Keine Jobs trotz vieler Anzeigen

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Ist das eigentlich normal, dass zwar viele Firmen
auf ihren websites Jobs anbieten und auch Anzeigen
schalten, aber wenn man nachfragt sind die Stellen
garnicht vorhanden?
Ich habe den Eindruck dass momentan niemand Elektro-
ingenieure braucht, auch wenn alle was anderes be-
haupten.


Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
: Ist das eigentlich normal, dass zwar viele Firmen
: auf ihren websites Jobs anbieten und auch Anzeigen
: schalten, aber wenn man nachfragt sind die Stellen
: garnicht vorhanden?
: Ich habe den Eindruck dass momentan niemand Elektro-
: ingenieure braucht, auch wenn alle was anderes be-
: haupten.

Warum sollten wir Ingeniere brauchen. Wir beziehen doch sowieso alles nur in
Korea/Taiwan/China :-(

Bye
--
Uwe Bonnes                 snipped-for-privacy@elektron.ikp.physik.tu-darmstadt.de

Institut fuer Kernphysik  Schlossgartenstrasse 9  64289 Darmstadt
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
On Tue, 4 Nov 2003 11:48:12 +0000 (UTC), Uwe Bonnes
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<mode=Rant>
DarĂŒber brauchen wir uns aber solange nicht zu wundern,
solange wie unsere sorgsam behĂŒteten Herren Ingenieure
nach Ă€ußerst mĂŒhsamen Studium, welche nach schwerster
Entscheidung ("Soll ich nun Medizin oder E-Technik studieren")
endlich in der Lage sind, das Management des Einsatzes der
in Fernost entwickelten Kernprodukte mittels M$ Powerpoint
so zu formulieren, dass dies als Diplomarbeit durchgeht,
aber leider von dem, was wirklich in den Kernprodukten
geschieht, nicht wirklich eine Ahnung haben.
</mode>

<mode=Wakeup_Call>
Leut's: TFT Displays, 0,1x um Prozesse, ein komplexes CPU-
Innenleben, Bluetooth Hochfrequenzdesigns usw.
entwickelt man nicht durch Bunti Bildi Klicki, weites Umgehen
jedes Werkzeugs angefangen von Schraubenzieher und
Lötkolben, Ignorieren der Existenz einer Kommandozeile sowie
von Programmiersprachen wie C und C++ usw.
Solche Prozesse, Designs und Programme in Gang zu bekommen
ist *lange harte Arbeit* und nicht 4h Meeting und 0,5h Bunti Bildi
Klicki sowie Fordern von Services und Software (möglichst
natĂŒrlich "kostenneutral", gibt es da nicht einen Deppen, der
gratis fĂŒr einen schafft, am besten als Praktikant ;-) die einem
jeden Handgriff abnehmen und trotzdem das Gehalt sichern.
Ich weiß wovon ich rede, alleine der BAE hat fast 1M Lines
of Code in C. Die sind ganz sicher nicht nur durch Mausklicks
entstanden ...
Unsere werten Landsleute sind leider zu einem guten Teil in
letzter Zeit sehr bequem geworden und mit dieser Bequemlichkeit
entstehen ganz sicher keine neuen Kernprodukte, die wirklich
Gewinn abwerfen.
</mode>

Ciao Oliver

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + snipped-for-privacy@bartels.de
http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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Du ĂŒberzeichnest. Das ist jedoch legitim um bestimmte mißstĂ€nde
herauszuarbeitn.
Beachte aber, das die faszination, die "gesellschftliches ansehen" und
die oft damit verbundene entlohnung eben nicht an jungen menschen
vorbei geht. Das es aber, wo viel licht, auch viel schatten gibt, wird
erst spÀt gsehen.
Es ist halt oft so, das der, der seine "vorgeblichen" kenntnisse und
fertigkeiten wortreich herausstellen kann, gegenĂŒber dem, der dies
verbalen fÀhigkeiten nicht besitzt, eklatant im nachteil ist.
Ich denke, du wirst diesbezĂŒglich auch schon erfahrungen sammeln dĂŒrfen.

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Einen blick fĂŒr die probleme bekommt man halt erst dann, wenn man
selbst sowas entwickelt.
Nur, wird das derzeit in DL hinreichend anerkannt? Ich habe zweifel.



