einer
Hochschule arbeiten möchte. Ich denke, daß solche Stellen anständig
vergütet werden (nicht soviel wie in der Industrie, aber wenn man als
Student eigentlich noch nie richtig Geld verdient hat, ist das auch schon
ne ganze Menge) und nach 3 Jahren hat man dann seinen Titel.

Nun die eigentliche Frage:
Bringt einem das was, außer der Reputation? (=>ideelle Gründe)
Z.B. höheres Gehalt, höhere Gehaltssteigerung im Laufe der Berufslaufbahn,
"schnellere karriere", etc.?

Ich finde sowas schwer einzuschätzen, was man so hört ist das die Reputation
der einzige Grund ist, sowas zu machen.


Grüße,

Christian


Re: Bringt eigentlich ein Dr. was? (war: Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen)

|> eine Promotion anzustreben. Einige Firmen (ich habe das z.B. bei Bosch
|> gelesen) bieten wohl eine solche Möglichkeit, wenn man nicht an einer
|> Hochschule arbeiten möchte. Ich denke, daß solche Stellen anständig
|> vergütet werden (nicht soviel wie in der Industrie, aber wenn man als
|> Student eigentlich noch nie richtig Geld verdient hat, ist das auch schon
|> ne ganze Menge) und nach 3 Jahren hat man dann seinen Titel.

Neben der Vollzeitarbeit willst du dann auch noch eine "gescheite" Diss in den
drei Jahren geschafft haben? Na, ich weiss nicht... Zunächst musst du ja erstmal
einen Doktorvater finden, der das offiziell betreuen will. Wenn du extern bist,
hast du bei der Diss neben dem Zeitmangel oft auch noch andere Nachteile: Z.B.
keine/schlechte Integration in den akademischen Betrieb (das ist schon teilweise
eine andere Denke) und wenig Möglichkeiten, Studis für Sklavenarbeiten (DAs oder
sowas) zu finden. D.h. du bist da meistens ein Einzelkämpfer, ausser das Thema
liegt direkt in deiner beruflichen Arbeit.

|> Nun die eigentliche Frage:
|> Bringt einem das was, außer der Reputation? (=>ideelle Gründe)
|> Z.B. höheres Gehalt, höhere Gehaltssteigerung im Laufe der Berufslaufbahn,
|> "schnellere karriere", etc.?

Wahrscheinlich auch noch Magengeschwüre. Berufsstress (Produkt muss in n Monaten
fertig sein) und Diss-Stress zusammen ist nicht lustig. Gerade beim
Zusammenschreiben der Diss (finde ich) ist Multitasking ziemlich störend...

|> Ich finde sowas schwer einzuschätzen, was man so hört ist das die Reputation
|> der einzige Grund ist, sowas zu machen.

Wenn man direkt am Lehrstuhl ist, kann man mit einer Promotion Flauten wie
gerade auch gut überbrücken ;-)

--
         Georg Acher, snipped-for-privacy@in.tum.de
         http://wwwbode.in.tum.de/~acher
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Re: Bringt eigentlich ein Dr. was? (war: Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen)

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schon
den
erstmal
bist,
Z.B.
teilweise
(DAs oder
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Thema

Es gibt auch in Unternehmen reine Doktorstellen, in denen Du
Dich ausschliesslich auf Deine Dissertation konzentrieren kannst.
Selbstverständlich hat das den Nachteil, dass man in der Themenwahl
etwas eingeschränkter ist, da das ganze für die Firma ja auch von
Nutzen sein muss. Wer Wert auf eine akademische Atmosphäre legt (24h Tag)
ist sicherlich an einer Uni auch besser aufgehoben.  Vorteil in einer
Firma ist, dass i.A. doch wesentlich mehr Mittel da sind und man weniger
auf zeitraubende Bastellösungen angewiesen ist.

Allerdings wird es solche Zustände wohl nur in großen Firmen mit
richtiger Forschung geben (Kann das zumindest von zwei großen
europäischen Unternehmen bestätigen). Sobald es in Richtung
Entwicklung geht sind die Zustände vermutlich deutlich schlechter.



Re: Bringt eigentlich ein Dr. was? (war: Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen)
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Bosch
einer
dig
als
auch

Falsch. (Mal abgesehen von den 3 Jahren, das hängt nämlich auch vom
Bereich ab, Dr.-Ing. in der Regel nicht unter 5, eher mehr.)

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Diss in
ja
extern
Nachteile:
Quoted text here. Click to load it
schon
Sklavenarbeiten

YUP, man kann auch sagen die Denke liegt diametral .... SCNR

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das

Läuft so auch nicht. Firmen machen das nur, weil sie wissen, dass mit der
Konstellation 80 Stunden pro Woche angesagt sind, aber nur 40 bezahlt
werden müssen. (und das dann auch noch bescheiden)

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Klasse, das fällt dann in die Kategorie 'Fellow'. Machen selbst Frimen
wie IBM mit 300000 Mitarbeitern weltweit vielleicht für max. 100, wenn üb
erhaupt noch, da das Ergebnis meist nicht komerziell umsetzbar. -Aber träu
men ist erlaubt.

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Tag)
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weniger

Wie kommst Du da drauf? Das mit den 'mehr Mittel' trifft auf die
Entwicklung zu, aber nicht auf die Forschung.
Das primäre Ziel einer Firma ist es Geld zu verdienen, Forschung ist da
ein Stiefkind.

