Half Duplex Telefon?

May 16, 2024 Last reply: vor 2 Jahren 287 Replies

Hallo Kay,

Du schriebst am Sun, 19 May 2024 23:41:30 +0200:

Ja, um die Abfolge des Kommens und Gehens der Verfahren.

Was? Fernspeisung? So wie implementiert wohl nicht, aber prinzipiell geht das sicherlich, liefe dann halt auf sowas raus wie "PoDL" bei SPE. Eine revolutionäre Technik, die Übertragung des Verfahrens der "Phantomspeisung" aus der Audio-Technik von vor ca. 44 Jahren oder mehr ins digitale Zeitalter. Aber die Kommuni-, ähhh, -katoren haben die Fernspeisung mit ISDN "ausklingen" lassen.

...

Ja, sicher, die verschiedenen Entwicklungsphasen von DSL habe ich nicht noch weiter aufgedröselt. Da wurde halt immer weiter na der Filterei an den Leitungen gedreht, Vorver- und Nachentzerrungen und mitlaufende Messungen bzw. Abschätzungen der Impedanzen und Laufzeiten dazugepfriemelt, bis über die alten Tampen aus der 60V-Kohlemikrophontechnik mit 3kHz Bandbreite stolze "bis zu" 100e von kbps geschoben werden konnten. Es muß halt dafür kein Aufwand für die Instandhaltung der alten Leitungen getrieben werden.

_Natür^WSelbverständlich_. Alles über's IP-Protokoll abzuwickeln ist doch der wesentliche Einführungsgrund für _V_DSL, damit können endlich die ganzen unterschiedlichen Endeinrichtungen in den Vermittlungen durch nur einen SPoF^WUniversalapparat ersetzt werden.

"Was ist ein Basisband?".

Wenn ein Bagger sowohl Deine TAL als auch die Anbindung der Zelle erwischt, stehst Du (a) nicht schlechter dar als früher und bist (b) ein armer Pechvogel.

Am 20.05.24 um 20:43 schrieb Sieghard Schicktanz:

Die Symmetrischen Mikrophone hatten IMO 60V, bei ISDN sollen es ca. 40V gewesen sein was nicht so weit entfernt ist. Ich denke auch nicht das ein DC-Offset auf der TAL da jetzt ein so großes Problem wäre aber es muß halt pro Anschluß eingekoppelt werden und dazu erst mal Standardbaugruppen existieren. Das wird wohl kein Anbieter ohne Not anfangen und die Hersteller schon garnicht - ohne Markt dafür. Oder ist o.g. PoDL, SPE ein Eingeführter Standard für so was?

Tragik ISDN. Ja! Muß man seinen Kram halt an eine USV hängen. Und wenn die Gegenstelle tot ist steht man doch im Wald. Aber das hätte es bei ISDN Fernspeisung auch gegeben.

Nur wenn auf so einer Bündelung (POTS/ISDN plus DSL) nur Eine Komponente weg bräche dann hätte man noch Ausweichmöglichkeiten.

DSL weg: Modem-anwahl via POTS oder A/B der ISDN TKA. POTS/ISDN weg. VoIP-account via DSL als Notnagel. Oder per Web eine Störung melden z.b.

Für beide obige Fälle gilt hier: BTDT.

Eben das ist es wohl. Die ganzen Technischen Tricks sorgten dafür das man die unterirdische Infrastruktur möglichst nicht anfassen oder ausbuddeln mußte.

Ich denke aber genau die Alten Leitungen fallen hier derzeit meinem DSL-Teil auf die Füße.

Der Provider sieht es bestimmt anders. Für den ist dann alles schön zentral gebündelt und er kann an/ab-schalten was ihm paßt oder teils oder ganz vermieten/verpachten/weiterleiten wie es ihm beliebt. Alles via IP.

Stört ihn ja nicht. Die Zeche dafür zahlen andere...

Das wurde ja auch schon relativ früh angemerkt das die Provider in Richtung eines einheitlichen Three-Tier Service wollen (Telefon, Internet, Fernsehen). Und ich halte jetzt genau das gleiche davon wie damals. Nicht viel!

M.W. der Untere Bereich bei dem man Frequenzen direkt übertragen kann ohne sie einem Träger aufmodulieren zu müssen. Also z.b. die 3,5kHz Sprachkanal. An so einer Analogen Leitung konnte man sich früher auch einfach an klemmen und direkt mit hören. ;-)

Bye/ /Kay

Und die bekommen damit das "Komplette" Leistungsspektrum über jeden (VoIP) Anbieter umgesetzt das damaliges Euro-ISDN geboten hat?