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Ließt sich nach rundumschlag aus. Geht vielen derzeit so. Ich schließ
mich nicht aus.
Momentan darf ich es wiedermal hautnah erleben, wie bei einer
umstrukturierung (die wievielte weiß keiner mehr so genau?)
"handfestes" wissen um das funktionieren von technik und die damit
inverbindung stehenden dieversen programmen/datenbanken von der
geschaĂ€ftsfĂŒhrung lĂ€ssig vom tisch gefegt wird. So nach dem motto,
"leute können mal eben angelernt werden".
Ich muß nicht besonders betonen, wie sich diese mitarbeiter fĂŒhlen.
Diesen menschen, die quasi mit der technik "verheiratet" sind,
bequemlichkeit zu unterstellen, grenzt schon,  Oliver, an
dreistigkeit. Und davon gibt es nicht wenige in unserem land. Man muß
halt lernen, genauer hinzuschauen. Kann von selbsternannten
globallisten aber kaum erwartet werden.
--
mfg horst-dieter

antworten bitte in die rubrik.
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
On Wed, 05 Nov 2003 08:05:11 +0100, "Horst-D. Winzler"
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Ich rede nicht von denen, sondern von den SchwÀtzern, die
hauptsÀchlich Powerpoint Shows produzieren, ein Jahr spÀter
im nÀchsten Laden sind und insgesamt nie wirklich verstanden
haben, was das Zeugs macht, dass sie glauben zu beschreiben.
Es erstaunt mich immer wieder, wieviele von denen mit einem
Diplom oder Dr. in Technik durch die Gegend laufen, die mĂŒssen
sich wirklich nett an der Uni durchgewurschtelt haben ;-|
( Ausgenommen davon ist selbstredend der Vertrieb, der *muss*
  schwĂ€tzen ;-)

Was ich da schon an "Produktmanagern" etc. erlebt habe,
geht auf keine Kuhhaut. Völlig inkompetent, von nichts eine
Ahnung, davon aber jede Menge, jeden Tag die HĂ€lfte der
Zeit im Meeting und meinen, dass es dann ganz schlau ist,
der Technik ĂŒberall reinzureden und vorallem SparvorschlĂ€ge
zu machen, mit denen sie sich selber profilieren können.
( Am geschicktesten wĂ€re es natĂŒrlich, die Entwicklung ganz
  dicht zu machen und nur noch Boxen aus Taiwan zusammen-
  zustellen. Bis die Firma merkt, dass damit kein Gewinn zu machen
  ist, weil beliebig viele andere das auch können, ist der
  Jungmanager lĂ€ngst bei der nĂ€chsten Firma. Gleiches gilt
  fĂŒr bestimmte Herrschaften von den Großberatungsgesellschaften ... )

Ansonsten Ack.
Es hilft aber nur stĂ€ndiges Reden darĂŒber, bis auch der letzte
Depp merkt, dass von dieser Sorte Manager, auf welche
insbesondere große Firmen eine magische Anziehungskraft
ausĂŒben, nix zu erwarten ist ...
Siehe gerade eben ein gewisses Mautsystem ;-/

Ciao Oliver

--
Oliver Bartels + Erding, Germany + snipped-for-privacy@bartels.de
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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Und dazu modeworte wie "Kernprozesse x/y" bei jeder möglichkeit
benutzen. Steht bei uns auf platz 1. der hohlheiten. Wir ĂŒbersetzen
diesen termini mit einer kurzen, prÀgnanten und selbsterklÀrenden
vokabel: "Verarschung Hoch 3".

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Die bringen es fertig, leistungen zu verkaufen, die technisch nicht
möglich sind. Uns stehen die haare zu berge. Wir können es manchmal
nicht fassen. Das, aber soll wohl die zukunft sein?

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Wehe man lĂ€ĂŸt sie agieren. Dann wirds teuer. Jedenfall werden fĂŒr
propaganda (nein,ich habe mich nicht im wort vergriffen) wesentlich
mehr finazmittel rausgeworfen als wie fĂŒr notwendige software.



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Ja, absolut richtungsweisend. Wenn deine ansicht differieren sollte,
bist du etwas aus der zeit.

Wer sagte das doch noch mal: Er könne garnicht so viel essen, wie er
kotzen könne?

