Ingenieurmangel: Nur Gerede oder ist was dran?

Jun 07, 2006 470 Replies

Welchen hack? Meßsender für GPS existieren bereits, die eine beliebige Position aussenden können. Nur der Preis dürft abschreckend sein.

Hallo Ralph,

Es duerfte nur eine Frage der Zeit sein, bis man solche Geraetchen im grauen Markt als Billigversion bekommt. Sobald die Nachfrage gross genug ist, baut das meist jemand.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Hallo Michael,

Sie tut ganz gut. Allerdings nur "einfingrig" und ich muss zum Waehlen die Brille aufsetzen. Erstaunlich sind die HF Eigenschaften mit der integrierten Antenne. Bisher habe ich in Industriegebieten kein HF Loch ausgemacht, ausser in meinem Labor. Aber das ist ja auch ziemlich geschirmt.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Hallo Oliver,

Meine volle Zustimmung. Dieser Ansatz ist in der Tat falsch.

Korrekt.

Korrekt.

Muss nicht sein. Auch hier muessen wir bei Einloesung von Optionen ordentlich Steuern latzen. Sogar ueberproportional viel, weil meist alles auf einmal kommt und die Progression anzieht. Im naechsten Jahr wird dann in die beruechtigte AMT Falle gerutscht, weil wir in einem linken Bundesstaat leben. AMT ist eine "Zweitsteuer" in USA, die extrem hoch ist (und voellog ungerecht, gibt's also auch hier Probleme). D.h. im Jahr nach einer dicken Optionsauszahlung kann es sich "rentieren", einen Dauerurlaub einzulegen oder noch besser fast nur karitativ zu arbeiten.

So isses. Z.B. hier in USA.

Mich wundert, warum bei Euch das Thema Optionen nicht in der Politik diskutiert wird. Es ist "der" Motor, um eine lahme Wirtschaft anzukurbeln. Besonders, wenn nicht genug Geld zum Investieren oder Foerdern vorhanden ist. Oder wenn die Bereitschaft zu dessen Einsatz aufgrund von zuviel "Schiss" oder politisch bedingter Planungsunsicherheit zu gering ist.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Aber nur mechanisch. Wenn die Freisprecheinrichtung das

6310(i) nicht kennt funktioniert es damit nicht. Zwischen 6210 und 6310 wurde das Protokoll geaendert. :/

Wobei nur das 6310i Triband ist, also auch in USA funktioniert.

Gerrit

Hallo Gerrit,

Das kleine Nokia 2115i hat eine eingebaute Freisprecheinrichtung. Hatte ich mal gesehen, wie das jemand einschaltete. Klappte sehr gut. Er legte es mitten auf den Konferenztisch und alle konnten mitdiskutieren.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Ich meinte die fuers Auto. Da brauchts etwas mehr Dampf als das Handy selber bringt...

Mein 6310i habe ich noch. Ist als Backup ganz nuetzlich und, dank Twin-Karte, sehr einfach zwischen den beiden zu wechseln.

Gerrit

Liegt in der Familie...

Gruß, Johannes

durch dei Verdunstung kült das sogar ziemlich gut das ist wie schweiß. Hünde müssen da hecheln so wie Lüfter. Markus Gronotte in de.sci.electronics

Joerg schrieb:

Ist er das? Ich meine, der Motor der Wirtschaft? Natürlich ist es wichitg, dass Leute (Entwickler) motiviert sind und neue Dinge schaffen. Das reichlich überstrapazierte Wort Innnovation. Doch ist heutzutage nicht eher der Absatz das Problem? So ziemlich alle Industriezweige haben Überkapazitäten. Produzieren können wir genug. Das meiste Zeug ist auch recht gut. Aber in einem gesättigten Markt verkaufen, das ist nicht so einfach. Und auch kaum über Aktionoptionen für Entwickler ankurbelbar.

MfG Falk

Hallo Falk,

Er ist es. Ich habe in USA ueber viele Jahre erlebt, was solche Optionen an Motivation bewirken. Dabei geht es nicht nur um Innovation.

Doch, ist es. Ein Beispiel aus meinem Leben sagt es vielleicht am einfachsten: Als Cheffe der Division entschied ich, welcher Spartenleiter wieviele Optionen am Jahresende bekommt. Dazu habe ich mich am Jahresanfang mit allen zusammengesetzt. Selbige entschieden dann fuer ihre Leute und so weiter. Bei uns konnte jeder Optionen bekommen, vom einfachen Line Worker bis zum Big Boss. Dabei wurden Kriterien gesetzt, meist in dieser Reihenfolge:

  1. Produktionskosten der betreffenden Produktlinien.
  2. Ausschussverminderung.
  3. Neue Produkte, und zwar kosteneffektive.

Entwicklungsingenieure haben auf alle drei Einfluss, alle anderen zumindest bei den ersten beiden. Manche Ingenieure moegen zwar nicht gern produktionsnah arbeiten, mussten es bei mir aber. Da gab es keine Diskussion drueber und Kostendenken war bei uns Voraussetzung.