Ich habe doch eher den Eindruck das die nur bestimmte nachgefragte Features einbauen. Was wohl meist (HD)Voice, Fax und ggf. noch Daten-wählverbindungen einschließt. Inkl. D-Kanal Protokollen u.s.w.

Bye/ /Kay

Meine Leitung von Odenthal zu Vermittlung in Burscheid war m.W. mehr als

10 km lang. Wenige zentrale Notversorgungen waren immer mach- und wartbar. Wie lang ist mein Kabel heute bis zum ersten aktiven und zu versorgenden Verstärker?

Und bitte nicht vergessen, bei einem großflächigen Stromausfall gibt es ganz andere Sorgen und alles Personal ist mit anderen Dingen voll ausgelastet.

40V auf dem S0, in den Uk0 hat das Amt mit bis zu 100V reingebraten. PoE hat 48V, damit es nicht so viele Amperes auf den dünnen Drähtchen sind.

Eine Fritzbox braucht 10 bis 15 Watt, das wären auf einem DSLAM mit

100 Ports schon fast zwei kW, das möchte man bei einem Schrank der potenziell unter dem Fenster einer Wohnimmobilie steht nicht wegkühlen müssen.

SPE steht für Single Pair Ethernet (10/100/1000base-T1), das ist halt kein DSL, und auch nur für 10-15 Meter spezifiziert. Das kommt aus der Automotive-Ecke und ist so geizig spezifiziert, dass man schon für einen Bus den Switch in die Mitte des Fahrzeugs setzen muss damit man mit den Längen auskommt.

Heute ist Mobilfunk an den allermeisten Stellen eine sinnvolle und kostengünstige Rückfallebene.

Das ist nicht das Alter, sondern die Länge und vermutlich auch die Dicke. Man könnte natürlich an der Stelle, wo das Hauptkabel in Deinen Wohnort reingeht, ein MSAN hinstellen und das Hauptkabel zur Vermittlungsstelle für die Anbindung auf _vielen_ Adernpaaren hernehmen. Oder man gräbt halt doch für eine Glasfaser. Bleibt dein Pech dass Du vermutlich exakt auf der anderen Seite des Dorfs wohnst als da wo das Hauptkabel in den Ort hineingeht.

Weißt Du, wo das Kabel längs läuft? Mitten über die Wiesen? An der Autostraße? Oder an dem Feldweg der etwas östlich von der Autostraße verläuft?

Der Haken ist, dass die Zeche deutlich geringer ist als das Aufrechterhalten (und modernisieren!) der Alttechnik und der Altimmobilien.

Grüße Marc

Etwas hoch angesetzt. Meine (7490) habe ich mehrfach mit 7.5 W gemessen.

Ja, alles kann man nicht haben und braucht man nicht. Ich hatte zu ISDN-Zeiten bei Notspeisung auch nur das eine Einfachtelephon im Flur. Wir sprechen hier von Notsituationen, da wird man auf das pausenlose Bingeviewing auch mal eine Weile verzichten können.

Wenn es um den Vergleich mit ISDN geht in jedem fall. Der NTBA hat nicht umsonst einen Netzanschluß. Früher hieß es dazu immer "bitte Anschließen". Und m.W. "konnte" man das zwar lassen - aber dann war der quasi immer im Notbetrieb=Ferngespeist und ISDN-Telefone die am Polaritätswechsel des S0 Busses den Notbetrieb erkannten ebenso.

In der Vermittlung konnte man das zudem Erkennen ob der NTBA gespeist wurde oder nicht. Logischerweise am Strom den er dann zieht.

Und alle Fritzboxen o.a. Router, EAD fern zu speisen dürfte m.E. eh kaum möglich sein. Nicht nur wegen des Leistungsbedarfs sondern wegen der Endgerätewahlfreiheit. Da könnte im grunde auch ein Gerät dabei sein das noch mehr ziehen will und damit Probleme verursachen könnte.

Sind 100 Ports für einen (Outdoor) DSLAM nicht ein wenig hoch gegriffen oder ist das normale Ausbaustufe?

Bye/ /Kay

Am 18.05.24 um 21:28 schrieb Sieghard Schicktanz:

"mehr" als 100% sind ja immer "besser" nichwa? ;)

Anspielung auf 5G?

