Am 12.07.2023 um 20:18 schrieb Rolf Bombach:
Durchschnittsdruck, nehme ich an. Ein sehr wichtiges Kriterium bei Mundduschen ist allerdings, dass der Druck pulsiert und so den "Unrat" quasi heraushämmert. Da geht's dann um den Spitzendruck und nicht um den Effektivdruck. Der Spitzendruck steht aber nur sehr kurze Zeit an. Kontinuierlicher Wasserfluss hat eine wesentlich schlechtere Reinigungswirkung.
Denke vielleicht mal an professionelle Zahnreinigung. Da wird mit Ultraschall gearbeitet. Die auftretenden Kräfte sind derart hoch, dass mineralische Zahnbeläge abplatzen. Da dürften wir weit jenseits von 100 bar sein. Aber der Hub des Reinigungswerkzeugs ist halt nur sehr kurz. Deshalb passiert dem gesunden Zahn üblicherweise nichts.
Ganz sicher bin ich mir nicht. Aber du kannst mal versuchen, eine Rasierklinge auf die Haut zu drücken. Wenn du dich nicht traust, nimm eine Schweineschwarte. So lange keine Relativbewegung zwischen Haut und Klinge auftritt, kannst du ziemlich heftig drücken, ohne dass du dich verletzt. Dann rechne mal Kraft/Fläche. Die Aufstandsfläche der Schneide dürfte SEHR klein sein...
Dazu kommt noch das typische Verhalten von organischen Substanzen und Geweben. Wirken die Kräfte nur sehr kurz, halten sie ein Vielfaches der Dauerbelastung aus. Es geht hier um KURZE Belastungen.