Meine Options wurden vom Big Boss entschieden. Auch der hat mir am Jahresanfang ganz deutlich genannt, worauf es dabei ankam. Das war allerdings eh klar, es bezog sich fast alles auf die Profitabilitaet der ganzen Firma (nicht nur unserer Division). Auch ohne diesen Vermerk in unseren Objectives haetten wir uns aber gegenseitig geholfen, man ist ja schliesslich wie eine Familie.

Um es mal ganz provokativ zu sagen: Kapitalismus funktioniert.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

"Joerg" schrieb im Newsbeitrag news:y2Hig.43163$ snipped-for-privacy@newssvr27.news.prodigy.net...

Wer meint, am Erfolg eines/seines Unternehmens was zum Positiven veraendern zu koennen, der kann Aktien kaufen, der braucht keine Optionen. Optionen sind wie ein Kredit. Wenn ein Unternehmen meint, ein Kredit waere angemessen weil die damit finanzierte Aktion erfolgversprechend ist, dann muss sie den Kredit nicht vom Arbeitnehmer nehmen. Soll sie sich doch an die Finanzwirtschaft wenden. Die Finanzwirtschaft kann Kreditausfaelle statistisch verteilen, der einzelne Arbeiter seine ausgefallene Aktienoption aber nicht, der ist der angeschissene weil er fuer die Arbeit keinen/zu wenig Lohn bekam. Es gibt keinen sinnvollen Grund fuer den Arbeitnehmer, sich an der Finanzierung des Unternehmens zu beteiligen, fuer das er arbeitet. Er sollte seine Aktien gerade von einem ANDEREN Unternehmen beziehen, Risikostreuung nennt man das, und das ist bewiesenermassen klug.

Also vergiss Aktienptionen.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

MaWin schrieb:

Du hast erkannt, warum Optionen toll sind, du hast bloß noch nicht erkannt, dass du es erkannt hast...

Ein Arbeitnehmer, der teilweise in Optionen bezahlt wird, hat ein Interesse daran, dass es der Firma auch in 5 Jahren noch gut geht (so größenordnungsmäßig). Die hat einer, der gewöhnliches Gehalt bezieht, eben nicht. Hat die Bank auch nicht, die will nur Geld sehen, und zwar möglichst rasch. Kurz gesagt, Optionen sind (gewissermaßen) ein Kredit bei dem einzigen Kreditinstitut, dass sowohl Interesse am mittelfristigen Wohl der Firma hat, als auch Einfluß darauf. Zudem sind Zinsen und Tilgung anfangs ausgesprochen niedrig. (Randnotiz: Politiker sollten in Optionen bezahlt werden.)

Stimmt schon irgendwie. Wollte der Arbeitnehmer das Risiko teilen, wäre er selbständig...

...könnte man behaupten, wenn man bequemerweise vernachlässigte, dass ein Selbständiger sich auch mit BWL und Jura auseinandersetzen muss und eigentlich gar nicht mehr als Ingenieur arbeiten kann.

Sicher, das garantiert, dass du niemals überdurchschnittlich hohe Verluste einfährst. Es garantiert auch, dass du niemals überdurchschnittlich hohe Gewinne einfährst, und das ist bewiesernermaßen... uhh... Deutsch.

Außerdem zieht die statistische Betrachtung nur, wenn du auf das Ergebnis keinen Einfluß hast. In einem kleinen Unternehmen hast du aber welchen, und dann investierst du dort, wo du Einfluß hast, und dann beeinflusst du auch das Ergebnis... siehe oben.

Hallo Udo, Hallo Manfred,

Ich habe das Gefuehl, dass die Entfernung zwischen hier und Germany doch mehr als 6000 Meilen sein muss...

Das will er oft gar nicht. Ich hatte sogar privat noch Aktien unserer Firma dazugekauft, weil ich fest davon ueberzeugt war, dass wir Furore machen wuerden. Haben wir auch :-)))

Genau das ist der Punkt. Wenn er Bayer Aktien kauft, kann er zwar am jaehrlichen ueppigen Buffet schnabulieren, aber Einfluss auf den Werdegang der Firma hat er nicht die Bohne. Wer Optionen der eigenen Firma hat, kann das. Leute, die im R&D Bereich arbeiten, koennen dies sogar ganz besonders. Aber das ist zumindest in USA keine Voraussetzung. Einer von vielen, der bei uns erfolgreiche (sprich profitable) Innovation geleistet hat, ist der inzwischen leider verstorbene Leiter der Werkzeugmacherei. Die haben im Tagesgeschaeft hauptsaechlich Produktioneswerkzeuge erstellt. Aber wenn jemand, egal wer, eine zuendende Idee hatte, hiess es immer "Hey, let's get everyone together and talk about that".

Die Grenze zwischen selbstaendig und angestellt ist in USA deutlich fliessender. Und das ist schoen so. Man muss das Jobangebot, das teils oder grossenteils auf Optionen basiert ja nicht annehmen. Bleibt jedem selbst ueberlassen. Ich hatte es mit Kusshand angenommen und taete es jederzeit wieder. Sofern ich dem Zielmarkt, der Mannschaft und vor allem der Leitung traue. Das bekommt man recht gut vor, beim und nach dem Vorstellungsgespraech heraus.