Bye/ /Kay

Einfache Mehr-Provider-Repeater gehen bei 450,- los. LTE-Repeater gibt es schon für unter 200,-. Die machen das, was man unter 2G einen "Umbrella" nannte. Die größeren können sogar eine Neighborhoods abstimmen, wenn Du Spaß an Koaxkabeln hast und mehrere Antennen aufhängen willst.

Meine Kunden haben eigentlich nur noch SIP-Geräte, solange die keine ATEX-Ansprüche haben. Die WLAN-Controller sind mittlerweile alle Fast-Roaming fähig - wenn wir die Netze für die Telephonie nicht eh meshen.

In 5G ist das mit der großen Überlappung tatsächlich quasi Pflicht, da es einen managed NGAP-Handover gibt mit indirect forwarding gibt. Das Modulationsverfahren ist in Kombination mit dem Protokoll auch erheblich robuster.

Aktuell brauchst Du nur zwei, da Vodafone und O2 die Antennen zusammenlegen und Herr Dommermuth noch keine nennenswerte Abdeckung erreicht.

Falk D.

Wenige hundert Meter.

Grüße Marc

Ich behaupte weiterhin, dass Mobilfunk inzwischen "gut genug" ist, um in Notsituationen eine Basiskommunikation bereitzustellen, und man somit sehr viel einfacher an eine knoten- und kantendisjunkte Anbindung kommt, als es zu den besten Zeiten des analogen Telefonnetzes nicht in Ansätzen gab.

Man steht im Notfall heute besser da als früher, selbst nachdem das klassische Telefonnetz nur noch ein Schatten seiner selbst ist. Es ist eine weitere Technologie nachgewachsen, durch die eine Kombination mit bei weitem höherer Verfügbarkeit möglich geworden ist.

Natürlich ist auch das nicht gegen ALLE Fehler gefeit, aber zu sagen, dass man früher im Notfall besser da stand als heute ist irgendwo zwischen naiv und dumm.

Grüße Marc

Der NTBA selbst wurde immer aus dem Netz gespeist. Der Netzstecker des NTBA war immer nur für die Versorgung von Endgeräten. Auf einem S0-Bus durfte immer nur ein notspeisefähiges Gerät betrieben werden; die anderen mussten beim Polaritätswechsel freiwilig vom Netz gehen.

Rack-NTBA, die bevorzugt an TK-Anlagen eingesetzt wurden, hatten gar kein 230V-Netzteil.

Eine Fritzbox, Euracom oder Istec hatte stets eine eigene Stromversorgung, deswegen war ihnen auch egal ob der Bus gerade im Regel- oder Notbetrieb war.

Konnte man?

Das war nur ein aus der Luft gegriffener Wert. Ich könnte mir vorstellen dass es sowohl kleinere als auch größere gibt. Ich würde eine Zweierpotenz an Ports pro Linecard, vielleicht einen oder zwei weniger, erwarten.

Grüße Marc

Die meisten Endkundengeräte nach 1996 hatten die Jumper dafür nicht mehr. Ich glaube, Agfeo waren die letzten die da noch was vorsahen.

Kam der Modulträger-NTBA denn nach 1992 wirklich noch vor? Also abseits von NTPM-NTBA Kombinationen?

Auch die meisten T-Sinus waren agnostisch.

Wir (1994 bis 1996) nicht. Theoretisch mag das funktioniert haben, aber die Stromaufnahme konnte aus dem Stand nur pro Feld, idR

200DA abgelesenen werden. Der Messplatz war hinter der Einspeisung, konnte folgerichtig nur anzeigen wenn die Spannung einbrach und dann musste eh jemand zur Endstelle.

Meist hatte der Kunde dann eine Leitung vom Enstellenbau oder Elektriker und den NTBA gegen einen neuen aus dem T-Punkt getauscht, der noch auf direkter Speisung stand. Somit waren doppelt so viele Widerstände im Kabel, wie es sein sollten.

Bei den alten Siemens ADSL-DSLAM waren es 72 Ports (drei Wannen-Stecker) pro Linecard typisch und bis zu vier Linecards beim flachen Gehäuse. Da er nur 3 GBit bekam und die Backplane in der Kiste nur 1 GBit schnell war, hatten die Endstellen 13,9 MBit ("Bis zu 16MBit") bei 3 Linecards. Mit vier Linecards durfte schon nicht mehr viel los sein. Beim großen Gehäuse waren es 10 Karten. Die bekamen 4x 3 Gbit oder 1x 10Gbit und konnten später auch ADSL2+/VDSL.