--
mfg horst-dieter

antworten bitte in die rubrik.
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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GrundsÀtzlich ACK.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass heute bei Ingenieuren das
technische Fachwissen genau so viel Bedeutung hat wie
betriebswirtschaftliches Denken und die vielzitierten "Soft Skills". Ja
höher die Position, desto weniger werden die technischen Grundlagen
abgefragt (sollten aber immer noch vorhanden sein - das ist der Unterschied)
und umso wichtiger werden die anderen FĂ€higkeiten.

ZurĂŒck zum Thema:

Es gibt einige Leute, die auf eine Stellenanzeige hin bei der
ausschreibenden Firma anrufen, nur weil die in der Anzeige eine
Telefonnummer angegeben haben und da steht "wir stehen fĂŒr Fragen zur
VerfĂŒgung". Und dann eigentlich gar keine Fragen haben und herumstammeln,
weil ja alles schon in der Anzeige steht...

Wer das macht, sollte sich nicht wundern, wenn er/sie dann Ausreden zu hören
bekommt und der Eindruck entsteht, die Stelle sei gar nicht vorhanden.



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--
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Fuer mail "pub . kp2 . pieper @ ibeq . com" benutzen.
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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GrundsÀtzlich ACK.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass heute bei Ingenieuren das
technische Fachwissen genau so viel Bedeutung hat wie
betriebswirtschaftliches Denken und die vielzitierten "Soft Skills". Ja
höher die Position, desto weniger werden die technischen Grundlagen
abgefragt (sollten aber immer noch vorhanden sein - das ist der Unterschied)
und umso wichtiger werden die anderen FĂ€higkeiten.

Gruß

Klaus

--
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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Unsinn.

Das sind Leute, die das (von Oliver so schoen beschriebene) Management
bzw. die depperte Personalabteilung angeblich gerne haette, aber wir
leben in einer Arbeitsteilung, weil wie schon lange erkannt haben,
das niemand alles (wissen) kann, und das es Unsinn ist, in
Spezialgebieten qualifizierte Leute mit Allgemeinplaetzen ihre Zeit
vertroedeln zu lassen.

Die Forderung nach eierlegenden Wollmilchsaeuen als Angestellten ist
bloss ein weiterer Schritt der Ausbeutung: Man will, das der eine
Angestellte die Arbeit von 5 macht, aber nur so viel wie 1 kostet,
weil man sich die Einstellung der weiteren 4 Leute spart. Ueberstunden
snd die Folge, hohe Arbeitslosenzahlen auch, und der Angestellte ist
nach 5 Jahren ausgebrannt und wird bis zur Rente entsorgt.

Das das natuerlich Unsinn ist, weiss selbst die Putzfrau von so einem
Laden, bloss die Personalchefs wissen es nicht.

Es ist noch aus anderen Gruenden Unsinn:

"Betriebswirtschaftliches Denken": Quatsch, keine grosse Firma arbeitet
betriebswirtschaftlich effektiv. Wenn man eine bestimmte Groesse hat,
reicht es, die noetigen Politiker und Banker zu kennen, um erfolgreich
zu sein. Nur so lange es in deiner Firmenkasse zu Bestechungsgeldern
nicht langt, muss du betriebswirtschaftlich arbeiten. Ob VW oder Siemens
oder Daimler: Ein betriebswirtschaftlich denkender Techniker wuerde in
so einem Laden die Krise kriegen, weil dort nix betriebswirtschaftlich
sinnvoll funktioniert.

"Soft Skills": Ebenfalls Unsinn. Die Firma hat auch keine Soft Skills.
Die trampeln auf den Leuten rum, da ist jeder der sensibel genug ist,
um Soft Skills zu besitzen, fehl am Platze und waere nach einigen
Monaten reif fuer's Sanatorium. Ausserdem: Was sind Soft Skills ? Die
Faehigkeit, mit anderen Menschen umzugehen, sie zu leiten ? Das endet
meist in Mobbing, weil die anderen Leute nicht geleitet werden wollen
und selber fuer ihren Weg klug genug sind.