Muss allerdings sagen, dass Verwandten und Bekannten in Deutschland ob meines Arbeitsvertrages die Gaensehaut kam. Es gab naemlich keinen...

Das macht man in USA auch, allerdings meist erst so Richtung Rentenalter. Oder wenn die Boerse irgendwie "funky" ist.

Yeehaa, that's the American Way.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Du hast irgendetwas grundlegendes bei dem Thema nicht verstanden.

Eine Option ist etwas, das man nehmen kann, aber nicht nehmen muss, sie hat mit einem Kredit ungefähr soviel zu tun wie Äpfel mit Bügelbrettern ...

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Naja, seit dem Beitritt von Neufünfland gibt es hier einige Leute, die genau wissen, was scheinbar am bösen Kapitalismus alles so schlecht ist, aber leider völlig vergessen haben, warum ihr früherer Staat in Bausch und Bogen Pleite gegangen ist ...

Dumm nur, wenn die Politik meint, sich diesen anbiedern zu müssen.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

"Oliver Bartels" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Och Oliver, du solltest nicht von 'nicht verstanden' reden, wenn du es nicht verstanden hast. Wenn man JETZT (dem Angestellten) etwas weniger bezahlt, um SPAETER mit ggf. mehr Geld rueberzuruecken, ist das sehr wohl ein Kredit. Nicht auf jedem Kredit steht Kredit drauf. Hastes nun verstanden ?

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Selbst wenn man das so sieht, wäre es kein Kredit, weil die Rückzahlung nicht sicher ist.

man Fremdkapital_versus_Eigenkapital

Solltest Du hingegen von einer Bank wissen, die bereit ist, einen Kredit herzugeben, wenn dieser vereinbarungsgemäß nur _ggf._ zurückgezahlt wird, dann sag' mir doch bitte Namen und Anschrift, solche Mittel kann man immer gut gebrauchen.

Die Option hat aber die nette Möglichkeit, dass sie auch beliebigen Wertsteigerungen unterliegen kann, wenn die Firma gut läuft, die Möglichkeit des Wertverlustes aber auf die eingesetzte Optionsprämie begrenzt ist. Und die ist aufgrund der typisch langen Laufzeit der Optionen vergleichsweise günstig.

Das ist auch nochmal etwas anderes als ein Kredit und den Angestellten wird das im Gegensatz zu Dir auch klar sein, sonst wären sie nicht so daran interessiert.

Ergo wissen die Angestellten, worauf sie sich einlassen, und ab

18 Jahren sollten sie es auch selber entscheiden können und brauchen keine selbsternannten Beschützer.

Gruß Oliver

Oliver Bartels + Erding, Germany + obartels@bartels.de http://www.bartels.de + Phone: +49-8122-9729-0 Fax: -10

Zumal es fast schon mehr software als hardware ist, was da drinsteckt...

"Oliver Bartels" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com...

Kreditausfaelle sind selbstverstaendlich moeglich und in den Zinsen (hoffentlich passend) eines Standardkredits mit einkalkuliert.

Banken sind doch nicht bloed. Dazu braucht man bloede Arbeitnehmer. Nur diese Laien geben jemandem Kredit, dem die Bank niemals einen Kredit geben wuerde.

Das alles gilt bei der Aktie ebenfalls.

Die Optionspraemie war uebrigens der Arbeitslohn auf den man verzichtet hat.

Wie man an den ganzen gescheiterten Aktienspekulanten sieht.

Oh Oliver, du bist so gnadenlos naiv.

Als Unternehmer, klar, da bin ich auch fuer Aktienoptionen statt Lohn, und es wird immer dumme Arbeitnehmer geben, die darauf reinfallen, aber seit (100?) Jahren weiss man, wieso man darauf besser nicht eingehen sollte.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Joerg schrieb:

Alles schön und gut. Mitarbeiter sind (in den USA) durch Aktienoptioen motiviervar. Doch das beantwortet nicht meine Frage.

Schwächelt die (Welt)konjunktur, weil die Entwickler/Arbeiter zu unmotiviert sind, oder weil die Märkte übersättigt sind (Mal einfach formuliert)?

China ist hier mal ausgenommen.

Solange, bis der nächste Crash kommt. Und am Ende ist allen ganz klar wieso, weshalb, warum Nur dass VORHER keiner gegengesteuert hat. Hmm?? Und ach nur solange, wie du einigermassen auf der Sonnenseite leben kannst. Wenns dich dann aber mal duch nen Schicksalsschlag auf die andere verschlägt, dann wirst du wahrscheinlich anders urteien. Mal ganz abgesehen von der Masse an Menschen, die nie ein Chance hatten/haben, weil sie a) kaum Bildung geniessen konnten, b) in den berühmten sozialen Problemzonen aufgewachsen sind und c) von vorn herein von Mutter Natur nicht sonderlich mit Talent gesegnet wurden.

MfG Falk

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