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Wikipedia behauptet, dass das ein aktueller DSLAM sei:
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Das dürfte aber auszuschließen sein.

Der hätte 64 bis 256 Ports pro Karte und bis zu acht Karten pro Gehäuse.

Falk D.

Ohne es so genau zu wissen, war die Frage rhetorisch gemeint.

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Hallo Kay,

Du schriebst am Tue, 21 May 2024 00:47:48 +0200:

Das ist schonmal ein (negativer) Kostenfaktor.

Kennst Du nicht? "Power over Data Line" bei "Single Pair Ethernet", _dem_ neuen Industriestandard für die Vernetzung in der OT (Operational Technology), d.h. dem produktiven Teil einer Firma.

Ja, eben das mußte man bei ISDN auch noch nicht, _ein_ Endgerät war ja fernspeisbar. Für Ntfälle sollte das dann reichen.

Nur bei Ausfall _auch_ der _Notversorgung_ der Vermittlung. Heute gleich alles.

...

Jadoch. Ich dachte, die Anführungszeichen könnten in der Lage sein, die Frage ausreichend als rhetorisch zu kennzeichnen. War wohl nix...

Hallo Marc,

Du schriebst am Tue, 21 May 2024 09:16:31 +0200:

Da bist Du nicht mehr ganz auf dem Stand der Technik. Es _kommt_ aus der Automobiltechnik, aber es wird inzwischen enorm für industrielle Anwendungen propagiert, und die möglichen Leitungslängen liegen inzwischen schon im Bereich von mehr als 100m, wenn auch eher für 100Base; 1000Base muß da noch bisserl "Reifung der technischen Komponenten" abwarten. Ziel für SPE soll sein: Ethernet zu jedem Sensor und Aktor, überall. D.h. nix weniger als die komplette Ablösung aller Feldbus-Systeme, im Auto, aber vor allem in der Industrie. We shall see...

Hallo Kay,

Du schriebst am Tue, 21 May 2024 14:15:38 +0200:

Geht bei (Mobil-)Funk: Die Ausleuchtungsbereiche der Zellen überlappen sich. (Kannst Du Dir so ähnlich vorstellen wie die Ausleuchtung eines Bereichs mit mehreren Taschenlampen o.ä.) Aber die Endgeräte müssen dafür durchaus ausgelegt sein, sind sie aber auch.

Die Ascom-Geräte hatten einen Schalter der die Notspeisefähigkeit aktiviert hat. Die Europas der Telekom waren iirc nicht notspeisefähig.

Wenn Du das so bestellt hast, freilich. Bei allen Anlageninstallationen mit mehr als zwei Basisanschlüssen habe ich da immer drauf geachtet. Sonst hat die Telekom einem ja eine Ladung TAEs an der Verlegeleitung ohne Zugentlastung o.ä. unten ins Rack geschmissen, und das war DIE Lebensader des Unternehmens. So einen lieblosen Pfusch habe ich nie zugelassen wenn die Installation unter meiner Beratung erfolgte. Leider wurde ich oft genug erst gerufen wenn es schon lichterloh brannte.

Weil eigene Stromversorgung, ja.

Und wie ist es bei den heutigen Baugruppen in den MSANs?

Respekt. So eine 256-Port-Karte macht bestimmt ordentlich warm.

Grüße Marc

Ich meine, dass selbst die das zusammen mit dem Zellweger-Werk aufgaben. Meine spätere Dienstherrin hatte Ascom wegen Operation Rubikon auf der pechschwarzen Liste.

Kabelbinder sind Zugentlastung! In drei Jahren Entstörung habe ich vier mal Modulträger-NTBA gesehen und alle vier Endstellen sind von den Paderbornern selbst gebaut worden als die die Anlagen aufstellten.

In der Regel waren es bei Anlagen echte Einbaufehler, eine 230V Masseschleife oder bei Octopussis die Netzteile.

Die sind dichter aber die Linedriver Chips machen aktive Impedanzanpassung durch Kapazitätsdioden in der Struktur, während die DSLAMs die Fehlanpassung verheizten.

Es geht. Die müssen ja nicht mehr 12km unperfekt verseilte Leitung im Grundwasser befeuern.

Falk D.

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