Richtig ist, das, je hoeher die Position, je weniger technisches
Verstaendnis vorherrscht. Das liegt daran, das nur die Trottel, die
von der Materie keine Ahnung haben, sich in einer Firma die Zeit nehmen,
sich empor zu arbeiten. Und von den noch grroesseren Trotteln im
Management hoch gelassen werden. Das technisch hoch kompetente von
klugen Managern an wichtigen Posten plaziert werden, das gibt es schon
seit 25 Jahren nicht mehr. Heute sitzen dort technisch inkompetente,
und der Rest der Firma ist den ganzen Tag damit beschaeftigt,
Gegenargumente zu deren Fehlentscheidungen zu finden, oder irgendwie
trotz anderer Vorgaben dennoch was Sinnvolles draus zu machen.
Das kostet in einer groesseren Fiorma locker 95% der Arbeitsleistung.
--
Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at despammed.com
homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff /
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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MaWin, ich schÀtze Deinen technischen Sachverstand. Die alte, aber bewÀhrte
Arbeitsanweisung "erst lesen, dann denken, dann antworten" hast Du aber hier
wohl selbst nicht beachtet.

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Was hat das mit "Soft Skills" zu tun? Es ist wie in der Mathematik: der
Ingenieur muss - egal fĂŒr welchen Job er sich bewirbt - sein Handwerkszeug
(also die Technik) beherrschen - notwendige Bedingung. Wer als Ingenieur
einen anderen Job als reine hochspezialisierte Entwicklung machen möchte
(oder muss, weil nicht genĂŒgend ArbeitsplĂ€tze vorhanden sind), braucht
*zusÀtzlich* andere FÀhigkeiten - hinreichende Bedingung. Damit ist nicht
gemeint, dass jeder alles kann und macht. Ein guter Entwickler braucht kein
Einkaufsprofi zu sein, aber er muss genug vom Einkauf verstehen, um Teile zu
verwenden, die von zuverlÀssigen Lieferanten kommen, die auch morgen oder
ĂŒbermorgen nich erhĂ€ltlich sind. Ein guter (technischer) EinkĂ€ufer muß nicht
das letzte Bit im Speicher kennen, aber er muss sich auf gleicher Ebene mit
der Entwicklungsabteilung verstÀndigen können, sonst kauft er nur billg,
aber eben nicht preiswert.

Der in seinem Spezialgebiet qualifizierte Ing., der aber nicht einmal
Englisch (sprechen) kann, geschweige denn einen vernĂŒnftig formulierten
GeschĂ€ftsbrief zustande bringt, wird sein Wissen ĂŒber das Spezialgebiet
weder an Kunden noch an seine Chefs, Kollegen oder ... "verkaufen" können.
Um so schlimmer, wenn dieser jemand dann in den Vertrieb oder die
Anwendungsentwicklung wechselt / wechseln muss.

Ein junger Ingenieur, der sich nach einigen Jahren weiter entwickeln und
mehr Geld verdienen möchte, wird auch die nÀchste Karrierestufe ins Auge
fassen. Das ist nichts schlechtes, das bedeutet auch, Verantwortung zu
ĂŒbernehmen. Er muss dann lernen, mit (seinen) Leuten umzugehen, an passender
Stelle VerstÀndnis zu zeigen, an anderer Stelle aber auch einmal hart
durchzugreifen. Das ist nichts neues, das war schon immer so und wird auch
immer so bleiben. Nur manche Ingenieure haben das noch nicht verstanden. Er
darf seinen technischen Sachverstand, den er in den ersten Jahren nach dem
Studium zu 100% gebraucht hat, nicht vergessen, er wird nur nicht mehr so
oft abgefragt, da neue Aufgaben anstehen.

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Das ist pure Polemik, dazu erspare ich mir den Kommentar.

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Unqualifizierte Pauschalaussage. Innerhalb jeder Firma gibt es grosse
Unterschiede. "Gute" Abteilungen, in denen die Mitarbeiter ernst genommen
werden, aber auch andere. Was sind denn eigentlich die Soft Skills, die eine
Firma haben sollte? Manche Mitarbeiter meinen ja, sie mĂŒssten wie
Kindergartenkinder verhĂ€tschelt werden und bei jedem kleinen Gegenwind mĂŒĂŸte
der eigene Chef sie auf dem Schoss nehmen und ein buntes Pflaster auf den
blauen Fleck kleben. Es ist schon interessant, wie empfindlich manche
ausgewachsene MÀnner und Frauen sind, wenn man ihre Arbeit nicht tÀglich
mindestens dreimal lobt. Und die das dann schon "Mobbing" nennen. Und die
auch meinen, der Chef mĂŒĂŸte doch dies und jenes noch wissen und machen -
wenn man sie dann einmal darauf anspricht und sie fragt, wieviel Zeit er
denn dafĂŒr aufwenden sollte, kommen sie locker auf 25 Stunden tĂ€glich.