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Genau umgekehrt. Mit Entwicklung lässt sich Geld verdienen, auch wenn die
immer wieder finanziell auf den Prüfstand kommt, mit Forschung nicht.
Deswegen gibt es dafür auch wenig Mittel, z.B. die Bezahlung. Falls mal
in der Entwicklung was nicht gehen sollte, durch nicht vorhandener
Mittel, wird entweder sofort aufgestockt, oder das Projekt beerdigt.

Dessen kannst Du Dir sicher sein, wenn ein Projekt wirklich Relevanz
besitzt, dann wird das auch mit den nötigen Mitteln duchgezogen.

Henry
--

----------------------------------------------------------------------
snail mail : Henry Koplien                             \|/
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Re: Bringt eigentlich ein Dr. was? (war: Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen)

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Ich denke nicht.
Man ist schon nach der normalen Studienzeit zu alt fuer den Arbeitsmarkt,
da lohnt es nicht noch viel mehr Jahre zu verplempern,
insbesondere ist der Weg zum Professor unendlich weit.

So lange die Ausbildungsbedingungen nicht signifikant verbessert werden,
damit man Schule in 12, Studium in 4 und Dissertation in 1 Jahr schaffen
kann, halte ich solche Titel fuer Bloedsinn.

Es gibt bestimmte Jobs, in denen man das anders sieht (Arzt, vermutlich
Jurist), aber als Techniker waere einem mit einer Lehre mehr gedient als
mit einer Dissertation.

Firmen, die fuer einen Job unbedingt einen Dr suchen, suchen wohl eher
ein Fotomodell.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
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Re: Bringt eigentlich ein Dr. was? (war: Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen)
|>
|> > direkt arbeiten gehen soll (Industrie) oder noch ein wenig weitermachen, um
|> > eine Promotion anzustreben.
|>
|> Ich denke nicht.
|> Man ist schon nach der normalen Studienzeit zu alt fuer den Arbeitsmarkt,
|> da lohnt es nicht noch viel mehr Jahre zu verplempern,
|> insbesondere ist der Weg zum Professor unendlich weit.

Es gibt aber eine Alternative: Wenn man schon eine Firma "nebenher" hat, ist die
Zeit während der Promotion ideal, um die Tragfähigkeit der Firma zu testen und
mit "Fangnetz" etwas in der Wirtschaft zu schnuppern. Wenn man es dann noch
schafft, einige Themen aus der Firma in den Lehrstuhl als "Kompetenz" zu
übernehmen, ist es noch besser.

BTW: Das ist kein Wunschdenken, sondern geht tatsächlich ;-) Allerdings bin ich
nicht wirklich karrieregeil und Firmensklave sein finde ich auch nicht so toll...

--
         Georg Acher, snipped-for-privacy@in.tum.de
         http://wwwbode.in.tum.de/~acher
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Re: Bringt eigentlich ein Dr. was? (war: Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen)
|> So lange die Ausbildungsbedingungen nicht signifikant verbessert werden,
|> damit man Schule in 12, Studium in 4 und Dissertation in 1 Jahr schaffen
|> kann, halte ich solche Titel fuer Bloedsinn.

Zumindest dem ersten Teil Deiner Aussage stimme ich zu; das 13. Schuljahr kann
man getrost kippen und ein Studium in 4 Jahren wäre durchaus auch realisierbar,
wenn Vater Staat nicht am falschen Ende sparen würde.

Es ist schlicht illusorisch zu glauben, daß man mit 20 Mann einen Jahrgang von
800 Studenten *sinnvoll* betreuen kann, insbesondere wenn diese mehr wollen als
eine Massenabfertigung im Hörsaal und vielleicht sogar mal ein hands-on
Praktikum machen sollen.

Das mit der Dissertation in einem Jahr wäre sicherlich machbar, wenn der
Doktorand sich ausschließlich auf seine Arbeit konzentrieren könnte. Er ist
üblicherweise jedoch in den Lehrbetrieb eingebunden, hält Übungen, betreut
Praktika, korrigiert Hausaufgaben und Klausuren. Allerdings frage ich mich, wo
Du das eine Jahr her hast -- in den Staaten geht's nämlich teilweise *noch*
länger als bei uns, da sind 5 Jahre eher die Regel, wohingegen es bei uns 4
sind.

Ein weiteres Jahr würde man dem werten Bildungssuchenden dann auch durch den
Wegfall der Wehrpflicht bescheren...

|> Es gibt bestimmte Jobs, in denen man das anders sieht (Arzt, vermutlich
|> Jurist), aber als Techniker waere einem mit einer Lehre mehr gedient als
|> mit einer Dissertation.

Wo bitte liegt der Unterschied zwischen einem Menschenmechaniker und einem
Techniker? Andere Hardware, aber das ist es auch schon. Für den vom deutschen
Gesundheitswesen geforderten Hausarzt mit Minimalausstattung (Stethoskop und
Holzspatel) reicht eine "wenn-dann"-Checkliste vollkommen.

Auch der Jurist könnte in einem "hands-on"-Verfahren ausgebildet werden. Er muß
lediglich dickere Manuals auswendiglernen. Ich sehe von daher nicht wirklich,
wo diesen Berufsgruppen im Unterschied zum Techniker in besonderer Weise
gedient ist.

|> Firmen, die fuer einen Job unbedingt einen Dr suchen, suchen wohl eher
|> ein Fotomodell.

Daß Du den Doktortitel für Blödsinn hältst, hast Du uns ja nun hinreichend
klargemacht. Den Grund dafür bleibst Du uns allerdings schuldig und
lieferst stattdessen lieber etwas sinnfreie Polemik.

Rainer (der nicht als Fotomodell arbeitet)

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