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In einem sind wir uns einig: "FĂŒhrungskrĂ€fte", die als Seiteneinsteiger gar
nichts mehr von der Sache verstehen, sind keine solchen. Kommen aber leider
heute zu hÀufig vor.

Klaus

--
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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Wenn das kein platter Allgemeinplatz wÀre, warum gibts den neudeutschen
Begriff erst seit neuerdings ? Dito "Sozialkompetenz" u.Ă€. Phrasen.
Haben die Leute frĂŒher nicht in Gruppen zusammenarbeiten können oder
ist das so natĂŒrlich, daß man sich nicht drĂŒber auslassen mußte ?

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HochschulabgĂ€nger die feststellen, daß sie technisch schwach sind
orientieren sich besonders rasch von Entwicklung Richtung "Karriere,
Personalverantwortung". Deshalb quillt das "mittlere Manegment" ja so
mit Nieten ĂŒber.
Praktisch gibt es bei grösseren Firmen wohl keine saubere technische
"Karriere". Oft setzen sich dort technisch gute Leute deshalb Richtung
Hochschule auf Professorenpöstchen ab. Das Problem ist altbekannt.
In dem Buch:
Brooks "The Mytical Man-Month" Addison-Wesley 1975
gibt es in Kapitel 11 eine Grafik die "die doppelte Karriereleiter
bei IBM" darstellt. D.h. die fĂŒr Techniker und die fĂŒr Manager.
Die Grafik ist ( zumindest in der deutschen Ausgabe von 1987 die
ich vorliegen habe ) nur eine weisser unbedruckter Fleck. Und ich
vermute das ist kein Druckfehler.

Jedoch: "Karriere" ist fĂŒr viele ein Irrweg der nur Richtung Arbeitsamt
fĂŒhrt:
* die Hierarchien werden heute flacher: um Geld zu sparen und um
  die ReaktionsfĂ€higkeit der Firmen zu beschleunigen. Damit ist kein
  Platz mehr fĂŒr das berĂŒchtigte "mittlere Manegment".
* Pyramiden laufen nach oben hin spitz zu. D.h. es ist oben nicht
  fĂŒr alle Platz die von unten "aufsteigen" wollen. Die Mehrzahl
  bleibt auf der Strecke.
* Leute die technisch fit sind machen die Wertschöpfung und
  werden deshalb dauerhaft und real gebraucht. "Manager" sind
  auswechselbar & gutes Futter fĂŒr downsizing. Werden in der
  Bundesliga die StĂŒrmer oder die Trainer gefeuert ?

MfG JRD

Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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Nein. Eine Firma wird nur dann die hohen Kosten fĂŒr eine Anzeige tragen,
wenn wirklich ein Bedarf besteht. Ausnahmen bestÀtigen wie immer die Regel.

Bei websites sind die Kosten naturgemĂ€ĂŸ geringer, da kann man schon eher
einmal den Markt "testen" - eine seriöse Firma wird aber auch damit sehr
sparsam umgehen, um den Ruf nicht zu ruinieren - denke auch einmal an die
Innenwirkung, wenn nicht vorhandenen Stellen angeboten werden.

Ausserdem haben die Personalverantwortlichen heutzutage genĂŒgend andere
Dinge zu tun als Jobs anzubieten, die es gar nicht gibt.

Wie hast Du denn nachgefragt?

Klaus

--
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen

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Ich hatte folgende FĂ€lle:

1.)
Job auf Stepstone angeboten, auf Firmenhomepage aber nicht.
Nachgefragt und in der Tat Stelle nicht vorhanden (Nicht bereits
besetzt, sondern schlicht kein Bedarf). Warum dann die Anzeige
bei Stepstone?

2.)
Jobangebote auf der website der Firma, mit aktuellem Datum.
Daneben ein Roman darĂŒber, wie stark die Firma expandiere und wieviel
Leute man brauchen.
Nachgefragt: Kein Bedarf an Mitarbeitern.
Offensichtlich also alles gelogen von wegen Expansion.

3.)
Ein Ingenieurdienstleister sucht unzÀhlige Entwickler bundesweit.
Angerufen und nÀheres erfragt. GesprÀchspartner war sehr angetan
von meiner Qualifikation, passte genau. Trotzdem nie wieder was
gehört, nicht mal eine Absage. Meiner Meinung nach gehört sich
sowas nicht.

Dass Arbeitgeber auf eine Blindbewerbung nicht antworten mag ja
angehen, aber dass sie explizit meine Unterlagen haben wollen und
sich dann nie mehr melden finde ich unverschÀmt.



Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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<Vermutung> "Irgend jemand" aus der Firma hat diesen Eintrag publiziert,
aber auf "dem kleinen Dienstweg" und nicht als Folge eines normalen und
genehmigten Personalbedarfs. Vielleicht auch ohne Wissen der Personaler etc.
Wie schon gesagt, sind die Kosten bei elektronischen medien gering, da kommt
solch ein Test schon einmal vor. Die Firmenhomepage wird hier möglicherweise
besser kontrolliert. </Vermutung>

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Ungewöhnlich. Womit haben die denn die Jobangebote begrĂŒndet bei Deiner
Nachfrage?

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ACK. So etwas gehört sich wirklich nicht.

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Hast Du die Unterlagen elektronisch oder per Post versandt? Die AblÀufe bei
Personalbeschaffung sind in den meisten Firmen immer noch auf "richtige"
Unterlagen auf Papier eingerichtet.

Ach ĂŒbrigens, auch dabei sollte man nicht zu empfindlich sein. Was meinst
Du, wieviele Arbeitnehmer Bewerbungen "nur 'mal so" schreiben, um ihren
Marktwert zu testen und um in Übung zu bleiben. Und die sich bei den
möglicherweise stattfindenden BewerbungsgsprÀchen sogar die Fahrtkosten
erstatten lassen, obwohl sie gar keine Absicht haben zu wechseln. Auch
unverschÀmt, oder? ;-)

Gruß

Klaus

--
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
Mir hat vor kurzem ein Jobberater erzĂ€hlt, die Firmen wĂŒrden das als billige
Eigenwerbung machen - vor allem grĂ¶ĂŸere Unternehmen (Werbeanzeigen sind
WESENTLICH teurer). Eigentlich sollte unser "Arbeitsamt" gegen sowas
vorgehen. Aber da können wir bestimmt lange drauf warten.
- Henry




Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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Dann wĂŒrde ich den Rest, den dieser Jobberater so erzĂ€hlt hat, ebenso in
Frage stellen. Der hat offensichtlich nur das wiedergegeben, was er von
irgend einem gehört hat, der es wieder von irgend einem ... Es ist ja auch
wesentlich einfacher, gÀngige Klischees wiederzukauen und dann zu sagen,
dass es eigentlich keine Jobs gibt, als sich einmal die HĂ€nde schmutzig zu
machen und fĂŒr den Klienten einen Job zu suchen.

Wen sollten die Unternehmen denn mit dieser "Eigenwerbung" denn eigentlich
erreichen? Nun sag bloss nicht "die Konkurrenz" - die haben besser Mittel,
um sich ĂŒber die Lage des Wettbewerbers zu informieren als die
Stellenanzeigen.

Unternehmen, denen es gut geht, die haben auch die freien Stellen, fĂŒr die
Anzeigen geschaltet werden. Bei Unternehmen, denen es nicht gut geht, mĂŒssen
alle sparen - auch die Personalabteilungen. Und bei letzteren werden freie
Stellen immer zuerst intern besetzt - was meinst Du, wie sonst am Montag
morgen der Haussegen schief hĂ€ngen wĂŒrde, wenn eine Stellenanzeige
veröffentlicht wĂŒrde, ohne den BR vorher zu informieren und eine interne
Ausschreibung zu machen (betr. grĂ¶ĂŸere Firmen).

Klaus

--
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen

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So so.
 
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Denk mal nach: Uns geht es gut, wir haben AuftrÀge, wir sind voll im
Aufschwung, dass wir neues Personal brauchen ...

Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
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Ja.


Das ist sicherlich ein willkommener Nebeneffekt, aber kein Hauptzweck einer
Stellenanzeige. GrĂŒnde habe ich bereits genannt, daher werden
Stellenanzeigen auch nicht systematisch fĂŒr die Imagewerbung eingesetzt.
Ausnahmen bestÀtigen die Regel.

--
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Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
Hallo

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     Die meisten Berater sind leider Scharlatane, wenn es um etwas
anderes als "Vitamin B" geht. :-)

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Richtig, die "Konkurenz" hat bessere Mittel....was aber ist mit
kleineren AktionÀren oder Geldgebern, die nicht so den Einblick und
die Mittel haben? :-)

Jeder echte Wettbewerb ist ruinös. Daher beruht jede funktionierende
Wirtschaft auf Schiebung.
Zur Zeit ist wohl das lohnenste GeschĂ€ft, andere Leute zur GrĂŒndung
eines Unternehmens zu verfĂŒhren. :-))))


Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus     http://www.l02.de


Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Depression.

Re: Keine Jobs trotz vieler Anzeigen
Hi,


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Allerdinsg entspricht die Aussage des AA-MA durchaus der Wahrheit. Ich
habe von meiner Schwester Informationen aus einer 4ma die solche
Stellenangebote u.a. aus Werbezwecken geschaltet hat. Fast alle der
Anzeigen die durch die Haende von meiner Schwester gingen sollten gar
nicht besetzt werden, waren definitiv nur zur Werbung. Und ein kleiner
Teil der ausgeschriebenen Stellen existierte real ... war aber idR.
schon intern besetzt. De fakto wurde auf keine (?) der Stellenanzeigen
eine Einstellung vorgenommen. Das war in den 80ern.

Aehnliches habe ich um 2000 rum erlebt. Da habe ich einige Stellenan-
zeigen gefunden und dann Bekannte in den Unternehmen ausgequetscht.
Teilweise waren die in gehobenen Positionen und gaben zuverlaessig an
das diese 4ma definitiv niemanden einstellt, selbst Abgaenger wurden
nicht ersetzt, teilweise sogar MA gekuendigt.

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Ich habe da keinen echten Durchblick. Aber es gibt verschiedene,
meogliche Gruende fuer dieses Verhalten.

1) Werbung -> Fremdkapitalbeschaffung
   Beispiel: SEL Bildroehrenwerk Esslingen bei Uebernahme von
   Nokian in den 80ern. Damit kann man den Preis anheben.

2) Offene Stellen als Zeichen fuer Fachkraeftemangel um
   Importe vorranzutreiben.

   Beispiel: Siemens, Infineon und andere aus dieser Gruppe.
   Meistens geht dieses verhalten mit Altersdiskriminierung
   einher.

3) Ablenken von einem (teilweisen) Rueckzug aus einem
   Geschaeftsbereich und/oder damit verbundenen Verlagerungen.

   Bsp Automotiv: Umsatzrueckgaenge der Automobilindustrie seit
   2001. Daher ist es fuer viele 4men sinvoll auf andere
   Sparten (z.B. Nutzfahrzeuge, Eisenbahnen) umzusteigen.

4) Ablenken von einer Verlagerung des Automotivbereich in's
   Ausland. Hierfuer bietet sich die Produktion besonder an.

   Indizien: In sehr vielen Geschaeftsberichten wurde China
   als der grosze Markt der Zukunft genannt. Eine Orientierung
   in diese Richtung erscheint durchaus moeglich. Auch wird der
   starke Euro im geschaeftsbericht als Exporthemmnis angegebene,
   die Verlagerung waere eine Moeglichkeit der Kompensation.
   Dies sollte aber hauptsaechlich die Produktion betreffen.

5) Man sucht gar nicht so wild, ueberprueft nur das Angebot
   an Arbeitskraeften und stellt nur absolute Spitzenkandidaten
   ein. Ansonsten bleibt die Stelle eher offen.

   Dafuer spricht die lange Lebensdauer einiger dieser Anzeigen.
   Normalerweise muesste bei dem augenblicklichen Angebot an
   bewerbern das Besetzen der Stellen kein echtes Problem
   bereiten.

6) Die Stellen sind intern bereits vergeben muessen aber aus
   Gruenden der Firmenpolitik offiziell ausgeschrieben werden.

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Neeee, entspricht eben nicht der Realitaet. Und wenn eine Uebernahme
geplant ist wird der BR bestimmt auch an einem guten Preis und einem
Erhalt der Arbeitsplaetze interessiert sein. Falls die 4ma als fast
pleite gilt waere dieses Werk durchaus einer der ersten Kandidaten
fuer eine Stilllegung zwecks Ueberkapazitaetenabbau.

MfG

Uwe Borchert

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